Environmental Diversity

Stellt Eure in Arbeit befindlichen oder fertigen 2D-Artworks hier aus, um sie diskutieren zu lassen. Dabei spielt es keine Rolle, ob Euer Artwork in klassischen Techniken oder digital entstanden ist.
Chinasky
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Beitrag von Chinasky » 22. Mär 2014, 03:25

dadmad hat geschrieben:Chinasky
Hehe sry, da gehen die Geschmäcker auseinander. Ich find gerade Horizontlinien meist ziemlich langweilig; das sieht oft aus wie so ein Landschaftsbild in Omas Wohnstube ^^

Hatte es mit einer geraden Horizontlinie getestet und empfand, dass dabei viel Raum, Tiefe und Dynamik verloren geht:
Nun ja, Du hast recht, das ist Geschmackssache. Meinen Geschmack hab ich zu begründen versucht: Die schräge Betrachtungsweise ist in meinen Augen "bemüht dynamisch". Bei mir keimt bei solchen "unnötigen" Dramatisierungseffekten sofort der Verdacht auf, ob da nicht etwa ein langweiliges Design kaschiert werden soll. Aber wenn's Dir so gefällt, isses okay: ist ja Dein Bild! :)

Mich würde aber interessieren in welchen Bereichen du widersprüchliche Lichteinfälle siehst?
Ich hoffe, Du hast es so gelesen, wie es gemeint war: mir geht es um Lichtchoreografie, bzw. Lichtregie. Also um Einfälle im Sinne von: Ideen. Nicht darum, dass vielleicht verschiedene Lichtquellen im physikalischen Sinne "falsch" seien. Wobei ich auch da bei genauerem Hinsehen ein paar Unstimmigkeiten meine erkennen zu können.

Um zuviel Tipperei zu vermeiden, hab ich hier mal ein paar Stellen mit Nummern markiert:

Bild

1. Da interpretiere ich, dass es sich um Rimlights entlang von Stalaktiten handelt. Ich kann keine Lichtquellen erkennen, die so auffällige Rimlights hervorrufen könnten an diesen Stellen. Vor allem aber wirken die Rimlights hier einfach nur optisch störend und Unordnung verursachend. Je länger ich da hingucke, desto mehr frage ich mich, ob das vielleicht leuchtende Kabel oder sowas sein sollen. Aber man kann's nicht erkennen.
2. Das sieht so aus, als würden die hellen Reflexe unten durch die Scheinwerfer in diesem großen Ring hervorgerufen. Aber so würde sich das Licht da natürlich nie brechen. Wenn man länger überlegt, kommt man auf den Trichter, dass es sich hier wohl auch nur um die Lichter handelt, die dort analog zu der Straße im Vordergrund von Straßenbeleuchtungslaternen geworfen werden. Aber: obwohl die Straße da hinten weiter weg ist, sind die Lichthöfe dort hinten heller als im Vordergrund. Das ist - vorausgesetzt, die Lampen haben die gleiche Leuchtstärke - aber physikalisch falsch: durch die größere Entfernung müßte die Helligkeit m.M.n. abnehmen, statt zuzunehmen.
3. diese Lichtkegel sind unpassend. Warum ragen die da so milchig empor? Solche Kegel entstehen nur, wenn die Athmosphäre sehr nebelig-dunstig ist: dann werden dort im Licht viele Partikel angestrahlt. Der Witz ist nun aber der, dass die Atmoshpäre nicht mal extrem klar und dann wieder extrem diesig sein kann. Dass sie insgesamt recht klar ist, wird durch die vielen kleinen Lichtpunkte in der Stadt suggeriert, die man alle einzeln sehen kann - und überhaupt durch den starken Binnenkontrast der Stadt. In der kann man soviele Details erkennen, wie das nur durch einen sehr klaren und wenig atmosphärischen Raum hindurch möglich wäre. Man muß sich hier einfach entscheiden: dunstige Atmosphäre, in der dann solche Flak-Strahler lange Kegel werfen, oder eben klare Atmosphäre, in der solche Kegel nicht entstehen können.
4. Solche klar ausgearbeiteten Lichtkegel sollten dann sich auch dadurch fortsetzen, dass die Stellen, wo die Architektur von ihnen getroffen wird, erkennbar sind (starke Reflexe/Blitzlichter). Das Licht, das da auf dem nach oben führenden "Kabelsalat" liegt, hat wenig mit den Scheinwerferbatterien zu tun.
5. Woher kommen die Rimlights an den Schornsteinen? Solche Rimlights entstehen eigentlich nur dann, wenn hinter dem Objekt relevante Lichtquellen liegen. Die kann ich hier nicht erkennen.
6. Wodurch werden die Reflexe auf diesen Röhrenformen hervorgerufen? Ich kann keine entsprechende Lichtquelle entdecken.
7. Der Regen... Wie weit mögen die Scheinwerferbatterien vom Betrachter weg liegen? Ich schätze mal, das sind so 500 Meter oder mehr. Was sind das für riiiiesige Wasserklumpen, die da die "Regenstriche" bilden? Es kann sich nicht um Regenstriche handeln, die näher beim Betrachter liegen. Denn die müßten sich dann als dunkle Fäden vor dem Lichtkegel abheben. Diese hellen "Fäden" befinden sich also auf einer räumlichen Ebene mit den Scheinwerfern. Der beabsichtigte Partikeleffekt haut also nicht hin - und die räumliche Tiefe wird konterkariert.
8. Die Lichtpunkte auf den nach oben ragenden beinähnlichen Stahlkonsruktionen konkurrieren mit den Lichtpunkten auf der weiter unten liegenden, von diesen blauen "Bächen" durchzogenen Ebene. Dadurch wird auch hier der Tiefenwirkung entgegengearbeitet, weil sich die ähnlich intensiven Lichtpunkte gefühlt auf einer räumlichen Ebene befinden. Besser wäre es, die untere Ebene mit "Nebel" etwas aufzuhellen und die Beinkonstruktionen als dunkle Silhouetten davor klarer herauszuarbeiten. Überhaupt lösen die vielen Lichtpunkte in dem Bild die zusammengehörenden Massen allzusehr auf - was eben die Lesbarkeit des Bildes erschwert.

So, das wären jetzt mal ein paar Punkte. Während ich dies hier schrieb, fielen mir noch weitere Punkte auf, wo unterschiedliche Licht-Ideen in dem Bild einander Konkurrenz machen, statt "zusammenzuarbeiten". Aber das sollte erstmal genügen, um zu erläutern, was ich mit obiger Bemerkung meinte.
Es genügt nicht, keine Meinung zu haben. Man muß auch unfähig sein, sie auszudrücken.

dadmad
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Beitrag von dadmad » 22. Mär 2014, 12:11

Chinasky
Hey, super dank dir, für die ausführlichen Erläuterungen :)
Nein, keine Sorge, ich hab das, denke ich, schon richtig verstanden. Und bei dererlei vielen Lichtquellen, bin ich für jede Anmerkung dankbar, wo sich der Fehlerteufel eingeschlichen hat :)


1. Nee, das sind Risse in der Höhlendecke, durch die bläulich(cyan) lumineszierendes Wasser dringt und damit erst den Regen erzeugt.
2. Jap, das sind die Laternenlichter auf der Straße. Denke da wird ein Layer die Intensität erhöht haben. Schaue ich mal nach ^^
3. Die großen blauen Spotlights, sollen einen Stadteingang kennzeichnen, also dort wo eine Straße "endet". Aber mit deren Milchigkeit hast du recht, die werd ich etwas reduzieren :)
4. Ah stimmt, da fehlen die Rimlights und nach oben hin kanns etwas heller werden.
5/6. Stimmt, die gehören abgeschwächt/entfernt :)
7. Wie gesagt, lumineszierendes Wasser, da bin ich gerne für Vorschläge offen!
8. Hmmm.. du meinst dann einen sich vornämlich nur in Bodennähe sammelden Nebel, oder? Denn die direkt darunter liegende Ebene dürfte nicht in stärkerem Nebel liegen, als die Ebene darüber.
Bild
Vielleicht hilft es schon die hinter den Säulen liegenden Lichtquellen abzuschwächen, bzw diesiger zu machen..

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ShivOr
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Beitrag von ShivOr » 24. Mär 2014, 19:44

Verve-Painter getestet:
Bild

Chinasky
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Beitrag von Chinasky » 24. Mär 2014, 22:26

dadmad hat geschrieben:7. Wie gesagt, lumineszierendes Wasser, da bin ich gerne für Vorschläge offen!
8. Hmmm.. du meinst dann einen sich vornämlich nur in Bodennähe sammelden Nebel, oder? Denn die direkt darunter liegende Ebene dürfte nicht in stärkerem Nebel liegen, als die Ebene darüber.
Bild
Vielleicht hilft es schon die hinter den Säulen liegenden Lichtquellen abzuschwächen, bzw diesiger zu machen..
Puh, lumineszierendes Wasser... Also so ein bißchen Lichtquelle überall dort, wo es feucht ist? Wie schon weiter oben angedeutet: Mir ist das alles too much. Du hast zuviel in das Bild reingepackt meinem Geschmack nach, und das ist wahrnehmungspsychologisch einfach unangenehm, weil der Blick eben nicht genügend gelenkt wird und sich kein wirklicher optischer/inhaltlicher Focus anbietet. Du bist inhaltlich wahrscheinlich extrem in dieser ganzen Angelegenheit drin, weil es sich da um eine Location handelt, zu der Du Dir seit Jahren Gedanken machst. Und dann willst Du halt auf so einer Illustration, dass alles inhaltlich "richtig" ist. Und dabei vernachlässigst Du, dass es auch optisch richtig sein muß. Gerade die Sache mit dem Licht ist dafür ein Beispiel: all die kleinen Lichter in und unterhalb der Stadt, die Lichter in diesen runden Höhleneingängen, die Strahler, die Autobahnbeleuchtungen... Wenn das ein menschliches Auge alles zusammen betrachten würde - das ginge gar nicht. Der Blick des Betrachters würde hin und her gehen und dabei würde die Pupille - je nachdem, wie hell die entsprechende Stelle gerade ist - mal größer und mal kleiner. Und bei der Kamera müßte man sich halt entscheiden, wo der Focus ist - und dann würden die Tonwerte anhand dieser Stelle ausgerichtet. Du aber hast da alles durchgerendert und - so scheint es mir zumindest - immer nur die jeweilige Stelle des Bildes beachtet und versucht, sie so auszurendern, dass da möglichst viele Details erkennbar sind, also das Tonwertspektrum schön ausgeschöpft wird. Das haut aber kompositorisch eben nicht hin. Lumineszierendes Wasser - wie soll man dessen höchstwahrscheinlich nur sehr geringe Lichtemission überhaupt wahrnehmen, wenn man gleichzeitig direkt in Halogenstrahler mit tausenden Watt Leistung hineinschaut?

Ich würde Dir wirklich empfehlen, Fastarts OP genau zu analysieren und zu überlegen, was Du da "mitnehmen" kannst für Dein Bild. Für mich sticht bei seiner Version die kompositorische Idee heraus: wie er die (kompositorisch) wichtigen Details betont hat und die unwichtigen in Atmosphäre "getunkt", wie er auf zwar recht konventionelle, aber nun mal auch sehr bewährte Weise die Tiefenebenen durch zunehmende Verschleierung geordnet hat und wie er die zwei aufragenden Elemente im Vordergrund als "Geländer" für den Blick angeordnet hat. Darüber hinaus hat er die Felssäule, um welche herum die Stadt angeordnet ist, zu einem bildbestimmenden Shape und damit eine klare "Ansage" gemacht: DAS ist die Hauptattraktion, das ist das Besondere dieser Stadt, diese Grundform wäre es, die man auf einer Flagge dieser Stadt zu sehen bekäme. Er hat nicht nur eine räumliche Hierarchie zwischen vorn und hinten in dem Bild - er hat auch eine inhaltliche Hierarchie: da das Zentrum, da die Peripherie, da der Ersteindruck, dort die Nebeneindrücke. Wer an Phasis denkt, denkt ZUERST an diese Tellerform um die Felssäule, an der die Rohre und Kabelkonstruktionen hochwachsen wie Schlingpflanzen an einem Baumstamm. Ja, da gibt's auch diese Autobahnen, und die Bezirke unterhalb der Teller-Terasse, ja, es gibt da die Strahler und diese runden, beleuchteten Höhlenöffnungen, ja, es ist ständig feucht und von oben tropft es... Aber zuerst denkt man eben an die Hauptsache.

Und deswegen hat Fastart halt deren Shape im Zentrum auch deutlich herausgearbeitet, ja er hat diesen Shape kompositorisch sogar noch eingerahmt, bzw. festgezurrt durch diese Nebelschicht in der Höhe... Diese kompositorischen Entscheidungen von ihm sind um ein Vielfaches wichtiger als meine Detailkritteleien an den Einzelstellen. Wenn Du sein OP analysierst und dessen Quintessenz herausdestillierst, hilft Dir das bei Deinem Bild viel, viel mehr, als wenn Du jetzt guckst, ob Du meine Einzelpunkte alle abarbeiten könntest.

By the way: Mach doch einfach noch ein Bild zu Phasis und nimmt damit an der Weekly Challenge teil. ;)

@ Shivor: Das wirkt auf mich insgesamt etwas trüb - soll es so wirken? :?
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Beitrag von ShivOr » 24. Mär 2014, 23:55

Chinasky

Nee, aber ich hab noch so einige Probleme mit den Picken der Farbe, weil die Colorwheel für mich extrem ungewohnt ist:

Bild

Chinasky
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Beitrag von Chinasky » 25. Mär 2014, 00:58

Hey, da hatte ich gar nicht drauf geachtet, dass Du da ein "neues" Programm ausprobiertest. Was für'ne geniale App! Ich hab mir das mal eben runtergeladen und schmiere da jetzt gerade herum wie ein Dreijähriger und freu mich einfach darüber, wie hübsch die Farben ineinanderlaufen. Was für ein Spaß! Dass Du damit ein relativ "realistisches" Bild hinbekommen hast, ist schon 'ne ordentliche Leistung.

Übrigens scheint das Programm irgendwie die Grafikkarte ziemlich zu fordern (ich kenne mich mit solchem Technikkram leider nicht aus und weiß daher nicht, woran's liegt), denn die wird bei mir eigentlich nur bei anspruchsvollen 3D-Games der neueren Bauweise so laut wie hier beim Malen.

Hier kann man sich's downloaden.
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Beitrag von Art.ful » 25. Mär 2014, 01:01

Physik-Simulationen laufen häufig über die GPU, könnte mir gut vorstellen dass das hier auch der Fall ist. Zeig doch auch mal deine Ergebnisse!
Don't follow your dreams, follow my blog lol

http://juliusebert.tumblr.com/

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Beitrag von ShivOr » 25. Mär 2014, 01:35

Das kann durchaus sein, ist auch einmal schon beim speichern gecrashed und da das speichern sowieso rechtlange dauert, hat man nur umso mehr angst, dass es wieder passiert, haha.

Das ineinanderlaufen ist der Wahnsinn vorallem wenn du die Fluid noch erhöhst bekommt man sehr coole Ergebnisse hin.

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Beitrag von Chinasky » 25. Mär 2014, 02:10

@Art.ful: Ich hab da bisher nur herumgespielt, ohne jegliche Bildideen. Da wurde noch kein Ergebnis auch nur gespeichert. Probier das einfach selbst mal aus, das Ding ist in Sekunden runtergeladen und schon gestartet.

@ShivOr: Jo, es lassen sich allein mit einm großen Pinsel Nr.7 (der flache, spachtelförmige) und 100% Fluid schon interessante "Grundierungen" erzeugen. Und mit Pinsel6 kann man "Noppen-Mosaiks" erzeugen. Ich bin echt nur am Herumspielen mit dem Teil. (Und der Farbwähler ist schon echt gewöhnungsbedürftig, wenn auch von der Logik her gar nicht unbedingt verkehrt)
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Beitrag von ShivOr » 25. Mär 2014, 02:30

Jo, deswegen hab ich auch schon im Feedbackforum was dazu geschrieben, er meint es wär möglich die ganz üblichen Color Wheels dazu zu adden. Dokumenten und Shortcut einstellungen kommen auch noch. Ich freu mich schon drauf, haha.

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Beitrag von Maos » 25. Mär 2014, 17:39

habs auch mal ausprobiert, krass wie realistisch das aussieht. Hoffentlich wirds schnell weiterentwickelt :o

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Beitrag von Herrmann » 25. Mär 2014, 19:45

Dieses Verve-Painter macht Spaß! Blick aus meinem Büro-Fenster, noch schnell nach getaner Arbeit rumgeschmiert - im spaßigen Sinne :)

Bild


Edit: Der Farbwähler zwingt mich, immer zwischen Farbskala und Helligkeits-Skala hin und her zu schrauben, weil man bei der Farbwahl zur Mitte hin richtung Weiß geht, und nicht richtung grau ... oder? So ganz nachvollziehbar und einfach zu bedienen finde ich den Farbwähler jedenfalls noch nicht.

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Beitrag von ShivOr » 25. Mär 2014, 20:18

Also so wie ich es momentan checke, steuert die Farbskala nur den Farb- und Sättigungswert. Da ab einem Tonwert von 50% mit fallender Sättigung auch die Tonwerte zwangsläufig heller werden macht die Darstellung schon Sinn. Das einzige was fehlt um das ganze besser darzustellen, wäre, dass die Farbskala automatisch dunkler wird, wenn man den Tonwert ebenfalls dunkler stellt.

Schönes Bild im übrigen. :>

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Beitrag von Herrmann » 27. Mär 2014, 14:30

Danke :) Hier noch ein Test mit mehr "Flüssigkeit" Ich werd noch etwas rumspielen, und dem Entwickler dann auch etwas Feedback zukommen lassen.

Bild

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Beitrag von JanSOLO » 28. Mär 2014, 01:02

Ich muss auch mal wieder eine Kleinigkeit abgeben.
Hab mich mit dem Bild ganz schön rumgeprügelt, weil immer ne Unzufriedenheit da war.
Mir hat es dann gereicht. Wenn nichts mehr geht, kann man ja immernoch die Komposition mit zwei komplimentäre Farbverläufe trennen, lol. :P

Bild

Dieses Fluidmalprogramm ist echt der Hammer. Danke für den Tip.
Allerdings bin ich noch lange nicht soweit wie Herrmann, um damit was Sinnvolles zu zaubern. Ich bin noch beim spielerischen Beobachten, wie die Farben ineinander verlaufen und verwirbeln. :p

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Beitrag von JanSOLO » 6. Apr 2014, 18:46

Raus aus der Wüste ...

Rein in das Grünzeug!

Bild

Man merkt schon, ich hab mich früher zu sehr in den Büschen rumgetrieben!

Hier das making of dazu ohne farbkorrektur: http://www.artphyon.de/forweb/soldatimwald_makingof.jpg

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Beitrag von Chinasky » 7. Apr 2014, 13:40

Nice, Jan Solo! Kompositorisch noch nicht so ganz perfekt ist das optische Loch in der Mitte. Und der Bundi ist einen winzigen Tick zu detailliert ausgerendert, die Zeit, die Du da "zuviel" rein investiertest, hättest Du vielleicht dazu verwenden können, die farbliche Varianz zu erhöhen, also vor allem das Grünspektrum zwischen gelbgrün und blaugrün noch mehr auszureizen und vielleicht ein paar rötliche Schatten-Kontraste hinzuzufügen. Aber vielleicht bin ich auch einfach nur neidisch auf das gute Angelwetter, das in dem Bild herrscht (ich hätte dem Bundi eine Angel statt eines Gewehrs in die Hand gedrückt und am unteren Bildrand ein Forellenbächlein angedeutet :) ).
Es genügt nicht, keine Meinung zu haben. Man muß auch unfähig sein, sie auszudrücken.

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Beitrag von JanSOLO » 7. Apr 2014, 16:46

Oh ja...
Ein Anglar auf der Suche nach einen Zugang zum See oder Bachlauf wäre wirklich trefflich gewesen.
Sehr gut, dass jemand noch solch ein Pflanzenwuchs mit Ufer in Verbindung bringt! :thumb:

Deine anderen Überlegungen bezüglich Farbvarianz, Bildaufbau und Detailgraddiskrepanz hatte ich auch schon im Kopf. Das freut mich, dass ein Kenner der Materie mit meiner eigenen Kritik übereinstimmt. Jetzt muss ich sie nur noch konsequenter umsetzen.

Während des Malens ist mir aufgefallen, dass der Soldat zu detailiert wird. Er bekam dann den Mosaik-Effekt. Doch ich hab dann wohl noch zuviel drüber gemalt. Der Fehler ist wohl, dass er auf einmal produziert wurde. Er taucht nicht in der Frühphase des Bildes auf (siehe making of). Den habe ich dann mit Enthusiasmus vom Entwurf bis fast fertig am Stück gemalt. Daher taucht er auch fast fertig im Making Of plötzlich auf. Besser ist wohl, den von Beginn an einzublocken und ab und zu mal an ihm malen und zwischenzeitlich die Umgebung genaus entwickeln zu lassen.

Die Bildkomposition beinhaltet tatsächlich ein dunkle schwarze Scheibe mit "Nix-Los-da" in der Bildmitte. Noch schlimmer ist das übrigens im Wüstenbild davor, wo die Details an den Bildflanken sind. Dort bilden sie ja wenigstens ein Gegengewicht. Im Waldbild war ein Lösungversuch noch 2 weitere Soldaten um diesen dunklen Bereich im Hintergrund zu verteilen. Das habe ich aber schnell wieder gelassen, weil ja Soldaten das Problem der Tarnung verursachen. Bei ein Foto wird wohl die Auflösung noch ausreichen, um die Form des Soldatenshape zu erkennen. Bei meinen Pinselstrichen hätte man wohl gar nichts mehr erkannt. Nun ist mir aber eine zweite Idee gekommen: Der Baumstamm bekommt ein eingeschnitztes Zeichen in der Größe des Soldatenkopf als Ausgleich der Komposition. Muss ich mal ausprobieren, ob das Funktioniert.

Die Farbvarianz ist meine größte Sorge gewesen. Immerhin gibt es für den Menschen enorm viele Grüntöne. Ich hab schon drauf geachtet. Ich war auch selber enttäuscht, als das Bild dann fertig war... besonders tagsüber im hellen Raum, wenn ich das Bild auf dem Monitor betrachte und die Fotos meiner Wandertouren immernoch grün leuchten und mein Bild dagegen ein bißchen staubig wirkt. Gemalt habe ich immer nur nachts im dunklen Raum. Vielleicht kann man das ja mit den Modi für Pinsel übermalen und vorher der Kontrast erhöhen. Auch von der bräunlichen Untermalung ist für den Schatten eher weniger übrig geblieben.

EDIT: Ein Versuch der Farbverbesserung: Bild

Der Soldat ist mir noch zu rotstichig ... dadurch hebt er sich zwar besser vom grünen Grund ab, aber das ist ja nicht der Sinn einer Uniform. :P

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Beitrag von ShivOr » 11. Mai 2014, 13:23

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Beitrag von Herrmann » 17. Mai 2014, 00:29

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Beitrag von Darktempler » 18. Mai 2014, 22:10

Euer Kram ist so krass -.- Hoffe ihr könnt mir paar tipps geben, damit ich irgendwann auch sowas raushau...
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Beitrag von ananas » 18. Mai 2014, 23:04

den ersten tipp den dir vermutlich jeder geben wird befolgst du ja schon. einfach machen!
ich weiß nicht ob du grad speziell kritik zu dem werk hier haben willst. wollt ich dir grad nicht geben, und da gibt es andere leute hier im forum die in sowas aufjedenfall besser sind, die sollten dann aber auch sehen das dir was an dem bildchen oder deiner verbesserung liegt (=

mir fehlt bei dem bild Inhalt - ich seh das es anscheinend ein dunkler wald ist - und da hinten kommt auch irgendwo licht her (kompositorisch ist das bild sogar gut meiner meinung nach - ich find es nur gespiegelt besser, irgendwie ziehen die beleuchteten bodenflächen und der angescheinte baum an der rechten Seite meinen blick nach rechts - aber da im dunkeln gibt es nix zu entdecken - gespiegelt ziehen mich die sachen mehr "rein" -liegt vermutlich an unserer leserichtung.......naja - wie gesagt - ich bin nicht gut darin)

empfehlen kann ich dir feng zhu und scott robertson - die habens aufjedenfall drauf wissen weiterzugeben - Bücher gibt es einige - loomis für figürliches malen (gibt auch die ganzen bücher umsonst zum downloaden - einfach "save loomis" google)

also ein wenig musst du dich eben selber reinlesen und dir videos oder wasauchimmer reinziehen und wenn du dann konkret bei einem bild nicht weiterkommst wird dir hier sicherlich kompetent unter die arme gegriffen


um mein geschwafel von oben schnell zu untermalen hab ich rausgehauen was mein trackpad hergibt :D (da weiß man erstmal wie geil so ein wacomding ist^^)
du hast einen schönen focalpoint aber lässt ihn quasi ungenutzt (meiner meinung nach)
ach - und du bist bei deiner farbwahl sehr eintönig - aber am anfang garnicht so schlimm - values zu kontrollieren ist wesentlich wichtiger.....!


Bild
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showrööm http://www.digitalartforum.de/forum/vie ... 2effbeadb0

blög http://anatolschulz.wordpress.com/

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Beitrag von ShivOr » 19. Mai 2014, 01:53

Schließe mich da weitensgehend ananas an, nur finde ich den Blickfang eher suboptimal gewähnt, gerade da die Perspektve eher zu einer Froschperspektive tendiert wo alle 3 Fluchtpunkte eher zentral ausgerichtet sind, weshalb es sich meiner Meinung nach auch eher eignet die Höhle durch Löcher mit direktem Licht durchzufluten, dadurch bekommst du auch wiederum mehr Spielraum in den Farbräumen und kannst beispielsweise einen Warm/Kalt- oder auch einen Komplementärkontrast bewerkstelligen hier wäre mein Overpaint:

Bild

Sowas kann man auch in meinen Augen sehr schnell vermeiden in dem man die Thumbnailphase nicht überspringt.

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Beitrag von tr4ze » 19. Mai 2014, 02:24

Muuuaaaahhh... Wochenende... und wieder zieht der rastlose Mob durch denn Wald, auf der Suche nach holden Jungfrauen. :D

Sorry ihr beiden, ich konnte nicht anders :oops:
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Beitrag von JanSOLO » 19. Mai 2014, 02:44

Tolle Landschaften Shivor und Herrman!

@Darktempler
Das mit den vielen Overpaints passiert immer dann, wenn die Leute das Motiv so geil finden, dass sie am liebsten an dem Bild weitermalen wollen. Dabei nutzen sie die Unvollkommenheit des Bildes des Anfängers schamlos aus, um sich selber daran zu inspirieren. :P
Ich finde das Motiv auch toll, so dass es mich auch juckt das Bild zu verbessern.
Aber du musst das weitermalen! :P

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