Cavis' Zeug

Cavis
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Cavis' Zeug

Beitrag von Cavis » 11. Aug 2015, 19:24

Hi, ich bin neu...

(Edit: Ich hab den text mal gekürzt, da er dramatischer klang, als es gemeint war und das meiste was ich geschrieben habe, mittlerweile nicht mehr relevant ist)

Ich hab lange Zeit nur Fotorealistisch gezeichnet, hab dann aber festgestellt, dass mir das keinen Spaß mehr macht.
Also hab ich vor ca. einem 3/4 jahr nochmal ganz von vorne angefangen und musste quasi das Zeichnen wieder komplett neu lernen und hab festgestellt, ich kann eigentlich nichts. Sobald ich keine Vorlage hab, die ich abmalen kann, wurds kritisch (deshalb hab ich auch überhaupt erst mit dem digitalen Malen angefangen, ich hab vorher am liebsten mit Aquarell gemalt, aber da hat mir die Möglichkeit, Sachen zu korrigieren, wenns doch nicht klappt, gefehlt)

Ich muss auch sagen, ich bin reiner Hobbyzeichner und hab keine beruflichen Ziele oder sowas.
Außerdem zeichne ich eigentlich ausschließlich Fanart, im Skizzenbuch auch gerne mal Tiere, aber sonst nicht viel, Selber Sachen erfinden reizt mich ehrlich gesagt wenig.

Das sind so 2 Bilder, die ich im letzten Jahr gemalt hab, das ist jetzt das was ich seit meinem "Neuanfang" erreicht hab, das erste in von Januar und das zweite ist jetzt einen Monat alt.

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Und noch ein bisschen was aus meinem Skizzenbuch (alles nur nach Fotos, weil ich erstmal Anatomie und sowas lernen muss (ja, ich hab natürlich immer mit Raster gezeichnet und davon erstmal wieder wegzukommen... furchtbar.)

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manchmal übe ich auch Menschen. Führt leider kein Weg dran vorbei

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So, das wars dann auch erstmal von mir.
Zuletzt geändert von Cavis am 14. Jan 2017, 21:52, insgesamt 1-mal geändert.

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aeyol
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Beitrag von aeyol » 11. Aug 2015, 20:52

Jeder muss seinen eigenen Weg finden, und Fehler sind da, um daraus zu lernen.

Hast du es schonmal mit Studien nach der Natur versucht? Das ist zwar auch "abmalen", aber man lernt doch noch anders, als wenn man das abpinselt, was auf einem Foto festgehalten wurde.
Zum Thema Licht oder Komposition - was sind denn da so die großen Fragen oder Gebiete, die dir unklar sind?


Die Skizzen von Hund, Kaninchen und den schwarz-weißen Fohlen gefallen mir übrigens am besten! Auch wenn die nach Fotoreferenz entstanden sind, haben die doch deinen ganz eigenen Strich.
Auch Profis nutzen mal eine Fotoreferenz - was zählt ist doch, dass du dennoch deine eigene Idee durchziehst und dich nicht sklavisch am Foto orientierst - also dein Bild die Aussage behält, die du ihm geben wolltest, und nicht durch den Ausdruck der Referenz bestimmt wird.

Und eigene Ideen hast du doch sicherlich?
Ich weiß ja jetzt nicht ob beispielsweise deine Assassins Creed Fan-Art eine Vorlage hatte (kompositorisch), ob es da ein entsprechendes Game Artwork gibt, oder ob du ein Bild als Referenz hattest, das inhaltlich nichts mit AC zu tun hat - bei solchen Dingen wärs praktisch, mal die Referenz mit zu verlinken, dann kann man auch besser einschätzen, woran es bei dir vielleicht noch hapert.
Wenn ich kein Frosch wär´, könnten Vögel fliegen.

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sepiaschale
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Beitrag von sepiaschale » 11. Aug 2015, 22:00

Mein Gott, Milly, so wird das nichts, wenn du dein Licht so unter den Scheffel stellst! :)
Du hast gute Vorraussetzungen, kannst auf einen Grundschatz aufbauen und bist weiter als so mancher in dem Alter.
Ganz allgemein wäre gut, wenn du zu deinen Bilder schreibst, was digital, und wenn nicht, womit du sonst gemalt/gezeichnest hast. Kann man zwar ahnen, aber dann muß man nicht so lange grübeln.
Ist jetzt dein Problem das digitale Malen? Mir ist nicht ganz klar, wo du meinst, ein Defizit zu haben?
Wenn du nach Raster malst, ist das nicht falsch, du solltest nur öfter einmal versuchen, ohne auszukommen. Wenn du immer wieder Pferde malen willst, weil sie dir liegen, bitte, ist doch völlig in Ordnung, dann mal zum warm werden eben Pferde. Es schadet nicht, sich auf sicherem Gebiet ein zu zeichnen, um mal mit etwas Neuem anzufangen. Fotorealismus ist nicht blöd, nur die Vorstufe zum freien Malen. So seh ich das jedenfalls. Kinder können das auch so, instinktiv, danach ist das Vermögen verschüttet und du mußt mühselig einen Weg finden, beim Malen anzukommen. Wie, auf welchen Umwegen, ist schnuppe. Es gibt nicht den straihten, kurzen, zielgerichteten Weg. Und wenn doch, so mag das für den einen passen, aber nicht für Alle.
Ich bin jedenfalls gespannt, was du noch zeigen wirst.

Ach und das Forensterben: ja, kenne ich auch, es wird aber auch wieder anders laufen, weil das 1500ste "Like" hilft dir einen Sch…-dreck! Das blöde gelikeke ist was für Leute, die nicht Vorwärtskommen wollen und sich im Schein des Mainstreams sonnen wollen. Allerdings muß man ein Forum auch bedienen. Schließlich lebt ein Forum vom uns allen. Wenn ich nur alles rausziehen will, selbst aber nichts gebe, haben die Forengeber nach Jahren auch keinen Bock mehr. Klar, als "Neuer" traut man sich nicht so gerne, aber das gibt sich.
Nicht, das du dich jetzt direkt angegriffen fühlst, du hast nur einen Punkt angesprochen, der mich an Foren nervt. Hat mit dir nüscht zu tun!
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Wolkenleopard
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Beitrag von Wolkenleopard » 12. Aug 2015, 08:18

Ein Hallo von Neuling zu Neuling! :)

Wenn ich einen Vorstellungsthread hätte, würde der wohl so ähnlich anfangen mit kein Profi sein, sich schämen, weil alle hier viel besser sind und bla. Es gibt aber, man mag es kaum glauben, auch andere Laien hier.

Wenn du rein hobbymäßig zeichnen willst, sehe ich, wie sepiaschale, überhaupt kein Problem dabei, einfach das zu zeichnen, worauf zu Lust hast, zumindest oft genug, damit du den Spaß nicht verlierst. Und wenn dass 9 von 10 Bildern sind oder gar 10 von 10, warum nicht? Dann wirst du halt nur in den Dingen gut, die du übst. Und wenn es Pferde sind, wen juckt das? Der einzige Mensch, den das zu stören brauchst, bist in dem Falle du selbst, dir sitzen weder Dozenten noch Kunden im Genick.

In jedem Fall wünsch ich dir viel Spaß hier! Und ich wage nach meinen paar Tagen hier zu behaupten, dass dich das Forum weiterbringen wird! Die Leute hier sind wirklich nett und engagiert.

Liebe Grüße
Wolkenleopard

P. S. Ich mag übrigens das allererste Bild am meisten, gefällt mir richtig gut, wie er da über diese detaillverliebte orientalische Stadt schaut.

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Beitrag von Cavis » 12. Aug 2015, 11:13

aeyol hat geschrieben:Hast du es schonmal mit Studien nach der Natur versucht? Das ist zwar auch "abmalen", aber man lernt doch noch anders, als wenn man das abpinselt, was auf einem Foto festgehalten wurde.
Hab ich, aber nur sehr selten. Das fällt mir zur Zeit noch extrem schwer, wenn sich da alles bewegt, bzw. ich mich bewegt und der Blickwinkel. Ich bleib da aber dran. Irgendwann mal.
aeyol hat geschrieben:Zum Thema Licht oder Komposition - was sind denn da so die großen Fragen oder Gebiete, die dir unklar sind?
Also im Prinzip... ich hab Bücher, ich hab sie gelesen, da steht eigentlich alles drin was man wissen muss, ich kann es nur nicht anwenden. Was mir helfen würde, ist wenn ich sage, ich hab mir das und das gedacht bei dem Bild und wenn dann jemand sagt, ja gut, oder nein nicht gut, als Kontrolle, ob ich überhaupt auf dem richtigen Weg bin.
aeyol hat geschrieben:Und eigene Ideen hast du doch sicherlich?
Ich weiß ja jetzt nicht ob beispielsweise deine Assassins Creed Fan-Art eine Vorlage hatte (kompositorisch), ob es da ein entsprechendes Game Artwork gibt, oder ob du ein Bild als Referenz hattest, das inhaltlich nichts mit AC zu tun hat - bei solchen Dingen wärs praktisch, mal die Referenz mit zu verlinken, dann kann man auch besser einschätzen, woran es bei dir vielleicht noch hapert.
Ach so, nein, das war das was ich damit ausdrücken wollte, mit den Bildern aus dem letzten Jahr. Die Bilder hab ich kompett selber gemacht, das ist also momentan der Stand bei dem ich stehe ohne Vorlage, das ist so das beste was ich zur Zeit aus meinen Bildern rausholen kann.
(Klar hab ich da auch die eine oder andere Referenz verwendet für Muskeln bei den Pferden oder so, aber das ist ja auch nicht schlimm, mir geht es nur darum, meine eigene Idee verwirklichen zu können)
sepiaschale hat geschrieben:Ganz allgemein wäre gut, wenn du zu deinen Bilder schreibst, was digital, und wenn nicht, womit du sonst gemalt/gezeichnest hast. Kann man zwar ahnen, aber dann muß man nicht so lange grübeln.
Ist das relevant? Die Skizzen sind alle in meinem Skizzenbuch, digitale Skizzen mach ich bisher eigentlich keine, aber die sind auch wirklich nur dazu da, Anatomie zu üben und nicht den umgang mit dem Material (ich weiß jetzt nicht, ob das eine reine Interessensfrage ist, oder tatsächlich in irgendeiner form wichtig wäre zu wissen) Ich benutze jedenfalls normalerweise Tusche (stifte, ganz selten mal flüssig), oder Aquarell, wenns bunt werden soll.
sepiaschale hat geschrieben:Ist jetzt dein Problem das digitale Malen? Mir ist nicht ganz klar, wo du meinst, ein Defizit zu haben?
Jein. Einerseits hab ich das digitale noch nicht so ganz im Griff, da gibts einfach so viele Möglichkeiten, dass ich manchmal den Wald vor lauter Bäumen nicht sehe, aber das ist einfach was, was ich noch üben muss, bis ich das eben besser im Gefühl hab, ich denke nicht, dass mir da wer helfen kann.
Ich hab auch nicht "das eine" problem, es ist mehr so, dass es bei mir an allen Ecken und Enden so ein bisschen fehlt. Wie schon geschrieben, beleuchtung und farben fallen mir z.B. noch sehr schwer, meine Bilder sehen einfach irgendwie... langweilig aus, es fehlt so ein bisschen der wow-Effekt.
sepiaschale hat geschrieben:Wenn du nach Raster malst, ist das nicht falsch, du solltest nur öfter einmal versuchen, ohne auszukommen.
Mach ich nicht mehr. Damit wollte ich nur verdeutlichen, warum ich im Skizzenbuch bisher nur Anatomie übe, also warum ich trotz Fotorealismus keine Anatomie kann, obwohl man das eigentlich erwarten könnte.

Das mit den Pferden war auch nur so nebenbei gesagt, ich will ja eigentlich Menschen zeichnen, übe aber immer nur Pferde, das ist nur bedings hilfreich :D
Dass jetzt auf den beiden Beispielbildern ausgerechnet Pferde mit drauf sind, ist reiner Zufall, normalerweise hab ich nur Menschen, weil eben Fanart :)
Zuletzt geändert von Cavis am 14. Jan 2017, 21:54, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von sepiaschale » 12. Aug 2015, 17:45

Ich weiß immer noch nicht, wie man hier gescheit zitiert. Deswegen deine Zitate einfach in Kursiv:

Ganz generell, ich weiß, dass ich gut bin...
Gut so!


Ist das relevant?
Ich finde schon. Weil analoge Bilder längst nicht soviele Korrekturmöglichkeiten haben.


Jein. Einerseits hab ich das digitale noch nicht so ganz im Griff, da gibts einfach so viele Möglichkeiten, dass ich manchmal den Wald vor lauter Bäumen nicht sehe, aber das ist einfach was, was ich noch üben muss, bis ich das eben besser im Gefühl hab, ich denke nicht, dass mir da wer helfen kann.
Ich hab auch nicht "das eine" problem, es ist mehr so, dass es bei mir an allen Ecken und Enden so ein bisschen fehlt. Wie schon geschrieben, beleuchtung und farben fallen mir z.B. noch sehr schwer, meine Bilder sehen einfach irgendwie... langweilig aus, es fehlt so ein bisschen der wow-Effekt.

Digitale Bilder verleiten aufgrund des Überangebots wirklich zuerst zu dem Gefühl, man könne gar nichts mehr richtig malen. Das ist aber ein Problem, was mehr oder weniger jeder anfangs hat. Laß es langsamer angehen. Ich hab schon soviele Rückschläge hinter mir, aber trotzdem wird es im Überblick betrachtet immer stetig besser. Das wird bei dir nicht anders sein.


Mach ich nicht mehr. Damit wollte ich nur verdeutlichen, warum ich im Skizzenbuch bisher nur Anatomie übe, also warum ich trotz Fotorealismus keine Anatomie kann, obwohl man das eigentlich erwarten könnte.
Vielleicht willst du zuviel auf einmal. Mir wurde schon oft gesagt, ich solle mir andere Maler ansehen, um deren Bilder zu studieren. So ganz klappt das aber nicht, ich muß immer begeistert von einer Sache sein, um mich dann richtig darin zu vertiefen. Für eine simple Aufgabenstellung reicht die eigene Motivation in der Regel nicht aus.



Ich weiß nicht... Ich hatte die Diskussion vor kurzem in meinem "Stammforum" und der allgemeine Trend geht einfach in Richtung Facebook, ich glaube langsam nicht mehr daran, dass die Forenzeit nochmal zurückkommt. Ich mache mir regelmäßig die Mühe, sämtliche Bilder durchzukommentieren und es kommt einfach absolut keine Reaktion darauf. Die Leute sind nicht mehr an einem Austausch interessiert, die wollen nur noch Likes. Da vergeht mir auch etwas die Lust, geb ich offen zu. Finde ich sehr schade, ohne Forum wär ich nie dahin gekommen, wo ich jetzt bin.
Kann ich gut verstehen. Ich bin nur instinktiv skeptisch, wenn die Masse an Leuten etwas gut findet. Eigentlich habe ich einen Horror vor solchen Hip, Hipe, musthave-Geschichten.

Ganz allgemein ist es schwer, dir einen guten Tip zu geben. Es gibt ja nicht DEN Weg, um schnellstmöglich an ein Ziel zu kommen. Nimm dir einfach ein Thema, was du erlernen möchtest, dazu einen Entwurf oder ein fertiges Bild, dir wird hier bestimmt geholfen. Auch wenn hier manchmal die Reaktionen ausbleiben, von der Kompetenz der Antworten kenne ich kein besseres deutschsprachiges Forum!
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Beitrag von Cavis » 12. Aug 2015, 18:32

sepiaschale hat geschrieben:Ist das relevant?
Ich finde schon. Weil analoge Bilder längst nicht soviele Korrekturmöglichkeiten haben.
Ah, ok. Ja, für mich ist das einfach nur Mittel zum Zweck. Deswegen ist es mir persönlich eigentlich egal, mit was das gezeichnet wurde. Ich hab nur einen wirklichen Anspruch an meine Skizzenbücher: Da darf nichts drin sein, was irgendwann verschmieren könnte, ich hab früher viel mit Bleistift gezeichnet und durch das ständige auf und zu machen, wurde das irgendwann zu einer grauen Pampe und selbst wenn es nur ein Skizzenbuch ist, will ich das nicht haben. Deswegen hab ich mich irgendwann auf Tuschestifte festgelegt. (Meine Skizzenbücher sind heilig, ich sammel die auch mehr als ich sie wirklich benutze und ich hab eins für absolut jede Lebenslage, gerade glaub ich 6 verschiedene oder sowas in dem Dreh. Sammelwahn und so)
sepiaschale hat geschrieben:Ganz allgemein ist es schwer, dir einen guten Tip zu geben. Es gibt ja nicht DEN Weg, um schnellstmöglich an ein Ziel zu kommen. Nimm dir einfach ein Thema, was du erlernen möchtest, dazu einen Entwurf oder ein fertiges Bild, dir wird hier bestimmt geholfen. Auch wenn hier manchmal die Reaktionen ausbleiben, von der Kompetenz der Antworten kenne ich kein besseres deutschsprachiges Forum!
Ich erwarte auch gar keine Rundumanleitung gerade :D Wie gesagt, wenn ich endlich mit meinen Prüfungen durch bin, würd ich gern mal ein WIP mitbringen und da frag ich dann auch ganz gezielt nach speziellen Problemen, die ich bei genau diesem einen Bild hab.
Ich wollte hier einfach mal Hallo sagen, weil ich ungern in 2 Wochen einfach unangemeldet hier reinplatzen würde nach dem Motto: "So keiner, kennt mich und hier bin ich und ich will jetzt das und das." Sowas find ich nicht gut.
Hätte es hier einen Vorstellbereich gegeben, wär ich sogar ganz ohne Bilder gekommen, aber da es den nicht gibt, hab ich eben schonmal im Vorraus was gezeigt

Danke! :)

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Beitrag von Wolkenleopard » 13. Aug 2015, 08:21

Gegen Verschmieren von Bleistiftzeichnungen hilft simples Haarspray, am besten wasserfestes. Ich sprühe immer mehrere Lagen darüber, die ich zwischenzeitlich trocknen lasse. Allerdings wellt sich dadurch das Papier (was mich nicht stört). Bei mir sind dadurch auch zehn Jahre alte Zeichnungen noch top in Schuss. Hilft auch bei Graphit-, Buntstift- und Kohlezeichnungen. Es gibt auch professionellen Lack, falls dir das mit dem Haarspray zu heikel ist.

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Beitrag von Cavis » 14. Aug 2015, 21:25

Es schmiert trotzdem. Ich benutze Fixativ, wenns sich gar nicht vermeiden lässt, bevorzuge aber tatsächlich schmierfeste Stifte.

Ich hab ein Skizzenbuch (das ich immer liebevoll mein Gammelbuch nenne :P ), das hat so dünne Seiten, dass alles außer Bleistift auf der Rückseite durchscheint, das benutz ich oft für so schnelle Gesture-drawings (und eben so richtig gammelige zeichnungen, daher der Name) da benutze ich dann auch immer bleistif, und das sieht auch aus wie die Sau, aber das ist mir egal :D
Zuletzt geändert von Cavis am 14. Jan 2017, 21:56, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von Chinasky » 15. Aug 2015, 23:34

Hallo Milly!
Hab mir grad den Thread hier durchgeguckt und mir fiel da auf, dass Du für die Tänzerinnen in Rot wohl Fotorefs verwendet hast, die ich auch schon mal bemühte als Ref für eine Hintergrundfigur. Ausschnitt:
Bild

Lustig, oder?! Das Web ist so weit und es gibt unendlich viele mögliche Referenzfotos und dennoch... ;)

Wie aeyol finde ich auch die genannten Tier-Zeichnungen am besten.

Da Du ja wohl recht genau weißt, welche Themen zu zeichnen/malen willst, habe ich diesbezüglich gar nicht viel anzumerken. Vielleicht ein kleiner Zeichentipp: Versuche, schwungvolle Linien zu verwenden, die mit der Oberfläche des zu zeichnenden Objekts mitgehen. Vermeide dagegen harte, sich nicht um die Form kümmernde Schraffurlinien, die ausschließlich dazu dienen, einen dunkleren Tonwert zu bekommen - und vermeide auch hin-und-hergekrickelte Schraffuren. Setze lieber bei jeder Schraffurlinie neu an. Denke daran, dass beim Zeichnen es nicht nur darauf ankommt, das dargestelle Objekt möglichst präzise zu erfassen, sondern dass jede Linie letztlich eine Fläche, ein Shape ist, der "schön" wirken sollte.
Es genügt nicht, keine Meinung zu haben. Man muß auch unfähig sein, sie auszudrücken.

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Beitrag von Cavis » 16. Aug 2015, 15:43

Oh, cool :D

Ja, ich muss zugeben, ich bin faul und nehm alles von deviantArt und fang immer vorne an, durch die Galerie zu wühlen, und nehm dann die erstbesten Bilder, die irgendwie zeichnenswert sind (wobei zeichneswert bei mir momentan heißt, es soll eine Pose sein, die irgendwie anspruchsvoll ist, damit ich was lerne, aber nicht zu schwer, damit ich es auch hinkriege, ohne dass es in einer Katastrophe endet) und zeichne die dann. Und da vorne immer die beliebten Bilder sind, kennt die wahrscheinlich jeder.

Mit der Schraffur, da sprichts du einen Punkt an... der mir noch so gar nicht aufgefallen ist. Ich hab meine alten Sachen durchgeschaut und ich habe früher tatsächlich sehr sauber an den Formen entlangschraffiert (ich kann durchaus schraffieren, so ist das gar nicht). Inzwischen ziehe ich meistens stur meine 45° Schraffur durch. Warum sich das so entwickelt hat... ich hab keine Ahnung (vielleicht hab ich zu viele technische Zeichnungen gemacht :D)
Ich hab das nicthtmal bewusst verändert, das ist einfach im Laufe der Zeit so passiert und wenn ich das alte Zeug anschaue, das sieht tatsächlich irgendwie "plastischer" aus.
Da muss ich vielleicht mal wieder drauf achten.


Und ja, ich denke, ich weiß tatsächlich ziemlich genau, was ich zeichnen will, ich weiß nur noch nicht so ganz, wie ich da hinkommen soll. Deswegen hat wahrscheinlich auch sepiaschale mit der Vermutung, dass ich zuviel auf einmal will nicht Unrecht (da bin ich vorher noch gar nicht drauf eingegangen)
Es ist durchaus so, dass ich ein ziemlich konkretes Ziel hab, also im Sinne von, ich hab eine genaue Vorstellung von einem Bild im Kopf und mir fehlt einfach noch das Können, das dann so umzusetzen, dass es exakt so aussieht, wie ich es gerne hätte.
Ich kann nichtmal sagen, ob das für mich gut oder schlecht ist. Ich brauche in gewisser Weise anspruchsvolle Ziele, weil ohne Erwartungsdruck arbeite ich in der Regel sehr schlampig, ich brauch das, um mich selber zu motivieren. Wenn ich keine utopischen Ziele habe, fehlt mir einfach der Antrieb, mich zu verbessern. Auf der anderen Seite ist natürlich auch immer ein bisschen der Frust da, wenn ich mein Ziel nicht erreicht hab, das ist dann wieder die Kehrseite.
(Ich denke, dass ist eine persönliche Einstellung, die vielleicht auch nicht jeder nachvollziehen kann, daher das zur Erklärung, warum ich mir nicht weniger vornehme und mir Ziele auf "meinem Niveau" suche)
(und sorry, dass ich so viel wirres Zeug erzähle, ich sollte wirklich bald anfangen, weniger zu schreiben und einfach mal zu zeichnen, immerhin ist das kein Geschichtenerzählforum
:| ab Donnerstag hab ich endlich wieder Zeit )

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Beitrag von Cavis » 29. Aug 2015, 10:41

Also ich glaube... bis ich zu meinem Bild komme, das ich geplant hab, das dauert noch eine Weile.

Ich weiß einfach nicht, was für Brushes ich benutzen soll. Ich mag eigentlich den glatten Standardpinsel so überhaupt nicht, weil das dann immer schmierig aussieht, aber sobald ich irgendwas texturiertes nehme, sieht es dreckig aus. Ich hab allgemein Probleme, dass mein Stil immer etwas dreckig aussieht, meine Bilder werden sehr schnell... matschig. :?

Ich hab ja wie gesagt noch nie digitale skizzen gemacht. Ich zeichne einfach lieber auf Papier, aber da ich in den Ferien bei meinen Eltern bin und das Skizzenbuch beim besten Willen nicht mehr in den Koffer gepasst hat (das ist nichtmal eine Ausrede), dachte ich, jetzt ist der beste Zeitpunkt, damit anzufangen. Weil es nützt mir alles nichts, wenn ich zwar auf Papier malen kann, aber dann die digitale Coloration nicht hinbekomme.

Allerdings hab ich 2 Probleme.
1. Ich male immer alles zu Tode. Ich schaff es einfach nicht, mit wenigen Strichen das darfzustellen, was ich gerne würde. Sieht man ganz gut da das Bild jetzt hier eh schon im Thread steht an dem Bild von Chinasky oben, da sind ein paar Striche und das sitzt alles und dann passt das (gerade an den Klamotten z.B.). ich kann das mit Aquarell, aber nicht digital. Ich weiß nicht, ob das an schlechten Brushes liegt, oder ob ich es einfach nicht kann.
Bei mir siehts erst nach was aus, wenn tausende von Details drin sind.
2. Ich kann keine Farben mischen. Wie Macht ihr das? in Schichten mit mehreren Ebenen, bzw. wenig Deckkraft wenn auf einer Ebene? oder trefft ihr gleich auf anhieb die richtige Farbe? (Ich glaube ich denke da auch noch zu sehr analog. Wenn ich mit Aquarell oder auch Buntstiften male, dann schichte ich tatsächlich manchmal 20 Farben übereinander und irgendwann stimmt dann auch die Farbe, aber digital funktioniert das nicht)

Ich hab mal 3 Hände gemalt (weil Hände mein Angstthema sind, nach Fotos versteht sich) (und auf alle Texturpinsel verzichtet, so nebenbei gesagt) bei der ersten, die ist irgendwie zu gelb, die zweite ist zu rosa, (Ich hätte da mit aquarell jetzt blau reingetan) das seh ich, aber ich krieg es trotzdem nicht besser hin, bei der dritten hab ich dann aufgegeben und nur noch grau gemalt, (ja, vor den Problemen davonlaufen, macht es besser...)

Ich glaub, ich mal erstmal noch gar nichts und mal weiter Hände und Gesichter ab, bis ich Haut colorieren kann. (Auch wenn ich ganz ehrlich sagen muss, Skizzen machen mir einfach keinen Spaß und muss mich jedes Mal dazu zwingen, ich zeichne lieber schöne Dinge. Aber ohne üben wird das nix)

Bild
Zuletzt geändert von Cavis am 14. Jan 2017, 21:57, insgesamt 1-mal geändert.

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Wolkenleopard
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Beitrag von Wolkenleopard » 29. Aug 2015, 11:55

Zu deine Farbproblem - hast du schon die folgenden Funktionen gefunden?

- Farbton/Sättigung
- Farbbalance
- Ebeneneigenschaften

Wenn man dort an den Reglern herumspielt, kann man sehr viel wieder herausreißen, wenn man sich im Farbton vertan hat.

Zu den Ebenen:

Das macht jeder anders. Ich mache es wie folgt in dieser zeitlichen Reihenfolge:

Basis sind vier Ebenen:

- Hintergrund (vollkommen einfarbig, bei mir meist ein Sepiaton, ist aber Wurst, da er bei vollständigen Bildern eh komplett übermalt wird, er dient nur dem Kontrast)

- Outlines (Skizzenlinien bei "Gemälde", Outlines bei Comicstil)

- Colo (da kommt die Farbbasis drauf, zB rosè für Haut, braun für Haare etc, sehr flächig, ohne Verläufe scharf abgegrenzt)

- Schatten (Schatten mithilfe von Schwarz, damit definiere ich die Plastizität)

- Licht (Licht mithilfe eines sehr hellen Gelbtones, ebenfalls erstmal nur für Plastizität)

Die Reihenfolge der Anordnung im Photoshop wird dann allerdings umgekehrt angezeigt, ich arbeite mich also von unten nach oben vor - erst Hintergrund, dann erstelle ich obendrüber die Outlines, dann die Colo usw. Aus den Licht- und Schattenebenen werden rasch mehrere, da kommen dann eben noch Schlagschatten, Reflektiertes Licht etc. hinzu. Am Ende habe ich bei komplexen Bildern meist so 20-30 Ebenen.

Bei ca. 2/3 der Fertigstellung reduziere ich alles auf eine Ebene und mache eine jpg draus. Dann stelle ich noch einmal an den ganzen Reglern herum, Kontraste, Sättigung etc. Und dann korrigiere ich Kanten etc. indem ich den Wischfinger benutze oder mit der Pipette die Farbe für den Pinsel wähle. Häufig lege ich noch weitere Schatten- und Lichtebenen darüber, ehe ich noch einmal auf jpg. reduziere und den letzten Feinschliff in gleicher Weise mache.

Würde es klasse finden, wenn sich hierzu mal noch ein Profi melden würde, wie er das macht!

Zu den Pinseln:

Ich liebe Speedpaintingbrushes! Damit sind zB in meinem Showrum das erste Bild mit den knutschenden Tieflingen und das letzte mit den zwei Orks in den Bergen gezeichnet worden. Nur damit, einem einzigen Speedpaintingbrush. Ich finde, dadurch sehen die Bilder nicht so "trocken" aus wie mit dem Rundpinsel. Auch Skizzen wirken so besser (vgl. Takas Gesichter im Coverthread - das ist der gleiche Pinsel gewesen)

Zu dem Skizzenproblem:

Da ich das Problem kenne, nicht gern "halbe Sachen" zu zeichnen, hier ein Tipp (keine Ahnung, ob der was für dich ist): Erstelle Pseudocomicseiten! Die ist dann keine wirkliche Geschichte, sondern nur ein Ausschnitt eines nichtexistenten Comics / Grafiknovelle, in welchem du alle Dinge, die du dir vorgenommen hast zu üben, unterbringst, so dass es haaalbweeegs zueinander passt. So hast du am Ende trotzdem ein schönes Gesamtresultat, was mehr her macht, als isolierte Skizzen, hast aber trotzdem alles üben können.

Gruß
Wolkenleopard

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Beitrag von Cavis » 29. Aug 2015, 14:03

Wolkenleopard hat geschrieben:Zu deine Farbproblem - hast du schon die folgenden Funktionen gefunden?

- Farbton/Sättigung
- Farbbalance
- Ebeneneigenschaften

Wenn man dort an den Reglern herumspielt, kann man sehr viel wieder herausreißen, wenn man sich im Farbton vertan hat.
Zwangsweise. Zur Nachbearbeitung von Scans brauch ich das ja, aber es sollte wohl eher das Ziel sein, die Farben auch ohne nachbearbeitung zu treffen, zumindest langfristig. das kommt mir wie schummeln vor.
Wolkenleopard hat geschrieben:Zu den Ebenen:

Das macht jeder anders.
Ja, das stimmt. Das ist auch nur mal so dahergefragt, wie andere das machen. Ich arbeite z.B. nicht mit licht und schattenebenen. Ich zeichne alle farben auf eine Ebene. Meine Ebenen trennen sich nach "Ebenen im Bild" Sprich, wenn ich Klamotten zeichne ist eben jede Schicht eine eigene Ebene, damit ich da auch später noch dran rumfriemeln kann, ohne die anderen Sachen kaputt zu machen. Aber wie gesagt, nur eine Ebene insgesamt für Licht und schatten und alles zusammen.
Ich hab schon oft gesehen, dass Leute neue Ebenen für Licht nehmen und ich frag mich daher, wie verbreitet diese Herangehensweise ist, ob das sinnvoll wäre, das auch mal so zu machen.
Wolkenleopard hat geschrieben:Würde es klasse finden, wenn sich hierzu mal noch ein Profi melden würde, wie er das macht!
Ja, das fänd ich auch super :)
Wolkenleopard hat geschrieben:Ich liebe Speedpaintingbrushes! Damit sind zB in meinem Showrum das erste Bild mit den knutschenden Tieflingen und das letzte mit den zwei Orks in den Bergen gezeichnet worden. Nur damit, einem einzigen Speedpaintingbrush. Ich finde, dadurch sehen die Bilder nicht so "trocken" aus wie mit dem Rundpinsel. Auch Skizzen wirken so besser (vgl. Takas Gesichter im Coverthread - das ist der gleiche Pinsel gewesen)
Ok, dumme frage. Was macht einen Pinsel zu einem Speedpaintingpinsel? Also welche Eigenschaften muss der haben in Sachen textur und Form?
Ich hab dieses Lazy Brush set, das irgendwie absolut jeder benutzt, den ich bisher gesehen hab, aber ich weiß auch nicht, was davon ich benutzen soll. :?

Wolkenleopard hat geschrieben:Da ich das Problem kenne, nicht gern "halbe Sachen" zu zeichnen, hier ein Tipp (keine Ahnung, ob der was für dich ist): Erstelle Pseudocomicseiten! Die ist dann keine wirkliche Geschichte, sondern nur ein Ausschnitt eines nichtexistenten Comics / Grafiknovelle, in welchem du alle Dinge, die du dir vorgenommen hast zu üben, unterbringst, so dass es haaalbweeegs zueinander passt. So hast du am Ende trotzdem ein schönes Gesamtresultat, was mehr her macht, als isolierte Skizzen, hast aber trotzdem alles üben können.

Ich hab auch keine Ahnung, ob das was für mich ist, aber zumindest ausprobieren kann ich es ja mal :D

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Wolkenleopard
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Beitrag von Wolkenleopard » 31. Aug 2015, 12:48

Wenn du danach gehst, ist ALLES in Photoshop schummeln, was über das ganz normale Malen auf einer einzigen Ebene hinaus geht. ;) Aber da zieht jeder die Grenze anders. Die meisten sehen es so, dass nur das Endresultat zählt. Ich empfinde zB das Zeichnen nach Referenz als Schummeln, besonders, wenn es reines Abmalen ohne Neukombination ist. Ich zwinge mich allerdings in letzter Zeit trotzdem ab und zu dazu, weil es eh alle machen. Andere verurteilen das Überzeichnen von Vorlagen ("abpausen") oder die Anfertigung von Photomanipulationen. Da muss jeder selber schauen, was er mit seiner persönlichen Künstlerehre vereinbaren kann und ab wann es für ihn Schummeln ist.

Das hier zB sind ganz gute Speedpaintingbrushes:

http://alectorfencer.deviantart.com/art ... 8269&qo=12

Ich zumindest nutze sie gerne. Lazy Brush Set sagt mir nix.

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Beitrag von Cavis » 31. Aug 2015, 15:09

Naja, da hast du auch wieder Recht.
Aber da ich ja eigentlich eher aus der analogen Richtung komme, wo man ja auch nicht nachträglich die Farbe verändern kann (außer man übermalt wieder alles, aber das ist ja wieder was anderes), ist es für mich eben so, dass ich immer denke, ich will schon eher alles selber malen, so dass es dann auch ohne Farbfilter stimmt.

(Und ich sags auch ganz ehrlich, das digitale Malen macht mir zwar Spaß, ich finde digitale Bilder schön und will damit auch nicht aufhören, aber in erster Linie ist es für mich ein Mittel zum Zweck, weil ich eben immer wieder alles verändern kann. Mein langfristiges Ziel ist es wieder zurück zu Aquarell zu gehen, sobald es auch ohne Vorlage klappt, also so wenig schummeln wie möglich)

Die Brushes schau ich mir später mal an, vielen Dank :)

Ich meinte die hier http://fav.me/d5rrzrl, von denen ich aber immer nur die Basics verwende.

Chinasky
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Beitrag von Chinasky » 12. Sep 2015, 00:39

Die meisten Leute machen sich am Anfang zuviele Gedanken über den richtigen Brush.
Ich hab mal meine basic Werkzeugvorgaben online gestellt. Die kannste Dir ja mal installieren. Vorher solltest Du natürlich Deine eigenen Werzeugvoreinstellungen sichern, aber dann würde ich vorschlagen, meine Werkzeuge nicht zusätzlich zu laden, sondern schon Deine alten zu ersetzen. Ich hab meine Tools hier etwas ausgedünnt - aber höchstwahrscheinlich wirst Du dennoch nur einen Bruchteil davon brauchen. Es macht immer Sinn, so wenige Pinsel/Werkzeuge wie möglich in seiner Liste zu haben - umso weniger Zeit verbringt man damit, zwischen den einzelnen Brushes hin- und her zu wechseln.

Was die Farbigkeit angeht: Meiner Ansicht nach ist es zu verwirrend, mit unterschiedlichen Farbmodi zu malen. Kann man hier oder da mal als Effekt einsetzen - aber es ist meist einfacher, die genaue Farbe, die man braucht, direkt auszuwählen, statt da lange herumzuschummern.

Kleiner Hinweis am Rande: ein weißer Hintergrund erschwert das Treffen der richtigen Tonwerte sehr. Ich würde immer einen wenig gesättigten farbigen Hintergrund im oberen Drittel des Tonwertspektrums als Hintergrundfarbe auswählen.
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Beitrag von aeyol » 12. Sep 2015, 00:49

Mit welcher Photoshopversion arbeitest du denn, Chinasky? Mit meinr (CS6) ist dein Preset nicht kompatibel. :(
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Beitrag von Chinasky » 12. Sep 2015, 01:51

Ich arbeite mit der CC-Version. Hhmm... Kann mir aber gerade nicht erklären, warum meine Vorgaben mit CS6 nicht kompatibel sein sollten... Mooooment... *ausprobier*
Also mit meineer CS6-Version sind sie kompatibel. Dir ist schon klar, dass das nicht Pinsel-, sondern Werkzeugvorgaben sind, oder? Gibt's eine Fehlermeldung, wenn Du das Toolset laden willst, oder sind nur einzelne Brushes nicht zu verwenden? Ich hab bei manchen die Pinselrotation mit reingepackt, da ich ja den Artpen benutze - könnte es vielleicht daran liegen?

Ich hab noch das hier hochgeladen - praktisch nur ein Kohlebrush (und ein paar Radierer oder so, bin mir da nicht sicher). Funktioniert der bei Dir?
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Beitrag von Cavis » 12. Sep 2015, 09:43

Oh super, danke :)
Ich werd das später mal anschauen. Vorerst hab ich erstmal ein bisschen Abstand von PS und co genommen. Ich hab mir letzte Woche Rebelle zugelegt, das ich nur durch Zufall gefunden hab, aber ich hab das Gefühl, dass mir das einfach viel mehr liegt, auch wenn die Möglichkeiten, die das Programm bietet recht eingeschränkt sind.
Ich kann damit malen wie mit Aquarell, aber mit allen digitalen Vorteilen, wie alles wieder wegradieren und neu malen und mit hellen Farben deckend über dunkle malen, also eigentlich genau das, was ich immer wollte.

Es ist wahrscheinlich mehr ein Spielzeug, aber ich mag Spielzeug.

Ganz verzichten will ich auf Standarddigital nicht, aber ich lass das jetzt erstmal langsamer angehen. Ich muss erst meinen Stil finden :?

Das mit den Farben direkt treffen, dachte ich mir schon, dann muss ich das wohl noch eine Weile üben, weil bisher hat das mehr was von Trial & Error, aber das wird schon. Irgendwann.

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Beitrag von aeyol » 12. Sep 2015, 13:04

Uh, ich will hier jetzt gar nicht rumspammen - aber nein, Chinasky, natürlich ist mir klar dass es sich um ein tool preset und nicht um einen brush handelt. Könnte tatsächlich sein, dass es an der Pinselrotation liegt... komischerweise habe ich aber mit beiden deiner Files Probleme.
Ich habe auch gerade testweise noch irgendwelche beliebigen anderen Tool Presets runtergeladen, die sich normal installieren ließen. :?

"Could not load tool presets [...] because the file is not compatible with this version of Photoshop." (bei deinen basic presets)

"Could not load tool presets because the file has been damaged by a disk error." (beim Kohle-Preset. DAS wiederum hat mich extrem irritiert. Da ist auch nicht die Datei beim Download kaputtgegangen oder so... habs mehrmals probiert)


@Milly
Oh interessant, Rebelle kenn ich noch gar nicht. :D

Zum Thema Skizzen und Studien: Ich kenn das Problem, lieber etwas zeichnen zu wollen, was auch irgendwie schön aussieht. Aber auch eine Skizze/Studie kann schön aussehen und T-Shirt-Druck-tauglich sein, wenn sie eine schöne Form hat. :)
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Beitrag von Chinasky » 12. Sep 2015, 15:26

@aeyol: Sorry, das scheint tatsächlich irgendwie am Hochlade-Prozeß zu liegen. Hab mir die Files gerade nochmal selbst von meinem Webspace runtergeladen und hatte dann die gleichen Probleme wie Du. Weiß grad echt nicht, woran das liegt...

@Milly: Sorry für's Zuspammen Deines Threads. Jedenfalls macht es wohl auch für Dich keinen Sinn, meine oben verlinkten Toolpresets zu installieren...

EDIT: Jetzt funzen die Links und man kann die Toolpresets auch in PS laden. Danke an aeyol, die mich auf den Trichter brachte, dass FileZilla schuld war! :)
Zuletzt geändert von Chinasky am 12. Sep 2015, 19:45, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von Cavis » 28. Sep 2015, 16:56

Joa, Rebelle scheint noch sehr neu zu sein, ich hab davon auch noch nie was gehört und bin da nur durch Zufall drüber gestolpert, aber ich glaube, das ist genau mein Programm :)

Hier mal eins meiner ersten Testbilder. Nach Fotovorlage, weil ich erstmal den Umgang mit dem Programm lernen will ohne über das Motiv nachdenken zu müssen. Auf 2 Sachen achten gleichzeitig kann ich nicht :D

Bild

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Beitrag von Wolkenleopard » 5. Okt 2015, 11:39

Also für einen ersten Versuch ist das sehr gut, vor allem die Sandwolke! Nur Schweif und Mähne scheinen mir noch nicht ganz so gelungen, und das Maul des Braunen müsste vermutlich vor rosa sein, am Rest finde ich nichts auszusetzen. Der sanft getönte Hintergrund gefällt mir besonders gut, er bildet einen schönen Kontrast zu den spielenden Pferden, die ja kontrastreich und dynamisch daherkommen.

Wie gehst du bei solchen Arbeiten vor? Malst du 1:1 vom Referenzfoto ab oder kombinierst du neu? Wenn ja, aus wie vielen Einzelbildern?

Ich fände es allgemein schön, wenn du ein paar mehr Worte zu deinen Werken schreiben könntest, was du dir dabei gedacht hast, was du ausdrücken wolltest, wie es entstand etc., dann könnte man spezifischer darauf eingehen. :-)

Gruß
Wlpd

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Beitrag von Cavis » 5. Okt 2015, 12:21

Wolkenleopard hat geschrieben:Ich fände es allgemein schön, wenn du ein paar mehr Worte zu deinen Werken schreiben könntest, was du dir dabei gedacht hast, was du ausdrücken wolltest, wie es entstand etc., dann könnte man spezifischer darauf eingehen. :-)
Ich hab mir dabei gar nichts gedacht und will damit auch nix ausdrücken. Wie ich oben schon gesagt hab, war das einzige Ziel von diesem Bild, zu testen, wie das Programm so funktioniert. Das ist 1:1 vom Foto abgemalt, abgesehen vom Hintergrund jetzt ^^
Also was ich damit sagen will, da ist kein tieferer Sinn in dem Bild, den man jetzt suchen könnte/müsste.

Normalerweise bau ich mir meine Bilder so zusammen, wie ich es brauch und dann schreib ich da auch dann immer einen Roman dazu, keine Sorge (mir wurde schon mehr als einmal gesagt, "das ist zu lang, das les ich gar nicht erst", also im Romane schreiben bin ich gut.
Aber momentan hab ich einfach nix zu zeigen, also auch nix zu schreiben. Außer den Inktober bildern zeichne ich grade gar nicht.

Ich weiß ich hab gesagt, ich wollte hier mal was gescheites reinstellen, aber... ich bin grade einfach irgendwie noch nicht soweit. Gib mir noch ein paar Wochen/Monate :D

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