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oger-lord
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Beitrag von oger-lord » 27. Dez 2010, 04:04

Sehr schön!
Das einzige was mit aufgefallen war: Nach Jonas Panikattacke trifft er Wiggins seinem Zimmer, dabei ist die Katze aber selbst nur sehr abstrakt dargestellt obwohl man als Leser sehr neugierig ist wer, Wiggins sein könnte und sie daher direkt anschaut. Vorallem im Vergleich zu den Details im restlichen Zimmer.

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FastArt
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Beitrag von FastArt » 27. Dez 2010, 07:44

wooow daniel.. ich freu mich tierisch dieses comic lesen zu dürfen.. es ist wunderschön
geworden und wie stilsicher du das duchgezogen hast.

Wollen wir doch hoffen, dass du bald 4 chapter im Jahr hinbekommst und damit
reich und berühmt wirst.
Zumindest spricht alles dafür.
Hab auch gleichmal bei Facebook den Link mit allen Homies geteilt :D

Chinasky
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Beitrag von Chinasky » 27. Dez 2010, 17:16

Danke, Daniel!
Wunderwunderschön, mehr bringe ich vor lauter Begeisterung jetzt erstmal nicht über die Lippen (resp. Tasten ;) ).
Es genügt nicht, keine Meinung zu haben. Man muß auch unfähig sein, sie auszudrücken.

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digitaldecoy
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Beitrag von digitaldecoy » 27. Dez 2010, 21:37

Vielen Dank für Euer Feedback!

@ oGerei:

Bei der Gestaltung der Erzählung verlasse ich mich mehr oder weniger auf einen "inneren Film" der vor meinen Augen abläuft, wenn ich am Panel-Layout arbeite. Die Post Its dienen dazu, die wichtigsten Handlungsstationen zu planen, also das Grobgerüst für die Erzählung. Für das erste Kapitel habe ich dann mehr oder weniger intuitiv die einzelnen Panels erzeugt, angeordnet und immer wieder ergänzt bzw. beschnitten. Diese Phase ist für mich die spannendste Phase, weil man da quasi sein eigener Regisseur ist. Die Ausarbeitung ist dann ein gänzlich anderer Schritt, in dem ich mich sehr nah an dem Layout orientiere. Ich habe nur ein oder zwei Panels während der Ausarbeitungsphase hinzugefügt und mich ansonsten an den ursprünglichen Plan gehalten. Ein wichtiger Aspekt ist noch, dass ich das fertige Layout Bekannten zum Probelesen gegeben habe. Dadurch findet man dann diverse Punkte heraus, die für andere unverständlich sind.

Für das zweite Kapitel habe ich den Ansatz etwas angepasst und erst mal ein Drehbuch geschrieben. Ich habe gemerkt, dass ich auf diese Art und Weise meinen "inneren Film" noch wesentlich schneller dokumentieren kann und auch flexibler Änderungen machen kann. Ich bin gespannt, wie sich mein Ansatz mit der Zeit entwickelt.

@ MartinH.:[/b]

Jau, ich werde im Januar voraussichtlich Papa! Das jahr 2011 verspricht also auf jeden Fall, nicht langweilig zu werden. :)

Die iPad-App plane ich im Moment an ein Entwicklungsstudio abzugeben. Ich muss da aber erstmal Angebote einholen und schauen, was das kosten würde. Wenn ich aber im vergangenen Jahr eines gelernt habe, dann ist es, dass man Dinge abgeben können muss. Ich bin z.B. sehr froh, dass ich das Lektorat der englischen Texte an zwei Muttersprachler abgeben konnte. Ebenso war ich froh, die Markenanmeldung an einen Fachanwalt abgegeben zu haben. Man hätte es theoretisch auch selbst machen können aber wie gesagt: man muss lernen, Dinge abzugeben. :)

Die Markenregistrierung war übrigens notwendig, weil ein Lizenzpartner auf eine Absicherung des Namens bestanden hat. Die Anmeldung in der EU und in den USA hat insgesamt 3600€ gekostet. War ein ganz schöner Batzen aber mittlerweile bin ich froh, das geregelt zu haben. Gibt einem irgendwie ein besseres Gefühl für alle weiteren Schritte.

@ Spika:

Es gibt einige Webcomics, von denen die Betreiber leben können. Allerdings sind diese fast ausschließlich auf mehrere Updates pro Woche, manche sogar auf tägliche Updates hin optimiert. Einen großen Teil ihrer Einnahmen machen diese Seiten mit Werbung und daher müssen sie dafür sorgen, dass jeden Tag möglichst viele Leute ihre Seiten besuchen. Aus meiner Sicht sorgt dieser Ansatz dafür, dass hauptsächlich Gag-Strips (wie Penny Arcade, PvP etc,) produziert werden oder dass längere Erzählungen in quälender Tröpchenform dargeboten werden.

Für mein Projekt stand von Anfang an im Vordergrund, dass ich einen Webcomic machen wollte, wie ICH ihn mir wünschen würde. Er sollte visuell ansprechend und atmosphärisch sein und ich wollte über einen längeren Zeitraum "abtauchen" können. Durch das Scrollformat wollte ich verhindern, dass der Leser rausgerissen wird. Die meisten Webcomics setzen immer noch auf ein Buchseitenlayout, weil Teil ihres Business Modelles ist, dass sie den Comic in gedruckter Form verkaufen.

Ich halte es absolut für möglich, irgendwann vollzeit an dem Projekt arbeiten zu können, aber es gibt keinen sicheren Weg dorthin. Es wird darauf ankommen, möglichst viele kleine Einnahmequellen anzuzapfen. Kritisch wird die Frage sein, wie ich eine breitere Masse, jenseits der Nischencommunities, erreichen kann. Die geplante iPad-App wird hier eine wichtige Rolle spielen aber auch eine Verbreitung über Social Networks wird wichtig sein.

Letztendlich glaube ich, dass guter Content im Internet sein Publikum findet. Und ich glaube auch, dass das Internet groß genug ist, um eine einzelne kleine Familie finanziell tragen zu können. Man muss erfinderisch sein und viel ausprobieren und so lange ich nicht alles versucht habe, werde ich auch nicht aufgeben. :)

Ich habe eine grobe Vorstellung über die gesamte Geschichte, die eine Trilogie ist. Den ersten Teil hab ich bereits in Exposé-Form vorliegen und einer groben Schätzung nach, wird die gesamte Trilogie zwischen 35 und 45 Kapitel haben. Und keine Sorge, auf die Geschichte selbst lege ich den allergrößten Wert. Es sind letztendlich auch meine Fortschritte in der Gestaltung der Geschichte gewesen, die mich an den Punkt gebracht haben, dass ich sie jetzt umsetzen will. Ich glaube, die Geschichte ist gut und erzählenswert und es stachelt mich jeden Tag aufs Neue an, dass ich das eben nur beweisen kann, wenn ich die Geschichte auch umsetze. Meine Hauptmotivation kommt tatsächlich aus der Geschichte und meinem Willen, sie vor einem möglichst großen Publikum auszubreiten.

@ oger-lord:

Den richtigen Level an Abstraktion zu finden, ist tatsächlich noch meine größte Schwierigkeit. Mein Stil muss sich da noch sehr einpendeln. Ich hatte gehofft, dass meine bisherigen Erfahrungen im malerischen Bereich es mir ermöglicht hätten, direkt mit einem selbstbewussten und ausgefeilten Stil in das erste Kapitel zu gehen. Das ist aber absolut nicht der Fall. Ich musste mich sehr überwinden, nicht noch unheimlich viel zu überarbeiten bzw. neu zu malen. Ich bin froh, dass ich in diese Falle nicht getappt bin. Es hätte mich ausgelaugt. So werde ich nun einfach jedes weitere Kapitel dazu nutzen, noch viel dazuzulernen und den Stil zu verfeinern.

@ FastArt:

Ein normales Einkommen würde mir schon reichen und ist als Ziel auch schon hoch genug gegriffen. :) Danke für die netten Worte!

@ Chinasky:

Ich danke DIR!
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schlummi
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Beitrag von schlummi » 27. Dez 2010, 22:09

wow... das ist wunderschön! die stimmung ist einfach magisch. danke für schöne bescherung! :)

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ElementZero
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Beitrag von ElementZero » 27. Dez 2010, 22:14

Dem schließ ich mich an. Von der Aufmachung her über den Stil und die Story stimmt alles. Einziger Fitzelkritikpunkt: Die Gesichtsausdrücke des Jungen könnten noch überzeugender kommen.

Und noch eine Sache die du bestimmt eh schon planst: Wenn es mal actionreich wird müssen als Kontrast zu den einladenden Großformaten unbedingt kleine schnelle Panels her!

Ich verbleibe gespannt :D

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Pictor
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Beitrag von Pictor » 27. Dez 2010, 22:40

Gerade gelesen und es ist einfach klasse geworden Daniel! selten sowas schönes gesehen, ich freu mich schon auf die Märchenwelt. :)

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Beitrag von Noren » 28. Dez 2010, 00:12

Hui! :)
Ich glaube ich hebe mir das noch ein paar Tage auf, bis ich wieder an meinem Monitor sitze und mache es mir dann so richtig gemuetlich zum lesen.

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Beitrag von digitaldecoy » 28. Dez 2010, 01:06

@ ElementZero:

Ich freue mich schon darauf, mit dem Layout zu experimentieren. Ich habe schon ein paar Ideen für die Ausnutzung des vertikalen Layouts in Actionszenen. Generell hat dieses Layout großes Potential und ich stehe da persönlich noch am Anfang.

@ Noren:

Mach das unbedingt! Ich bin ein großer Beführworter von Ansätzen, die zum langsamen Geniessen am Stück einladen. Findet man im Bereich der Webcomics leider nicht allzu häufig.
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F3E
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Beitrag von F3E » 28. Dez 2010, 14:33

Erstmal herzlichen Glückwunsch zur kommenden Vaterschaft :)

Von mir gibts kein Lob, das ist einfach grausam einen so hängen zu lassen wenns grad so spannend ist!

Spaß beisete, ich finde den Comic wunderschön, den Wechsel aus großflächigen Panels ohne Begrenzung und den kleineren Begrenzten super, genauso wie den Verzicht aufs 'umblättern' der Seiten. Meinen Nerv trifft die Geschichte voll, aber du hattest mich auch schon mit den esten paar Sätzen, die wohl jedes Tagträumerherz höher schlagen lassen. Einfach ganz und gar Großartig, bis auf, da muss ich Oger-Lord zustimmen, die Tiere, nicht nur die Katze auf dem Bett sondern auch der Schimmel auf der Weide. Da muss ich immer zurück ans Illustrations-Seminar denken, in dem mein Prof mir auch bei abstrahierten Viechern den Kopf wusch, wenn die Tiere allzu 'gummiartig' wurden. Das Einzige, was mir dagegen half, waren anatomie Studien. Aber wie du schon Oger-Lord sagtest, soetwas ist immer so eine Sache mit dem abstrahieren und Gummitiere sind nicht das schlimmste, wenn man dafür so eine wunderschöne Geschichte mit atemberaubenden Bildern erzählt bekommt ^^

Und ich seh schon, irgendwann, in ferner, vermögenderer Zukunft, brauche ich auch ein I-Pad, sonst verpasse ich das Beste.
Seht nur, was krabbelt denn da im Laufstall?! Seht doch mal nach! http://www.digitalartforum.de/forum/viewtopic.php?t=539

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JahGringoo
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Beitrag von JahGringoo » 28. Dez 2010, 23:55

echt ein mighty moment. Ich hab sogar alle Rolläden runtergelassen, die Musik ausgemacht und dann... irgendwie doch noch 20 Minuten gezögert, weil ich das Gefühl hatte, was episches anzuschauen und es maximal würdigen zu müssen.

Du bist schon ein guter Stinker, ich bin mir recht sicher, dass du früher oder später Erfolg mit Wormworld haben wirst. Schon allein deswegen, weil du es mehr als verdient hast und ich glaube, dass das Leben so etwas belohnt.

John McCloud (mystisches Echo) hat mal gesagt, das digitale Zeitalter wäre eine Erlösung fürs Comic, weil es sich endlich von starren Formaten trennen kann. Das stimmt. dieses Scroll format sprengt so einige Ketten, in der der Künstler zuvor gegeiselt war. eine Abfolge von winzigen itzi bitzi pannels, un ddann AKWOOWEOROM!!! Riesenwursti! Da kann man Layout-mäßig richtig ausrasten.

Ich freu mich schon drauf, wenns von der realen in die Wormworld geht und du deine ganzen Weltenbauer-skills einsetzen kannst.

ich habe aber auch einen mittleren und einen recht kleinen Kritikpunkt.

mittel: Das mit den Gesichtsausdrücken stimmt. Die wirken oft statisch und steif. Da musst du mal forschen, wie du da mehr Horton-hört-ein-Hu-Haftigkeit reinbringst ohne die Natürlichkeit zu verlieren oder zu cartoonig zu werden.

recht klein: Die zwei Panels, nachdem Jonas an der Oma vorbei in die Scheune rennt. Jonas rennt an ihr vorbei, müsste sich also bildtechnisch rechts von ihr befinden, kommt zurück und umarmt sie aber von links. Klar gibts da genug inhaltlich "logische" Erklärungen für, aber rein Formal hats bei mir schon gereicht um kurz irritiert zu sein und im Lesefluss zu stocken.

Aber auf jeden Fall wünsch ich dir viel Glück gut weiterzuwursten!

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Bas.T
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Beitrag von Bas.T » 29. Dez 2010, 00:07

Spreche meinen Respekt aus für solch eine Heldentat ;-) Wahnsinn was du uns da präsentierst...einfach klasse.

Besonders hat mir dieser filmische Einstieg durch die Wolken in die Stadt gefallen. Und die Lösung durch das vertikale Panel ist ne richtig gute Lösung, da auch Leute mit nem Mininetbook auf ihre Kosten kommen können.

Freue mich auf die Fortsetzung...mehr kann ich erst mal nicht sagen!

BasT :)

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digitaldecoy
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Beitrag von digitaldecoy » 29. Dez 2010, 00:56

@ Phoenix:

Vielen Dank für Dein ausführliches Feedback! Es freut mich auch, dass Dir meine Webseite gut gefallen hat und sie offenbar genau so rüberkommt, wie es es mir gewünscht habe.

@ F3E:

Vielen lieben Dank! Du hast völlig Recht mit den Tieren. Die gehören auf jeden Fall zu den Schwachstellen in der visuellen Gestaltung. Im zweiten Kapitel werden Wiggins und Lotti noch eine größere Rolle spielen und da muss das besser klappen. Ich habe die Tierfiguren ganz einfach unterschätzt und mir nicht genug Zeit zugestanden, sie ordentlich zu gestalten. Für das zweite Kapitel bin ich darauf nun vorbereitet und werde versuchen, das besser hinzubekommen.

@ JahGringoo:

Danke vielmals, dass Du der Lektüre die Ehre eines angemessenen Rahmens hast zuteil werden lassen! Ich münsche mir echt, dass möglichst viele Leute sich richtig vor den Screen mümmeln und sich in die Welt reinziehen lassen. Das Scrollformat hilft auch dabei und ich bin geradezu traurig, dass es so selten eingesetzt wird. Die Leute sind oft noch so auf das Printformat fixiert, selbst wenn sie Webcomics machen. Ich würde mir wirklich wünschen, dass viele Leute die Wormworld Saga lesen und erkennen, welches Potential in einem rein digitalen Format steckt. Ich selbst kratze da im Moment ja nur an der Oberfläche.

Du hast auf jeden Fall Recht mit den Gesichtern. Da muss ich viel souveräner werden. Ich will mich hier auch gar nicht mit Zeitnot rausreden. Einige Closeups habe ich sogar mehrmals gemalt und dennoch bin ich in vielen Fällen nicht mit dem Ergebnis zufrieden. Ich muss mir zugestehen, dass ich es im Moment einfach nicht besser hinbekommen habe. Aber ich werde viel Mühe in diesen Punkt investieren und da meine Defizite bekämpfen. Im nächsten Kapitel will ich da keine großen Kompromisse mehr eingehen.

@ JBas.T:

Das Intro gehört auch mit zu meinen Lieblingsstellen. Ich wollte die Geschichte direkt mit einem starken Argument für das Scrollformat eröffnen. Ich sehe großes Potenzial in diesen virtuellen Kamerafahrten und habe für die nächsten Kapitel schon einige Szenen im Kopf, wo sie sich wunderbar einsetzen lassen werden.

- - -

Ja, und ich muss einfach mal in die Runde sagen, dass ich im Moment ziemlich elektrisiert bin. Google Analytics sagt, dass das Comic bereits gestern über 2000 Mal gelesen wurde und die Social Networks ziehen jetzt gerade erst richtig an. Ich bin gespannt, wie viele Leser ich bis zum Ende des Jahres anlocken kann und wie es sich entwickelt, wenn der erste Hype erstmal abgekühlt ist. Ich werde von dem positiven Feedback im Moment ziemlich überwältigt und es fühlt sich an wie eine warme Dusche nach stundenlangem Schneeschüppen in der Kälte (ein Bild, zu dem ich gerade einen ziemlich direkten Bezug habe...). Ich bin so glücklich, dass die Geschichte funktioniert und dass so viele sie schön und empfehlenswert finden. Gleichzeitig habe ich den dringenden Wunsch, endlich weiterzuerzählen. Ich könnte stundenlang erzählen, über die unglaublichsten Dinge und die dramatischsten Wendungen. Und doch muss ich mich gedulden, wie alle anderen auch. Das ist wirklich ein Wechselbad der Gefühle. Mitte Januar ist es dann so weit, dass unser Sohn geboren wird. Danach wird die Welt eine völlig andere sein. Ob ich das alles am Kopp aushalten werde? Wir werden es sehen. :)

Ich muss im Moment überall im Netz rumrennen und die vielen neuen Leute willkommen heißen, die in mein Schaufenster gucken wollen. Aber hier ist es immer noch am schönsten. :)
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JahGringoo
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Beitrag von JahGringoo » 29. Dez 2010, 03:09

sag, wirst du dein Kind Wubbo nennen?

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Spikespine
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Beitrag von Spikespine » 29. Dez 2010, 03:53

Da schließ ich mich doch glatt an. Das Kapitel hat meine Erwartungen absolut erfüllt, und hat auch mich wirklich neugierig gemacht auf den Rest der Story. Gratulation! Es macht wirklich Spaß, einen Comic in diesem Scrollformat zu lesen und ich kann den subjektiven Eindruck bestätigen, dass man so noch deutlich stärker in die Welt "hineingezogen" wird. Allein die Startsequenz ist grandios: erst die Wolken und das Flugzeug am Himmel, die Stadt, die sich dann passend zum Text in schwarze Leere auflöst - und dann plötzlich diese lichtdurchfluteten Baumkronen! Wahnsinn!
Nach den dreihundert Stunden Arbeit muss es sich richtig gut anfühlen, sich zurückzulehnen und das viele (verdientermaßen positive!) Feedback abzuholen.
Konkrete hilfreiche Hinweise habe ich eigentlich keine - ich hab wirklich das Gefühl, dass das ne runde Sache ist.

Hoffentlich dauert es wirklich nicht wieder so lange, bis das nächste Kapitel kommt. Aber mir ist natürlich klar, dass du das nur in deiner Freizeit machst.


Jah: ich tippe eher auf Jonas. :)

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Beitrag von rockforce » 29. Dez 2010, 05:28

Das ist Wahnsinn. Echt. Eigentlich wollte ich nur schnell den Wichtel Threat angucken und bin dann über 3 Ecken in deinen Showroom gelandet und zu dem Comic gekommen. Das ist ja so gut gemacht, man taucht direkt ab.
Vielleicht liegt es daran dass ich selbst wenig Routine habe und relativ langsam arbeite, aber dreihundert Stunden scheinen mir nicht so übermäßig viel Zeit für ein Projekt von solchem Ausmaß zu sein. Beeindruckend!

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Beitrag von Seyreene » 29. Dez 2010, 18:08

Daniel, das ist ein wirklich schöner Comic geworden! Großes, dickes fettes Lob über dich! Ich liebe besonders die ganzen feinen Details und Strukturen in den Hintergründen, z.B. bei den Büschen und Bäumen. Und auch die Art und Weise, wie du mit den unterschiedlichen Beleuchtungen und Lichtverhältnissen umgehst! Es hat in der Tat etwas sehr filmisches. Das wird ja auch durch das flüssige Weiterlesen (dank des Herunterscrollens) nur umso mehr bestärkt. Es ist wirklich angenehm, so zu lesen! Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.

Ich hoffe, dass das neue Jahr für dich ein Highlight wird - aber dank der Geburt deines Kindes wird es das sicherlich sowieso. ;)

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ElementZero
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Beitrag von ElementZero » 31. Dez 2010, 21:26

Ich will ja nix an Euphorie schmälern, aber wie hochfrequentiert wirst du neue Kapitel veröffentlichen? Im Gegensatz zu unserer kleinen Runde hier sind die meisten Menschen des Internets doch eher Konsumenten, die möglichst schnell möglichst viel haben wollen und das Interesse verlieren, sobald sie auf irgendwas warten müssen. Mich interessiert wirklich nur wie du das handhabst, denn ich hatte mal geplant ein 2D Jump'N'Run in kleineren Episoden zu veröffentlichen, bin da aber nachher von abgesprungen gerade wegen der großen Konkurrenz im Internet, die sofort verfügbar ist.

PS: Dieses Spiel namens Odem Forest wird übrigens immer noch entwickelt und spielt in einer Fantasywelt mit Goblins und Feen und blablub und (achtung trommelwirbel) der Held ist ein kleiner Junge mit Holzschwert namens Jonas. Ist kein Scherz. Und wenn das Spiel bald rauskommt sag ich jetzt schonmal, dass das nicht nachgemacht ist, sondern von Anfang an so geplant war :P Der Beweis dazu steckt irgendwo im Pixelthread von vor 2 Jahren.

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Beitrag von Noren » 31. Dez 2010, 21:33

Das ist wirklich sehr, sehr schoen geworden und mit das groesste Kompliment ist wohl das enttaeuschte Gesicht, das man macht, wenn man realisiert, dass man schon am viel zu fruehen Ende angelangt ist und nun wieder ein ganzes Weilchen warten muss.
Was das Visuelle angeht, so stechen Licht und Farben fuer mich nochmal extra positiv heraus und Deine bisherigen Bilder aus der Wurmwelt lassen schon erahnen, was in dieser Hinsicht noch auf uns wartet. :)

Einen eher schwammigen und subjektiven Kritikpunkt, der bisher soweit ich das mitgekriegt habe noch nicht aufgekommen ist, will ich aber auch noch anbringen.
Vielleicht beguenstigt dadurch, dass Du einige der Bilder schon ohne Text praesentiert hast, empfinde ich diesen jetzt teilweise als Stoerfaktor, z.B. bei der abendlichen Fahrt uebers Land. Das ist vielleich sowohl optisch als auch inhaltlich bedingt. (Wobei Du die glaube ich sogar schon mit leeren Sprechblasen gezeigt hattest. )
Ein weniger an Text haette hier fuer mich eine ruhigere und natuerlichere Stimmung bedeutet. So wirkt es jetzt ein bisschen so, als waeren die schweigsamen Phasen der Fahrt herausgeschnitten worden und nur die Stellen mit Dialog scheinen berichtenswert und rechtfertigten ein eigenes Panel. Oder umgekehrt: Jedes Panel sollte Text haben. (Interessant auch, wie Du Wiggins spaeter als Gespraechspartner nutzt um eine ansich schweigsame Passage mit Dialog zu fuellen, was mir an dieser Stelle auch gut gefaellt. Nicht zuletzt weil der Kater dadurch weiter charakterisiert wird. )
Das einleitende Bild der abendlichen Autofahrt, in dem wir mit Jonas aus dem Autofenster schauen, ist voellig zu recht schon sehr gelobt worden fuer diese gewisse Stimmung, die es so gekonnt portraitiert und durch den Tageszeitenwechsel und Erfahrung wissen wir, dass es ein laenger andauernder Zustand ist. Auf der anderen Seite wird es optisch eher klein gehalten und wirkt etwas eingeschoben und danach geht es direkt wieder mit Dialogen weiter. Nicht dass es da jetzt eine definitive Herangehensweise gibt und so wie ist, kann man es ohne Zweifel auch machen. Das ist jetzt eher so ein ganz persoenliches, eher vages Gefuehl, das ich beim Lesen teilweise hatte und das ich versucht habe in Worte zu kleiden. Vielleicht steht mir da auch die Tatsache im Weg, dass ich (zu ?) viele Bilder schon gekannt habe. (Noch dazu mit die staerksten. )
Ich meine Du hattest schon aehnliches geschrieben und fuer das erste Kapitel war das Trommeln im Vorfeld auch sicher nuetzlich. Aber die Gefahr, dass das Leserlebnis etwas auffasert und man schon bekannte Bilder etwas schneller abhakt, bzw. diese an Impact verlieren, waehrend jeder fleissig an seinem persoenlichen Erwartungspaket bastelt, ist denke ich auch gegeben.

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digitaldecoy
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Beitrag von digitaldecoy » 2. Jan 2011, 00:25

@ Jah Gringoo:

Pst! Verrat doch nicht alles! :)

@ Spikespine:

Freut mich, dass Dir das Intro so gut gefallen hat. Ich finde auch, dass es ein guter Aufhänger geworden ist.

@ rockforce:

Ich gebe Dir Recht, dass 300 Stunden sich zwar erstmal nach viel anhört aber dann gemessen am Ergebnis auch überschaubar ist. Viel wird es eigentlich erst, wenn man in Kleckerzeiträumen von 2 Stunden an sowas arbeitet. Ich wünsche mir wirklich, irgendwann mal Vollzeit an dem Projekt arbeiten zu können. Dann würde ich richtig was schaffen. :)

@ Seyreene:

Das mit der Geburt wird, glaube ich, krass. Da wird das Leben erstmal in eine ganz andere Richtung rumgerissen.

@ ElementZero:

Es wird in Webcomic-Kreisen immer wieder heruntergebetet, dass man möglichst häufig updaten muss, weil die Leute sonst das Interesse verlieren würden. Ich muss sagen, ich selbst verfolge ein paar Blogs und Projekte, die alle paar Monate mal updaten und ich freue mich jedes Mal wie blöd, wenn es was Neues gibt. Aus den Reaktionen, die ich über meinen Blog, Facebook, Twitter und per Mail erhalte, kann ich ziemlich deutlich ablesen, dass sich zwar niemand über die Wartezeit freut, aber dass sie alle wieder da sein werden, wenn es Nachschub gibt.

Ich denke, für viele Konzepte macht häufiges Updaten absolut Sinn. Aber dies zum Dogma zu erheben (und das werfe ich jetzt nicht Dir vor, sondern das tun tatsächlich die meisten) und darum ums Biegen und Brechen jeden Content bis zur Unkenntlichkeit zu zerstückeln und scheibchenweise zu veröffentlichen, halte ich nicht für den einzigen Weg. Der "Big Chunk" hat auf jeden Fall den Vorteil, dass er eher einen Eventcharakter annimmt und größere Chancen hat, ein Lauffeuer im Internet zu provozieren. Natürlich darf man sein Businessmodell dabei nicht auf langfristig hohen Traffic ausrichten, aber das tue ich auch nicht.

Aber besser ist es, ich verkneife mir meine Ansichten zu dem Thema noch bis zum Ende des Jahres, wenn ich eine erste Bilanz ziehen kann. Im Moment freue ich mich über 12.000 Leser in einer Woche und das Wissen darum, dass jeder einzelne davon für 10 Minuten in meine Welt abgetaucht ist.

@ Noren:

Wow, danke für Deine sehr feine Auseinandersetzung mit dem Material! Ich denke, ich verstehe, was Du sagen willst. Ich glaube tatsächlich, dass durch meinen stilistischen Ansatz die Integration von Text auch schwieriger ist, als in anderen Formaten (in denen der visuelle Part auch eher symbohaft ist), also generell. Davon ab könnte man sicher argumentieren, dass man bestimmte Abschnitte auch komplett ohne Text hätte stehen lassen können. Eines der Features, die ich mir für eine zukünftige iPad-Version des Graphic Novels vorstellen würde, ist tatsächlich das Ausblenden der Sprechblasen. Ich glaube, mein visueller Ansatz würde an vielen Stellen dazu einladen, den Text einfach mal auszublenden, und die Geschichte rein visuell aufzunehmen.

Von dem Panel, wo Jonas aus dem Auto schaut, wünsche ich mir mittlerweile übrigens auch, dass ich es etwas freier gestellt hätte (z.B. so, wie das erste Panel nach der Feuer-Vision). Aber irgendwann muss man wohl damit aufhören, noch mehr rausholen zu wollen, sonst tritt man auf der Stelle. :)
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BurningPeanut
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Beitrag von BurningPeanut » 2. Jan 2011, 00:39

Grad gesehen

http://www.nerdcore.de/wp/2011/01/01/on ... orld-saga/

Nerdcore hat dich jetzt auch aufm Schirm :D

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Carlos
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Beitrag von Carlos » 3. Jan 2011, 17:24

Super!

Auch mir ist es so ergangen, dass ich mir bewusst Zeit für die Lektüre genommen habe, was wirklich noch nicht oft passiert ist.
Und jetzt hab ich auch endlich den Sinn eines iPads erkannt. Beim Morgenkaffee dein Comic zu geniessen war wirklich pures Gold!
Und an deinen Erfolg glaube ich tatsächlich, dein Artwork ist qualitativ einfach ein Quantensprung im Bereich Webcomic!

Aber mal ehrlich, das erste Kapitel mit der Einleitung usw. Und ohne viel Action
Muss sich doch gezogen haben mit der Umsetzung?
Ich wäre auf jeden Fall froh jetzt mit dem eigentlichem Abenteuer beginnen zu können. :)

Carlos

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Beitrag von digitaldecoy » 3. Jan 2011, 19:57

@ BurningPeanut:

Dafür, dass ich von der Seite noch nie was gehört habe, sorgt die ganz schön für Traffic! O_o

@ Carlos:

Ich liebe ruhige Einstimmungen am Anfang und habe mich daher tatsächlich nicht gelangeweilt beim Malen. Ich musste mich sogar zurückhalten, nicht noch mehr Ansichten von Landschaften einzubauen. :) Aber ich freue mich auch schon auf das zweite Kapitel, in dem es deutlich turbulenter zugehen und in dem das Abenteuer dann auch endlich beginnen wird.
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Shorty
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Beitrag von Shorty » 3. Jan 2011, 21:33

Ein Wort: GEIL!

P.S: Dirk Metzmacher hat dein Comic auf seinen Blog gepackt ;)
http://www.photoshop-weblog.de

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