Neuer Rechner mit Ubuntu Studio

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WhiteLady
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Beitrag von WhiteLady » 19. Jan 2011, 12:15

Makx: Schade, dass du dich jetzt auf die Ebene begibst und mich an"flame"st... eigentlich fand ich deine vorherigen Posts immer gut durchdacht und sachlich. Der letzte Post klingt für mich aber eher nach "enttäuscht und deshalb schieß ich jetzt mal wahllos zurück". Da hast du leider etwas in den falschen Hals bekommen (und dir noch dazu meinen Post nicht richtig durchgelesen). Ich hab dich ja nicht persönlich angegriffen, sondern meine Erfahrungen und Schlüsse zu Ubuntu berichtet. Das hat nix mit deiner Person zu tun. Aber sei´s drum.

Ich habe nach einem Äquivalent für InDesign unter Ubuntu gegoogelt. Finde mir doch mal bitte eins! Dann probiere ich es auch gerne hier aus. Oder vielleicht kannst du mir ja auch nen Printprofi nennen, der mit einem Programm unter Ubuntu seine Druckerzeugnisse erstellt.

Ich habe (viel!) nach Videoschnittsoftware für Ubuntu gegoogelt, bevor ich mich für ein Programm entschieden habe. Alles, was ich gefunden habe, war das:
http://wiki.ubuntuusers.de/Videobearbeitung
Alle kostenlos! Zudem habe ich mehrere davon installiert und vorher ausprobiert. Wenn ich eines gefunden hätte, das man kaufen muss, hätte ich es gekauft - wenn dann gewährleistet ist, dass es auch funktioniert und gut dokumentiert ist.

Ich lasse mich jetzt auch nicht in die "will nix für Programme ausgeben und beschwert sich dann hinterher, dass sie nicht funktionieren" Ecke stellen: Mir gehts nicht darum, möglichst nix für Programme auszugeben - sondern ich möchte Programme, mit denen ich zügig und verlässlich arbeiten kann - egal, ob sie etwas kosten (sonst hätte ich nun nicht 2.300 Euronen für die Creative Suite hingelegt)! Wenn sie Open Source sind, umso besser, denn wie in meinen vorherigen Posts deutlich geworden sein dürfte, mag ich die großen Konzerne nicht, und Angebotsmonopolisten schon mal gar nicht! Aber an der Creative Suite kommt man offensichtlich nicht vorbei...

Wie ich schon geschrieben habe, habe ich mir von Sony nun Vegas Movie Studio gekauft. Das kann alles, was ich brauche, und stürzt nicht ab. Ich benutze also nicht den Windows Movie Maker.

Ob PDF nun Adobe Standard ist oder nicht und es deshalb ein Kunststück für Adobe ist, diese Format zu händeln, ist mir ziemlich wurscht - aber jede Druckerei, mit der ich zusammenarbeite, arbeitet nun mal mit diesem Datenformat! Und PDF ist durch die vielen Leute, die damit arbeiten, entsprechend ausgereift, was Farbmanagement angeht, so dass ich auch hinterher farblich das herausbekomme, was ich vorher eingestellt habe. Denkst du ernsthaft, ich stelle mich nun als User hin und verlange von den Druckereien, sich doch bitte gefälligst an die Datenformate anzupassen, die ich ihnen liefere?

Auch wenn Ubuntu mit Blender oder Maya zusammen das Spitzensystem ist, das hilft mir nicht - ich arbeite nun mal nicht im 3D-, sondern im Printbereich... und da finde ich nichts an professionellen Programmen! Deshalb nochmal die Bitte - vielleicht weißt du ja mehr als ich oder Google, kennst du professionelle Layoutprogramme für Ubuntu im Printbereich? Oder ein Closed Source-Programm, das stabil läuft, für Videoschnitt? Es ist nicht so, dass ich da kein offenes Ohr hätte, ich würde es auch nochmal drauf angekommen lassen, die Programme auszuprobieren - ich habe nur schlicht nichts gefunden in diesem Bereich!

Solange da aber dann nichts kommt, werd ich meine Einstellung zu Ubuntu und die dafür erhältlichen Programme auf meinen Erfahrungen basiert auch weiterhin nicht ändern...

Makx
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Beitrag von Makx » 19. Jan 2011, 13:57

Vielleicht habe ich deinen Post ja auch falsch verstanden, aber für mich klang er so als ob du sagen wolltest:
Für mich im gestalterischen Bereich ist nun leider das Fazit: Wenn man professionell mit den Programmen arbeiten und sich drauf verlassen können muss, dass alles funktioniert - Finger weg von Open Source.
Also: für den gesamten gestalterischen Bereich ist alle Open Source Software immer schlecht.

Das es für's Layouting und Drucken keine guten OpenSource Produkte gibt mag schon sein,
aber das liegt nicht daran, dass sie OpenSource sind.

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WhiteLady
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Beitrag von WhiteLady » 19. Jan 2011, 14:58

Ah, das war der Satz, um den es ging!

Ok, I give you that: Den "gestalterischen Bereich" nehme ich zurück.

Man muss es wohl differenzierter sehen. Gimp ist zwar, was die Funktionalität angeht, Photoshop etwas hinterher mittlerweile, aber Bildbearbeitung lässt sich damit schon machen. Wie Linux bei Programmen für Gestaltung und Programmierung im Web aufgestellt ist, habe ich mich noch nicht schlau gemacht - allerdings braucht man da ja auch nur einen halbwegs vernünftigen Editor, zur Not ginge sogar ein reiner Texteditor.

Andererseits hast du bisher auch nur davon gesprochen, dass Ubuntu mit Maya und Blender gut funktioniert... Videoschnittsoftware kennst du demnach also auch kein, die funzt... weshalb meine Aussage dann wieder nicht nur für den Printbereich, sondern auch für den Videoschnittbereich gelten würde.

Mit dem "liegt nicht daran, dass sie Open Source sind" bin ich mir nicht so sicher... Würde sich mit Open Source gut Geld verdienen lassen, gäbe es sicher auch bereits gute Layoutprogramme für Linux, wären die Programme wesentlich besser dokumentiert, oder wären die Mätzchen bei KDEnlive mittlerweile ausgemerzt - da es das vielversprechendste der ganzen Videoschnittprogramme für Ubuntu ist, und es schon ne Weile existiert und die Leute eigentlich drauf warten, dass es endlich ein Update gibt - siehe dieser Artikel von 2009: http://www.osnews.com/story/21785/KDEnL ... _There_Yet.

Gimp ist halt stark frequentiert und bildet deshalb ne Ausnahme, auch Blender würde ich so einordnen... aber im Großen und Ganzen halte ich daran fest, dass Open Source nicht wirklich das Beste ist, wenn man professionell arbeiten will.

beazet
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Beitrag von beazet » 19. Jan 2011, 18:54

@WhiteLady:
leider hast du mit den allermeisten Punkten recht.
Gimps Entwicklercrew ist zZ. auf zweieinhalb Leute zusammengeschrumpft, und über deren Prioritäten wird zZ. heiss diskutiert. Viele grundlegende Features sind immer noch nicht implementiert (16bit/Farbkanal, andere Farbmodelle als RGB, hierarchisches Ebenenmodell ...), und anders als bei kommerzieller Software gibt es auch keine halbwegs verbindlichen Roadmaps.
Bei Blender sieht es besser aus, weil da auch Geld in Form der Blenderfoundation dahintersteckt, und ein sehr zielstrebiger Geist namens Ton Roosendaal. Trotzdem muss man auch da nehmen, was man gerade kriegt, und es kann sein, dass kritische Features zwischen den Releases mal einfach ohne detaillierten Zeitplan für eine Weile nicht mehr verfügbar sind (wie zB. momentan Kollisionserkennung für Haare).
Maya läuft auf Linux/Ubuntu. Aber sobald ich zB. mit dem Vue-Plugin arbeiten möchte, ist es schon vorbei, denn das gibt es zwar für Maya ... aber nur unter Win und Mac OS X.

Es ist im wesentlichen so, wie du vermutet hast: die Open Source Plattform ist toll für Softwareentwickler - de fakto ein System von Programmierern für Programmierer. Sie könnte auch für andere Bereiche toll sein, aber daran scheint im Augenblick die Mehrzahl der Entwickler kein Interesse zu haben.

Ich habe irgendwann Anfang der 90er angefangen, unter Unix, später Linux, Software zu schreiben, und die letzten 12 Jahre damit zum grossen Teil meine Brötchen verdient. Linux hat es in dieser Zeit zwar geschafft, in Zusammenarbeit mit Windows die meisten kommerziellen Desktop-Unixe totzumachen (das im grafischen Bereich verbreitete SGI Irix zum Beispiel, für das es sogar mal Adobe Photoshop und Illustrator gab), aber keinen wirklich *anwenderorientierten* Desktop-Unix Ersatz geboten. Es ist letztlich auch heute noch ein System von Hackern für Hacker, dessen Usergemeinde stolz darauf ist, die längsten Shellbefehle auswendig zu kennen. ;)

n den letzten paar Jahren habe ich zunehmend auch grafisch-illustrative Sachen gemacht. Momentan plane ich mir meine Windows-Kiste+Software zusammen. Leider.

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Beitrag von WhiteLady » 19. Jan 2011, 20:31

beazet hat geschrieben:Momentan plane ich mir meine Windows-Kiste+Software zusammen. Leider.
Erstmal - danke, dass du auch deine Erfahrungen geschildert hast. :-)

Dass man immernoch auf Windows oder Apple zurückgreifen muss, ist eigentlich traurig!
Im Moment, kann ich sagen, gibt es eigentlich kein Betriebssystem, mit dem ich richtig glücklich bin.

Windows ist ein elender kleiner Klugscheißer: Installiert ungefragt Gerätetreibersoftware, die sich dann mit der original Treibersoftware vom Tablett kabbelt - obwohl ich ihm explizit diese Funktion mit dem selbstständig Treibersoftware installieren ausgeschaltet habe, tut Windows es immer noch! Unglaublich, eigentlich. Und bei Windows 7 haben Microsoft auch noch gpedit.msc rausgeschmissen, mit dem ich diese Funktion ein und für alle mal ausschalten könnte... Dann: Meine ganzen schnellen USB-Ports sind hinten am Rechner, und wenn ich vorne an den langsamen USB-Ports mein Kartenlesegerät anschließe, klugscheißert Windows rum von wegen "dieses Gerät könnte eine höhere Leistung erzielen"...!!! Sicher, wenn du so ein schlaues Betriebssystem bist, dann registrier halt, dass die ganzen schnellen USB-Ports hinten am Rechner trotz Hubs voll sind, Spacko! Diese erbärmliche Entschuldigung eines Browsers namens Internet Explorer, der immer noch nicht CSS vernünftig behandeln kann... Naja, und dann eben noch die ganzen Sicherheitsaspekte. Microsoft also: Doof.

Mac OS ist ein schönes intuitives Betriebssystem, aber die Firmenpolitik von Jobs geht gar nicht - die Sache mit dem Digital Rights Management damals ist da ein Beispiel (mp3s konnten nur auf Apples abgespielt werden), die hohen Kosten, die meiner Meinung nach ungerechtfertigt sind, weil die Hardware eben einfach nicht mehr die Qualität von früher hat, ist ein anderes... wenn ich dann von überhitzten MacBooks höre, oder von iPhones, die bei Minus 12 Grad in Norwegen zerspringen, und Apple die Reparatur auf Garantie verweigert, weil die Geräte "nicht für diese Temperaturen gemacht" wurden, finde ich das ne Lachnummer. Genau so wie die Sache, dass das iPad keine USB-Anschlüsse hat - wtf??? Gehts noch??? Apple sind mir da definitiv zu arrogant, denen möchte ich meine Kohle auch nicht geben... Apple also: Auch doof.

Und Linux halt... auch das schöne, intuitive Betriebssystem ähnlich Mac OS, und dann noch viel Open Source, was gut ist, wenn man eben nicht die großen Konzerne unterstützen will - aber eben das Problem, das die Meisten damit nicht professionell arbeiten können. Nicht nur doof, sondern Ausschlusskriterium (zumindest für den Job).

Insofern wählt man dann halt mit Windows das kleinste Übel.
Eigentlich ist es genau wie mit der Politik, wenn man wählen gehen muss... :roll:

MartinH.
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Beitrag von MartinH. » 19. Jan 2011, 22:52

Bild

ich bitte darum diesen liebevoll gepixelten smily in die offizielle smily liste aufnehmen. das würde mich sehr freuen und ich denke der smily hat in diesem forum schon ein paar mal gefehlt. als tag schlage ich das vor:

Code: Alles auswählen

:flamewar:


Linux hat es in dieser Zeit zwar geschafft, in Zusammenarbeit mit Windows die meisten kommerziellen Desktop-Unixe totzumachen (das im grafischen Bereich verbreitete SGI Irix zum Beispiel, für das es sogar mal Adobe Photoshop und Illustrator gab), aber keinen wirklich *anwenderorientierten* Desktop-Unix Ersatz geboten.
ich dachte der anwenderorientierte-desktop-unix-ersatz nennt sich osx?! ;)


ich hab früher auch immer über windows geschimpft. komischerweise hatte ich da schlagartig kein bedürfnis mehr zu als ich versucht hatte dauerhaft auf osx zu wechseln. das ließ windows für mich irgendwie in einem ganz anderen licht erscheinen und dinge die ich für selbstverständlich gehalten hatte sind auf einmal liebgewonnene features. da nehm ich die paar macken die xp hat doch relativ gern in kauf.
und linux ist auch nix für mich.

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Beitrag von WhiteLady » 19. Jan 2011, 23:10

:D Der Smily ist klasse, Martin!

Bei mir isses anders herum: Ich komme von OS X, und hatte jetzt mit Windows die Umstellungsschwierigkeiten. Aber ich hab jetzt im Großen und Ganzen alles so, wie es vorher aufm Mac auch war.

Was ich nur vermisse, ist beim Speichern in Photoshop links die Leiste mit den Favoritenordnern... jedesmal klickt man sich durch das ganze Dateisystem hin zum Speicherort, weil links nur "Zuletzt besucht", "Desktop", "Bibliotheken", "Computer" und "Netzwerk" aufgeführt sind... man scheint aber keine Ordner, die man oft benutzt, zum Speichern als Alias irgendwo in diesem Speichern-unter-Manager ablegen zu können... Falls ich da irgendwas verpasst habe und einer kann mir helfen, wär ich dankbar! :oops:

MartinH.
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Beitrag von MartinH. » 20. Jan 2011, 12:07

beim öffnen ist das icon für favoriten rechts oben. speichern weiß ich nicht, hab ich nie vermisst.

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Beitrag von WhiteLady » 20. Jan 2011, 13:03

Merci, das Icon beim Öffnen hatte ich noch nie bemerkt. Die Icons sehn aber auch noch aus wie bei Windows anno dazumal...

Beim "Speichern unter" jedesmal durch den ganzen Speicherpfad durchklicken zu müssen, bleibt mir dann wohl nicht erspart... *seufz* ist ein echter Vorteil von Unix-OS´.

MartinH.
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Beitrag von MartinH. » 20. Jan 2011, 14:36

reine gewöhnungssache. ich find den windows dialog tausendmal besser. favoriten nützen mir nix weil ich zu viele ordner hätte um die da sinnvoll unterzubringen. außerdem hat mich das dazu erzogen meine ordnerstruktur halbwegs systematisch anzulegen und sie fast auswendig im kopf zu haben. ich find den osx dialog mega unübersichtlich und krampfig wenn man auf höhere hierarchieebenen wechseln will.
unter windows brauch ich zum schnellen navigieren die maus nur minimal zu bewegen, doppelklick um in einen ordner zu wechseln, backspace um eine ebene zurück zu gehen. backspace hab ich auf ner maustaste. alle ordner hat man gut im überblick. der windows dialog filtert dateitypen sinnvoll, der osx dialog zeigt dir z.b. wenn du mit textedit ein rtf dokument speichern willst nicht nur ordner und rtf dokumente an, sondern auch zips, bilder, alles. aber die sind nicht von den ordnern getrennt gelistet sondern zwischendrin, was die scrollwege länger macht.
ich find sogar das komplette drag and drop und die fenster verwaltung bei windows viel sinnvoller. die taskleiste ist super, find ich viel besser als das osx dock.
z.b. wenn ich ne datei vom desktop auf ein offenes programm ziehen will das ich offen hab. unter windows:
winkey-d, klicken, auf das programmfeld auf der taskleiste ziehen, programmfenster klappt auf, drauf ziehen, loslassen.
unter osx:
maus in die rechte untere ecke des bildschirms (kann man frei einstellen, damit sieht man dann den desktop), icon anklicken, maus in die rechte obere ecke des bildschirms (damit seh ich dann alle programmfenster auf einen blick, bildschirmfüllend in einer immer anderen reihenfolge die ich noch nicht durchschaut habe), dann muss ich erstmal suchen wo das fenster ist, maus draufziehen, verzögerung abwarten, fenster klappt auf, dann kann ichs da drauf ablegen.
wenn ich vorher schon auf dem richtigen fenster war, kann ich auch wieder mit der maus in die rechte untere ecke, dann ist es wie in windows wenn ich nochmal winkey-d drücken würde.
aber wenn ich direkt auf der dockleiste mein programmfenster auswählen will hab ich pech, da sind die zwar wenigstens gleichbleibend sortiert, so das ich wissen würde wo mein fenster ist und nciht jedesmal suchen müsste, aber das dock kann da weniger als die windows taskleiste. und das obwohl osx so geil und intuitiv sein will. versteh ich nicht.
ganz schlimm ist auch fenster zu fenster drag and drop, das geht nur wenn man beide fenster nebeneinander hat oder über diese unsäglich unübersichtliche übersichtsfunktion geht.
wer nen besseren workflow kennt, her damit. ich krieg immer das kotzen wenn ich unter osx dateien rumschieben muss. unter windows ist das für mich vielfach logischer und intuitiver. osx kann ja noch nichtmal dateien ausschneiden so wie windows das kann. ich benutz das unter windows permanent, weil das genau der weg ist wie ich dateien gerne verschieben will. da muss ich nämlich nicht die maus durchs fensterlabyrinth ziehen und vorher die entsprechenden ordner aufgemacht haben. aber das geht unter osx gar nicht. man kann da keine dateien ausschneiden.

wenn ich mit osx aufgewachsen wär könnt ich sicher das schneller bedienen und hätte argumente warum das besser ist. aber ich bin nunmal mit windows groß geworden, kann das sehr effizient bedienen und dagegen fühlt sich osx für mich an wie wenn man versucht unterwasser zu rennen. die frage was besser ist wird immer ein Bild bleiben.

beazet
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Beitrag von beazet » 20. Jan 2011, 22:47

ich dachte der anwenderorientierte-desktop-unix-ersatz nennt sich osx?
Stimmt. Wie konnte ich den bloss vergessen? ;)

Wenn es OSX ohne einen Apple-Marken-PC zu kaufen gäbe, wäre mir die Wahl seeeehr leicht. Aber ich weigere mich, Herrn Jobs' PC-Schrauberabteilung Zwangssubventionen zu zahlen. ;)

Makx
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Beitrag von Makx » 22. Jan 2011, 17:56

WhiteLady hat geschrieben:Ah, das war der Satz, um den es ging!
Nein, eigentlich war es viel mehr deine haarsträubenden Argumentationen, mit denen du dir eine OpenSource-Verschwörung herbei-erklärt hast, die an deinen schlechten Erfahrungen schuld sein soll.

Die Wahrheit ist einfach, das 99% der Benutzer den Unterschied zwischen Betriebsystemen gar nicht erkennen können. Sie erkennen nur die (austauschbare) Benutzeroberfläche und welche Programme es für das OS gibt.
(Ich habe jedenfalls noch nie jemanden sagen hören: Mac ist so toll weil's keine dll-hell gibt, oder Windows ist überlegen weil das Paging viel effizienter ist.)

Und welche Programme es für ein OS gibt ist nicht die Schuld des Systems, sondern der alte Teufelskreis: keiner nutzt System X -> weil es dafür keine Programme gibt -> weil kein Entwickler Programme dafür schreibt -> weil es keiner Nutzt.
Wenn ihr also jemandem die Schuld geben möchtet, warum es kein XY für Linux gibt, dann gebt die Schuld alternierend den Herstellern von XY und dann euch selbst.
(Tatsächlich ist Linux dank Wine IMHO sogar die kompatibelste Lösung)

Stattdessen werden wieder die alten Vorurteile und Klischees ausgepackt:
"Die haben Programmiererteams da sitzen, die bei jeder neuen Version die gröbsten Bugs der Vorgängerversion ausbügeln / Man kann regelmäßig mit Updates rechnen"
Ganz abgesehen davon dass auch OpenSource Software von Programmierteams im sitzen entwickelt wird,
würde ich gern auf die Bugs in der BushEngine von PS hinweisen, die von Version 8 bis CS 3 überlebt haben - war in diesem Forum schon oft da.
Viele XP-Bugs wurden von Microsoft nie wieder gerichtet - darunter auch Sicherheitslücken. Dir ist dein OS-Programm abgestützt? Mir ist früher Painter oft beim Speichern abgestürzt (womit auch die alte Version kaputt war) - das war nicht der Version 1.0 und es gab auch nie einen Patch. Statistiken bescheinigen Linux auch regelmäßig bessere Uptimes als Windows - und schnellere Reaktionszeiten bei Patches haben sie schon allein wegen Microsofts PatchDay-Politik.
Kurz: wenn ein OpenSource-Projekt lange nicht weiterentwickelt wird, liegt's am Team, nicht an ihrer Lizenz.

"Linux [ist] viel Open Source, was gut ist, wenn man eben nicht die großen Konzerne unterstützen will"
Wie kommt man darauf, dass OpenSource nicht von großen Konzernen gemacht wird? Hast du mal die Umsatzzahlen von Sun/Oracle oder Google gesehen?
Im selben Raster:
"Würde sich mit Open Source gut Geld verdienen lassen [...]"
Und wie kommt darauf, dass mit OpenSource kein Geld verdient wird? Und warum, wenn damit kein Geld verdient wird, gibt es dann diese Produkte überhaupt?

Generell wundert es mich auch, dass ihr immer Produkte aus ganz Unterschiedlichen Ligen vergleicht - etwa Gimp und Photoshop.
Photoshop gibt es seit den 80ern, und eine einzelne Lizenz kostet 800€.
Gimp gibt es seit den 95 und ist kostenlos.

Ich arbeite mit Gimp einfach aus dem einen Grund: es reicht für das was ich mache, und mein Arbeitgeber wird keine PS Lizenz kaufen, nur weil ich vielleicht die Hotkeys neu lernen muss. Und selbst wenn er eine Lizenz kaufen würde, würde er das Teil auf meinem Linux-Arbeitsrechner installieren - das geht nämlich auch; (darum ging es ursprünglich in diesem Thread einmal und mittlerweile habe ich auch gesehen dass selbst die Drucksensitivität bei Wine möglich ist).

So arbeite ich eigentlich ganz gut und gerne und verwende meine alte PS-Studentenlizenz halt in der Freizeit für "Amateur-Graphikerei".
Verkehrte Welt, was?

Fazit: weder ist Gimp besser als Photoshop, noch OpenSource Software kategorisch besser als ClosedSource und umgekehrt - man nutzt was immer das was man braucht und sich leisten will.
Gebt's zu: ihr habt euch eh nie den Sourcecode runtergeladen, und die Problematik von Urheberrechten und Patenten geht euch auch am Arsch vorbei.

Es gibt keine einheitliche OpenSource Bruderschaft und sie schuldet euch keinen 'ökologisch verträglichen' Ersatz für eure Software, mit dem ihr euer Gewissen beruhigen und Geld sparen könnt.

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Beitrag von WhiteLady » 22. Jan 2011, 19:06

Makx: Du bist auf Krawall gebürstet. Deshalb klinke ich mich ab diesem Punkt jetzt aus. Das führt zu nichts.

Und tschüss...

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