Prof. Smiit und Dr. Smolle lehren uns Erdgeschichte

Stellt Eure in Arbeit befindlichen oder fertigen 2D-Artworks hier aus, um sie diskutieren zu lassen. Dabei spielt es keine Rolle, ob Euer Artwork in klassischen Techniken oder digital entstanden ist.
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Minneyar
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Prof. Smiit und Dr. Smolle lehren uns Erdgeschichte

Beitrag von Minneyar » 26. Mär 2007, 21:54

Vielleicht kennt mich ja noch irgendwer, ich hab vor ner weile das forum hier als Plattform benutzt um meine Platten zu verticken *g* Naja, jedenfalls hab ich jetzt vor kurzem tatsächlich mal wieder was gemalt und zwar für meine Arbeit (FÖJ in einem Grünen Lehrort in Berlin) Dabei handelt es sich um eine Tafelserie zur Geschichte der Erde und des Lebens. Ich find die eigentlich ganz charmant, auch wenn ich mit meiner dilettantischen technik natürlich nicht gegen irgend einen halbwegs professionellen illustrator anstinken kann :D (Und ich auch gewisse zeitzwänge hatte...)

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Und hier noch was für eine nicht weiter genannte Freundin zum Geburtstag :lol:

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Kugelfisch
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Beitrag von Kugelfisch » 27. Mär 2007, 11:09

Ja, ich erinne mich.
Die Platte habe ich noch und ich mag sie auch noch :D

In deinem Projekt finde ich die "Hintergründe" zu einem großen Teil ganz schick, ebenso die Schrift links oben und unten. Aber die immer gleiche Position der Figuren mit den perfekt ovalen Sprechblasen und der hineingequetschten Arial... das überzeugt mich gar nicht.

fxk
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Beitrag von fxk » 27. Mär 2007, 12:37

Aber die immer gleiche Position der Figuren mit den perfekt ovalen Sprechblasen und der hineingequetschten Arial... das überzeugt mich gar nicht.
kann mich da nur anschließen
I'm the great Cornholio - I need some TP for my bonghole...

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Beitrag von Artdek » 27. Mär 2007, 12:44

Rein wissenschaftlich finde ich es zu sprunghaft und auch recht unreflektiert. Mir scheints, als hast du nur wenige Quellen benutzt. Das gleich gilt der Transcription in eine Kinder- und Schülergerechte Sprache.
Die Figuren überzeugen mich ebenfalls nicht, sie sind einfach, flach und auch nicht sehr ästhetisch.
einzig die Hintergründe sind oft so schick, dass ich es schade finde, sie von den riesigen Sprechblasen erdrückt erleben zu müssen.
Ich hoffe, dass du noch dran arbeitest, denn kurze klare Zusammenfassungen unseres werden kann es gar nicht genug geben. Besonders wenn sie so schnittiges Potential haben wie diese hier.
"Hundert Schafe, von einem Löwen geführt, sind gefährlicher als hundert Löwen, geführt von einem Schaf."

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harrior
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Beitrag von harrior » 27. Mär 2007, 13:53

Ich fände es auch gut, wenn sich die Bilder der Professoren nicht so gleichen würden.


für comic-schriften: blambot.com
nate piekos von realmofatland.com fertigt seine sprechblasen so an:
[edit] vllt. verlinke ich das besser: http://realmofatland.com/stepbystep.shtml
etwas nach unten scrollen..
??? ?????? ?????

Chinasky
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Beitrag von Chinasky » 27. Mär 2007, 14:04

Hallo Minneyar!
Was ist ein FÖJ?
Also erstmal finde ich es sehr, sehr, sehr geil, daß Du Dir dieses Thema gewählt hast. Bist Du Dir klar darüber, was für ein "heißes Eisen" Du an anfaßt?
Kannst Du uns noch genauer erklären, für wen diese "Bildergeschichte" gedacht ist, an wen sie sich richtet? Ist sie unterstützend für den Sachkundeunterricht in Schulen gedacht? Soll sie als illustriertes Kinderbuch erscheinen, als Poster?

Wie auch immer - das Thema, das Du Dir da gewählt hast, ist heutzutage ja nicht mehr so sehr ein wissenschaftliches, sondern leider inzwischen eher weltanschaulich-politisch geworden. In den USA hält heute eine Mehrheit der (stimmberechtigten :( ) Bürger das "Standardmodell" zur Weltentstehung, wie Du es hier beschreibst, für falsch und das Schöpfungsmodell, wie es in der biblischen Genesis beschrieben wird, für richtig.

Du hast sicherlich schon vom "Kreationismus" oder vom "Intelligent Design" gehört, der Streit zwischen Verfechtern der naturwissenschaftlich korrekten Evolutionstheorie und der weltanschaulich verankerten Schöpfungstheorie ist seit längerem heiß am brennen. Es handelt sich um einen politischen Streit, letzten Endes um einen machtpolitischen Streit. Denn die Schöpfungsthese wird vor allem von Erzkonservativen mit starker religiöser Prägung vertreten. Es werden langjährige Gerichtsverfahren bestritten, in denen es darum geht, welche "Theorie" an den Schulen gelehrt werden darf und welche nicht.

Ich gehe mal davon aus, daß Dir diese Streitproblematik bekannt ist - falls nicht, könnte ich etwas weiter ausholen, aber das paßt hier nicht so sehr ins 2D-Forum. ;)

Weil mir nun die Aktualität und Brisanz Deines Themas so offensichtlich zu sein scheint, überlege ich sofort: "Wem nützt es?" Du vertrittst das wissenschaftliche Standardmodell (Big Bang-Theorie, Evolutions-Theorie...), aber die Frage ist: vertrittst Du es gut?

Gut vertrittst Du es insofern, dals Deine Hintergrundillustrationen wirklich sehr schick geworden sind. Man kann hier und da Details bemängeln - aber insgesamt sind sie in einem durchgehenden Style gehalten, der die Inhalte anschaulich illustriert. Insofern schon mal Daumen hoch! :thumb:

Was die beiden Professoren angeht, so stimme ich meinen Vor-Postern zu: Es ist schade, daß deren Posen sich in jedem Panel wiederholen. Das wirkt einfach langweilig. Nicht nur hätte ich mir pro Panel neue Posen für sie gewünscht - ich hätte sie gern stärker unterschieden, das heißt, ich hätte ihnen stärkere Rollenklischees aufgedrückt. Dr. Smiit als der korrekte Wissenschaftler, der furztrocken die Fakten referiert , Dr. Smolle der chaotische Spinner, der die Hanswurst-Rolle einnimmt, also vor allem herumblödelt, versucht, Dr. Smiit aus dem Konzept zu bringen und mit seinen Eulenspiegeleien alle Sympathiepunkte auf sich zieht. Das ist zwar ein uraltes Rollen-Konzept - aber es funktioniert in solchem Zusammenhang eben entsprechend gut.
Das Optimum wäre, wenn Smiit und Smolle in den jeweiligen Bildern drin wären, statt nur vor ihnen zu stehen wie der Lehrer vor der Tafel: Warum kann nicht z.B. Dr. Smolle auf dem Amphibium reiten, mit noch ganz nassen Haaren? Warum kann er nicht mit dem Schraubenschlüssel an den Bakterien herumschrauben, oder irgendein "Kochrezept" ausprobieren? Man könnte sogar hier die Rollen noch stärker trennen: Dr. Smiit, der korrekte Langweiler steht dozierend vor den Illustrationen, während Dr. Smolle, der kindlich-forsche Abenteurer, sich in ihnen befindet? Der Kluge und der Wagemutige, der Seriöse und der Schalk, der Rationale und der Emotionale - so würden die beiden Professoren sich ergänzen und die Sache unterhaltsam machen.

Die Sprechblasen und die langweilige Typo finde ich ebenfalls nicht berauschend - wurde aber schon gesagt.
Artdek wies zudem auf das wissenschaftlich Sprunghafte und teilweise Unreflektierte hin. Und hier würde ich den Schwerpunkt meiner Kritik legen, eben, weil ich weiß, daß es sich um ein kontroverses Thema handelt. Den Verfechtern des Kreationismus und Intelligent Design (ist eigentlich dasselbe und hat leider überhaupt nichts mit intelligenten Grafik-Designern zu tun...) stürzen sich natürlich dankbar auf jeden, der evolutionstheoretische Positionen vertritt und dies nicht wissenschaftlich sauber tut. Das fängt damit an, daß Du den Big Bang mit einem Bild illustrierst, das eher einen Spiralnebel als das, was man sich unter einem Urknall vorstellt (eine relativ regelmäßig sich ausdehnende Energiekugel). Und es hört da noch nicht auf, wo Du Dich höchstwahrscheinlich auf die Miller'schen "Ursuppen"-Experimente aus den 50er Jahren beziehst. Daß "die Natur" aus diesen "schon vorhandenen" Zutaten das Leben gekocht hätte, ist eine Aussage, die nicht nur gewagt, sondern streng genommen falsch ist. Schon weil hier die Natur als eine Art Person verwendet wird, die etwas tut, also scheinbar Ziele hat usw.

Ich finde es sehr schwierig, den naturwissenschaftlichen Ansatz bezüglich der Entstehung des Lebens auf einem für Kinder verständlichen Niveau zu formulieren, ohne praktisch falsche Dinge zu behaupten. Was vor ein paar Jahren/Jahrzehnten noch kein Problem war, heute aber aufgrund der politischen Brisanz eines ist. Denn momentan darf Kreationismus an unseren Schulen nicht gelehrt werden, weil er eben naturwissenschaftlich betrachtet, unsinnig ist. Es gibt aber Kreationismus-Vertreter, die sich sehr wissenschaftlich aufführen, und es ist ziemlich anstrengend, ihnen immer und immer wieder nachzuweisen, daß sie letztlich nur Pseudo-Wissenschaft betreiben. Wenn nun solche mit Fehlern durchsetzten "Aufklärungsbücher" wie das Deine an die Öffentlichkeit kommen, dann werden die Kreationisten sich darauf stürzen und sagen: "Seht her, Ihr argumentiert ja auch nicht wissenschaftlich!"
Ich würde Dir vorschlagen, Dein Projekt einmal im Freigeisterhaus.de vorzustellen. Dort gibt es ein eigenes "Wissenschaft und Technik"-Subforum, in dem sich einige wirklich kompetente Leute herumtreiben, die den Streit Evolution vs. Kreationismus gut kennen und Dich eventuell bezüglich der Formulierungen in Deiner Geschichte beraten können.

Wie gesagt: Ich finde Dein Anliegen sehr, sehr gut und unterstützenswert, aber gerade deswegen bin ich, was das Inhaltliche angeht, besonders kritisch, denn Du kämpfst gewissermaßen mit diesem Projekt für meine Seite, und auf der wünsche ich mir nur perfekte Kämpfer. ;)
Daher sei mir ein letzter Kritikpunkt erlaubt: Es ist zuviel in diesem Projekt enthalten. Urknall, Entstehung der Planeten, Entstehung des Lebens, Evolution des Lebens und am Ende auch noch eine Warnung bezüglich der menschengemachten Umweltprobleme - das ist too much in meinen Augen. Insbesondere finde ich es dramaturgisch ungeschickt, daß die von Menschen beinflußte Welt in Deinem letzten Panel in sehr düsteren Farben dargestellt wird. Das macht keinen Mut, und es macht keine Lust, sich an der Erhaltung und Bewahrung der Umwelt zu beteiligen.

Sorry, daß ich so wenig auf die graphisch-gestalterischen Aspekte eingegangen bin (wozu dieses Forum ja eigentlich da ist). Aber der Inhalt Deines Projektes war mir einfach wichtiger, ich hoffe, man sieht mir dies nach! :)
Es genügt nicht, keine Meinung zu haben. Man muß auch unfähig sein, sie auszudrücken.

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Beitrag von Minneyar » 27. Mär 2007, 14:43

Arigato fürs anschauen und Kommentieren!
Ja, ich erinne mich.
Die Platte habe ich noch und ich mag sie auch noch Very Happy
Schön :D
Aber die immer gleiche Position der Figuren mit den perfekt ovalen Sprechblasen und der hineingequetschten Arial... das überzeugt mich gar nicht.
Tja, die Figurenvielfalt ist leider dem Zeitzwang zum Opfer gefallen, da ich hier nicht hauptzeitlich als Illustrator arbeite war für jeden Panel eigene Figuren zeichnen nicht drinn!
:|

Für die Sprechblasen hatte ich leider keine bessere Lösung gefunden... wie hättest du das gelöst?
Rein wissenschaftlich finde ich es zu sprunghaft und auch recht unreflektiert. Mir scheints, als hast du nur wenige Quellen benutzt. Das gleich gilt der Transcription in eine Kinder- und Schülergerechte Sprache.
Kannst du mir das nochmal verdeutlichen? Ich verstehe nicht ganz was du mit sprunghaft und unreflektiert meinst. An Quellen habe ich vorallem Schulmaterial benutzt. Jedoch stellt die Zusammenfassung des Themas eine derartige Reduktion dar, dass ich mich wundere, was durch eine größere vielfalt an quellen erreicht werden sollte.
Die Figuren überzeugen mich ebenfalls nicht, sie sind einfach, flach und auch nicht sehr ästhetisch.
Schade! Eigentlich war ich auf die Figuren besonders stolz... :?

@ Harrior : Danke für die Sprechblasenanregung! Das wäre wohl wirklich ne bessere Lösung gewesen. Was die Font angeht hatte mir die nüchterne lösung eigentlich besser als ne comic schrift gefallen :-/

Chinaski antworte ich später, und vielleicht den anderen auch nochmal ausführlicher, ich muss hier leider jetzt schluss machen!

Edit : Ergänzung
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Beitrag von Artdek » 27. Mär 2007, 16:19

untertitel! :D


Nun, eine größere Vielfalt an Quellen ermöglicht, herauszufinden, welche Tatsachen wichtig und ausschlaggebend sind, und welche nicht.
Oft überschneiden sich Informationen bzw. Theorien, aber ihre Herleitung geht andere Wege. Diese Thesen sind nicht nur gebräuchlich, sondern vor allem wahrscheinlicher.
Man sollte davon ausgehen, dass man bei der wissenschaftlichen Arbeit sich nicht auf den Thesen von Vorgängern ausruhen kann, weil diese ebenfalls schon falsch sein könnten. Daraus ergibt sich, voneinander unabhängige Quellen als Beleg der eigenen Anschauung mit, eventuell eigenen Experimenten und Erfahrungen zu kombinieren. Das klingt anstrengend, aber das Ergebnis mach den Eindruck, der Autor hätte verstanden, was er schrieb.
Hier wirkt es auf mich, dass zwar der genaue Wortlaut eines Buches in Kindersprache übersetzt wurde, aber nicht verstanden. Wenn ich jetzt ein Kind wäre, und fragen würde, warum die Materie wirbelnde Feuerbälle gemacht hat, würde ich sicher keine befriedigende Antwort bekommen.
Dabei fällt mir auf, dass es im zweiten Bild schon ein fertiges Universum gibt - im Hintergrund schimmern die Sterne und Galaxien. Die Materie muss dem Bild nach in einem fertigen Universum entstanden sein.

Ich hätte es wohl eher so geschrieben (ohne recherchiert zu haben):

Smiit:
Der Urknall war so feurig heiß, dass die festen Massen miteinander verschmolzen wie der Käse auf einer Pizza. Es brauchte tausend Millionen mal so viele Jahre wie eure Großeltern alt sind, bis die verschmolzenenen Massen abkühlten und sich zu festen Planeten-Kugeln zusammen taten.

Smolle:
Doch manche Kugeln waren und blieben weiterhin glühend heiß und strahlten weiterhin Licht und Wärme auf die Planeten ab. Unsere Sonne ist eine solche Kugel.

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Beitrag von Minneyar » 27. Mär 2007, 16:38

So, jetzt zu chinasky und seinem ausführlichen Beitrag! :thumb: Leider wieder etwas gehetzt geschrieben... *gleich wieder los muss*

Ein FÖJ ist ein freiwilliges ökologisches Jahr, es entspricht mehr oder weniger dem Zivildienst ist nur länger und schlechter bezahlt *g* Man kann es auch als nicht-wehrdienstverweigerer machen, aber ich mache es als Alternative zum Zivildienst.

Diese Bildergeschichte dient in erster Linie als Ausstellungsgegenstand in den Georaum meiner Einrichtung, eines grünen Lehrortes. Einmal soll sie nett aussehen und den Raum für Besucher attraktiver machen, zum anderen kann man sie auch für die Arbeit mit den Grundschulklassen verwenden, die zu uns kommen.

Ja, ich kenne die Problematik des intelligent Designs, allerdings habe ich meine Tafel nicht unter dem Gesichtspunkt gestaltet mich in dieser Auseinandersetzung an der Beweisführung (Okay um Beweise geht es ja eher nicht) zu beteiligen. Ich habe um ehrlich zu sein überhaupt nicht in diesem größeren Rahmen gedacht, schließlich wird sie nicht großartig vertrieben (Eigentlich garnicht)

Für mich ging es bei der ganzen Angelegenheit eher darum, ein Gefühl dafür zu schaffen, wie drastisch der Menschliche Eingriff in die Umwelt ist, indem die ganzen Jahrmillionen Entwicklung dargestellt werden auf die schließlich der abrupte Knick folgt. Als Kämpfer des Darvinismus sehe ich mich eher nicht.

Ich persönlich sehe also die umgangssprachliche Ausdrucksweise (und teils unkorrekten illustrationen) weniger kritisch, zumal es als Zielgruppe nicht um Erwachsene oder gar Biologen (denen verständlicherweise die personifizierung der Natur, sei es nur in Redewendungen oftmals ein Graus ist) sondern um Kinder geht, denen ersteinmal grundsätzliche Dinge in verständlicher Sprache verdeutlicht werden sollen und denen es reichlich egal ist wie der Big Bang tatsächlich ausgesehen haben mag. Man muss dazu auch meiner Meinung nach sagen, dass jede darstellung von so etwas wie dem Urknall sich bis zu einem gewissen Grad den Vorwurf gefallen lassen muss inkorrekt zu sein, da der tatsächliche erkenntnisgrad wahrscheinlich nur durch trockene diagramme wiederzugeben ist. Aber ich gebe dir natürlich insofern recht, dass es natürlich am besten wäre, beides miteinander zu verbinden, deshalb werde ich deinem Rat auch folgen, zumindest die Texte mal diesem Forum vorzusetzen! Übrigens sind eigentlich die meisten Darstellungen nicht im engeren Sinn korrekt, so ist dieses krebsartige wesen vor den Algen rein fiktiv, genau wie dieses Kammamphib.

Natürlich muss ich dir auch da recht geben, dass man wesentlich mehr aus den Konzept hätte holen können, etwa durch die integration der beiden Figuren in die Kulisse. Oder vielleicht auch durch ein stärker polarisiertes Charakterpaar. Doch auf die Frage warum das nicht möglich gewesen sei, muss ich dir leider die ganz offene und profane antwort geben, dass ich dazu wohl mit meinen Fähigkeiten (und auch mit meinem Zeitrahmen) nicht in der Lage gewesen wäre. :(

Was ich jetzt natürlich schade finde, ist dass du das Ganze mit der Mahnung am schluss Überladen findest und nicht ermutigend dich für unsere Umwelt einzusetzen. Damit verpufft meine Intention natürlich...
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