NonSpeedPaintings

Stellt Eure in Arbeit befindlichen oder fertigen 2D-Artworks hier aus, um sie diskutieren zu lassen. Dabei spielt es keine Rolle, ob Euer Artwork in klassischen Techniken oder digital entstanden ist.
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Syrus
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Beitrag von Syrus » 30. Jan 2013, 23:52

"Josef Danilowatz" -steht unten links. Krasser Typ.

Edit:

Arrg Pageturn...darum gings:
Zelzaan hat geschrieben:Ein ImmerWiederMal-Projekt das endlich einen Abschluss gefunden hat:
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FastArt hat geschrieben:Krasse Änlichkeit
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(Kein Plan wie der Artist heißt)

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ThomasVeil
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Beitrag von ThomasVeil » 2. Feb 2013, 03:47

Noch zwei vom letzten November.
Fürs erste hab ich WIPs: 1 und 2

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Sungravy
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Beitrag von Sungravy » 2. Feb 2013, 13:43

die sind beide wunderbar!
womit sind die gemacht?

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Beitrag von Chinasky » 2. Feb 2013, 14:44

Sieht man doch, daß die mit Öl gemalt wurden, oder? Das erste sieht nach Leinwand aus, das zweite wie auf Sperrholz gemalt. Ich finde das zweite noch besser, weil:
Keine Staffage-Figuren, dafür aber eine großartige Komposition, die sich malerisch fast auflöst. Falls ich richtig liege mit meiner Vermutung, daß der Bildträger einfach aus Holz besteht, dann ist dessen Eigenfärbung und Struktur geschickt mit einbezogen worden, wie die z.T. fast neonmäßig frischen Farben den Untergrund kontrastieren, macht einfach gute Laune. Sehr super! :)
Es genügt nicht, keine Meinung zu haben. Man muß auch unfähig sein, sie auszudrücken.

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Beitrag von Triton » 2. Feb 2013, 20:18

Wirklich wunderbare Farben. Das erste gefällt mir allerdings noch etwas besser. Klar und einfach,während mir das zweite zu unruhig ist, das Auge wandert umher ohne festen fixpunkt.

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Duracel
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Beitrag von Duracel » 3. Feb 2013, 01:22

Gefallen mir auch beide sehr! :)
Wobei mir anders als Triton eher das erste zu unruhig wäre - da könnten die Schattenpartien im Tonumfang enger zusammengefasst sein(da ist das erste Wip sogar etwas knackiger); demgegenüber löst sich die Gegenständlichkeit im zweiten sowieso auf, deswegen stört mich die Unruhe dort weniger - ja vielleicht hätte man da sogar noch einen Schritt weitergehen können: noch fleckiger und flirriger.



Von mir gibts eine Überarbeitung meines Homepage-Bildes - zusammen mit ein paar kleineren Anpassungen(Titel-Schriften neugestaltet sowie 2 Bildbeispielen zu Storyboards und Layouts) sorgt es für ein Facelift meiner Seite:

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Anna-Israel
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Beitrag von Anna-Israel » 3. Feb 2013, 08:53

@Thomas Veil, ich finde deinen Stil einfach traumhaft :D Die Farben und Formen, so richtig schön impressionistisch und lebendig, würd ich mir grad aufhängen.
Der Impressionismus war wegen dieser Lebendigkeit und Farbenfreude die einzige Kunstströmung, deren Geschichte ich mir in der Schule Stunden lang reinziehen konnte, ohne einen tiefen Hass drauf zu entwickeln (zwecks Muss-Faktor, ist Kunst doch so subjektiv). Leider etwas, das ich so gar nicht beherrsche, aber gerne würde.

Ich könnte mir das ewig anschaun, danke fürs Teilen :)

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ThomasVeil
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Beitrag von ThomasVeil » 3. Feb 2013, 20:07

Sungravy: Dankeschön! Für Antworten, siehe Chinasky :D
Sind vor Ort gemalt und in der Tat Ölbilder auf Leinwand und auf Holz. Musste in Japan umsteigen, da Leinwände zu teuer waren, aber auf Holz macht mir noch mehr Spass. Werd ich jetzt sicher mehr verwenden... auch irgendwie praktischer. Habe transparentes Gesso verwendet, um die Struktur zu gebrauchen.

Chinasky: Vielen Dank. Habe noch andere Experimente mit "Auflösenden Formen" gemacht... ist auch einfacher mit Objekten als mit Portraits. Ich versuch dran zu bleiben.

Triton: Danke. War ein bisschen ein test mit dem Zweiten (ohne fokus zu arbeiten). Will aber versuchen die zwei Stile noch mehr zu kombinieren.

Duracel: Hm, interessante Idee - ich probier es auch mal noch weiter zu gehen. Kann da sicher noch mehr die Grenzen ausloten.
Schönes Intro-bild. Man sieht echt wie du mehr selbstbewusst mit den Values umgehst. Sehr effektiv.

Anna-Israel: Tausend Dank. Motivierend zu hören.
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vanderhorst
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Beitrag von vanderhorst » 3. Feb 2013, 21:36

ThomasVeil

mir gefällt die Farbvielfalt mit der starken Sättigung sehr, macht mit dem starken Hell Dunkel Kontrast alles sehr freundlich und sonnig. Das 2te hat mir persönlich zu wenig Raum. Wollt demnächst auch mal Öl ausprobieren... bin gespannt wie ein Flitzbogen..hoffentlich ist die Freude über Fortschritte groß genug um nicht in der totalen Frustraton festzuhängen.

Duracel

Schön stimmig

So nachdem ich 8 Tage am Stück auf Messe knechten musste und voll die Wurstfinger bekam ist es etwas still um mich geworden aber ich habe meist die 2 h die mir verbliben fleißig gezeichnet und gleich in den 2 letzten Tagen coloriert... hab teilweise das Bild vor lauter Strichen nicht mehr gesehn...genug des bla blas.

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Duracel
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Beitrag von Duracel » 3. Feb 2013, 23:40

Die Zeichnung find ich der Hammer!



[Die Koloration hält da leider nicht mit - verschlimmbessert meiner Ansicht nach eher.]
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Beitrag von Seyreene » 5. Feb 2013, 10:59

Die Zeichnung ist wirklich großartig! Unglaublich, wie viele Details du da hineingezeichnet hast. :)
Bleibt denn die Koloration jetzt so? Mir erscheint sie eher als Farbskizze... Da könntest du auf jeden Fall noch etwas Arbeit hineinstecken. Was ich mir aber auch vorstellen könnte, wäre eine Kolo in Graustufen. Dann käme die zugrundeliegende Zeichnung vielleicht wieder besser raus. Es ist nämlich etwas schade, dass du das Format so extrem in die Höhe erweitert hast. Dadurch kann man sich nicht mehr so sehr auf die Straßenszene konzentrieren.

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Beitrag von mo.l » 5. Feb 2013, 15:19

sehr fett vanderhorst! Nur der Pick-Up Laster unten links fällt größentechnisch ein bisschen raus..der müsste glaub ich ein kleines Stück größer sein.

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Beitrag von Kiwi » 12. Feb 2013, 21:33

@Duracel: Die Idee finde ich super.

@vanderhorst: Die Zeichnung ist echt mega. Da hast du bestimmt ne Weile dran gesessen?!

Ich hab auch eine Kleinigkeit zu zeigen.
Mein Chef sagt immer, dass man mit der dicksten Kröte in den Tag starten soll bzw. den schlimmsten Job zuerst machen soll ;)

Kritik ist gerne willkommen!

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Gammarus_Pulex
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Beitrag von Gammarus_Pulex » 14. Feb 2013, 09:46

@ Duracel:

Das kommt einem doch irgendwie bekannt vor ;)

http://www.digitalartforum.de/forum/vie ... php?t=4973

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Wobei mir die taghelle Version ehrlich gesagt besser gefällt...

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PrinzEisenhart
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Beitrag von PrinzEisenhart » 14. Feb 2013, 17:16

Die Schöne und das Biest, vom Inhalt finde ich das Bild todlangweillig ich weiß auch nicht warum ich es gemalt habe, allerdings habe ich viel dabei über Licht und Anatomie gelernt. Ich habe vor die gleiche Thematik noch einmal zu malen, dann aber ein bisschen fetziger.


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JanSOLO
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Beitrag von JanSOLO » 14. Feb 2013, 18:40

PrinzEisenhart

Mal abgesehen davon, dass ich genauso hingelangt hätte...

Bei dir oder bei dem Bild vermisse ich so ein bißchen das Verständnis der Glossy-Eigenschaft der Materialien. Du gibst dem Objekt zwar Plastizität durch Beleuchtung und Schatten, aber um dein Bild noch einmal auf eine höhrere Stufe zu stellen, fehlt das Glossy... gerade bei Haut. Das Spiegeln der Farbtöne der Umgebung ist ja vom Betrachtungswinkel abhängig ... Und genau das schafft die Plastizität. Man kann beobachten, das die, die das mit dem Glossy-Effekt noch nicht ganz verstanden haben, sich Ausweichstrategien überlegen, um ihre Objekte dreidimensionaler wirken zu lassen. Z.B. werden dann Nebenlichtquellen und deren Beleuchtungseffekt eingemalt. Das gleiche hat man auch in der 3D-Grafik gemacht, als die Glossy-Shader nicht verfügbar waren. Dort war es beliebte Praxis seine Objekt mit einer unterschiedlichen farbigen Dreipunkt-Beleuchtung zu rendern, um es möglichst plastisch erscheinen zu lassen (und nicht nur um es auszuleuchten). Man muss also nicht für die unmöglichsten Stellen (wo z.B. Schatten herrscht) eine Nebenlichtquelle auf sein Objekt wirken lassen, sondern man nutzt einfach die spiegelnde Eigenschaft des Materials, die ja durch Wirken der Umgebung die Tonwerte des Objektes im Wirkungsbereich (Abhängig vom Betrachtungswinkel) verändert.
Für die Wirkung von Subsurface Scattering, das gerade bei der Haut eine große Wirkung hat, spielt der Glossy eine unterstützende Wirkung. SSS wirkt ja sehr farbintensiv ... deshalb wirkt der Effekt gerade in Bereichen gut, wo die Farbintensität durch das Glossy-Verhalten eher schwach ist. Und behindert wird der SSS-Effekt ehr durch farbintensive Beleuchtung.
Auch bei den Haaren ist Glossy wichtig. Bei dir gibt es da leider fast nur die Haarfarbe, die Schattiert wurde und die Beleuchtungseffekte Specular und Transluzens. Aber das blonde Haar kann auch die Umgebung spiegeln und Farben aufweisen, die fern der Lokalfarben sind.

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Anna-Israel
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Beitrag von Anna-Israel » 14. Feb 2013, 18:44

Für einen Freund...
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Beitrag von PrinzEisenhart » 14. Feb 2013, 19:45

@JanSolo, super was du da ansprichst, verstanden habe ich es allerdings noch nicht ganz.

Ich habe insgesamt noch sehr wenig verstanden. Aber das ist genau mein Problem, wie du schon sagtest weiche ich der Problematik aus, auf welchem Weg auch immer. Was meinst du damit, dass der Effekt vom Betrachtungswinkel abhängt?

Meinst du mit dem Glossy, dass sich zum Beispiel das Licht welches von der Haut reflektiert wird auf Objekten die der jeweiligen Stelle (welche reflektiert) naheliegen, wiederfindet?

Hat das nichts mit der Lichtfarbe zu tun? Was sind die Beleuchtungseffekte Specular und Transluzens?

Also je stärker ein Material reflektiert desto mehr tritt der Glossy Effekt auf?

Warum wird das SSS durch farbige Beleuchtung abgeschwächt und warum ist die Farbintensität (Sättigung?) bei SSS höher und bei Glossy nicht so hoch.

Noch ein paar Fragen:

Wie ist das mit den Schatten, wenn z.B mein Hauptlicht Schatten auf einem Objekt wirft, Färben sich dann diese in der Farbe des Umgebungslichts? Was passiert mit der Sättigung, bleibt diese im Schatten gleich und nur die Färbung durch das Umgebungslicht kommt hinzu oder verändert sich dort auch etwas.

Sagen wir mal mein Hauptlicht wäre leicht gelblich und mein Umgebungslicht leicht bläulich,
dann würden die beleuchteten Stellen auch einen gelbstich bekommen und meine Schatten bläulich werden? An welchen Stellen wirkt sich die Farbe meines Hauptlichts am stärksten aus? In denen die nicht so stark reflektieren oder?

Sooooooo viele Fragen. Ich hoffe mal es sind keine ganz absurden dabei, ich habe erst gerade begonnen mit der Thematik auseinanderzusetzten und habe noch herzlich wenig Ahnung. Bisher habe ich immer nach Gefühl gemalt und mir noch nicht mal Gedanken über eine Lichtquelle gemacht. Aber ich merke in letzter Zeit wie ich in dieser Hinsicht immer mehr an meine Grenzen stoße, bisher war es nur so ein Hintergedanke woran das liegen könnte.

Vielen Dank für das Ansprechen dieser Problematik, hat mich wachgerüttelt.
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Beitrag von JanSOLO » 14. Feb 2013, 21:16

Ich sitz hier leider an meinen win98 Rechner mit einer Kugelmaus und ohne Software, mit der man vielleicht etwas zeigen könnte...

Aber ich versuch zu erklären...

Betrachtungswinkel: Im Grunde spiegeln fast alle Materialien ein wenig. Es gibt nur ganz wenige Materialien, wo Spiegelungen im Makroskopischen so gut wie gar nicht auftreten. Im Mikroskopischen spiegelt fast alles. ABER natürlich immer in der Abhängigkeit vom Betrachtungswinkel auf die Oberfläche. Z.B. Wasser: Schaut man senkrecht auf die Wasseroberfläche werden die Spiegelungen reduziert und man kann unter Umständen den Gewässerboden sehen. Schaut man sehr flach aufs Wasser, dann spiegelt Wasser extrem stark. Das kann man auch methematisch ausdrücken für eine Oberfläche:
1 = diffuse Reflektion + spiegelnde Reflektion + Transparenz + Transluzenz
Jeder Term hat einen prozentualen Anteil zwischen 0 und 1 an der Gesamtwirkung 1. Hat z.B. die Stelle X im Bild einen spiegelnden Reflektion Anteil von genau 1, dann treten die anderen Effekte gar nicht auf. Viele matte Oberflächen (hauptsächlich diffuse Ref) spiegeln dennnoch bei sehr flachen Betrachtungswinkel. Z.B. meine Holztischplatte hier. Diese Spiegelungen sind aber nicht immer "lesbar" also scharf, sondern können unscharfspiegeln. Manche Oberflächen spiegeln so unscharf, dass sie aus der gesamten Umgebung einen Durschnitt im Farbwert für eine Stelle auf der Oberfläche annehmen. Oft ist es ein Grau. Bei Samt ist das so oder eben bei Haut.
Wenn jetzt die Haut an den Stellen eher gräulich oder in der Durchschnittsfarbe der Umgebung spiegelt, wo der Betrachtungswinkel flach drauf fällt... das sind eher die Außerbereiche der Körperform... dann fällt natürlich dort das Subsurfacescatterin (Eine Form der Tranluzenz) besonders gut auf, weil ja transluzentes Licht sehr farbintensiv ist. Z.B. sind Blätter unter freien Himmel im Schatten viel grüner als auf der beleuchteten Seite. Der Schattenbereich ist daher nicht immer farbärmer, sondern kann sogar richtig farbintensiv sein, wie bei einer roten Ampel. Dort sehen wir die Schattenseite des roten Plastikglas vor der Lampe der Ampel. So ein intensives Rot bekommt man nicht durch diffuse Reflektion hin (Z.B. die gleiche Glühbirne vor einen roten Schild). Ein sauberer Spiegel oder eine Glasscheibe ist es egal, ob sie im Schatten oder im Lichte steht. Das Bild, was diese zeigen, wird nicht anders sein. Jetzt könntest du dir z.B. den C3PO vorstellen, der im dunkeln steht und von keiner Lichtquelle beleuchtet wird. Er ist so glossy, dass er eine beleuchtete Umgebung spiegeln wird. Und diese Spiegelungen lasen ihn in seiner Form erkennen, obwohl er keine direkte Beleuchtung abbekommt. Jetzt sind bei der Haut die Spiegelungen nicht so stark und scharf wie bei polierten Metallen, aber vorhanden. Und da wo wenig Licht an die Haut gelangt, können sie für den plastischen Eindruck sorgen. Ich glaube, das macht jetzt weniger Sinn, wenn ich dir die ganze Lichttheorie an Beispielen erkläre, darum werde ich vielleicht noch schnell die übrigen unbeantworteten Fragen beantworten:

Was sind die Beleuchtungseffekte Specular und Transluzens?

Specular ist die Spiegelung der Lichtquelle selbst (z.B. die Form der hellen Glühbirne oder ein rechteckiges Fenster). Diese Spiegelungen sind deutlich intensiver als die Reflektionen bereits reflektierter Photonen. Transluzenz ist das Durchwandern von Licht durch ein Gegenstand, wo man nicht durchschauen (Transparenz) kann.

Warum wird das SSS durch farbige Beleuchtung abgeschwächt?

Der Effekt wird nicht abgeschwächt, aber dessen optische Wirkung. Haut z.B. lässt rotes Licht durch (Transluzenz). Beleuchtet man die Stelle mit roten Licht, wo das transluzente rote Licht wieder austritt, so kann man ja nicht mehr die wirkung von dem SSS (Transluzens) feststellen, weil es einfach überleuchtet wird. Auch bei anderen Farben. Genau wie bei einer Metallherdplatte. Die leuchtet auch nur im dunklen Raum oder im Schatten, weil das Glühen zu lichtschwach ist.

warum ist die Farbintensität (Sättigung?) bei SSS höher und bei Glossy nicht so hoch.

Bei Transluzenz werden Wellenlängen rausgefiltert. Es kommen also nur ganz bestimmte Wellenlängen durch das Material durch (z.B. Rot). Dadurch wird das austretende Licht farbintensiver aber auch deutlich schwächer. Bei Spiegelungen werden meist alle Wellenlänge wieder gespiegelt. Je rauer das Material desto unschärfer die Spiegelungen. D.h. farblich wird dann eher ein Durchschnitt aus den Farben der Umgebung gebildet und das ist oft nicht so farbintensiv. Befindest du dich in einen kleinen rot-gestrichenen Raum mit weißer Lampe, dann sind natürlich die Spiegelungen der Haut farbintensiver als die direkte Beleuchtung... nur so als Gegenbeispiel.

Wie ist das mit den Schatten, wenn z.B mein Hauptlicht Schatten auf einem Objekt wirft, Färben sich dann diese in der Farbe des Umgebungslichts? Was passiert mit der Sättigung, bleibt diese im Schatten gleich und nur die Färbung durch das Umgebungslicht kommt hinzu oder verändert sich dort auch etwas.

Dazu muss ich Daniel Lieske zitieren, der mal so ähnlich schrieb oder sagte: "Schatten ist der Bereich, wo für andere Lichtquellen Raum geschaffen wird". Wie oben in den Beispielen genannt, muss der Schatten nicht immer farbärmer sein. Das ist zu komplex, um alles genau zu beschreiben.

Die letzte Frage, kann man so nicht so leicht beantworten. Alles ist Situationsabhängig. Du kennst doch beim Fußballspiel die Streifen auf dem Rasen, die durch das Mähen des Rasen entstehen? Die Streifen haben die gleiche Beleuchtung, aber eine andere Situation in der Ausrichtung.

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Beitrag von PrinzEisenhart » 15. Feb 2013, 16:17

@JanSolo
Vielen Dank für die Ausführliche Antwort, ich habe mal eine Studie zu dem Thema gemacht, die erste Studie bei der ich mal nachgedacht habe warum und weshalb etwas so ist.

Du sagtest die Haut spiegle so unscharf, das dabei ein durschnittswert der Umgebung meistens ein Grau genommen wird, allerdings beobachte ich diesen Effekt nur an den Außenkanten des Körpers in den Schatten wo Reflexionen des Himmels auftreten.

Die "normalen" Reflexionen der Lichts der Sonne sind zwar entsättigt aber nicht grau. Welches ist nun der Glossy Effekt, es gibt ja sozusagen zwei Arten von Refelxionen oder bin ich jetzt ganz daneben.

Wenn ich richtig analysiert habe Tritt beim Übergang vom Schatten zum beleuchteten Bereich ein Effekt auf der die Sättigung der Haut steigen lässt, Transluzens?

Ich habe mal ein paar Sachen die ich Beobachtet habe dazugeschrieben, keine Ahnung was davon stimmt und was nicht.
Ganz verstanden habe ich auch nicht, warum der Glossy Effekt eine Drei-Punkt Beleuchtung ersetzt weil er den Objekten auch ohne diese Beleuchtung Plastizität gibt.

Vielen vielen Dank auf jeden Fall nochmal, du hast mich in eine neue Richtung gebracht, ich denke letztendlich bringt mich das Ganze echt weiter, bemerke immer mehr wie das Malen eine riesige Wissenschaft ist, bin aufgeregt wie ein kleines Kind, das Ahnt das etwas Großes unbekanntes,spannendes irgendwo da draußen ist, das es zwar noch nicht fassen noch nicht begreifen kann aber sich darauf freut auf Erkundungsreise zu gehen.

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Beitrag von JanSOLO » 15. Feb 2013, 18:58

Wie gesagt; Du musst du immer bedenken, dass es unglaublich viele Lichtsituationen, Materialien und Effekte gibt, so dass man niemals sagen kann, dass man es so und so machen kann.

Du sagtest die Haut spiegle so unscharf, das dabei ein durschnittswert der Umgebung meistens ein Grau genommen wird, allerdings beobachte ich diesen Effekt nur an den Außenkanten des Körpers in den Schatten wo Reflexionen des Himmels auftreten.

...oder du hast es falsch gedeutet. Dein Studiengemälde ist z.B. "richtiger" gemalt als genau beschriftet. Oder wir lassen uns alle vom Begriff "reflektieren" verwirren, denn die Reflexion (schreibe ich auch gerne falsch) ist die physikalische Grundlage für verschiedene weitere Begriffe, mit denen wir Effekte beschreiben. Z.B. die Spiegelung (glossy-Eigenschaft), Bouncing Light, oder eben das reflektierte diffuse Licht. Z.B. hast du in deiner Studie geschrieben: "Haut reflektiert auf Haut, Sättigung steigt". Das wäre mir zu ungenau formuliert. Den Effekt, den du dort markiert hast, beruht auf Bouncing Light (Also Licht, welches von einer Oberfläche "zurückspringt" und wieder eine Lichtquelle darstellt". Mondlicht ist z.B. bouncing light) und eventuell Subsurface Scattering. Das Glossy ist wieder was ganz anderes. Dort wird Licht gespiegelt ... es ist also nur virtuell da, denn die Spiegelung verändert sich mit dem Betrachtungswinkel. Ein Bouncing Light oder SSS ist absolut da und von allen Betrachtungswinkeln einsehbar.

Welches ist nun der Glossy Effekt, es gibt ja sozusagen zwei Arten von Refelxionen oder bin ich jetzt ganz daneben.

Im Grunde zwei wichtige Arten, da sie eine Unterscheidung haben. Einmal die diffuse Reflexion und die spiegelnde Reflexion. Zur Unterscheidung: Stell dir ein dunklen Raum vor, in dem sich nur eine rote quadratische Fläche auf dem Fußboden befindet, die aus einer bestimmten Richtung mit weißen Licht beleuchtet wird. Egal aus welcher Ecke du auf das rote Quadrat schaust, es ist für dich sichtbar und rot. Weil es eben das rote Licht reflektiert und die anderen Farben absorbiert. Es reflektiert diffuse das Licht ... also in alle Richtungen. Würde es nicht diffus reflektieren können, wie ein Spiegel es nicht kann, dann würdest du nur im Ausfallswinkel (Reflexion: Ausfallswinkel = Einfallswinkel (Lichtquelle)) einen roten Bereich des Quadrates sehen und der Rest ist schwarz. Das ist die spiegelnde Reflektion, die ein glossy Material zusätzlich hat. Im Ausfallswinkel würde man dann das Specular der Lichtquelle sehen = also die Spiegelung der Lichtquellen, aber von keiner anderen Blickrichtungen im Raum.

Wenn ich richtig analysiert habe Tritt beim Übergang vom Schatten zum beleuchteten Bereich ein Effekt auf der die Sättigung der Haut steigen lässt, Transluzens?

Ja. Dazu habe ich mal eine Grafik erstellt, die zeigt, warum das so ist.
Bild
Erklärung: Subsurface Scattering (Ein Effekt der Transluzenz) streut Licht in lichtdurchlässigen Körpern wie z.B. Fleisch, Haut, Milch und Plastik. Es werden aber nur bestimmte Wellenlängen gestreut. Die anderen werden absorbiert. Dadurch wird das Licht sehr gesättigt, hat aber, falls es wieder schafft irgendwo auszutreten, keine so große Intensität. Ist also nur dort sichtbar, wo es wenig anderes Licht gibt (also im Schatten). Nun hat aber das gestreute Licht im Material keine unbegrenzte Reichweite (Reichweite abhängig von der Dichte des Mat), so dass das Licht es nur schafft am Rand des Schattens auszutreten. Und nur deshalb ist der Schatten auf menschlicher Haut manchmal und nur bei starken Lichtquellen und dunklen Schatten mit ein gesättigten Rand umgeben. Im beleuchteten Bereich ist die direkte Beleuchtung meist viel zu stark und überstrahlt den Effekt des SSS. Die beleuchtete Oberfläche habe ich im schmalen Streifen über dem "Fleischkörper" eingezeichnet.

Ganz verstanden habe ich auch nicht, warum der Glossy Effekt eine Drei-Punkt Beleuchtung ersetzt weil er den Objekten auch ohne diese Beleuchtung Plastizität gibt.

Andersrum! Die Dreipunktbeleuchtung hat man früher (man nutzt es auch heute noch) hergenommen, damit die gerenderten Objekte in der 3D-Grafik plastischer wirken. Dazu hat man eine Hauptlichtquelle genommen und zwei unterschiedlich farbige Nebenlichtquellen. Gerade die Farben gaben dem Gehirn des betrachter mehr Information zur räumlichen Darstellung des Objektes. Ein 3D-Renderbild ist ja auch nur ein 2D-Bild. Wie gesagt, gibt es mehrere Lichteffekte, die den plastischen Eindruck eines Körpers vermitteln. Licht und Schattierung ist z.B. einer. Aber auch die Spiegelungen, die beim Glossy-Material vorkommen verstären den plastischen Eindruck eines gerenderten Objektes. Früher konnte man nur mit aufwendigen Renderer ein Glossy-Material erstellen. Ein richtiges Glossy braucht deutlich mehr Renderzeit. Darum war die 3Punkt-Beleuchtung ein günstiger Ersatz, um die Plastizität zu betonen. Und viele Maler fällt auch nichts anderes ein wie den 3D-Grafikern, um die Plastizität bei ihren gemalten Objekten zu erhöhen, in dem sie mit weiteren Nebenlichtern (z.B. Schwache Lichter von der Seite) arbeiten. Dabei sind Spiegel-Effekte eines glossy-Materials weitaus logischer, schöner und beeindruckender als unmögliche Lichtquellen zu erfinden. Gerade in wenig beleuchteten Bereich hilft dieser Effekt, die Plastizität zu unterstützen.

Meine Formel im letzten Beitrag, ist ja eher auf künstlerische Ebene formuliert.
Im Physikalischen kann man von dieser Formel für ein nicht leuchtendes Objekt ausgehen:
1 = Reflexion + Absorption + Transimission
-Zur Reflexion gehört: diffuse Reflexion (Z.B. beleuchtete Oberflächen, Bouncing Light) und spiegelnde Reflexion (Specular, Spiegelungen)
-Absorption ist klar
-Zur Transmission gehört: Refraktion, Transluzenz, Transparenz

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TituS
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Beitrag von TituS » 15. Feb 2013, 21:16

hey PrinzEisenhart,

vielleicht hilft dir noch zusätzlich das schicke Tutorial von Niklas Jannson weiter, was viele Bereiche gut veranschaulicht:
Tutorial

aber an sich haste in deinem Beispiel ja alles soweit drin :)

Chinasky
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Beitrag von Chinasky » 16. Feb 2013, 04:18

@JanSolo: Interessante Ausführungen, danke dafür, insbesondere auch für die Grafik, die das SSS nochmal verdeutlicht. Warum ausgerechnet zwischen Schatten- und Licht-Partie die Sättigung sich erhöhen sollte, hab ich bisher nie so ganz kapieren können. Deine Erläuterung dazu macht Sinn! :)
Es genügt nicht, keine Meinung zu haben. Man muß auch unfähig sein, sie auszudrücken.

Chinasky
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Beitrag von Chinasky » 3. Mär 2013, 20:52

Bild

Sollte eigentlich nur 'ne kurze Skizze werden, und dan hab ich mich verhaspelt , bzw. das Hörbuch war so spannend und niemand rief mich an und überhaupt... Man macht die gleichen Fehler, immer, immer wieder... ^^
Es genügt nicht, keine Meinung zu haben. Man muß auch unfähig sein, sie auszudrücken.

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Beitrag von aeyol » 3. Mär 2013, 21:14

Wow, Chinasky! :)
Ist das ne komplett freie Arbeit oder Fan-Art zu irgendwas?

Kleine Nörgelei: Den Kerl rechts find ich etwas zu dunkel, beim Magier links würde ich auch etwas Kontrast rausnehmen, mindestens beim Stab, weil es sonst aussieht als sei der Stab am Ritterhelm (Vordergrund) befestigt. =) Vielleicht auch etwas mehr Umgebungslichtfarbe in die Gestalten? :)
Wenn ich kein Frosch wär´, könnten Vögel fliegen.

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