Voll die "wissenschaftlichen" Weltraum Bildchen

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Spoekenkieker
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Voll die "wissenschaftlichen" Weltraum Bildchen

Beitrag von Spoekenkieker » 19. Aug 2013, 12:35

Hallo, mein Name ist Ralf Schoofs und ich male Space-Art.

Ja, dann will ich mal einige meiner Machwerke hier im Forum vorstellen. Allerdings komme ich mit diesem BBCode noch nicht so ganz zurecht. :?

Pulsar mit Asteroidengürtel
Digital, gimp 2.8, Apophysis, 10000 px mal 7500 px, 2013.
Hier mein Versuch einer Illustration des Asteroidengürtels um den
Pulsar B1937+21. Die 15 Seiten umfassende wissenschaftliche Abhandlung dazu (im Fachjargon "paper" genannt) kann man sich als PDF von arXiv.org herunterladen. Ich selbst verstehe davon nicht mal einen Bruchteil, aber ehrlich, ich finde so was einfach cool.
Bild


Komet C/2013 A1 (Siding Spring)
Digital, Photoshop CS, Gimp 2.8, 10000 mal 7500 px, 2013.
Der Komet Siding Spring ist in Richtung Mars unterwegs. Dieser ca 50 km dicke schmutzige Schneeball wird dicht am roten Planeten vorbei fliegen.
Bild


Terraforming
Digital, Photoshop CS, Lightwave 8, 10000 x 7500 px, 2006.
Das Bild 'Terraforming' soll eine Landschaft auf unserem Mond zeigen. Die Oberfläche unsere Trabanten wurde von den Menschen über Jahrhunderte terraformiert, so das sie in der fernen Zukunft bedeckt ist von einem Meer und einer erdähnlichen, atembaren Atmosphäre. Das alles ist natürlich pure Science-Fiction und genau das gefällt mir so daran.
Bild


Das war es für heute. Mehr von meinen Space-Art Bildern findet Ihr auf meiner Webseite. Ich bin auf Eure Kritik und Kommentare gespannt!

Eurer Ralf Schoofs
The Space-Art of Ralf Schoofs

Chinasky
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Beitrag von Chinasky » 20. Aug 2013, 14:57

Willkommen im Forum, Ralf! :)

Space-Art ist auf jeden Fall 'ne coole Sache, bin schon gespannt auf mehr davon. Ohne mich jetzt auf Deiner Website umgetan zu haben, gleich mal ein paar konstruktiv gemeinte Kritikpunkte.
1) Erstens würde ich die Bilder nicht so riesig anlegen. 10.000 Pixel Breite ist schon gewaltig, selbst wenn Du bei einem normalen Monitor mit vierfacher Auflösung arbeitest, kommste noch nicht auf solche Maße. Für die Bilder, die Du hier zeigst, würde eine Auflösung von 4000 Pix Breite locker reichen. Vorteil: Du sparst Dir unnötige Detailfrickeleien, die am Ende eh keiner bemerkt (Zeitersparnis) und zoomst öfter mal raus, bis Du das ganze Bild siehst und behältst so die Gesamtkomposition besser im Auge.
2) Beim ersten Bild hast Du den Asteroidengürtel schräg gelegt - ein recht alter (und für meinen persönlichen Geschmack inzwischen etwas abgenutzter) Trick, um "Dynamik" in eine Komposition zu bringen. Entsprechend westlicher Sehgewohnheiten (wir lesen von links nach rechts) fällt damit die Komposition ab, was immer eine etwas - hhmm... - negativeres Feeling hat als wenn sie aufsteigt. Spiegel das Bild mal und schau, ob es nicht schon einen Tacken kräftiger wirkt!
3) Du scheinst die pinken Asteroidengürtel freihändig gemalt zu haben, zumindest die beiden hinten verlaufenden Ausschnitte aus dem Gürtel verlaufen unregelmäßig und nicht mit durgehendem Schwung. Das würde ich bei solchen Motiven sein lassen, hier wäre das Kreisauswahl-Werkzeug auf jeden Fall angebracht!
4) Das zweite Bild wirkt auf mich langweilig. Die Strahlen des Kometen sind zu gleichmäßig und dennoch offenkundig per Hand gemalt, zumindest an den Seiten. Außerdem kann man den eigentlichen Kometen an der Spitze nicht richtig erkennen und ihn vom Schweif kaum unterscheiden. Generell ist es schwierig, nur zwei "Akteure" (Objekte) in einer Komposition spannend zueinander anzuordnen. Ichhätte micht bei dem Bild auf die Suche nach einem dritten Objekt (Sonne?) gemacht, das ich irgendwie mit einbaue. Wobei Du freilich überlegen mußt, worauf es Dir ankommt: auf ein gut aussehendes Bild oder auf "wissenschaftliche" Korrektheit?
5) Letztes Bild Die Erde strahlt da am Himmel viel zu sehr. Sie wirkt nicht so, als sei sie durch die Athmosphäre des terrageformten Mondes gesehen, sondern als hänge sie irgendwie in Wolkenhöhe herum. Der Stern links oberhalb von ihr macht weder kompositorisch noch vom Realismus her einen Sinn. Bei hellichtem Tage und (anhand des horizontnahen Dunstes klar erkennbarer) Athmosphäre gibt's keinen Stern von solcher Strahlkraft zu sehen.
Das eigentliche Problem ist allerdings auch hier die Komposition. Sehr viel Himmel, der sehr langweilig gestaltet ist , und die Details im Vordergrund wirken seltsam und künstlich von ihrer Anordnung her. Warum herrscht im Schatten so ein Braun-Rot? Der blaue Himmel müsste als ambient light sich auch in den Schattenregionen im Vordergrund widerspiegeln.
6) die wenigen architektonischen Details im Vordergrund des letzten Bildes geben keinen Aufschluß über ihre Funktion. Sie sind einfach nur hellblau-weiße Objekte, von denen man sich fragt, was die da sollen und wie sie räumlich zueinander stehen. Insbesondere die helle Llinie , die vom Mast in der Mitte ausgehend das Halbrund links an der Außenlinie tangiert, ist sehr irritierend. Hier würde man sich klarere Shapes wünschen und irgendeine Art von "Verstehbarkeit", was die Architektur/technischen Anlagen angeht.
7) Rein farblich gefällt mir das letzte Bild sehr gut, das kühle Türkis-Kobaltblau bildet einen angenehmen Akzent zu dem Rostrot im Vordergrund und das Weiß der technischen Anlage macht daraus einen guten Dreiklang. Du solltest Dir überlegen, wie Du diese Farbidee "realistischer" mit dem dargestellten Inhalt verbinden könntest. :)
Es genügt nicht, keine Meinung zu haben. Man muß auch unfähig sein, sie auszudrücken.

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Beitrag von Spoekenkieker » 23. Aug 2013, 12:34

Hallo Chinasky,

vielen, vielen Dank für Dein herzliches Willkommen und Deine konstruktive Kritik! So schnell hätte ich gar nicht mir einer Reaktion auf meine Machwerke gerechnet. :shock:

zu 1) 10.000 Pixel, die Mühe mache ich mir nicht bei allen meinen digitalen Bildern. Aber man muß erst vor einer Ausbelichtung im Format 60 cm mal 90 cm gestanden haben, dann erst wirst Du mich verstehen. Die Mühe lohnt sich wirklich!
Chinasky hat geschrieben:2) Beim ersten Bild hast Du den Asteroidengürtel schräg gelegt - ein recht alter (und für meinen persönlichen Geschmack inzwischen etwas abgenutzter) Trick, um "Dynamik" in eine Komposition zu bringen. Entsprechend westlicher Sehgewohnheiten (wir lesen von links nach rechts) fällt damit die Komposition ab, was immer eine etwas - hhmm... - negativeres Feeling hat als wenn sie aufsteigt. Spiegel das Bild mal und schau, ob es nicht schon einen Tacken kräftiger wirkt!
Ich habe das Bild hier mal gespiegelt. Ich weiß nicht so recht:
Bild
Chinasky hat geschrieben:3) Du scheinst die pinken Asteroidengürtel freihändig gemalt zu haben, zumindest die beiden hinten verlaufenden Ausschnitte aus dem Gürtel verlaufen unregelmäßig und nicht mit durgehendem Schwung. Das würde ich bei solchen Motiven sein lassen, hier wäre das Kreisauswahl-Werkzeug auf jeden Fall angebracht!
Das stimmt, die sind freihändig gemalt. :oops:
Chinasky hat geschrieben:4) Das zweite Bild wirkt auf mich langweilig. Die Strahlen des Kometen sind zu gleichmäßig und dennoch offenkundig per Hand gemalt, zumindest an den Seiten. Außerdem kann man den eigentlichen Kometen an der Spitze nicht richtig erkennen und ihn vom Schweif kaum unterscheiden. Generell ist es schwierig, nur zwei "Akteure" (Objekte) in einer Komposition spannend zueinander anzuordnen. Ichhätte micht bei dem Bild auf die Suche nach einem dritten Objekt (Sonne?) gemacht, das ich irgendwie mit einbaue. Wobei Du freilich überlegen mußt, worauf es Dir ankommt: auf ein gut aussehendes Bild oder auf "wissenschaftliche" Korrektheit?
Das ist immer eine Gratwanderung. Meine Auftraggeber erstellen fast immer das Konzept, also was zu sehen ist, wo es sich im Bild befindet und in welchen Farben die Bildelemente erscheinen sollen. Einerseits wollen sie wissenschaftlich richtige Darstellungen, andererseits aber auch bunte, "verkaufsfördernde" Illustrationen haben. :?

Und jetzt zum Bild Terraforming: das ist eine meiner freien Arbeiten;-)))
Ich bin leider kein Caspar David Friedrich und es ist auch kein Stilleben, wo jede Weintraube und jedes Blütenblatt exakt nach der Natur gemalt werden muß. Eigentlich ist es weniger Space-Art und mehr Surrealismus.

Ich plane immer Mittwochs oder Donnerstag ein oder zwei meiner Space-Art Bilder hier zu zeigen. Ich bin schon gespannt auf Eure Reaktionen!
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Beitrag von Spoekenkieker » 31. Aug 2013, 10:44

Ja, es ist Samstag und nicht Mittwoch! Aber eigentlich wollte ich schon am Mittwoch was zeigen, aber ich habe es einfach verschlafen. :sleep:

Kosmos Himmelsjahr 2012
Digital, Photoshop CS, Bryce, 4000 x 5718 px, 2011.
Mein Titelbild für das astronomische Jahrbuch von Prof. Dr. Hans-Ulrich Keller im Vergleich zum Layout von eStudio Calamar. Genau so habe ich es für den Kosmos-Verlag erstellt. Für die Typografie muß man einfach viel Platz lassen.
Bild
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Beitrag von Spoekenkieker » 11. Sep 2013, 15:57

Im vergangenen Jahr habe ich den Science Fiction Autor Hubert Haensel getroffen. Im Perryversum ist er nicht nur für die Silberbände und Risszeichnungen zuständig, sondern auch für den Perry Rhodan Report. Und so kam es, das er mich um eine Illustration gebeten hat! Da der Innenteil der Perry Rhodan Hefte nur in schwarzweiß gedruckt wird, habe ich Hubert mein Space-Art Bild gleich in Graustufen geliefert:

Perry Rhodan: “Erforscht diese Welten!”
Digital, Gimp 2.8, Lightwave 8, 3986 x 5315 px, 2012.
Veröffentlicht wurde meine Illustration am Freitag, den 14. Juni 2013 im Heftroman “Die Rückkehr der JULES VERNE” von Hubert Haensels Kollegen Michael Marcus Thurner.
Bild

Perry Rhodan: “Erforscht diese Welten!” Farbversion
Digital, Gimp 2.8, Lightwave 8, 3986 x 5315 px, 2012.
Und natürlich ist das Original von mir in Farbe "erstellt" worden. :paint:
Bild

Viel habe ich damit nicht verdient, ein Taschengeld, aber für mich war es einfach eine Frage der Ehre.

Ich denke, frühestens zum Beginn des 22. Jahrhunderts werden Menschen den großen Sprung in ein anderes Sonnensystem wagen können.
Es sei denn, wir finden vorher ein überlichtschnelles Raumschiff vom Planeten Arkon. Diese Fahrzeuge sollen ja auf dem Mond oder auf dem Grund des Atlantik nur so herum liegen. :lol:
Oder wir leben bald wieder in der Steinzeit. :dead:

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Beitrag von Artelanas » 11. Sep 2013, 17:18

Glückwunsch zum Druck! ;)
(Auch, wenn du nicht viel dran verdient hast, darf man doch gratulieren oder? )

Ich kann leider nicht so viel zu den Bildern sagen, außer, dass ich sie sehr schön finde.
Wundert mich ein bisschen, dass die schwarz-weiß Version auch so extrem gut rüberkommt. ;)

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Beitrag von Spoekenkieker » 12. Sep 2013, 17:12

Artelanas hat geschrieben:Glückwunsch zum Druck! ;)
(Auch, wenn du nicht viel dran verdient hast, darf man doch gratulieren oder? )
Danke, ja, hab mich über den Auftrag gefreut! Als ich 14 Jahre alt war, bin ich mit den ersten Silberbänden in die Serie eingestiegen. Damit verbinde ich einige schöne Erinnerungen an meine Jugendzeit.
Artelanas hat geschrieben:Ich kann leider nicht so viel zu den Bildern sagen, außer, dass ich sie sehr schön finde.
Wundert mich ein bisschen, dass die schwarz-weiß Version auch so extrem gut rüberkommt. ;)
Naja, auf dem Zeitungspapier der Heftserie sieht die schwarz-weiß Version schon ein bisschen flau aus.
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Triton
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Beitrag von Triton » 21. Sep 2013, 01:32

Du hast ja schon im Threadtitel das "wissenschaftliche", was ich so verstehe dass dir die 100% realistische
Abbildung nicht so wichtig ist (verständlich, sonst müssten 99% der Bilder einfach nur Schwarze Flächen sein mit paar Punkten drin :)).

Trotzdem kannst du an der Darstellung noch viele Sachen verbessern und die Illustrationen ansehnlicher machen:


- Sterne

Da gehts mir um die Darstellung der Helligkeit.

Der Kontrastumfang des Menschlichen Auges ist zwar schon ungleich höher als der von Kameras,
aber auch das Auge hat eben seine Grenzen. Bei Kameras sieht man z.B. leicht eine Überbelichtung
des Himmels wenn man an einem sonnigen Tag eine Landschaft fotographieren will.
Statt sattem und in der menschlichen Wahrnehmung garnicht mal so hellen Blau sieht man nur eine
weiße Fläche. Das Blaue Licht (und die anderen Farbanteile) sind einfach zu intensiv und addieren
sich in der Kamera zu weiß.

Genauso ist es aber mit dem menschlichen Auge. Sie Sonne erscheint uns als gleißend helle Fläche,
vollkommen weiß. Das ist aber nur so weil die Empfindlichkeit des Auges nicht ausreicht um die Farben
noch aufzulösen. In Wahrheit strahlt die Sonne nämlich Gelblich-Grün.

Wozu schreib ich das nun? Auf Papier und Monitoren hat man das Problem, dass man keine "zu hellen"
Flächen darstellen kann. Sondern man muss sich mit der hellsten "Farbe", Weiß, behelfen.
Mit einem Glühen (also einem Verlauf) versucht man ja in der Regel die Fläche zumindest heller
wirken zu lassen. Haste ja gemacht.

Ich finde aber, dass bei gleißend (!) hellen Flächen kein Verlauf
IN der Fläche sein sollte, sondern nur außen. Und ich finde es auch plausibler, wenn diese "Corona"
eher einfarbig ist und nicht so bunt. Denn: nicht die Wellenlänge (= Farbe) des Lichtes der Corona nimmt
ab je weiter man sich entfernt, sondern seine Intensität (= Helligkeit).

Bild


- Planeten
Die Lichtsituation im Weltall ist ja meistens etwas einseitig. Erstens gibt es im regelfalle rein
garnichts das überhaupt beleuchtet werden könnte. Und wenn es doch was gibt (Planeten, Monde etc),
dann werden die meistens nur vom ihrem Stern beleuchtet.
Die Leuchtkraft all der tausenden Sterne drumherum, sowie das indirekte Licht eventueller Nachbarplaneten
oder ähnliches sind aber wesentlich schwächer als die des Sterns. Also im Gegensatz zu
Lichtsituationen auf der Erde wo es fast immer indirektes Licht von irgendwo gibt, gibts im Weltall
fast nie indirektes Licht von irgendwo.

Ich finde das auch für die Darstellung in einer Illustration garnicht so schlimm. Denn das fehlen
von indirektem Licht in eine Eigenart des Weltraums der ihn von anderen Umgebungen unterscheidet.
Die Planeten im letzten Bild werden noch bläulich von rechts unten angeleuchtet und wenn ich mir
den vorderen und den mittleren Planeten anschaue, scheint die Lichtquelle garnicht so weit
weg zu sein. Vielleicht ist es ja auch ein leuchtender vierter Planet? In dem Falle wäre die
Darstellung natürlich nicht "falsch", aber die Planeten wirken auf mich eher wie kleine Christbaumkugeln die von allen Seiten ganz easy beleuchtet werden.

SO finde ich das bläuliche Leuchten im Schattenbereich der Planeten kontraproduktiv, da sie die Helligkeit der Sonne noch unterminieren. Denn wie gesagt: de facto gibt es nur die eine Lichtquelle der Sonne und alle anderen eventuellen Lichter sollten VIEL schwächer sein.


-Nebel
Gleiches eigentlich beim Nebel. Wenn man so nahe an einem Stern dran ist, würde der den Nebel fast völlig
überstrahlen. Der müsste viel dunkler und wirkt dann m.m.N. viel authentischer.

Zum Schluss noch ein Overpaint über dein letztes Bild wo ich die Sonne heller und die Planeten und den Nebel dunkler gemacht habe.
Man müsste sich vielleicht auch noch Gedanken machen über die dargestellten Größen und Entfernungen aber das ist ein anderes Thema :)
Bild



Naja, ich denke du hast dir da selber auch schon massig Gedanken drüber gemacht und ich erzähle nur kalten Kaffee.
Aber ich hatte irgendwie lust über irgendwas etwas ausführlicher zu schreiben :)

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Beitrag von Spoekenkieker » 25. Sep 2013, 15:35

Triton hat geschrieben:Du hast ja schon im Threadtitel das "wissenschaftliche", was ich so verstehe dass dir die 100% realistische Abbildung nicht so wichtig ist (verständlich, sonst müssten 99% der Bilder einfach nur Schwarze Flächen sein mit paar Punkten drin :)).
Die wissenschaftliche Darstellung ist mir schon wichtig, aber die bezahlt mir halt keiner.
Triton hat geschrieben:vTrotzdem kannst du an der Darstellung noch viele Sachen verbessern und die Illustrationen ansehnlicher machen:
Vielen Dank für Deine konstruktive Bildkritik und ganz besonders für Dein Overpainting!

Ich wünschte mir, einer meiner wenigen Kunden würde mir ein Konzept für ein wirklich realistisches Space Art Motiv schicken und meine Arbeit dann auch entsprechend honorieren. Leider sind alle AD's von der visuellen Gewalt des Kinos "verdorben".
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Beitrag von Spoekenkieker » 2. Okt 2013, 08:37

Ein Forscher erkundet auf dem Mars das Gebiet um den Vulkan Olympus Mons.
Digital, Photoshop, Bryce, 10000 x 7500 px, 2010. Veröffentlicht u. a. in der Zeitschrift DOCMA, Seite 90/91, Ausgabe 42, 2011.
Bild
Das Modell des Olympus Mons stammt von Daten der NASA und war eigentlich ein Graustufenbild, das ich in Bryce 20fach überhöht habe. Die Kugelgestalt des Mars habe ich dabei nicht berücksichtigt. Die Landschaft im Mittelteil und der Vordergrund sind reine Fantasie.
Mit einer Gipfelhöhe von 22 km und einem Durchmesser von fast 600 km ist Olympus Mons der höchste und größte bekannte Berg in unserem Sonnensystem.
http://de.wikipedia.org/w/index.php?tit ... =122634950
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Chinasky
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Beitrag von Chinasky » 2. Okt 2013, 12:31

Gibt's auf dem Mars Nebel? :?
Es genügt nicht, keine Meinung zu haben. Man muß auch unfähig sein, sie auszudrücken.

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JanSOLO
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Beitrag von JanSOLO » 2. Okt 2013, 13:31

Sieht richtig toll aus das Bild.
Chinasky hat geschrieben:Gibt's auf dem Mars Nebel? :?
Nebel aus flüssigen Stoffen in der Atmosphäre sicherlich nicht, aber auf dem Mars gibt es jahreszeitliche Sandstürme.

Generell sollte man das "wissenschaftlich" im Threadtitel auch mit den Anführungstrichen lesen, die für mich "Fiktionen" bedeuten, wenn ich die Bilder hier sehe. Und dann hat man science fiction. Und da braucht man nun wirklich nicht auf absolut korrekte Physik achten.
Übrigens sind Dinge möglich, die hier als unmöglich kritisiert wurden.
Z.B.
Chinasky hat geschrieben:Der Stern links oberhalb von ihr macht weder kompositorisch noch vom Realismus her einen Sinn. Bei hellichtem Tage und (anhand des horizontnahen Dunstes klar erkennbarer) Athmosphäre gibt's keinen Stern von solcher Strahlkraft zu sehen.

Eine Supernova kann man auch tagsüber als Stern am Himmel sehen. Und das ist auch schon geschehen.
Bei dem Bild hätte man z.B. auf physikalischer korrekter Sicht kritisieren können, dass man den Mond nicht terraformieren kann.
Auch den Mars kann man kein Terraforming unterziehen. Selbst wenn man gegen die zu schwache Schwerkraft ständig entgegenwirken könnte, so wäre ein Leben auf dem Mars selbst mit Atmosphäre und angenehmen Temperaturen unmöglich, weil der Mars kein Magnetfeld besitzt. Die harte Strahlung aus dem Kosmus würde schnell das Leben vernichten. Nach 20 Tagen im metallischen Raumfahrzeug außerhalb vom Van Allen-Gürtel (die ISS fliegt darunter) überschreitet man etwa den Grenzwert/Jahr der BRD.

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