Star Wars ist auf Bluray raus

Thorsten
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Star Wars ist auf Bluray raus

Beitrag von Thorsten » 13. Sep 2011, 21:50

Ich bin heute unverhofft über die StarWars-Filme auf Bluray gestolpert und musste einfach zuschlagen. Ja, ich weiß, die "Story", soweit vorhanden, ist krude, die Drehbücher sind dilletantisch, die Dialoge grenzdebil, stimmt ja alles. Und trotzdem zieh ich mir das Zeug immer wieder rein, ich weiß auch nicht wieso. Die einzige Erklärung, die ich habe, ist, dass ich im zarten Alter, als ich am wehrlosesten war, mit äußerster Brutalität geprägt worden bin. Da ich weiß, dass hier noch die eine oder der andere ähnlich traumatisiert ist wie ich, teile ich Euch hier einfach mal meinen Ersteindruck mit.

Georgieboy Lucas hat nichts von seiner Geschäftstüchtigkeit verloren. Ich hatte also die zweifelhafte Wahl, mir die beiden Trilogien einzeln für je 40 Euro zu holen, also jeweils drei Disks mit den Filmen und dem Audiokommentar, und sonst nichts, oder ich hole mir die Komplettbox für 80 Euro, die zudem drei Extra-Blurays beinhaltet. War ja klar, was ich da holte.

Die Box beherbergt neben den 9 Disks noch ein 20-Seiten-Heftchen, bei dem neben einem kurzen Inhaltsverzeichnis der große Rest zur Einstimmung 2seitige Bilder zur Saga bringt. Ihr erwartet hier die Werke von illustren Gestalten wie Ralph McQuarrie oder Ryan Church? Vergesst es. Die Bildchen erinnern doch mehr an Fanart, für den alten Krieg der Sterne hat man doch gar aus einem Szenenfoto nur mit Hilfe des Photoshop-Wischers ein wertvolles, individuelles Kunstwerk geschaffen. Überhaupt muss der Artdirektor, der für die Gestaltung von Box, Heftchen und Disks verantwortlich war, Lucas hassen. Bestimmt auch traumatisiert.

Bei den Menüs der Blurays brauch man auch gar nicht an die herausragenden Menüs der DVD-Versionen zu denken, von denen es sogar noch per Zufall ausgewählte Variationen gab. Bei den Blurays sind sie generisch, also ein eher langweiliges Computermenü, in dem je nach Disk die Filmschnippselchen ausgetauscht wurden. Das erinnerte mich etwas an die Menüs der Bond-Blurays. Da neben den Filmen auf den Basis-Disks ja sonst nichts zu finden ist, tut sich darüberhinaus dort nichts mehr. Bei den Zusatzdisks gibt es dann wenigstens noch Fahrten in die Untermenüs. Diese Disks könnten das Highlight dieser Edition sein, wenn es neben der Masse auch ein wenig Klasse gibt. Aber das kann ich auf die Schnelle nicht beurteilen.

Natürlich interessierte mich die Bildqualität, und ich habe bisher in drei Filme mal kurz reingeschaut. Zunächst in die Episoden 3 und 4, also den ersten und den letzten Film. Das Bild hat mich wirklich begeistert, insbesondere das Bild des mittlerweile fast 35 Jahre alten Krieg der Sterne. Leider gibt es nur die überarbeitete und an manchen Stellen verschlimmbesserte Fassung, und nicht das Original. Naja, wirklich erwartet hatte ich das bei Lucas auch nicht.

Episode 1 hat mich dagegen wieder auf den Boden geholt. Gerade die Liveaction wirkt wie durch den Filter gejagt und teilweise richtig schmierig. Okay, eine Steigerung zu den DVDs, deren Bild generell zu weich war, ist das allemal, aber begeisternd ist was anderes.
Ansonsten ist Yoda jetzt auch in Episode I digital, in Episode V noch eine Handpuppe von Frank Oz. Aber es werden ja bestimmt noch weitere, ultimative Neuauflagen kommen. Groß der Geschäftstrieb im umtriebigen Lucas ist, mein junger Padavan.

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appomo
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Beitrag von appomo » 13. Sep 2011, 23:26

alleine schon das neue ...nooooo....wird mich davon abhalten mir die box zu kaufen...gut das ich noch die videokasetten habe :D
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Beitrag von Shorty » 14. Sep 2011, 06:55

Es heisst "PadaWan" mein junger PadaWan :D

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Beitrag von jaymo » 14. Sep 2011, 08:59

@appomo: Unfassbar, wie good ole Betonfrisur sein Meisterwerk immer nachhaltiger entwürdigt.

Die einzige Methode, an den Star Wars Verschlimmbesserungen nicht zu verzweifeln, sind die Plinkett-Reviews davon. Dass Darth jetzt "NOOOOOOOOO" schreit ist symptomatisch. Und irgendwo ja auch sehr passend. :bawl:

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Beitrag von Syrus » 14. Sep 2011, 09:37

Jaymo, Ja der Typ ist klasse, verfolge ich jetzt auch schon seit Jahren...sehr geile Reviews! :D

Ich kann auch nicht anders als mir die alten Filme immer und immer wieder reinzuziehen. Bin ja schließlich damit aufgewachsen. Bin auch noch im Besitz der VHS Kassetten. :D Da wo man um die Sternzerstörer noch die Kästchen sieht, durchs reinkopieren.

Die Schlimmste aller Verschlimmbesserungen ist finde ich die Szene in ANH, wo Han auf Jabba/Boba trifft, die ist sowas von unnötig und vollkommen diletantisch umgesetzt. Allein schon wie Han auf seinen Schwanz tritt: plötzlich hängt er in der Luft, man merkt richtig wie sie ihn ausgeschnitten und rumgeschoben haben.

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Beitrag von appomo » 14. Sep 2011, 11:22

jaymo hat geschrieben:@appomo: Unfassbar, wie good ole Betonfrisur sein Meisterwerk immer nachhaltiger entwürdigt.

Die einzige Methode, an den Star Wars Verschlimmbesserungen nicht zu verzweifeln, sind die Plinkett-Reviews davon. Dass Darth jetzt "NOOOOOOOOO" schreit ist symptomatisch. Und irgendwo ja auch sehr passend. :bawl:
und das traurige daran ist das "wir" ihn dafür auch noch bezahlen und dadurch ermutigen weiter zu machen da es ja geld bringt.

also die singscene in jabbas pallast ist meiner meinung nach die schlimmste "verbesserung"....er hat im grunde genommen auch nur star wars ohne die ganzen verbesserungen /neue versionen ect hätte man in den letzten 10 jahren eher weniger von ihm gehört..also bevor die neuen teile rausgekommen sind von denen ich an sich nicht sprechen will :p


@Syrus: es war damals sicherlich nicht perfekt aber es hatte seinen charme...ich persönlich finde es auch realistischer..mir gefallen die puppen mehr als die 3d figuren in den neuen teilen..es wirkt einfach noch natürlicher und echter da es eben echte materialien sind die nicht später erst reineditiert werden.
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JanSOLO
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Beitrag von JanSOLO » 14. Sep 2011, 11:59

jaymo hat geschrieben:Die einzige Methode, an den Star Wars Verschlimmbesserungen nicht zu verzweifeln, sind die Plinkett-Reviews davon. Dass Darth jetzt "NOOOOOOOOO" schreit ist symptomatisch. Und irgendwo ja auch sehr passend. :bawl:
Neeee! ... Die Reviews sind totaler Mist und "Revenge of the shit"!

Das Problem an den Reviews ist, dass mindestens 90% der Kritikpunkte unberechtigt sind, da sie zusammenhangslos dargestellt werden. Da fehlt einfach der Zusammenhang, warum George Lucas das so und so gemacht hatte, warum das in der Story so sein muss und welche Absichten das hat. Klar... die Reviews von dem Typen sollen unterhaltsam sein. Aber das Problem daran ist, dass die Kritikpunkte einfach geglaubt werden, ohne den Zusammenhang zu kennen, weil dieser auch garnicht dargestellt wird.
Die Reviews bedienen sich den gleichen funktionalen Schema wie die ganzen Verschwörungstheorien. Im Grunde ist das nur noch eine Selbstdarstellung. Man guckt die Reviews weil man sie erstmal lustig findet ... aber am Ende des Reviews denkt man sich: "er hat vollkommen recht ... so isses" . Aber er hat eben nicht bei allen Dingen recht!
Das ist auch bei Verschwörungstheorien so. Die funktionieren doch nur, weil sie Beweise liefern, die kein Zuschauer selbst überprüfen kann. Und wenn man dann noch den Zuschauern erzählt, wie scheisse die Welt ist und dass man nur verarscht wird, dann glauben sie einen noch eher als die offizielle Geschichte. Ähnlich ist es auch bei seinen Reviews. Er bombardiert den Zuschauer mit Kritik, die noch nichtmal geprüft wird, ob sie berechtigt ist und nach dem Review hat der Zuschauer vergessen, dass die Filme ja eigentlich gute und erfolgreiche Filme waren. Stattdessen glaubt der Zuschauer danach nur noch, dass ihn George Lucas absolute Scheisse angedreht hat. Das stimmt aber so nicht.
Die neuen Star Wars Filme sind sicherlich nicht so, wie die alten Filme. Ich schaue auch lieber die alten Filme lieber. Aber die waren sogar in der Story noch viel viel schlechter und langweiliger als die neuen Filme. Z.B. Episode 4 ... da ist doch nüscht an Story dran, wenn man ehrlich ist. Trotzdem ist das mein Lieblingsfilm. Die Kids von heute lieben wohl eher die neuen Filme.
Aber wenn ich in die Reviews von dem Typen reingehe mit dem Gedanken "hey der macht lustige Reviews" und am Ende der Reviews habe ich den Gedanken "Alles neue Star Wars ist absoluter Scheiss", dann ist diese Art der Reviews absoluter Scheiss, weil die Manipulativ sind wie die Verschwörungstheorien, denen so massenhaft geglaubt wird, dass ich schon Angst davor habe! Das ist absolute Gehirnwäsche und destruktiv!

schindermichel
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Beitrag von schindermichel » 14. Sep 2011, 13:27

Ui, wo ist der Flamewaaaar Button?

@ JanSolo:
Ich bin der Meinung dass Plinkert in allem und jedem recht hat (und an seinen Reviews nur die Review-Teile wirklich unterhaltsam sind (Den Serial-Killer Subtext finde ich nur sehr mässig lustig)).
Du solltest in Betracht ziehen das einem halbwegs-qualifizierten Star Wars Fan der Zusammenhang eben nicht fehlen kann weil er alle StarWars Filme auswendig mitsprechen kann, die Hintergrundgeschichten gelesen hat und alle am Film-Team-Mitglieder mit Vornamen kennt. Es ist nunmal eine traurige Tatsache dass die "neuen" Starwars Teile so ein irrsinnig großer Haufen Mist sind, dass nicht mal Plinkett /RedSevenMedia) in seiner Kritik dem gerecht wird was eigentlich verdient wäre.

Und hier der Beweis:
Versuche einem 6 Jährigen (Der die Filme noch nicht gucken darf weil seine Eltern meinen er wäre dafür noch zu jung/zartbesaitet) die Geschichte der einzelnen Filme zu erzählen. So das er sie verstehen kann. Und gut findet.
Das funktioniert von Teil 5-6 ganz wunderbar – bei Teil 1bis 3 ist das nahezu unmöglich (Trade-federation? Republik? Senat? Naboo wird angegriffen, warum gleich nochmals?). Wer ist der Böse, wer der Gute?

Während sich die alten Filme darauf reduzieren ein Grimms-Märchen in einen SciFi Kontext zu setzen und eine simple Gut-vs. Böse Geschichte erzählen (mit klitzekleinen Spitzen die ein wenig Tiefe in der Characterzeichnung andeuten) versucht Lucas in den neuen Filmen irgendetwas anders - was das genau hätte werden sollen, hab ich leider bis heute nicht verstanden.

Das einzige was an den neuen Filmen gut ist ist die Arbeit der Designabteilung – ich störe mich keineswegs an dem z.Tl. echt aufdringlichen CGI Look, design-konzeptionell sind die Teile wirklich gut bis sehr gut (Und die zugehörigen "Art-of" Bücher Zeugnisse einer phänomenalen Arbeit!).
Aber auch hier gibt es ein paar Kritikpunkte: Die Welten sind zum Teils derart überzeichnet (Naboo-Kitsch) das das Ganze eher wie eine Karikatur wirkt und ins Lächerliche abdriftet – das mag aber auch Geschmacksache sein, bzw. der Amerikanischen Sicht der Dinge geschuldet sein…


<robotvoice>I am Anakin – ruining Saga with shitty acting</robotvoice>

Teil 1-3 sind Filme unter aller Kanone: die Geschichten sind furchtbar, die Dialoge schlecht geschrieben und dilettantisch in Szene gesetzt, die schauspielerische Leistung mittel bis grottoid (und wer hätte je gedacht das man sich Mark Hamill und Carrie Fischer zurück wünscht?).

Tut mir ja auch leid, aber es ist so…;-)

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lucy
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Beitrag von lucy » 14. Sep 2011, 13:29

ähm, aber anders als bei verschwörungsvideos über 9/11 oder sonstwas, kennt hier jeder die
Filme und kann die Argumente sehr leicht überprüfen. Und wenn man dann einer ausführlichen Kritik zustimmt,
dann liegt es vielleicht einfach daran, dass es nachvollziehbar argumentiert ist?

dass es erfolgreiche filme sind wird jedenfalls nie bestritten und wie gut sie sind in erster linie geschmacksache -
da gibt es kein richtig oder falsch. und nur weil du der meinung des kritikers nicht zustimmt, ist es auch kein mist.

die story von ep4 finde ich jedenfalls weder schlecht noch langweilig, sondern vor allem ein
paradebeispiel der klassischen Heldenreise mit sympathischen Charakteren und interessantem
Setting, das ziemlich gut zeigt, wie gut diese Grundstruktur funktioniert.
florianbiege.blogspot.com

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JanSOLO
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Beitrag von JanSOLO » 14. Sep 2011, 14:55

Und was will uns der Typ aus dem Review sagen?
Die Filme sind total scheisse und trotzdem ein wahnsinniger Erfolg. Wie kann das sein? Liegt das an der mangelnden Intelligenz der Zuschauer, die für so ein "Scheiss" trotzdem viel Geld ausgeben?

Schindermichel... Was du da geschrieben hast, hab ich auch in seinen Review raushören können. Nur ist die Argumentation absolut unlogisch.
Wer behaupteten, dass die Filme eine Story bieten muss, die auch 6 jährige verstehen?
Man könnte ja höchsten Lucas vorwerfen, dass er Merchandising für 6 Jährige betreibt für Filme, die 6 Jährige noch nicht schauen sollten. Und glaub mal nicht, dass 6 Jährige die Story der alten Filme erfassen können. Die erkennen zwar sofort, wer der Gute und wer der Böse ist, aber das war es auch schon. Ich kann mich noch gut daran erinnern als ich noch in dem Alter war. Mein Kumpel hatte die Filme auf VHS und wir hatten sie schon mehrfach gesehen und mit dem Spielzeug gespielt. Auf die Frage, welchen Teil wir gucken wollten, kam nicht ne klare Antwort wie Episode 4 oder 5, sondern eher unspeziefische Antworten wie: "den Teil wie die Raumschiffe durch den Graben fliegen und mit den Asteroiden".
Desweiteren muss dir klar sein, dass Lucas in den Teilen 4 bis 5 einen Charakter drin hat, der in den Episoden 1 bis 3 nur durch eine kompliziertere Story erklärt werden kann. Darth Vader! Warum ist er denn zur bösen Seite gewechselt? Warum steckt noch Gutes im ihn? Wie kam es dazu, dass er Vater von Luke und Leia wurde? Was war mit den Klonkriegen? Warum wurde Obi Wan als Lehrer von Anakin von ihm verraten? Wie kann es sein, dass eine kleine Rebellengruppe in der Pampa des Universums das ganze Universum retten kann? Tatooine, Hoth, Yavin, Daghobah und Endor sind nicht gerade Orte, wo die ganz große Politik im Universum stattfindet! Das Alles verlangt in Episode 1-3 eine viel komplexere Story.
Episode 1 mit den albernen Jar Jar Bings wollte Lucas eine neue Generation von Star Wars Fans heran züchten, was ihn auch gelungen ist. Mit den Ansprüchen der alten Star Wars Fans kann man heut zu Tage ja kein Geld mehr generieren. Die Kids von heute finden die alten Filme langweilig, auch wenn sie die Story leichter kapieren und die alten Fans regen sich eben über die neuen Filme auf. So ist das nunmal.
Schau doch mal die Story von Episode 4 an:
Zwei Roboter retten sich mit Geheimplänen auf einen Wüstenplaneten, werden von der Familie Lars gekauft, was vom Imperium entdeckt wird. Luke folgt dem Rat von Obi Wan, nach dem seine Familie getötet wurde, ihn nach Alderaan zu begleiten. Sie Treffen auf Han, der sie dort mitnimmt. Kommen auf den Totesstern. Entdecken dort Leia und können sie retten. Sie fliehen nach Yavin, wo sich Luke auch sobald in ein X-Wing setzt und den Todesstern hochjagt. Die Story würde von der Zeit in ein Wochenende im Star Wars Universum passen. Und dabei würde der Hyperraumflug noch die meiste Zeit beanspruchen. Das tolle an dem Film kann ja garnicht die Story sein, sondern das Tolle sind die Wunder des Universums von denen dort im Film gesprochen wird. Diese "Wunder" konnte Lucas aber erst in den neuen Filmen zeigen: Couruscant, Klonkriege, Jediritter, Alte Republik usw..
Die Story von Ep 1-3 wäre auch garnicht anderes gegangen... Dort kann man keine klassische Heldenreise einbauen, weil die Story es garnicht zulässt. Dort wurde etwas Böses aufgebaut, was erst durch Helden in Episode 4-6 zerstört werden kann.

Aber wie um alles in der Welt kann man behaupten, dass die neuen Filme sowas von Scheisse sind, wenn sie doch so ein Erfolg waren? Der Typ profiliert sich doch nur. Und wenn man ehrlich ist, ist dieses Review ja nur interessant, weil er es auf eine lustige Art macht.

Schaut doch mal die Story von Das Imperium schlägt zurück an: Rebellen fliehen von Hoth, Luke bekommt neuen Ausbilder, Han gelangt nach Bespin, um eingefrohren zu werden. Was issen daran bitteschön ne Story? Der Film geht 2 Stunden lang und hat die Star Wars Geschichte kaum voran gebracht. Und trotzdem ist es einer meiner Lieblingsteile. Da muss also mehr dahinter stecken.
Ne ne ... so einfach kann man die neuen Filme auch nicht kritisieren!!!
Aber bei den Reviews von dem Typen gehts eh nur um Profilierung.

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appomo
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Beitrag von appomo » 14. Sep 2011, 15:56

an sich kann man jeden film kaputt reden..auch die alten.

die sache ist halt nur das diese eben zuerst da waren und daran orientiert man sich halt.

die neuen teile sind kunterbunt und voll gestopft mit sachen die vielleicht schön aussehen aber nicht unbedingt nötig sind die story voranzutreiben.

episode 1 hätte man sich im grunde genommen sparen können...nur ein beispiel das podracer rennen um zu zeigen wie toll er doch "fliegen " kann und am ende sein glückstreffer um das mutterschiff zu zerstören nur um zu zeigen wie toll er das doch alles kann weil er in episode 4 kurz in einem tie fighter rumgurkte ist einfach nur unnötig..so nach dem motto ich konnte das als ich viel jünger war als luke....gähn...das sind so sachen die kann man in einem der unzähligen bücher erzählen wie die lebensgeschichte des rankor pflegers in jabas palast, nette kleine geschichte aber im grunde genommen unnötiges zeug für die haupthandlung.

es ist halt nicht mehr das star wars das man kennt und lieben gelernt hat und deswegen stößt das bei den meisten auf solch eine abneigung.
bezüglich des erfolges...ich mochte den ersten teil nicht..war aber im kino genauso wie bei den anderen teilen ,einfach der hoffnung wegen das es einem an ende doch gefallen könnte.
sie haben an mir verdient genauso wie bei sehr vielen anderen menschen die es halt schlecht fanden es aber trotzdem geguckt haben eben um sich eine meinung zu bilden.

was mich wundert ist das die menschen die es schlecht fanden am ende auch noch die dvds zuhause rum liegen haben...

ps:dieter bohlen war auch erfolgreich und trotzdem kann er nicht singen..viele einnahmen sind nicht immer ein zeichen dafür gute sachen dafür geliefert zu haben.
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Beitrag von schindermichel » 14. Sep 2011, 16:22

Servus,

ich hoffe wir sind uns einig das kommerzieller Erfolg nicht wirklich ein Gradmesser für die Qualität von Kinofilmen ist? Ja? Gut, dann können wir weitersprechen…

Nicht jede Story muss sich soweit reduzieren lassen dass sie ein 6-Jähriger verstehen kann, da gebe ich dir recht. Wenn wir aber mal Artsy-Fartsy Autorenkino aussen vor lassen dann zeichnet eine funktionierende Geschichte eben aus das sie einer großen Bandbreite von Publikum zugänglich ist, im Falle des Starwars Franchise schließt das Kinder explizit mit ein. Kern der Handlung ist (sollte) die Wandlung von Anakins Charakter, davon findet im ersten Teil gar nichts statt, im zweiten eher wenig und im dritten Teil alles auf einmal, und das mit der Subtilität eines Lichtschalters Anakin gut >klick< Anakin böse…

Ich behaupte mal das allein in Lukes Lichtschwertkampf auf dem Todestern in Teil 6 mehr von dem inneren Zwiespalt zwischen Gut und Böse zu spüren war als in den 600(?) Minuten der ersten drei Teile zusammen – und wir sprechen immer noch von Mark Hamill, nicht gerade DER Schauspieler seines Jahrzehnts. Soviel zur glaubhaften Inszenierung einer Charakterentwicklung.

Das, glaube ich hat Plinkert auch bemerkt: Anakin tut nichts, er erlebt nichts, er ist ständig nur passiver Beobachter. Ich denke die Filme wären um einiges netter geworden wenn wir Anakin bei ein paar schönen Abenteuern hätten beobachten können anstatt dem Gedöns um den Senat und die Tradefederation beiwohnen zu müssen und nur in Dialogen von den Heldentaten eines Anakin zu erfahren.

Das ganze Konstrukt welches Anakins Entwicklung im Großen widerspiegelt, der Niedergang der Republik und dem Aufbau des Imperiums ist sowas von langweilig, verworren und unspannend dass es einfach keinen Spass macht dabei zuzusehen. Dieses Setting, welches den Hintergrund der drei ersten Teile stellt ist eben auch nahezu unmöglich in einfachen Worten zu erklären: Zu viele Parteien die viel zu unlogische, unwichtige und seltsame DInge tun – es ist fürchterlich – und das nicht weil es komplex ist, sondern weil es in seiner Komplexität unlogisch und dümmlich ist.

Selbst wenn man über Filmgeschmäcker streiten kann, grundsätzlich versteh ich nicht was dich an der Profilierung eines Filmkritikers stört? Ich habe mich bei seinen Reviews definitiv besser unterhalten gefühlt als bei den echten Filmen, insofern hätte RedSevenMedia mehr Geld von mir verdient als ich es bisher Lucas bezahlt habe.
Der Typ ist ein Profi und leistet wirklich professionelle Arbeit – eben gute Unterhaltung, aufmerksame Kritik in satirisch überhöhter Form – ich find das super!

schindermichel
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Beitrag von schindermichel » 14. Sep 2011, 16:33

und weil ich grad so schön am schimpfen bin:

Darth Vader! Warum ist er denn zur bösen Seite gewechselt?
Den Teilen 1 bi 3 nach zu urteilen war Anakin schon immer ein ein ziemlicher Arsch, ich frage mich eher wieso soviele der "guten Seite" ihn solange ertragen haben…

Warum steckt noch Gutes im ihn?
Keine Ahnung, in den Teilen 1.3 wird Das nicht deutlich?

Wie kam es dazu, dass er Vater von Luke und Leia wurde?
Dto.. Teil 1-3 erklärt weder warum Jedis nur im Zölibat glücklich werden, noch warum aus den beiden Hauptdarstellern ein Paar wird – Anakin ist furchtbar, Padme hat keine Zeit. Und Poppen sieht man sie auch nicht – die ist einfach plötzlich schwanger (Und stirbt dann einfach? Warum zum Teufel? Hyperraumtransporte aber keine Pränataldiagnostik oder wie?)

Was war mit den Klonkriegen?
Tja jede Menge Stoff für tolle Geschichten um Anakin und ObiWan – übrig bleibt davon eine müde Raumschlacht und gefühlte 400 Minuten Palaver zwischen Jedimeistern und Senats-Politikern…

Warum wurde Obi Wan als Lehrer von Anakin von ihm verraten?
Ja, das weiß wohl nur Old George…ich nicht!

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oger-lord
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Beitrag von oger-lord » 14. Sep 2011, 17:13

Ich glaub bevor ihr hier nur meckert solltet ihr euch die Filme nochmal anschauen
episode 1 hätte man sich im grunde genommen sparen können...nur ein beispiel das podracer rennen um zu zeigen wie toll er doch "fliegen " kann und am ende sein glückstreffer um das mutterschiff zu zerstören nur um zu zeigen wie toll er das doch alles kann weil er in episode 4 kurz in einem tie fighter rumgurkte ist einfach nur unnötig.
"Er war der beste Raumpilot in der ganzen Galaxies...so weit ich weiß ist aus dir auch ein recht guter Pilot geworden."
-Zitat SW 4 Obi-Wan nach etwa 30 Minuten

Wenn man Kritik ausüben möchte muss man auch die Materie kennen. Ich möchte damit nicht Star Wars verteidigen denn es hat auch seine schwächen und ich mag selbst die alten Filme wegen ihrer Atmosphäre lieber aber einige in diesen Thread kann ich nicht wirklich nachvollziehen.

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Duracel
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Beitrag von Duracel » 14. Sep 2011, 17:28

schindermichel hat geschrieben:ich hoffe wir sind uns einig das kommerzieller Erfolg nicht wirklich ein Gradmesser für die Qualität von Kinofilmen ist?

[...] dann zeichnet eine funktionierende Geschichte eben aus das sie einer großen Bandbreite von Publikum zugänglich ist
Was denn nun? Massentauglich oder nicht?

Ich denke im Übrigen, dass kommerzieller Erfolg [abzüglich der Werbemaschinerie] durchaus ein sinnvoller Gradmesser für die Qualität eines Filmes ist.
Allerdings bleibt es schwer genau zu sagen, an welcher Stelle Goerg Lucas eventuell Potential verschenkt hat, und wo die neuen Filme wirklich gut funktionieren.
Ich z.B. hatte trotz der schwer nachzuvollziehenden politischen Situation nie das Gefühl a) es wirklich genau verstehen zu müssen(vergleichbar mit einem McGuffin) b) dass der Film dadurch langweilig würde.

Klar bleiben die Filme (ähnlich wie beim Herr der Ringe) ein Versuch, sehr viel in nur kurzer Zeit zu erzählen. Vielleicht hat der Mut gefehlt trotzdem noch Sachen offen zu lassen.
Beispielhaft dafür ist sicherlich die "Erklärung der Macht" - aber auch ansonsten bleibt das Gefühl, dass Georg Lucas wirklich sein ganzes Universum in den drei neuen Filmen abschließend erklären wollte, als ob er es Leid wäre nach irgendwelchen Zusammenhängen gefragt zu werden.

Im Vergleich zu den Episoden 4-6 sind die Episoden 1-3 aufjedenfall ein ganz anderer Ansatz und deshalb nur schwer zu vergleichen.
Ziel ist, woran kein Weg vorbeiführt.

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Beitrag von JanSOLO » 14. Sep 2011, 17:41

schindermichel hat geschrieben:und weil ich grad so schön am schimpfen bin:

Darth Vader! Warum ist er denn zur bösen Seite gewechselt?
Den Teilen 1 bi 3 nach zu urteilen war Anakin schon immer ein ein ziemlicher Arsch, ich frage mich eher wieso soviele der "guten Seite" ihn solange ertragen haben…

Warum steckt noch Gutes im ihn?
Keine Ahnung, in den Teilen 1.3 wird Das nicht deutlich?

Wie kam es dazu, dass er Vater von Luke und Leia wurde?
Dto.. Teil 1-3 erklärt weder warum Jedis nur im Zölibat glücklich werden, noch warum aus den beiden Hauptdarstellern ein Paar wird – Anakin ist furchtbar, Padme hat keine Zeit. Und Poppen sieht man sie auch nicht – die ist einfach plötzlich schwanger (Und stirbt dann einfach? Warum zum Teufel? Hyperraumtransporte aber keine Pränataldiagnostik oder wie?)

Was war mit den Klonkriegen?
Tja jede Menge Stoff für tolle Geschichten um Anakin und ObiWan – übrig bleibt davon eine müde Raumschlacht und gefühlte 400 Minuten Palaver zwischen Jedimeistern und Senats-Politikern…

Warum wurde Obi Wan als Lehrer von Anakin von ihm verraten?
Ja, das weiß wohl nur Old George…ich nicht!
Sorry... aber das zeigt mir, dass du intollerant dem Inhalt der ersten 3 Filme und den Serien gegenüber bist!
Wenn du Geschichten mit Anakin in den klonkriegen haben willst, dann solltest du dir mal die Trickfilmserien anschauen. Genau wegen diesen Serien brauchte Lucas solche Storys in Rache der Sith nicht!


Du musst dich doch nurmal fragen, warum ich mir die Reviews von diesen Typen anschauen soll!
Erst die Filme im Kino sehen, dann die DVD's und Spielzeug für die Kids kaufen und dann das Review sehen, wo einen gesagt wird, dass Episode 1-3 alles nur der größte Scheiss ist!?
Das soll der Grund sein, warum ich den Mist gucken soll?
Warum soll ich mir ein Review angucken, wo ich angebliche Filmfehler finde, worüber ich nie nachdenken würde?
Gut man kann das Review gucken, weil man sich spaßige Unterhaltung erhofft. Aber wenn man das Review beendet und Star Wars 1-3 nur noch Scheisse findet, dann wurde man manipuliert!
Der Typ im Review sagt nicht einfach, was schlecht am Film ist, sondern gibt den Zuschauer vor, was er scheisse zu finden hat! Beispiel: Die Raumschlacht am Anfang von Ep.3. Die wurde damals als sensationionell empfunden, weil es eine Animation an einen Stück ist. Ich finde sie wie so viele andere auch beeindruckend. Nur der Typ sagt in seinen Review, dass man das Scheisse zu finden hat, weil heutzutage jeder popelige Film mit Computern gemacht wird. Das ist absolut manipulativ und die Reviews stecken voll davon!


Edit: Was der typ macht, kann man im Grunde Film-Mobbing nennen. Er hackt auf dem Film rum wie auf einen Schüler z.B. und die anderen dürfen mitlachen und sich dabei unterhalten fühlen. Dabei muss der Inhalt ja noch nichtmal der Wahrheit entsprechen. Das ist absolut armseelig!

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Beitrag von mathis » 14. Sep 2011, 20:14

Ernsthaft? Satirische Dekonstruktion riesenhafter Mainstreamproduktionen ist Film-Mobbing?

Dein einziger konkreter Kritikpunkt, bis auf die Überschreitung der Unantastbarkeit von StarWars, ist bisher das Beispiel der Raumschlacht. Und er sagt soweit ich mich erinnere (finde die Stelle gerade nicht) nicht, dass das Ding sei per se scheisse sei ("boring" könnte schon sein, aber wenn du dich von sowas so stark beeinflussen lässt..), sondern überbewertet, verglichen mit "richtigen" ungeschnittenen Szenen wie etwa im Battlestar Galactica Piloten. Da das Ding komplett animiert ist. Womit der Film auch kein Vorreiter war, da es, wie er sagt, auch vorher schon komplett animierte Filme gab. Insofern ist die Kritik an seiner Kritik wohl mindestens genauso verklärend.

Ich erachte Interpretationen und kritische Blicke auf Filme wie auf vieles andere als sehr wichtige Sache und kann deine Aufgebrachtheit darüber daher nicht verstehen. Und ich habe ein halbes Jahr lang mit StarWars Fanboys zusammengewohnt die circa jede Figur aus Büchern und Serien bei Namen und Rasse kannten und trotzdem die 'neuen' Filme und George Lucas' heutige Machenschaften als ziemlichen Mist erachteten.

Edit: Ah hab die Stelle gefunden. Die Wortwahl ist doch etwas harscher, aber die Kernkritik bleibt eindeutig nachvollziehbar.
Zuletzt geändert von mathis am 14. Sep 2011, 20:20, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von jaymo » 14. Sep 2011, 20:14

JanSOLO
Ich fürchte, auch der gute Plinkett liebt Star Wars eigentlich innig. Und die Kritik, die er vorbringt, finde ich absolut kompetent und nachvollziehbar. Und leider auch wahr. Aber das ist meine Meinung. Und die hatte ich ehrlich gesagt auch bevor ich die Reviews gesehen hatte. Die haben mir aber teilweise noch ein wenig klarer gemacht, warum ich es einfach nicht geschafft habe, die neuen Teile zu lieben, so sehr ich das auch wollte.

Wenn Dir die neuen Teile dennoch viel Freude bereiten und Du diese Reviews für unzutreffend hältst, ist doch super! Lass Dir den Spaß nicht verderben.

Ach ja, den Flamewar-Button findet ihr in unserer Smilie-Liste. :) Jetzt brauchen wir nur noch einen Chris Crocker Button... :annoy2:

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Beitrag von JanSOLO » 14. Sep 2011, 21:04

jaymo...

Wenn der Typ mit dem gleichen Ehrgeiz ein Review über Episode 4-6 machen würde, dann würden diese Teile noch schlechter ausfallen. Gerade diese Teile strotzen nur von Filmfehler, unlogischen Sachen und die Schauspiele damals waren auch nicht viel besser. Ich erinnere nur an die ObiWan Drehungen beim Kampf mit Vader im Todesstern... die sind so Sinnlos, dass Vader sich hätte totlachen müssen.
Bloß der Typ bashed nur auf den neuen Filmen rum und zieht die voll in den Dreck, nur weil er zur alten Star Wars Generation zählt(wie ich auch). Und das ist absolut nicht fair!
Die Verschwörungstheorieen sind auch absolut nachvollziehbar in der Argumentation ... aber selbst das muss nicht stimmen. Werden aber massenhaft geglaubt und erzeugen nur eine Scharr von depressiven Leuten, die glauben, dass die Welt total scheisse ist, in der man lebt.

Dinin ... Die Reviews stecken leider voll von diesen "auf dem ersten Blick" logischen Kritikpunkten. Nur soll ich die etwa Stück für Stück alle aufzählen und mit euch jeden einzelnen diskutieren?

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mathis
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Beitrag von mathis » 14. Sep 2011, 21:26

nix erster blick: logisch und nachvollziehbar. den verschwörungstheorienvergleich den du uns hier aufdrängen willst halte ich daher für unter aller sau.

die alten filme haben (für mich) die charaktere dargestellt und deren entwicklung in einer strangen welt. das ist mMn das wichtigste und steht an erster kritikstelle vor schlechten schauspielern, actioneffekten oder logikfehlern. die story war eindeutig nachvollziehbar. man könnte einiges bemängeln und ich bin auch nicht übertriebener fan von der doch relativ normalen filmstruktur, an den standbeinen packen und umschmeissen könnte man die alten Filme aber meiner einschätzung nach nicht.

die neuen filme stellen (für mich) eine strange welt dar wo zB charakterentwicklungen zwischen den filmen verloren gehen und in den filmen selber keinen platz finden oder nicht nachvollziehbar sind. die liebesgeschichte ist abstrus. anakin's "gute" seite wird nur von zeit zu zeit punktuell und sehr unglaubwürdig beleuchtet. etc etc.

ich gucke derzeit wieder breaking bad, was ich als sehr empfehlenswert erachte, da dort jede entscheidung des protagonisten irgendwie verständlich ist und auf seinen charakter aufbaut und dieser sich trotzdem immer weiter in die scheisse reitet.

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Beitrag von schindermichel » 14. Sep 2011, 21:46

@Duracell: Ertappt, da hab ihc mich unglücklich ausgedrückt! Was ich mit der "zugänglichen" Geschichte meinte war einerseits eine halbwegs stringente, nachvollziehbare und interessante Handlung die im speziellen StarWars Fall eben bei Jung und Alt funktionieren sollte. Die Geschichte in teil 1-3 funktioniert in meinen AUigen halt überhaupt nicht.
Ich geb dir Recht, beim erstem Mal Gucken war ich zwar nicht begeistert, habe mich aber auch eher wenig an der kruden Hintergrundgeschichte gestört (Ok in Teil 2 dann schon) – je öfter ich aber diese Filme sehe desto schlimmer geht mir das alles auf den Geist.

Wo aber, abseits der völlig geänderten Produktionsmethoden soll aber der "andere" Ansatz der Filme 1-3 und 4-6 sein?: Es geht um die selben Protagonisten (bzw.deren Verwandte), in der selben Welt mit den selben Problemen, zusammen sollte das eine runde Geschichte ergeben. Ich find es halt geradezu verbrecherisch eckig ;.)

schindermichel
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Beitrag von schindermichel » 14. Sep 2011, 22:15

@JanSolo: Keiner verlangt von dir dass du diese Reviews ansiehst! Allerdings wundere ich mich dass du dir, ohne sie gesehen zu haben so eine dezidierte Meinung dazu zugelegt hast.

Ich gebe gerne zu das ich durch Plinketts (schreib ich das richtig?) Review viele Details gesehen habe die mir so gar nicht aufgefallen wären – das kann man aber doch allen Ernstes dem mann nicht anlasten – nur weil ich Film-Laie sowas nicht auf den ersten Blick erkenne ist es eben doch da – und im Rückblick auch ganz "objektiv" zu beurteilen, man kann es sich ja schließlich immer wieder ansehen (Am Ende lernt man noch was dabei).
Sei dir aber bitte gewiss dass ich alle neuen Teile schon lange vor diesen Reviews wirklich und von ganzem Herzen mies fand.

Schade dass du diese reviews nicht kucken willst, wenn man nämlich die Star-trek Reviews mit den StarWars Rev. vergleicht fällt schon sehr auf was, wo und wie kritisiert wird.
Und da hat sich bei den StarWars Filmen eben weitaus mehr "verwertbares" Material in den grundsätzlichen Aspekten des Filmschaffens gefunden als bei einigen der StarTrek-filmen (Deren Reviews ebenfalls zum wegschmeissen lustig sind).

Eine Sache die ich noch als Argument für das wirklich mangelhafte Storytelling in den ersten drei Teilen anführen will: Eine Sache die mich schon beim ersten Mal an den Filme gestört hat ist die Tatsache das mir zuviel "zwischen" und zuwenig in den Filmen geschieht. Im Ersten teil ist Anakin ein nerviges Kind das von A nach B mitgeschleppt wird und auf saublöde Weise herbeifantasiert, in einer Raumschlacht endet. Im zweiten teil ist er plötzlich ein junger Mann – alle Eigenschaften die in dem Teil zeigt, hat er schon, er entwickelt sich nicht zu dem was wir da sehen, er ist schon so und wir dürfen dem pubertären Genöle beiwohnen.
Im Dritten teil ist Anakin wieder ein enormes Stück weiter, jetzt ein "echter" Mann, wieder hatte ich das Gefühl etwas verpasst zu haben (Aber dafür gibts ja Lucas´Dialogschreiber).
Und das letzte bisschen was er da durchmacht ist ebenfalls wieder völlig am Publikum (zumindest an mir) vorbei geschrieben – vom letzten Gewissensbiss bis zum Dahinschlachten von Padawankindern lässt sich der junge Anakin ja nicht wirklich viel Zeit, oder?

Vielleicht liegt es an der Schauspielerei, an der Handlung im Allgemeinen, oder an der grundsätzlichen Schwäche dieses Anakin Characters (Er ist ein Unsympath?) – dieser Typ da auf der Leinwand war niemals, zu keiner Sekunde irgendeiner für den ich mich interessiert hätte, dem ich eine Geschichte geglaubt hätte – da war zu keinem Zeitpunkt irgendeine emotionale Bindung zu spüren. Und dabei lasse ich mich wirklich gerne, und fast auf jeden Unsinn filmischer Natur, emotional ein.
In diesem Sinne, eine emotionales Gute Nacht!

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Beitrag von JanSOLO » 14. Sep 2011, 22:15

Wo aber, abseits der völlig geänderten Produktionsmethoden soll aber der "andere" Ansatz der Filme 1-3 und 4-6 sein?: Es geht um die selben Protagonisten (bzw.deren Verwandte), in der selben Welt mit den selben Problemen, zusammen sollte das eine runde Geschichte ergeben. Ich find es halt geradezu verbrecherisch eckig ;.)
Die Zeit auf dem Planeten Erde ist aber nicht stehen geblieben! :wink: Wir leben in einen Fast-Food-Block-Buster-Zeitalter, wo die neue Generation nicht nach Charakterstory schaut, sondern nach Action und Effekte. Auch danach muss Lucas gehen, wenn er Geld generieren will. Guck doch die Kids heutzutage an... 7 Jahre alt, gehen ans Handy ran, suchen bei Youtube videos und erklären einen JanSOLO, wie man die Computerspiele bedient, als ob ich sowas noch nie gesehen hätte. Die glotzen natürlich SW Clone Wars im TV und denkste denen interessieren eine authentische Liebesgeschichte?

Übrigens finde ich die Story von Episode 1-3 genial. Nur zu Erinnerung: Da ist ein mächtiger Bösewicht (Palpatin), der beide Konfliktparteien befehligt, ohne dass beide Seiten wissen, dass er auch Oberbefehlshaber der anderen Seite ist, nur um die Jedis im ewigen Kampf zu schwächen. Und da ist da noch der Anakin, der eine Prophezeiung erfüllen soll und endlich das Böse "vernichten" soll, aber stattdessen die Loyalität zur Demokratie und zu seiner Frau verliert und völlig orientierungslos ohne es zu wissen auf die dunkle Seite gezogen wird. Das ist doch nicht schlecht?

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Beitrag von jaymo » 14. Sep 2011, 22:21

JanSOLO:
Keine Sorge, Lucas bringt bestimmt noch eine Version raus, wo Alec Guinness in Episode IV blitzeschießend und saltoschlagend seine Jedi-Expertise unter Beweis stellen darf.

Und die alten Teile werden in den Reviews wo angebracht ja ebenfalls kritisiert. Ich weiß nicht, wie detailliert Du Dir das anhören konntest.
Zuletzt geändert von jaymo am 15. Sep 2011, 08:44, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von mathis » 14. Sep 2011, 22:56

puh. das ist ja ganz schön traurig hier mittlerweile. naja, gute nacht.

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