TANK - Der Webcomic

Stellt Eure in Arbeit befindlichen oder fertigen 2D-Artworks hier aus, um sie diskutieren zu lassen. Dabei spielt es keine Rolle, ob Euer Artwork in klassischen Techniken oder digital entstanden ist.
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sebdrew
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TANK - Der Webcomic

Beitrag von sebdrew » 31. Jul 2012, 10:30

Hallo alle zusammen!

Ich arbeite seit letztem Jahr an meinem Webcomic TANK, den ich euch hier mal vorstellen möchte. TANK ist in erster Linie ein post- apokalyptisches Abenteuer.
Die ersten sechzehn Seiten sind fertig, welche eine Art Einführungskapitel Kapitel ergeben.

Momentan schreibe ich weiter an der Geschichte und mache Entwürfe für neue Charaktere...

Schaut doch einfach mal rein auf http://www.sdcomics.com

Hier das Cover und einige Innenseiten. Alles digital entstanden.

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schlummi
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Beitrag von schlummi » 31. Jul 2012, 10:57

Sieht hübsch aus. :)

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appomo
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Beitrag von appomo » 31. Jul 2012, 11:00

ich würde eventuell einen anderen namen erwägen.
tank in verbindung mit der blonden halbseitig rasierten frau hat mich gleich an tankgirl denken lassen welche auf den ersten blick schon ähnlichkeiten hat.
ansonsten, weiter so :)
comic-coloring.deviantart.com

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Triton
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Beitrag von Triton » 31. Jul 2012, 18:20

Gleich beim Titelbild fällt mir neben dem von appomo gesagtem auf, dass das Gesicht
von rechts sehr rot angestrahlt wird. Warum eigentlich? Auch der gelbe Lichtschein auf
der linken seite erklärt sich mir nicht so ganz.

Naja, ich könnte als Berliner noch anmerken, dass die Quadriga grün ist (Kupfer!) und dass
man es nie erlauben wird so nahe neben dem Brandenburger Tor ein Hochhaus zu errichten,
aber es soll ja eh kein realistisches abbild sein. Insofern geht das in Ordnung.

Es wäre sowieso, so wie auf dem Bild schwierig mit den Hochhäusern - denn dort wo die
stehen ist der Tiergarten eigentlich :D

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Grappa
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Beitrag von Grappa » 31. Jul 2012, 19:13

Triton hat geschrieben:Naja, ich könnte als Berliner noch anmerken, dass [...]
man es nie erlauben wird so nahe neben dem Brandenburger Tor ein Hochhaus zu errichten ...
Es wäre sowieso, so wie auf dem Bild schwierig mit den Hochhäusern - denn dort wo die
stehen ist der Tiergarten eigentlich :D
Wer kann schon sagen, wie sich die Baugenehmigungen in der Zukunft verändern werden? Bauland ist wertvoll und wer braucht schon nen Tiergarten, wenn der Euro absäuft, die Arbeitslosigkeit auf 70% steigt und die Schweinegrippe mutiert oder so...? Insofern geht das erste Bild für mich durchaus in Ordnung.

Bei "Tank" habe ich allerdings auch sofort an Tankgirl gedacht.
Die Bilder als solche gefallen mir gut, auch die Perspektiven sind schön dynamisch. Ich bin direkt neugierig auf den Inhalt der Story - mehr! (hechel)
Farbe: Ein bisserl düsterer, vllt, weniger Sättigung und dann eine "Knall"-farbe als Kontrast (z.B. Licht vom Lagerfeuer) wäre evtl. spannender; momentan wirkts noch recht idyllisch und sauber, was die Farben angeht. Ein bisschen wie ein Picknick im Spätaugust ... Der Dreck fehlt ...

Bei Bild 10 sieht der Glatzkopf links irgendwie ein bisschen steif aus, wie eine Ken-Figur, die in die Landschaft gestellt wurde.
Ansonsten: klasse! Coole Charaktere.
Den Comic tu ich mir auf jeden Fall an.

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Danni
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Beitrag von Danni » 31. Jul 2012, 22:38

Feine Sache! Bin gespannt wie es weiter geht. Wann gehts weiter mit der Fortsetzung?

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sebdrew
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Beitrag von sebdrew » 1. Aug 2012, 09:33

Vielen Dank für Lob und Kritik Leute.
Das mit der Farbgebung habt ihr richtig erkannt. Das war der Punkt wo ich mir noch recht unschlüssig war. Das will ich auf den nächsten Seiten unbedingt besser machen.

Ja der Vergleich zu Tank Girl... Den habe ich schon mal hier und da gehört. Ist im Nachhinein natürlich ärgerlich und absolut nicht beabsichtigt. Ich wusste zwar da es da so ein Film in den neunzigern gab, der auf einem Comic beruht aber großartig Gedanken habe ich daran nicht verschwendet. Habe neulich auch mal in den Comic reingeschaut und Inhaltlich und Stilistisch sehe ich da keine Parallelen, außer das die Hauptfigur "punkig" angehaucht und Blond ist.
Den Titel habe ich aus bestimmten Gründen gewählt die im laufe der Geschichte noch deutlich werden. Ich "bewerbe" den Comic auch schon seit letztem Jahr mit diesem Titel und weiß nicht ob das jetzt so sinnvoll wäre den plötzlich zu ändern. So nach dem Moto "RAIDER heißt jetzt TWIX..." :D

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Beitrag von sebdrew » 1. Aug 2012, 09:42

@Danni
Weiter geht es hoffentlich bald. Momentan schreibe ich noch an der Geschichte, was mir momentan einige Probleme bereitet. Sobald ich das im Griff habe wird es auch zeitnah neue Seiten geben.

Chinasky
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Beitrag von Chinasky » 1. Aug 2012, 11:15

Ich find das mal ein ehrgeiziges, cooles Projekt. Dennoch könnten da noch diverse Sachen verbessert werden.
Hast Du einen guten Profi-Comiczeichner in Deinem Bekanntenkreis, dem Du die einzelnen Panels vorlegen könntest? Denn es finden sich in sehr vielen davon kompositorische "Fehler", die, so denke ich, ein geübtes Auge sofort erkennen könnte. Nimm beispielsweise (da ist es am allderdeutlichsten) das Bild, wo man alle drei am Lagerfeuer sieht. Der Baum im Hintergrund streckt seine Äste gerade mal soweit, daß sie von dem Kopf des bl Typen nicht überschnitten werden. "Berührungsangst" ist da die erste Assoziation. Währenddessen "hockt" das Feuer quasi auf dem unteren Bildrand. Überhaupt drängen sich da um das Feuer herum die Formen und Überschneidungen, sodaß das alles sehr konfus wirkt. Erst beim näheren Hinschauen merkt man, daß das Bild da sogar noch weiter runter geht, aber von den drei anderen Panels überschnitten wird. Der Punkt dabei: die Story dreht sich eigentlich um das Gespräch der drei Männer. Das Feuer oder deren Füße sind eher irrelevant. Und dennoch passiert in der Feuer- und Fuß-Gegend für das Auge viel mehr als oben, bei ihren Gesichtern und Händen. Wobei... Faßt der mittlere Typ sich da gerade in den Schritt? Falls ja, und falls das für die Story von Belang ist, will ich nichts gesagt haben, falls es dagegen nur Zufall ist...

Als Zweites fällt mir auf, daß Du - jedenfalls sieht's so aus - über Entwurfskizzen drübergezeichnet hast. Würde ich nicht machen. Das "Inking" ist bei Comics meines Wissens ein separater Arbeitsschritt, häufig wird der sogar von Spezialisten erledigt, die an der kompositionellen Entwicklung des Panels gar nicht beteiligt waren. Aber gute Comiczeichner machen das natürlich selbst. Extrem gutes Beispiel ist unser lieber amadeus. Schau Dir mal im Work-in-Pogress-Thread im Artbattleforum an, wie der seinen vorletzten Battle-Beitrag gemacht hat. Das ist eigentlich klassisches Vorgehen, wie ich es mir vorstelle beim Comiczeichnen: Entwurfskizzen zeigt er nicht extra (ihm wäre es zuzutrauen, daß er schon gleich wußte, wie die Panels später aussehen/angeordnet werden sollen), aber eben die darauffolgenden drei Arbeitsschritte: 1. Ausgearbeitete Vorzeichnungen, 2. geinkte Lineart, 3. Kolorierung.
Ich erlaube mir mal, sein Bild hier zu posten:
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Wichtig erscheint mir im Vergleich zu Deinen Zeichnungen, der Schritt von der ausgearbeiteten Vorzeichnung und der geinkten Lineart. Ich vermute stark, daß amadeus die Lineart auf einer komplett neuen Ebene angelegt hat, und von der Vorzeichnung am Ende nichts mehr übrig bleibt. Dadurch wirkt die Zeichnung an allen Stellen sicher und wie aus einem Guß. Falsche/korrigierte Linien kommen nicht vor.

Bei Deinen Zeichnungen sieht es dagegen aus, als hättest Du Dich während der Lineart-Phase immer noch mal korrigiert. Und da wird es halt häufig "strubbelig", unsauber, unsicher. Ich würde Dir raten, den Mehraufwand zu riskieren, und die Lineart wirklich komplett neu und nicht einfach über die Vorzeichnungen drüber zu machen.

Zum Cover: Das geht besser. Es sollte ein Eyecatcher sein und als Zeichnung/Bild besser als alles, was man im Comic drin findet.
Es ist aber eher schlechter als die meisten Panels. Und zwar, weil Du da komplett auf Lineart verzichtet hast. Man kann Comic-Cover natürlich klassisch painten und es muß nicht unbedingt Lineart da zu finden sein. Aber dann muß es auch gut gepaintet sein - und das ist es leider noch nicht. Es gibt da Dutzende von Stellen, wo es anders besser aussähe. Fängt mit der Farbigkeit an, geht über kompositorische Schnitzer (Himmel blitzt zwischen den Fransen ihres Umhangs und der Hintergrundarchitektur durch, abgebrochenes Schwert endet praktisch am unteren Bildrand etc.) zu Kontrast-Problemen und fragwürdiger Lichtregie.

Du bist noch recht unsicher, was den Brush-Einsatz angeht. Ich vermute, Du legst, so wie ich es früher häufig tat, die Deckkraft auf Pen-Pressure und malst dann an Stellen, bei denen Du Dir nicht ganz sicher bist, auch nicht mit vollem Stiftdruck. Dadurch werden genau solche Stellen, an denen Du Dir unsicher warst, für den Betrachter sofort kenntlich: das sind dann nämlich auch die Stellen, wo die Malerei schmutzig/verschwommen wird.

Hhmm... Ich versuch nachher mal ein Overpaint zu Deinem Cover, will aber dieses Posting jetzt schon mal abschicken. ;)

By the way: Die Kritik hört sich jetzt vielleicht heftig an, soll Dich aber nicht frustrieren/entmutigen. Nochmal: ich finde das Projekt ziemlich cool und wünsche Dir damit viel Erfolg. Deswegen hoffe ich, meine Worte kommen auch als konstruktive Kritik rüber, nicht als "Runtermachen"!

edit: Oki, hier das Overpaint des Covers:
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Was hab ich verändert?
Erstmal hab ich Details rausgenommen, die ohnehin nicht "klar" waren. Insbesondere im Hintergrund. Dann hab ich versucht, interessante Shapes zu finden, die dann tonwertmäßig die unterschiedlichen Tiefen-Ebenen voneinander abheben. Bei dem Brandenburger Tor hab ich die Lichtverhältnisse klarer gemacht, insbesondere zu erkennen an den Schatten, die oben auf den Säulen liegen. Genau das Gleiche übrigens auch bei der Architektur hinten rechts: Das ist ja eigentlich nur ein etwas ausgefranster Kubus, an dem man mit einer klaren Trennung zwischen beleuchteter und eher im Schatten liegender Seite die Lichtsituation klar darstellen kann.
Dann hab ich den Himmel mehr "eingesetzt". Wolken sind doch prakisch: man kann sie dort dunkel machen, wo man sie dunkel haben will - und umgekehrt. Wenn man eine Landschaft in einem Bild drin hat, ist das ein kompositorisches Mittel, das man ausreizen sollte.
Zum Schluß hab ich noch etwas die Hauptfigur gepimpt. Insbesondere die Haare hab ich überarbeitet: Auch hell blonde Haare reflektieren die Umgebung, weswegen auch auf blonden Haaren irgendwo dunkle Reflexe zu finden sind. Außerdem soll sich der Kopf ja vor dem Himmel abheben, also hab ich gerade rechts die Haare dunkler gemacht: shapes first! ;) Das Schwert hab ich versucht, mehr abzuheben und zu betonen, daß es nicht vorne vom Bildrand gekappt wurde. Glatte Metallflächen kann man schön mit dem verlaufstool gestalten. Man darf da jetzt nicht so genau hingucken, ob das optisch alles korrekt ist - es handelt sich um einen Comic, und der soll vor allem lesbar sein!
Naja, die restlichen Unterschiede kannst Du ja selbst erkennen, wenn Du mein OP mit Deinem Original vergleichst.
Es genügt nicht, keine Meinung zu haben. Man muß auch unfähig sein, sie auszudrücken.

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Beitrag von sebdrew » 2. Aug 2012, 11:22

@ Chinasky

Vielen vielen Dank für deine ausführliche und konstruktive Kritik und die Mühe die dir gemacht hast. Es zieht mich auch kein bisschen runter oder so. Das ist eine Kritik aus der ich sehr sehr viel lernen kann. Ich kann auch alles was du hier ansprichst absolut nachvollziehen.

Zu einigen deiner Anmerkungen:

Klar kompositorisch geht da noch einiges, keine Frage.

Der Typ fasst sich absichtlich in den Schritt.

Ursprünglich wollte ich nur die Vorzeichnungen digital machen und den Rest traditionell mit Tusche. Irgendwann hat mir der skizzenhafte Stil aber besser gefallen und wirkte passend zum Genre des Comics. Beim sauber zeichnen ging mir auch zu viel der Leichtigkeit und Energie der Vorzeichnung verloren.
Im Moment experimentiere ich aber auch schon wieder mit Tusche auf Papier, da ich da doch am ende mehr Kontrolle über den Strich habe als auf meinem Intous.
Da wird sich bei mir der Stil mit der Zeit sicherlich noch ändern.
Die Arbeitsweise die du anspricht ist natürlich die klassische und handwerklich "richtige".
"Richtige" in Einführungszeichen weil das wohl Geschmackssache ist und drauf ankommt was man für ein Look erreichen will. Comics gibt es von skizzenhaft über sauber oder dreckig getuschten bis hin zu komplett gemalten.

So jetzt werde ich mir deine Kritik nochmal in ruhe durchlesen und soviel raus ziehen wie es nur geht.
So eine Kritik ist Gold wert!
Noch einmal vielen Dank dafür.

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digitaldecoy
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Beitrag von digitaldecoy » 3. Aug 2012, 09:04

Das Intro hat durchaus seine Qualitäten. Mutet sehr klassisch an - der Kämpfer für die Unterdrückten, der den bösen Kerlen kräftig in den Arsch tritt. Mir gefällt's.

Was ich jedoch noch als Kritik anbringen wollte ist, dass ich finde, dass Du die Art Direction des Projektes noch etwas verbessern könntest. Für mich passen das latent gute Wetter und die sehr breite Ausleuchtung der Szenerie irgendwie nicht zum Genre. Wirkt dadurch alles ein bißchen "gewöhnlich". Du könntest mit mehr Schwarz arbeiten und die Kamerapositionen stärker an dem Licht ausrichten (z.B. Gegenlicht provozieren) und dadurch alles etwas atmosphärischer gestalten. Ein schöner Nebeneffekt des Ganzen: Details die im Schatten verschwinden, muss man nicht malen! Ich finde die Panels, in denen Du nur schwarze Silhouetten verwendet hast, am besten. Aber gut, das ist zum großen Teil auch ein Geschmacksurteil.

Ich habe da aber auch mal ein Overpaint gemacht, nur damit Du leicht den Vergleich ziehen kannst:

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sebdrew
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Beitrag von sebdrew » 3. Aug 2012, 10:10

Danke Daniel! Freut mich, dass es dir gefällt.

Deine Kritik und dein OP ergeben absolut Sinn. Vielen Dank auch dafür!
Ich glaube ich sollte mal nochmal in diese Richtung experimentieren.
Es stimmt schon, dass das Ganze irgendwie nicht düster genug ist...

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