Daily Illustration

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Ässn
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Beitrag von Ässn » 14. Aug 2009, 11:52

Ich hab heute mal ganz spontan einen Entschluß gefaßt:

Ich werde ab heute versuchen jeden Tag eine Illustration zu machen. So weit so uninteresant.
Der Clou bei der ganzen Sache ist der, dass ich (oder vielleicht auch ihr), mir eine konkrete „Aufgabe“ stelle, die es zu lösen gilt. Das muss jetzt nichtmal besonders komplex sein, es geht vorallem darum zu schauen wie ich ein gegebenes Problem lösen kann und gleichzeitig einen Maßstab zu haben, an dem ich das fertige Bild messen kann.

Die Aufgabenstellung kann dann zwar auch mal etwas unständlich klingen, aber es geht mir vorallem darum vorher festzulegen, was mir später im Bild wichtig ist.

Also, ab heute gehts los:




Tag 1 — Einen Kontrapost stilisiert darstellen und dabei die Formen und die Haltung übertreiben und somit das markante des Kontraposts herauszuarbeiten
(Wer Freitagabend auf der Con rumgelaufen ist weiß vielleicht wo das her kommt :D )

Bild

Für den ersten Tag erstmal nicht besonders spektakulär. Aber soll ja auch eher darum gehen, dass was ich mache gut zu machen, als sich völlig zu übernehmen.

Auch wenn die Zeichnung vielleicht ganz flott aussieht, hab ich doch 2 — 3 h daran gesessen, vorallem, weil die Strichstärken so zu verwenden, dass sie Form und Bewegung unterstützten garnicht mal so einfach ist. Bin immer noch nicht zu 100% zufrieden, würd es in dem Zustand aber zumindest herzeigen. Je präziser man die Linien anlegt desto leichter fallen dummerweise Stellen auf die etwas zu dick oder zu dünn sind. Der Fluch des konkreten.

Farbe gibt es aus zwei Gründen nicht:
  1. erfordert es die Aufgabenstellung nicht, und ich hätte damit nur die Chance eine schlechte Zeichnung nochmal rauszureißen. Mir ist aber die Ehrlichkeit mir selbst gegenüber wichtig und ich möchte, dass die Zeichnung auch für sich funktioniert.
  2. Bezieht diese Zeichnung viel Spannung aus stellen wo man die Form selbst weiter denken muss. Diese Induktion würde durch Farbe flöten gehen und damit die Zeichnung an Kraft und Spannung verlieren.



Ich hoffe mal, das dieser Thread mir genug Arschtritt bietet um das auch wirklich durchzuziehen. Im Zweifelsfall schreibt mir bitte böse Mails oder ruft mich an, falls ich versuche mich zu drücken. :D

Coming up next: Einsamer Turm in weiter, verlassener Felsenwüste
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Beitrag von antiFog » 14. Aug 2009, 12:42

interessante idee!! bei dem bild musste ich auch gleich an die con und deine "diskussion" mit starscream denken :P
sieht schon echt schick aus. falls du gemecker haben willst: ich weiß nicht, ob die beine korrekt sind - allerdings sind etwaige fehler so minimal, dass ich sie leider auch irgendwie nicht benennen kann .. ;P
egal, ist schon schick so. ich bin mal gespannt auf den turm (moment mal: fehlt da nicht der böse zauberer ... :D)
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Beitrag von TituS » 14. Aug 2009, 17:27

hey, interessantes thema.
beim kontrapost fällt mir auf, dass du lediglich ihren unterkörper (hüfte samt beine) geneigt hast und der oberkörper sehr steif wirkt. normalerweise müsste sich bei so einer haltung die wirbelsäule stark krümmen und der brustkorb in die andere richtung lehnen, um es auszugleichen. das wirkt noch nicht stimmig. brustkorb sieht relativ gerade aus, wenn man nach den brüsten geht, schultergürtel ist aber sehr schräg, zudem fehlt die neigung. außerdem wirkt ihre linke schulter künstlich hochgezogen - dabei hängt doch der am schlaff runter.
sonst aber schöner stil, gerade ihren kopf find ich besonders gelungen.

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Beitrag von Ässn » 14. Aug 2009, 19:04

Verdammt. Hab echt die Neigung vom Brustkorb vergessen D: doh!
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Beitrag von Ässn » 15. Aug 2009, 15:00

Tag 2 — Einsamer Turm in weiter, verlassener Felsenwüste

Bild

Bin heute eher unzufrieden. Vorallem, da ich mittendrin irgendwo das Thema verfehlt (das ist nicht grad ne typische Wüste und das mit dem Einsam scheint in dem Bild auch nicht wirklich grad ne Rolle zu spielen) habe um das Bild nicht komplett langweilig wirken zu lassen. Wirkt mir dadurch alles viel zu beliebig. Außerdem hat es mit 4h wieder viel länger gedauert als ich gedacht hätte.

Werd wohl die nächsten Tage erstmal wieder „einfachere“ Themen nehmen.

Coming up next: hochnäsiger Löwe
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Beitrag von Tumba » 15. Aug 2009, 18:23

Die Farben des Himmels gefallen mir gut, aber nehmen der Wüste die Einsamkeit glaube ich.

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Beitrag von patrickdeza » 15. Aug 2009, 18:45

wieso sind die wolken so gesättigt, man achtet sofort auf die satten farben linksoben, rechtsoben und linksunten.
Aber den Kontrapost find ich super :D

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Beitrag von AliceD » 15. Aug 2009, 18:49

Ist der Kontrapost eigentlich PS, oder gar Illustrator?

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Beitrag von Ässn » 16. Aug 2009, 11:11

@Tumba: Ja glaube auch, dass der Himmel für die Einsamkeit etwas kontraproduktiv ist. Hatte das im Endeffekt nur gemacht, damit das Bild nicht langweilig wirkt. Aber so geht das natürlich nicht …

@patrickdeza: Das kommt dann noch erschwerend hinzu :D

@AliceD: Der Kontrapost ist komplett in PS gemalt.


Tag 3 — hochnäsiger Löwe

Bild

Heute mal etwas schnelleres.


Coming up next: Ein unglaublich hässlicher Ork
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Beitrag von repap » 16. Aug 2009, 12:51

Der ist doch sehr nice! :)
Ässn hat geschrieben:Coming up next: Ein unglaublich hässlicher Ork
Da bin ich mal gespannt! :D

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Beitrag von The-Student » 16. Aug 2009, 13:05

Der ist echt super geworden! Du hättest ihm auch noch einen Boden geben können, wobei er den natürlich nicht braucht, hätte das Bild dennoch etwas aufgewertet denke ich.

Freu mich ebenfalls sehr auf den Ork :)
If today was perfect there would be no need for tomorrow!

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Beitrag von digitaldecoy » 16. Aug 2009, 16:36

Ich glaube auch, dass der einsame Turm an dem deutlich zu aufgewühltem Himmel scheitert. Es liegt dort einfach etwas in der Luft, irgendein Unheil. Und dadurch wird der Turm zu einem "unheilvollen Ort inmitten einer kargen Gegend".

Der Löwe ist wunderbar!

Deine aktuelle Aufgabe mit dem hässlichen Ork finde ich spannend. Welche Elemente eines Orks kann man entsprechend so gestalten, dass rüberkommt, dass es sich um einen besonders hässlichen Ork handelt? Brauchst Du eventuell sogar weitere Orks, die auf den hässlichen Ork reagieren?

Ich finde die ganze Idee zu dem Thread spannend, besonders vor dem Hintergrund Deines Vortrages auf der Convention. Ich drücke Dir die Daumen, dass Du das enorme Pensum von einer Aufgabe pro Tag durchhälst. Eine Illu pro Woche wäre ja schon eine Herausforderung.
Besuch mich doch Mal in meinem Personal Showroom! - http://www.digitalartforum.de/forum/vie ... php?t=1604

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Beitrag von Andrej » 16. Aug 2009, 19:20

Finde die Idee des Threads ziemlich gut. Bringt man sich zwar selbst unter Druck mit. Aber gerade das finde ich irgenwie sehr vernünftig.

Cooler Löwe, find ihn und die Pfoten etwas zu hell. Und beim Contrapost, aber auch beim Löwen hätte ich mir vielleicht eine leichte Untersicht gewünscht. Vielleicht in den kommenden Illus mehr auf spannendere Perspectiven achten.

Schöne Aufgabenstellungen bisher.
Weiter so.

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Beitrag von Christian » 16. Aug 2009, 22:03

auf den Ork bin ich ja mal sowas von gespannt. Gute Idee mit der Aufgabenstellung, passt auch gut zu deinem Vortrag
"Des Schweines Ende ist der Wurst Beginn." - Wilhelm Busch

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Beitrag von Shorty » 17. Aug 2009, 07:06

Ein besonders hässlicher Ork - Oha...

Eigentlich ein Cooler Fred um zwischendurch mal mitzumachen (da man ja weiss was kommt und um zu vergleichen)

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Beitrag von Ässn » 17. Aug 2009, 13:43

@student: Denkst du der Boden hätte dem Bild mehr gegeben? Ich würde sagen, dass er die Aussage des Bildes nicht wirklich verdeutlicht hätte und eher störrend wirken würde.

@starscream: Gerade weil ein Ork von sich aus eigentlich nicht besonders schön ist, ist es denke ich mal schwierig darzustellen, des es sich hierbei um einen ganz besonders hässlichen Ork handelt. Aber dazu gleich mehr …

@digitaldecoy: Jo das Turmbild ist einfach nicht gelungen. Werd es vielleicht in einiger Zeit nochmal neu angehen.

Das mit den weiteren Orks ist ein interesanter Ansatz, würde aber glaube ich die aufmerksamkeit mehr auf das zwischenorkische lenken, also die ausgrenzung des hässlichen oder so. Ich glaube, dass hässlichkeit durchaus etwas ist, was wir auch ohne vergleichsobjekt erkennen können. Wichtiger ist viel mehr, das klar wird, dass der Ork wirklich hässlich ist und nicht einfach nur das Bild misslungen.

@Andrej: Ich bin mir nicht ganz sicher ob eine extreme Perspektive gut ist, wenn man keinen Raum als Bezug hat. Könnte auch leicht missverstanden werden (große Füße, kleiner Kopf). Ich werd das bei Gelegenheit nochmal ausprobieren.

@Shorty: Sollte gehäuftes interesse bestehen, kann man daraus sicher auch eine Gruppenaktivität machen. Wobei sich vielleicht auch jeder einfach die Aufgabenstellunge schnappen kann und mitmachen kann. Ich will das ganze nicht durch eine unnötig komplizierte Organisation schwieriger machen als es ist. Eine Illu am Tag ist schon nicht leicht, wenn man sich dann noch terminlich mit mehreren Leuten organisieren muss, wird es nicht leichter. Aber wie gesagt: Bedient euch gerne an den „Aufgaben“ oder stellt euch selbst welche. Ich würde dann auch versuchen immer zu kommentieren.


Tag 4 — Ein unglaublich hässlicher Ork

Bild

Tja das mit der Hässlichkeit ist glaube so eine Lebensaufgabe. Problematisch ist hier wohl vorallem die Eindeutigkeit. Was ist wirklich Hässlichkeit?

Zeigt dieses Bild nicht eher etwas ekelhaftes? Wahrscheinlich ja, aber meiner Meinung nach ist etwas eckelhaftes auch durchaus mit etwas hässlichem gleichzusetzen. Wahrscheinlich könnte man eine ganze Serie daraus machen, in der man die verschiedenen Aspekte der Hässlichkeit beleuchtet.

Nun hatte ich das Gefühl, das um ein gewisses Maß an Anwiderung beim Betrachter zu erzielen, ich zuerst einmal ein gewisses Maß an Glaubhaftigkeit erzeugen müsste. Ein völlig deformiertes Gesicht funktioniert wohl nur dann, wenn ich nicht das Gefühl habe, dass es einfach nur schief gezeichnet ist. Und auch haptische Erlebnisse wie Schleim oder Haare funktionieren wohl nur dann, wenn man sie für echt hält. Zwar würden „einfachere Symbole“ hier inhaltlich genauso funktionieren, aber man hätte halt nicht das Gefühl, sie anfassen zu können.

Zugunsten der Glaubhaftigkeit habe ich auch auf die typische grüne Hautfarbe verzichtet, die mir schon immer irgendwie unglaubwürdig vorkam. Ich habe statt dessen eher ein ungesunde Hautfarbe gewählt, die man leichter „glaubt“, wenn auch auf Kosten der „orkigkeit“

Naja, der nächste Schritt ist dann wohl auch logisch:


Coming up next: Ein unglaublich schöner Ork
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Beitrag von JanW » 17. Aug 2009, 14:06

Um ehrlich zu sein müsste ein hässlicher Ork doch eher menschlich aussehen und ein schöner Ork eher orkisch. Wir würden eine Katze die wie ein schöner Hund aussieht auch nicht als schön bezeichnen, oder?

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Beitrag von Ässn » 17. Aug 2009, 14:09

Der Vergleich ist insofern schwierig, weil es Katzen und Hunde wirklich gibt. Wir haben keine wirkliche Vorstellung haben wie ein Ork aussieht. Ein Ork ist von sich aus schon irgendwie eine Art hässlicher Mensch. Im Endeffekt, das gleiche Problem, was starscream schon angesprochen hat.
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Beitrag von aeyol » 17. Aug 2009, 14:10

Hehe, kann es sein, dass Du Dich von einem gewissen Hund hast inspirieren lassen? ;) (http://exmon.de/wp-content/uploads/2007/05/sam.jpg)

Hässlich sieht es auf jeden Fall aus, aber dass es überhaupt ein Ork ist, finde ich jetzt nicht mehr spontan erkennbar. :)
Wenn ich kein Frosch wär´, könnten Vögel fliegen.

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Beitrag von Shorty » 17. Aug 2009, 14:12

hässlich? ja!
orkisch? eher bedingt!

ich gebe zu die Aufgabenstellung ist ganz schön fieß ^^
und du hast auch selbst schon gesagt das du auf die typische hautfarbe verzichtet hast - auf kosten der orkigkeit...
Das Erste allerdings, was "ich persönlich" mit einem ork verbinde ist eben diese typische (wenn auch für Dich "unglaubwürdige") grüne Hautfarbe.

Wär die Aufgabenstellung "Genmanipulierte hässliche Ratte" gewesen, wärst du imho näher am Ziel...

Nichtsdestotrotz find ich die malerische Ausführung dieser Illu wirklich gelungen.
Das Ziel der Hässlichkeit hast du definitiv erreicht - ich bin gespannt auf das Gegenstück...

Auch gespannt bin ich, ohne Dich iwie beeinflussen zu wollen - welches Geschlecht du wählen wirst...den es heisst ja nicht umsonst "Die Frau - das schöne Geschlecht"

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Beitrag von repap » 17. Aug 2009, 19:59

Ich find ihn auch nicht so "orkisch". Wobei ein Ork nicht imme grün sein muss... Holbein und Hennen haben sie in einer Triologie als ziemlich großen und muskolösen Menschen mit schwarzem Fell beschrieben. Mir ist dein Ork einfach zu dünn und zerbrechlich. Mehr ein kleiner Helfer des Orks. ;)

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Beitrag von pro-phet » 17. Aug 2009, 21:02

ich mag ihm... :D

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