Der offizielle WIP-THREAD

Stellt Eure in Arbeit befindlichen oder fertigen 2D-Artworks hier aus, um sie diskutieren zu lassen. Dabei spielt es keine Rolle, ob Euer Artwork in klassischen Techniken oder digital entstanden ist.
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FastArt
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Beitrag von FastArt » 16. Apr 2013, 00:12

Zelzaan
Ui sehr schön. Definitiv ne sehr gute Steigerung!
Zelzaan hat geschrieben:Bild

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JanSOLO
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Beitrag von JanSOLO » 16. Apr 2013, 10:09

Und nachts sitzt plötzlich eine kräftige Eule hinter der Fensterscheibe und versucht mit Gedankenkraft die Glasscheibe zerspringen zu lassen. :P
Alternativ kann man auch einen peruanischen Koch einsetzen. :P

Toll gemalt und schönes Ergebnis! :)

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Nu-Suke
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Beitrag von Nu-Suke » 16. Apr 2013, 10:59

Zelzaan:
Tonwerte. Tonwerte. Tonwerte. Tonwerte. Tonwerte. Tonwerte.
Shapes. Shapes. Shapes. Shapes. Shapes. Shapes.

Bild

Vergiss die Bäume vorm Fenster. Bring etwas Ordnung und mehr Struktur in die Komposition rein. Fokussiere die Sättigung, statt alles gleichwertig gesättigt zu machen. Und wenn es dir noch gelingt, versuch die Körpersprache vom Nager auf den Punkt zu bringen- und vor allem auch besser auf die Katze auszurichten.

Kurz und knackig und muss jetzt weg. :)
[/url]

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Beitrag von JanSOLO » 16. Apr 2013, 13:39

Im Grunde hat Nu-Suke recht.
@Zelzaan: Du hast einen Notanker benutzt, der nur in der großen Version den Fokus deines Bild rettet aber nicht in der kleinen Gif-Version von Nu-Suke. Dieser Notanker ist die Tiefenunschärfe. Dadurch dass die Tiefenunschärfe in den kleinen Versionen kaum funktioniert, ist sie natürlich auch kein zuverlässiges Mittel für den Bildfokus. Die Staffelung der Bildbereiche in drei Tonwertstufen (hell, mittel, dunkel) und die Varianz von Farbsättigungen mit Schwerpunkten, wie es Nu-Suke erwähnt, ist wohl die sicherste und optisch wirksamste Methode in der Malerei.

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Nu-Suke
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Beitrag von Nu-Suke » 16. Apr 2013, 21:11

Also dieser "Notanker" rettet in keiner Version irgendetwas. Selbst in Farbe und Groß zerfällt das Bild vor meinen Augen und es gibt keinen klaren Fokus. Man weiss zwar was als Fokus gemeint ist, aber die bereits von mir erwähnten Punkte arbeiten erfolgreich dagegen an, den Nager als Zentrum zu sehen.
Und was bedeutet " Im Grunde hat nusuke Recht"?

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Beitrag von Mone » 16. Apr 2013, 22:00

Der Hintergrund, Fenster und Bäume spielen erzählerisch eine wichtige Rolle, oder? Sonst hätte es doch auch eine Tapete getan.

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Beitrag von Zelzaan » 16. Apr 2013, 23:17

Danke fürs Lob Fast und Jan! Und vielen Dank für die Kritik und die Erklärungen Nu-Suke und Jan. Das Paintover hat einiges klarer gemacht.

Ja Mone, das Fenster ist wichtig, denn da steigt der kleine Held ein. Hab den Enterhaken mal in ein besseres Licht gerückt, der ist vorher untergegangen.

An der Pose und der Kopfdrehung werd ich kaum was ändern, zuviel Arbeit zu dem Zeitpunkt und gradaus kann das Ding eh nicht schauen. Hab aber einiges drumherum geändert, in Richtung Nusuke-esque.. Und es hat eindeutig geholfen, Danke!

Ignoriert mal den Schatten des Meerschweinchens, so siehts grad aus:

Bild

http://666kb.com/i/cdacu7yhq15gjm7dr.jpg

Chinasky
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Beitrag von Chinasky » 17. Apr 2013, 09:39

Besser, insbesondere was die Zurücknahme des Hintergrund-Chaos angeht! Allerdings nimmt der Katzenkopf jetzt so ziemlich genau (zumindest "gefühlt"...) die Hälfte der Bildfläche (und tangiert die Mittelsenkrechte!) ein. Kompositorisch eine eher langweilige Verteilung. Darüber hinaus dominieren nun die geblurrten Bereiche das Bild, was bei einem echten Foto vielleicht nicht so verkehrt wäre, in einer gemalten Variante aber für meinen Geschmack zuviel des Guten ist. Nu-Sukes op-Vorschlag war in beiderlei Hinsicht schon so ein ziemlicher Genie-Streich, und wenn ich Du wäre, wäre ich mir nicht zu schade, diesen, was die Komposition angeht, nahezu 1:1 zu übernehmen.
Es genügt nicht, keine Meinung zu haben. Man muß auch unfähig sein, sie auszudrücken.

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Nu-Suke
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Beitrag von Nu-Suke » 17. Apr 2013, 10:06

Ja, wesentlich besser! Ich kann Hank aber in Allem nur zustimmen.
Fehlt nicht mehr viel, dann hast du eine sehr gute Illu!

Was die Blickrichtung angeht: Du musst seinen Kopf auch nicht unbedingt drehen. Wichtig ist, dass dem Betrachter klar ist wo er hinguckt und das kannst du auch anders rüberbringen. Durch das Weisse im Auge am rechten Rand ( das ist vermutlich die Reflexion vom Hintergrund? Das wurde ich zurücknehmen, da das eher verwirrt), wirkt es so als würde er links an der Katze vorbeischauen. Wenn die Iris so ausrichtest, dass sie eher Richtung betrachter und Katze schaut, dann reicht das ja auch schon. Wenn du bei meinem OP noch mal schaust. Ich habe mit Glanzlichtern nachgeholfen um eine Blickrichtung anzudeuten. Mit sowas kann man auch mal tricksen.

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Beitrag von Thorsten » 17. Apr 2013, 12:21

Jetzt, wo Du den Hintergrund aufgehellt hast, versumpft die linke Gesichtshälfte des Kerlchens ein wenig darin.
Und ich kann in Sachen Unschärfe Chinasky nur beipflichten. Ich empfinde solche Flächen in gemalten Bildern in den meisten Fällen auch als störend. Das liegt wohl daran, dass man Unschärfe in der Realität kaum wahrnimmt, da das Auge in dem Moment, in dem es auf eine solche Stelle fällt, automatisch fokussiert.

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Beitrag von Puritaniar » 21. Apr 2013, 16:34

Wirlklich cool Zelzaan!,
Andere Frage, was stimmt an meinem Bild nicht liebe profs:D
Eigentlich bin ich nur mit dem Foreground zufrieden ;(
Bild

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Seyreene
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Beitrag von Seyreene » 23. Apr 2013, 19:15

Puritaniar: Also mir fällt auf, dass das Bild sehr grün wirkt. Und zwar so monochrom-grün... Es wäre spannender, wenn du den Farbton stärker variieren würdest, z.B. durch bläuliche Töne in den Schatten.

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Beitrag von Chinasky » 23. Apr 2013, 22:32

Puritaniar:
Die Seyreene hat schon richtig auf die Farbigkeit hingewiesen. Als ich früher in so einer Farbigkeit (allerdings in Öl... ;) )malte, hat mich mein damaliger Prof mal mit den Worten kritisiert: "Bei Ihnen sieht es aus, als würden Sie bloß Kohlezeichnungen einfärben!"

Da es bei Deinem Bild momentan eigentlich sich nur um ein monochromes handelt, hab ich in meinem OP mal die Farben weggelassen, um etwas auf die Komposition einzugehen:

Bild

Das Problematischste an Deiner momentanen Version ist die Perspektive/Räumlichkeit. Ich vermute, Du wolltest eine Dreipunktperspektive verwenden und es soll so aussehen, als habe der Betrachter eine recht erhöhte Position und gucke nach unten. Ich hab mal ein paar Fluchtlinien eingezeichnet. In Rot sind die m.M.n. wichtigsten Fluchtlinien zum unten liegenden Fluchtpunkt gehalten. Diese Fluchtrichtung sollte in dem Bild klar erkennbar sein. Dazu anbieten würden sich insbesondere die Felsen rechts unten und der Baum links oben (bei Deiner Version ist nicht so richtig erkennbar, ob es sich nicht vielleicht auch nur um Felsen handelt - ich hab mal einen Baum draus gemacht). Aus dem Baum, der über den Abgrund liegt, habe ich mal eine Art Brücke gemacht. Wichtig ist da eigentlich auch nur, daß eben eine möglichst klare perspektivische Fluchtung da reinkommt. Auch die Wasserfälle habe ich einfach versucht möglichst klar zu machen. Auflösen kann man solche Formen jederzeit, um ihnen etwas Organisch-Malerisches zu verpassen. Zum Malen aber ist es sinnvoll, sich erstmal ganz klar über diese räumlichen Verhältnisse zu werden. Auch die der Schwerkraft folgenden Wassermassen bei den Fällen sind übrigens gute Gelegenheiten, um den Eindruck der Fluchtung in die Tiefe zu unterstützen.

Kompositorisch problematisch ist zuallererst die arg dominierende Diagonale von links unten nach rechts oben. Die sollte abgeschwächt werden. Des weiteren gibt's ein paar "enge" Stellen in Deiner Komposition: Links in der unteren Ecke klebt da dieser hellere "Wasserbatzen" - das haut nicht hin, hier solltest Du auf jeden Fall mehr Sorgfalt reinstecken, um das überzeugend zu machen. Dieser Fleck möchte einfach aus dem Bild rausrutschen. Rechts franst der Baumstamm über den Abgrund in die rechte obere Ecke dunkel aus - unangenehm für das Auge des Betrachters, weil diese dunkler werdende Kontur entgegen der perspektivischen Fluchtung verläuft. Die zwei Staffagefiguren bei Dir stehen an einer eher langweiligen Stelle. Ich hab mal angedeutet, daß es für das Bild bessere Stellen gäbe - weil eben auch stehende Figuren immer gut sind, um die perspektivische Fluchtung zu unterstützen.

Insgesamt hast Du zu schnell angefangen, da mit Strukturpinseln und Partikeleffekten zu "zaubern", statt erstmal stärker auf die Grundstruktur der Komposition zu achten. Wenn ich jetzt meine Version als "Gerüst" nähme, könnte ich aus der in kurzer Zeit ein malerisches Bild zaubern, das von der materiellen Anmutung Deiner Version nahe käme. aber eben konsequenter durchkomponiert wäre. Diesen letzten Schritt hab ich mir aber gespart, ich hoffe mal, Du nimmst mir ab, daß das dann kein Problem mehr wäre... ;)
Es genügt nicht, keine Meinung zu haben. Man muß auch unfähig sein, sie auszudrücken.

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Beitrag von Art.ful » 23. Apr 2013, 22:42

Stark!
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Beitrag von FroschMonster » 24. Apr 2013, 00:34

@Chinasky
richtig gut deine Erklärung und Bildbeispiele!
Ich habe, entgegen meinem sonstigen Schrecken von langen Beiträgen, bei deinen Kommentaren immer großen Wissensdurst alles feinsäuberlich durchzulesen und zu verinnerlichen. :)
Ich kann dir in allen theoretischen Punkten voll zustimmen. Einzig möchte ich anmerken, dass ich bei deinem Entwurf leider permanent an Scifi denken muss. Diese eeeewig lange glatte "Brücke", welche an einen metallernen Steg erinnert und dieser kreisrunden "Wasserfall" erinnert an einen Lüftungsschacht oder eine Landeröhre für Senkrechtstarter etc. xD

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Beitrag von Chinasky » 24. Apr 2013, 12:14

FroschMonster
Freut mich, wenn die Erläuterungen verständlich waren. :) Mit Deinen Anmerkungen hast Du freilich Recht, insbesondere, daß ich aus dem Baum eine Brücke gemacht habe, ändert das Setting von Natur Richtung Scifi. Aber wie ich schrieb: Auflösen lassen sich solche Formen rasch. Die glatte Oberfläche statt des runden Baums hatte ich nur gewählt, um den dritten Fluchtpunkt links oben klar erkennbar zu machen (siehe die grünen Fluchtlinien). Man könnte in einer ausgearbeiteten Version aus dem Steg fix wieder einen Baum machen und z.B. nur ein paar daraufgenagelte Bretter entsprechend fluchten lassen. Man könnte auch ganz auf direkt erkennbare Fluchtlinien verzichten - in einer Naturumgebung, in welcher keine geraden Linien vorkommen, muß man sie ja nicht auf Teufel komm raus etablieren.
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schlummi
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Beitrag von schlummi » 24. Apr 2013, 12:54

Danke Hank, interessante Idee und sehr lehrreiche Lektion!
Ich finde die Annahme, dass der Baum HORIZONTAL liegt nicht zwingend. Wenn das BR "Ufer" wo Baumende drauf liegt ca 10-20m (bei Figurenkörpergrösse ~2m) höher ist als BL, funzt das Bild perspektivisch auch so. ;)
Das willkürlich verteiltes Licht zu konzentrieren ist natürlich absolut richtig! Sonst ist das Bild auch in die Tiefe nicht klar strukturiert. Zauberwort -> Tonwerte! :D

Ich finde die Grundaussage des Bildes hat sich mit der neuen Perspektive verändert. Auf dem Originalbild sehe ich zwei Figuren, die sich auf einem riesigen Baumstamm begegnen. Auf dem OP sehe ich den sehr gefährlichen Abgrund wo sich die Guten vllt acht geben sollen! Nicht dass sie von dem glitschigen Baumstamm runterrutschen! Dieser durch Perspektive erzeugte Sog nach unten hat für mich ein Eigenes Wert, meine ich.
Meinst Du nicht? :)

Zelzaan
In der letzten Version scheint mir der Hamster fast schon so gross zu sein wie die Katze. bzw. die Katze so klein wie der Hamster. ;) :D

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F3E
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Beitrag von F3E » 24. Apr 2013, 15:08

Hallo Euch,

Nach laaanger Abstionenz nicht nur vom Forum, sondern auch dem Malen/Zeichnen, hab ich mich nochmal an ein Bild gesetzt. Vermutlich in der Projektgröße etwas zu ambitioniert, nachdem bei mir so lange alles ruhte, aber es fuchst mich doch noch, das ganze halbwegs hin zu biegen.

Die Grundidee war die, eine Szene in einer Abend/Morgenstimmung zu gestalten, in der der Main-Character Im Schatten des Turmes hängt, den er gerade bestiegen hatte (bzw.) sie. Das Grund Konzept gefiel mir gerade als Skizze noch sehr gut (ich hatte im späteren verlauf auch noch etwas in einem 3D Programm herum gebastelt um die Szene etwas zurecht zu rücken und es mir mit der Perspektive und dem Licht etwas einfacher zu machen). Farbstimmung wäre also ein blau tint im Vordergrund und eine warme Lichtstimmung im Hintergrund (ich weis, das gegenteiliges traditionell genutzt wird, also warm Vordergrund, kalt Hintergrund).
In der Theorie war das alles schön gedacht, in der Praxis funktioniert das ganze offenbar zumindest mit meinen derzeitigen Fähigkeiten nicht.
Nun stellt sich mir die Frage, ob ich, wenn ich an den richtigen Punkten ansetze, das ganze noch 'retten' kann, oder ob ich schlichtweg meine Zeit verschwende, wenn ich weiter mache. (Ich weis derzeit ist es ein unfertiger Status, also wäre ohnehin noch viel zu tun, ich bin nur an einem Punkt angelangt, an dem ich daran zweifle, dass simples ausrendern noch helfen würde).

Ich würde mich sehr über Tipps und Anregungen freuen. Mein Latein ist leider am Ende und über den reinen Gedankengang: Da stimmt etwas nicht! Bin ich noch nicht hinweg gekommen :/. (ich kann auch gern auf Wunsch die Skizze, das 3D Modell und ähnliches hinzu fügen wenn es hilft)

Bild[/URL]
Seht nur, was krabbelt denn da im Laufstall?! Seht doch mal nach! http://www.digitalartforum.de/forum/viewtopic.php?t=539

Chinasky
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Beitrag von Chinasky » 24. Apr 2013, 15:59

Als erstes würde ich mal den Kontrast aus dem Hintergrund rausschrauben. Dann zusehen, daß der Shape der Diebin stärker rausgearbeitet wird (die Hand, mit der sie das Seil hält, ist ein gutes Beispiel, wie Du darauf praktisch verzichtest - hätte der Hintergrund an der Stelle weniger Dunkelheit...) Das Seil würde ich auf jeden Fall etwas geschwungener nach unten hin gestalten - so siehts arg nach Stange aus). Was ihre Beute angeht - die mag aus Gold sein, aber entsprechend der von Dir gewählten Lichtsituation gibt's an der Stelle nun mal keine warmen (gelben) Reflexe. Da fällt mir ein: ganz allgemein hängst Du zu stark an den Lokalfarben. Überleg mal, wie Monet diese Situation darstellen würde ;)

Bild

p.s.: Jetzt bei meinem OP sehe ich, daß man die Orangetöne im Hintergrund keinesfalls übertreiben sollte. Licht und Schatten sollten da eher per Komplementärkontrast als per Tonwertunterschied suggeriert werden. Mein Hinweis auf Monet bleibt gerade angesichts meines OPs, wo ich einfach den Hintergrund nur aufgehellt und abgewedelt hatte, bestehen: das geht WESENTLICH besser, wenn man sich da Mühe gibt. ;)
Ist zwar nicht hundertprozentig auf Dein Bild übertragbar, aber schau mal, wie er hier das Flirren im Morgenlicht durch Farbeinsatz suggeriert:
Bild
Zuletzt geändert von Chinasky am 24. Apr 2013, 16:55, insgesamt 4-mal geändert.
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Beitrag von unkraut » 24. Apr 2013, 16:07

Hey F3E, was für ein Zufall, ich fange auch gerade nach längerer Zeit DAF Abstinenz wieder mehr an hier zu lesen. :)

Ich hab noch nicht so ganz begriffen, ob dich an deinem Bild nun die Farben stören oder die Perspektive -oder Beides?
Zur Perspektive wag ich jetzt mal nichts zu sagen, auf mich wirkt sie ok, aber was das Licht angeht finde ich die Grundidee gut.
Man könnte allerdings trotzdem noch etwas mit dem Licht spielen, vielleicht ist sie ja gerade oben angekommen und dort ist ein offener Bereich (zb. für eine Glocke) und dort fällt etwas Licht durch, dass die Diebin dann abbekommt. Da kommt gleich noch bischen Symbolik rein, zumindest habe ich jetzt interpretiert, das sie unten auf dem Platz hingerichtet werden sollte und sie es geschafft hat zu fliehen. :) (Falls es dir nicht super ernst ist, mit der aktuellen Lichtsituation)
Was mir noch merwürdig vorkommt ist, wen sie anzwinkert, das Auge scheint zumindest nicht den Betrachter anzusehen, da ist noch so viel Weiß nach innen und man sieht auch so viel vom Oberlid.

Ansonsten kann ich nur sagen, Hut ab was du nach längerer Zeichenabstinenz (wie lange denn? D:) so auf's digitale Papier bringst. Ich würde das wirklich gern fertig sehen! :)

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Beitrag von Puritaniar » 24. Apr 2013, 16:15

Vielen Dank an alle für das Feedback!!!
@chinasky, ich habe, wie du schon ganz richtig gesehen hast :D, einfach drauf los gemalt (ganz viele photos zusammen gemixt, skaliert usw).
Ach und das Wasser im VG hat mich auch schon gestört.Aber unglaublich, dass meine persektive so falsch war-, jetzt sehe ich das erst :) und dabei sieht das alles bei FZD so einfach aus...

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Beitrag von F3E » 24. Apr 2013, 17:14

Oh wow, China, du bist und bleibst mein Held, Danke! :) Dann ist ja doch nicht alles verloren!!!! Genau so etwas, was du im Overpaint gemacht hast, wollte ich eigentlich haben, vermutlich war ich einfach nicht mutig genug (oder mir fehlt schlichtweg das Wissen, was es wohl eher trifft). Ich werde mir gleich nochmal Monet ansehen, immerhin macht es Sinn, den ganzen Prozess zu begreifen und nicht nur dankbar dein gelungenes Overpaint 'abzumalen'.

@unkraut
allerdings, was ein Zufall :)
Freut mich, dass trotz, das ich gerade im Hintergrund die Szene noch nicht wirklich durchgestaltet hatte, klar ist, welche Geschichte ich erzählen wollte! Du hast recht mit deiner Vermutung über die 'story'.
Auch der Hinweis ihrer Blickrichtung ist gut, ich wollte sie nämlich zur Kamera blicken lassen, hatte das aber irgendwann aus den Augen verloren. Ich denke, ich werde die Lichtsituation erst einmal nicht umkrempeln. Allerdings hattest du da eine interessante Idee, das Problem mit Licht und Farbe nochmal anders zu lösen!
Was Digitale Illustration angeht, außer ein paar seltenen Ausreißern, so 1 1/2 bis 2 Jahre, allerdings habe ich dafür im Job Icons bis zum Erbrechen gezeichnet und was einem noch so als Grafiker in einer Spielefirma unter kommt. Nichts desto trotz fühlt es sich danach an, als hätten mein Hirn und mein Arm rost angesetzt ^^
Erfreulich das du das digi Forum wieder liest! Ich hab einige deiner Arbeiten auf DA gesehen, wäre schön auch hier wieder deine Sachen zu entdecken.
Seht nur, was krabbelt denn da im Laufstall?! Seht doch mal nach! http://www.digitalartforum.de/forum/viewtopic.php?t=539

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Beitrag von unkraut » 24. Apr 2013, 17:31

Wow! das OP von China ist mal wieder super (war ja vorhin noch nicht da, als ich geschrieben hab ^^) , da bin ich mal gespannt was du nun aus seinen Tipp's rausholst, viel Erfolg dabei! :)

Da bisher noch niemand was gepostet hat editier ich das jetzt mal hier rein:

Bild

Ich finde es furchtbar, das fast alles in meinem Portfolio nur Frontal ist, keine coolen Spielereien mit Perspektive - laaaaangweilig! Das soll sich nun ändern, aber wie man sieht kämpfe ich noch ziemlich mit dem Thema. :( Ich beschäftige mich damit jetzt seit knapp 2 Wochen endlich mal intensiver und mache nebenher Übungen. Das Bild sollte mir dazu dienen, die bisherigen Übungen mal in einer kompletten Illustration umzusetzen, aber so ganz fruchtet es offensichtlich noch nicht.

Das Mädel soll hier im Space Shuttle mit der einen Hand ein projiziertes UI und mit der anderen 'nen Steuerknüppel bedienen. Ich kämpfe schon ziemlich damit, den Charakter da irgendwie sinnvoll reinzuquetschen. Das haut alles nicht so richtig hin. Der Kopf z.B. wirkt auf mich total falsch, aber ich weiß einfach nicht, woran es liegt, ich habe ihn schon mehrmals neu gezeichnet.


edit2: mein ot-gebrabbel geöscht

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Anna-Israel
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Beitrag von Anna-Israel » 5. Mai 2013, 18:34

Ich hab auch mal wieder einen egoistischen Hilfeschrei anzubieten... Ist aber nur ein ganz leiser bezüglich Perspektive/Proportionen und Hemdkragen, versprochen :D
Bild

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Beitrag von F3E » 6. Mai 2013, 09:18

@Unkraut

Hi du :) Ich kenne das Problem mit dem etwas unspannenden Blickwinkeln. Für gewöhnlich liegt es bei mir daran, dass ich mich noch zu viel mit der Technik beschäftigen muss und dann Bild und Konzept darunter Leiden müssen. Geholfen hat mir dabei, mir in einem 3-D Programm ein paar Platzhalter 'Klötzchen' zusammen zu würfeln und dann mit der Kamera einen Spannenden Blickwinkel zu ermitteln. Das hilft mir, mir den Raum oder die Szene besser vorstellen zu können. Natürlich ist es eine unschöne Krücke, die ich irgendwann ablegen sollte, aber vielleicht hilft es dir ja auch!

Übrigens finde ich das Bild gar nicht so schlecht im Aufbau. Man kann halt noch nicht so viel dazu sagen, da es nicht allzu konkret ist und sich noch viel darin entwickeln kann!

Hi Anna-Israel

Sieht doch ganz gut aus bis jetzt. Bei dem Kragen würde ich mich einfach nochmal in meiner Umgebung umsehen bzw. Referenzen besorgen. Der Untere Teil wirkt auf mich ganz passend, nur dem Oberen könntest du etwas mehr Form und Fülle verpassen (der rechte ist anders als der Linke geformt!).
Die Shapes der Löwen wirken zwar sehr schön, müssten aber, wenn sie quasi als Schatten der beiden Personen fungieren, perspektivisch verzerrt sein und auch beim Mann an beiden Füßen anknüpfen.

Ahh und damit du und China, wisst, dass das Feedback nicht umsonst war:

Bild

Ich hab mich grad etwas darin 'verbissen' deswegen lasse ich es einwenig ruhen, sonst macht es mich noch wahnsinnig. Aber fertig machen will ich es auf jeden fall :)
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