Aktzeichnen

Stellt Eure in Arbeit befindlichen oder fertigen 2D-Artworks hier aus, um sie diskutieren zu lassen. Dabei spielt es keine Rolle, ob Euer Artwork in klassischen Techniken oder digital entstanden ist.
WilliamT.Fan
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Beitrag von WilliamT.Fan » 5. Nov 2014, 21:14

Mein Kursleiter empfiehlt mir auf Mischtechniken zu verzichten und entweder nur zu aquarellieren oder nur mit Bleistift/Farbstift zu zeichnen.

Hier Aktuelles vom Montag. War etwas sehr müde, und hab mich in den Proportionen teils böse verhauen. :cry:
Trotzdem - oder vielleicht gerade deswegen - hat sich für mich eine spezielle Spannung ergeben der ich gerne noch etwas nachspüren möchte.

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Figurzeichnen, Mann sitzend, Beleistift, ca 5 - 10 Min

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Figurzeichnen, Mann sitzend, Aquarell, ca 15 Min

WilliamT.Fan
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Beitrag von WilliamT.Fan » 27. Dez 2014, 11:10

Weitere Versuche - weiterhin suchend.

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Aktzeichnung, Männlicher Akt stehend, Aquarell-Aquarellstift, 44x66cm

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Aktzeichnung, Männlicher Akt sitzend, Aquarell-Aquarellstift, 44x66cm

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Aktzeichnung, Männlicher Akt stehend, Aquarell-Aquarellstift, 44x66cm

Bild
Aktzeichnung, Männlicher Akt stehend, Aquarell-Aquarellstift, 44x66cm

Bild
Aktzeichnung, Männlicher Akt stehend, Aquarell-Aquarellstift, 44x66cm

Bild
Aktzeichnung, Männlicher Akt stehend, Aquarell-Aquarellstift, 44x66cm

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Aktzeichnung, Männlicher Akt sitzend, Aquarell-Aquarellstift, 44x66cm

Bin dankbar für weiterführende Hinweise und Anregungen.

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ThomasVeil
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Beitrag von ThomasVeil » 9. Jan 2015, 15:41

Coole Arbeiten wiedermal William.
Bei den Farbbildern denke ich du könntest mal flächiger experimentieren. Anstatt Form und Farbe zugleich perfekt hin zu kriegen, kannst du dich auf Eines konzentrieren. Finde die Blitzer z.Bsp. teils störend.
Das Erste Bild ist ein gutes Beispiel bei dem die Farbe vereinfacht ist - und du dann Form sehr gut getroffen hast.
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Beitrag von WilliamT.Fan » 17. Jan 2015, 16:54

@ThomasVeil

Lieber Thomas

Ganz herzlichen Dank für Deine sehr geschätzten Hinweise.

Im ersten Moment war ich mir nicht ganz sicher, ob ich Deine Anregungen richtig verstehe und habe mir darum (wie übrigens schön öfter) Deine tollen Arbeiten vom Oktober 06 bis zum Juli 07 und vom Oktober 14 studiert.

Deine Kritik trifft einen der wunden Punkte und hilft mir daher sehr.

Ich werde Deine Ratschläge gerne befolgen und bin gespannt wohin es mich führt. Ganz herzlichen Dank.

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Beitrag von WilliamT.Fan » 21. Jan 2015, 19:24

@ThomasVeil
Habe vorgestern versucht die erhaltenen Hinweise umzusetzen, die Figuren flächiger zu halten, mit weniger Farben zu arbeiten, und - nicht all zu viel gleichzeitig zu wollen.

Bild
Aktzeichnung Frau stehend, Aquarell und Aquarellstift. (Dauer ca. 20', Format 62/44)

Bild
Aktzeichnung Frau sitzend, Aquarell und Aquarellstift. (Dauer ca. 20', Format 40/40)

Bild
Aktzeichnung Frau sitzend, Aquarell und Aquarellstift. (Dauer ca. 20', Format 40/40)

Bild
Aktzeichnung Frau sitzend, Aquarell und Aquarellstift. (Dauer ca. 20', Format 40/40)

Bild
Aktzeichnung Frau liegend, Aquarell und Aquarellstift. (Dauer ca. 20', Format 40/40)

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Beitrag von WilliamT.Fan » 31. Jan 2015, 20:46

Bild
Aktzeichnung Frau sitzend, Aquarell und Aquarellstift. (Dauer ca. 20', Format 40/40)

Bild
Aktzeichnung Frau sitzend, Aquarell und Aquarellstift. (Dauer ca. 20', Format 56/42)

Bild
Aktzeichnung Frau liegend, Aquarell und Aquarellstift. (Dauer ca. 20', Format 56/42)

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Beitrag von ThomasVeil » 4. Feb 2015, 17:03

WilliamT.Fan hat geschrieben:@ThomasVeil
Habe vorgestern versucht die erhaltenen Hinweise umzusetzen, die Figuren flächiger zu halten, mit weniger Farben zu arbeiten, und - nicht all zu viel gleichzeitig zu wollen.
Wenn du mich fragst: Guter Tip hehe ;)
Finde die neuen Resultate etwas ruhiger, dadurch kann sich das Auge mehr auf die Bilder einlassen... wie zBsp. auf die schöne Strichführung in den letzten Zweien.
Du machst echt schnelle Fortschritte find ich - interessant zu sehen.
webseite: http://www.oxpal.com - mein patreon projekt: https://www.patreon.com/oxpal

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Beitrag von WilliamT.Fan » 6. Feb 2015, 20:30

@ThomasVeil

Kommentar Thomas Veil

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Wenn du mich fragst: Guter Tip hehe Wink
Ja - finde ich auch. Wenn auch nicht immer einfach in der Umsetzung.
Nochmals herzlichen Dank für Deine Hinweise.

Hier weitere Versuche.

Bild
Aktzeichnung Frau stehend, Aquarell und Aquarellstift, 42/56cm, ca. 20Min.

Bild
Aktzeichnung Frau sitzend, Aquarellstift, 42/56cm, ca. 20Min.

Bild
Aktzeichnung Frau sitzend, Aquarell und Aquarellstift, 42/56cm, ca. 20Min.

Bild
Aktzeichnung Frau sitzend, Aquarell und Aquarellstift, 42/56cm, ca. 20Min.

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Beitrag von WilliamT.Fan » 24. Feb 2015, 20:08

Bild
Aktzeichnung Frau stehend, Aquarell und Aquarellstift, 42x56 cm, ca. 25Min.

Bild
Aktzeichnung Frau sitzend, Aquarell und Aquarellstift, 40x40 cm, ca. 25 Min

Bild
Aktzeichnung Frau liegend, Aquarell und Aquarellstift, 40x40 cm, ca. 25 Min

Bild
Aktzeichnung Frau sitzend, Aquarell und Aquarellstift, 40x40 cm, ca. 25Min.

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Beitrag von sepiaschale » 27. Feb 2015, 23:32

Hallo zusammen! :)
Bin neu hier und schau mir eure Aktzeichnungen an. Kommentare spare ich mir aber noch, muß mich erstmal zurechtfinden. Ich setze hier mal 5 aktuelle Aktzeichnungen von mir rein, die ungefähr das Spektrum beschreiben, zudem ich momentan in der Lage bin.
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Akt 120 5 Minuten

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Akt 130 1 Minute

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Akt 123 5 Minuten

Bild
Akt 118 22 Minuten

Bild
Akt 136 5 Minuten

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Beitrag von WilliamT.Fan » 28. Feb 2015, 05:28

@sepiaschale

Wow! Gefallen mir ausserordentlich gut Deine Aktbilder. Habe mir drei bereits herausgedruckt um dies auch mit Abstand auf mich wirken zu lassen.

Spontan spricht mich folgendes an:

Bild 1:
Der suchende respektive findende Strich der die Figur aus dem leeren Blatt herausschält und die erläuternden Schatten.

Bild 4:
Für mich das Beste. Hier gefällt mir einfach alles.
Das was Du zeichnest, aber auch das was Du nicht zeichnest und die Anregung die dadurch entsteht.
Die Strichführung, die Plastizität, ... die Gesamtkomposition. Echt stark!
Wünschte ich könnte dies auch.

Bild 5:
Dito wie in Bild 4 nur etwas weniger ausgearbeitet.
Spannend finde ich die Trennung in zwei Farben. (Ist dies in zwei getrennten Arbeitschritten entstanden?)
Die graue Figur die auch wieder animiert den Rest vor dem geistigen Auge zu ergänzen.
Wirklich toll.

Freue mich auf viele weitere anregende Einträge von Dir.

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Beitrag von sepiaschale » 28. Feb 2015, 09:36

@WilliamT.Fan
Vielen Dank! - schon allein für diesen Satz
"Der suchende respektive findende Strich der die Figur aus dem leeren Blatt herausschält und die erläuternden Schatten." Da habe ich schon wesentlich weniger schmeichelhaftes gehört! :)

Ich koche ja auch nur mit Wasser. Jetzt hatte ich die Chance, irgendwelche Akte auszuwählen, die allgemein meinem Stand widerspiegeln. Es sähe gleich anders aus, wenn ich die letzten 5 gezeigt hätte, die allesamt schon im Altpapier liegen!
Einigermaßen sicher bin ich in der Anatomie, (obwohl auch da heftige Rückschläge dabei sind), endlich, nach langer Zeit, konnte ich mich mal von der Konturbetonung trennen. Der Rest ist ausprobieren und experimentieren. Farbe ist eigentlich ein Angstgegner von mir, insofern bin ich da unsicher, aber auch unvorbelastet. Ich wollte nur endlich einmal das Thema "Vorne-Hinten" angehen.
Und zu deiner Frage: Braun war zuerst da, dann kam das Blau-Grau dazu. Ein Experiment, um Tiefe reinzubekommen. Bin mir nicht sicher, ob ein Tausch der Farben nicht noch besser gewesen wäre.

Ich habe mir noch nicht alles hier ansehen können, die Menge erschlägt einen am Anfang, aber ich bin total froh, soviele andere zu sehen, das hilft ungemein, wenn man sieht, wie andere Probleme lösen. Es sind auf jeden Fall sehr viele gute Sachen dabei!

Deine Aquarelle wären zum Beispiel für mich undenkbar! Ich bewundre immer Leute, die mit Aquarell was zustande bringen, da habe ich mich noch gar nicht rangewagt. Es braucht so viel Planung für ein gutes Aquarell, wie zum Beispiel dein letztes. Aber bevor ich mehr sage, möchte ich mir noch einiges von dir angesehen haben. Mir fehlt noch der Überblick!

Bis bald!
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Beitrag von sepiaschale » 28. Feb 2015, 18:16

Ich trag noch mal 3 Akte nach:

BildBild
Bild

vanderhorst
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Beitrag von vanderhorst » 28. Feb 2015, 21:11

sepiaschale
machst du auch was anderes außer Akte, hoffe ja, denn dein Strich is schon sehr pornorös geil.
Alle -wie WilliamT.Fan schon sagt- sher stark.
Beim letzten ist der Scan oder Foto ein wenig wegen der Belichtung verkackt.
OH schade,seh grad dein Kommentar.Wobei ich das nicht ganz glauben kann...
Ich setze hier mal 5 aktuelle Aktzeichnungen von mir rein, die ungefähr das Spektrum beschreiben, zudem ich momentan in der Lage bin.

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Beitrag von sepiaschale » 28. Feb 2015, 22:51

@vanderhorst
Beim letzten ist der Scan oder Foto ein wenig wegen der Belichtung verkackt. (Ich habe noch nicht herausgefunden, wie man hier zitiert)
Jau, stimmt, ich war zu ungeduldig, auf bessere Lichtverhältnisse zu warten, dann habe ich die Fotos so nachbearbeitet, das die Farbe der Akte wenigstens wie im Original ist. Dabei kriegt das weiße Papier schon mal Rosa Flair oder sonst einen Mist ab.

Ich hab seit Anfang 2013 ein Tablet und seitdem mit photoshop gekämpft, um mit dem Wust an Möglichkeiten klar zu kommen. Der Witz daran, je mehr ich vor dem Rechner hing, um so mehr habe ich auch wieder analog gezeichnet. War also von Vorteil! Natürlich male ich noch digital, aber dann gerät es schnell mal sehr pingelig ins "fotorealistische", die Bilder verlieren irgendwie an Kraft. Das mag aber auch an meinen Defiziten bei der Farbwahl und besonders bei der Bildkomposition liegen. Meine Vorliebe liegt aber bei der "menschlichen Gestalt".
Es sind also keine Fahrzeuge, Raumschiffe, usw. UND BISHER UND BIS IN ALLE EWIGKEIT WIRD NIE NICHT EIN MANGA DABEI SEIN! :pah:, Landschaft wäre interessant, aber das fällt mir schwer.
Ich bekäme solche lockeren Bilder am Rechner nicht hin! Es ist einfach nicht das gleiche, wenn ich die relativ kleine Tablett-Fläche mit einem Din A2 oder DinA1 Blatt Papier vergleiche.

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Beitrag von sepiaschale » 2. Mär 2015, 21:33

Ja, hier gibt's schon tolle Akte, schade nur, das nicht allzu viele im Laufe eines Jahres zusammenkommen. @schlummi: auffällig gut geerdet sind deine Akte, aber das ist auch schon 2013 gewesen. Habt ihr eigentlich auch das Gefühl, das man lange Zeit keinen Deut besser werdet, und dann auf einmal hat man große Schritte gemacht?

Hier die 3 letzten vom Februar, ich hoffe, ich komme möglichst schnell wieder zum Zeichnen!
Bild 5 Minuten
Bild 10 Minuten
Bild 10 Minuten
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Beitrag von Kobar » 3. Mär 2015, 10:08

Das erste Blatt fällt mir etwas zu sehr auseinander. Die anderen zwei sind jedoch super, sepia!
"Ratschläge erhalten sie von Mikes Großvater, der aus dem Jenseits per Hologramm mit ihnen kommuniziert."

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Beitrag von sepiaschale » 3. Mär 2015, 15:32

Kobar
Danke! und ja, da gebe ich dir recht, ist wirklich zuviel Luft drin. Schätze mal, die Ausrede "es war so neblig " kann ich mir sparen! :)
Hatte von dir in post 741 welche entdeckt: davon das 2. finde ich total klasse, mit dem zueinander versetzten Konturakt - Farbakt.
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Beitrag von vanderhorst » 5. Mär 2015, 23:20

sepiaschale
Hey wieso hast du dein digitalen Akt rausgenommen.Wollte eigentlich noch einen ellenlangen Text zum besten geben, kam dann aber einfach nicht mehr dazu.

Mit Photoshop flowige Striche zu machen ist grundsätzlich nicht einfach, da dieses Programm keinen Stabilisator bestizt, wenn man dann noch mit einem kleinen Tablet arbeitet, wird es extra schwer, da lässt sich nicht mehr aus dem Ellegoben oder Arm arbeiten, sondern nur noch aus dem Handgelenk. Momentan bin ich auch am überlegn mir ein Malpad mit Display zu kaufen, irgend eine günstige Alternative zu Cintiq. Hab ein intous3, was ja schon eine ziemlich große Fläche besitzt, aber flowig zeichnen funktioniert nur mit Stabilisator.
An deinem digitalen Akt wollt ich noch kritisieren, dass er nur mit Softbrushes gemalt ist und der ganze roughe flow ,der bei deinen analogen Sachen so schön ist fehlt. Aber eigentlich hattest du das ja schon selbst geschrieben.
Ein großer Vorteil am digitalen malen liegt in der leichteren Steuerung der Hell /Dunkel und Farbkontraste, weil man Zahlenwerte erhält und nicht so leicht von seinem Auge getäuscht wird, dass Kontraste immer weiter heruntersetzt um so länger man davor sitzt.
Ich hatte es vermieden mit Farben zu arbeiten, weil ich Angst hatte es könnte wieder in die Hose gehn und meine ganze Zeichnung zerstören. Erst durch das digitale rumprobieren und den Tips aus dem Forum mir mal Gurney anzusehen, begriff ich immer mehr und die Angst ging langsam weg.

Übrigens wieder schöne Dinger von dir

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Beitrag von sepiaschale » 7. Mär 2015, 12:14

vanderhorst
Ach Schade, ich wollte dir die Lust am Schreiben nicht verderben! :)
Ich war ja froh, als du gefragt hast, was ich sonst noch so mache, also habe ich mal was digitales eingestellt. Aber nach 2 Tagen fand ich es plötzlich total bescheuert, hier ein ca. 60 Stunden digital Bild einzustellen, wo doch nur max. 30 Minuten analoge Zeichnungen gezeigt werden. (Ich zeige es hier mal an anderer Stelle, wenn ich ein bißchen mehr Überblick habe.) Dabei ist dann ja noch die Frage, ob man das noch Painting nennen darf, wenn man vor lauter gaußschen Weichzeichner und Wischfinger keinen einzigen Strich erkennen kann.
Das painten versuche ich erst gerade mal, und ich tue mich ungemein schwer damit. Es mag blöd klingen, aber Farben einzusetzen ist Neuland für mich. Ebenso vorher eine Bildkomposition zu entwickeln. Deswegen habe ich deinen Kommentar auch mit großem Interesse gelesen, weil ich auf Hilfe aus Painter-Kreisen hoffe. James Gurney habe ich mir angesehen, sehr lehrreich!
Immerhin bin ich schon so weit, die ganzen geladenen Pinsel wieder zu löschen, weil ich tatsächlich malen möchte und nicht stempeln.
Hier noch ein paar ältere vom Jahr 2014:

Akt 30, 15 min, die Konturen sind richtig, aber da ich nicht in der Lage war, Tiefe darzustellen, sieht es falsch aus
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Akt 44, Pastellkreide, 5 Minuten
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Tanz 49E, Zeichnung beim Tanzen, eine schnelle Zeichnung, die ich auch so oft wie möglich mache. Tänzer beobachten, versuchen, den Moment im Kopf einzufrieren und dann möglichst nicht mehr vom Blatt hochgucken, sonst ist es weg. Eine saugute Übung, nur die Ergebnisse sind selten vorzeigbar, und wie gesagt, digital gelingt es noch seltener!
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Beitrag von ThomasVeil » 8. Mär 2015, 22:02

Sepia: Schliesse mich den Anderen an - sehr schöne Aktzeichnungen. Besonders der Blau-Grau-Rote von dem vorletzten Posting hats mir angetan. Ist schon mehr als nur ne Studie - kommt dekorativ daher :).

Ein paar Bleistift Sachen von den letzten Monaten:

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Will jetzt mehr mit Tusche arbeiten, hier ein Versuch mit Markern. Nicht so sicher ob ich dabei bleib - vielleicht kommen Tusche Schattierungen doch besser... wobei die länger dauern.

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Beitrag von sepiaschale » 9. Mär 2015, 18:38

Zitat: ThomasVeil:
"Will jetzt mehr mit Tusche arbeiten, hier ein Versuch mit Markern. Nicht so sicher ob ich dabei bleib - vielleicht kommen Tusche Schattierungen doch besser... wobei die länger dauern."

Au Backe, das du dich da ranwagst! Hut ab! Mit Tusche habe ich nur ein paar Versuche gemacht, die allesamt daneben gingen. Tusche ist so fürchterlich endgültig, und jeder verhauene Strich ist irreparabel. Jedenfalls habe ich diese anatomische Sicherheit nicht und die eigenen Arbeiten sind dann eher frustrierend. Da kann ich mir die Verdünnte Version mit Tusche und Wasser zum Schattieren schon eher vorstellen! Andererseits: wenn man damit nicht irgendwann einmal anfängt, …
Momentan hätte ich die Befürchtung, wieder sofort in die gleichmäßige Konturenfindung zu geraten, (die ich erst kürzlich losgeworden bin), bzw. wüsste nicht, wann und wo ich sie mal einfach besser weglassen sollte, so wie du sie am untersten Akt am Rücken und Oberschenkel weggelassen hast.
Deine letzte Studie find ich gut, ich mag solche Aneinanderreihungen mit leicht veränderten Bewegungen sehr gern.

Mal noch eine Frage nach euren Erfahrungen. Wie haltet ihr es mit der Vorlagentreuen Darstellung? Ich meine jetzt nicht, ob man Füße, Gesichter und Hände konkreter mit zeichnet oder es bei besagten Andeutungen belässt. Auch nicht bestimmte Techniken. Ich meine, ob ihr auch Veränderungen beim Zeichnen macht, z.B. eine Taille zeichnet, die eigentlich im Modell nicht da ist?

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Beitrag von sepiaschale » 10. Mär 2015, 18:46

So, das sind vorläufig die letzten Akte, wieder aus dem letzten Jahr!

ThomasVeil: mir ist beim Durchsehen eingefallen, vielleicht wäre ja das auch eine Option für dich: Aquarellfarbe aus der Tube, mit breitem Borstenpinsel aufgetragen!
Ist zwar jetzt nicht so das Highlight, aber als Beispiel ganz gut:
Tanz 42, 2 min
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Noch mal eine Tänzerin, wenn man an Flamenco denkt,…
Tanz 59, 8 min
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Akt 37, 10 min, sieht im Original auf Din A1 längst nicht so drall aus
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Akt 28, 40 min, mit einer Oberschenkel-Verkürzung, die ich nicht besser hinbekommen habe.
Bild

Akt 60, 5 min
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@WilliamT.Fan: Du machst es dir mit den Aquarellen nicht leicht, aber man merkt eine stetige Steigerung bei deinen Akten. Hoffe, du machst weiter, ich bin total gespannt darauf!

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Beitrag von ThomasVeil » 11. Mär 2015, 13:51

Cool. Das letzte Bild gefällt mir am Besten. Ich find aufgelöste Formen sexy :)
ThomasVeil: mir ist beim Durchsehen eingefallen, vielleicht wäre ja das auch eine Option für dich: Aquarellfarbe aus der Tube, mit breitem Borstenpinsel aufgetragen!
Hm, Aquarell-Material hab ich ja. Kann ich probieren.
sepiaschale hat geschrieben:Da kann ich mir die Verdünnte Version mit Tusche und Wasser zum Schattieren schon eher vorstellen!
Tusche mit Pinsel und Wasser hab ich auch noch nicht durchgezogen. Ich schau mal ob ich das schaffe. Dann könnte man die Konturen verwaschen - verstehe warum du denen etwas ausweichen willst.
sepiaschale hat geschrieben:Mal noch eine Frage nach euren Erfahrungen. Wie haltet ihr es mit der Vorlagentreuen Darstellung? Ich meine jetzt nicht, ob man Füße, Gesichter und Hände konkreter mit zeichnet oder es bei besagten Andeutungen belässt. Auch nicht bestimmte Techniken. Ich meine, ob ihr auch Veränderungen beim Zeichnen macht, z.B. eine Taille zeichnet, die eigentlich im Modell nicht da ist?
Beim Aktzeichnen gibt es nicht wirklich Regeln. Die begrenzte Zeit zwingt einen dazu sich auf einen Aspekt zu konzentrieren. Bei mir ist das momentan das Experimentieren mit Material. Weiss jetzt nicht genau ob du mit der Taile das Idealisieren meinst oder das Verdeutlichen von Formen - aber beides kann man ja auch trainieren wollen.
Wobei ich selber versuche näher an dem echten Gesehenen zu bleiben. Das Addieren von Umrissen zum Beispiel, die gar nicht wirklich da sind, ist die einfachere Aufgabe... das machen Anfänger oft automatisch.

Hier noch ein paar damit's nicht nur Gequassel wird ;)

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Beitrag von Kobar » 11. Mär 2015, 18:15

Hey Thomas, sehr schöne Sachen, aber dein Problem mit dem Marker wird wohl eher daher rühren, dass du keine breite Spitze hattest. Das kommt so unnötig fitzelig daher und nimmt den Flow weg.
"Ratschläge erhalten sie von Mikes Großvater, der aus dem Jenseits per Hologramm mit ihnen kommuniziert."

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