Convention 2007 - Manöverkritik

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digitaldecoy
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Convention 2007 - Manöverkritik

Beitrag von digitaldecoy » 1. Okt 2007, 09:40

So, die meisten dürften mittlerweile wieder heile in der Heimat angekommen sein, daher ist jetzt wohl ein guter Zeitpunkt gekommen, Meinungen über die diesjährige Convention auszutauschen.

Wir haben ja von Anfang an gesagt, dass die Convention in diesem Jahr ganz bewusst als Experiment angelegt wurde. Wie genau sich unser Zusammentreffen im Rahmen der ArtCon gestalten würde, war unmöglich vorherzusagen. Jetzt sind wir schlauer, haben es ein Mal gemacht und sind in der Lage darüber zu diskutieren.

Gleich vorneweg möchte ich dabei betonen, dass in diesem Thread nicht geklärt werden soll, ob wir die nächste Convention wieder in Recklinghausen veranstalten. Diese Frage stellt sich im Moment überhaupt nicht. Was ich gerne herausfinden würde ist, welche Aspekte dieses Experimentes Euch gefallen haben und welche nicht. Wir haben dieses Jahr eine ganze Menge Dinge anders gemacht als die letzten Jahre - hatten eine großzügigere Location, hatten mehr Vorträge, hatten Publikum, waren in einem Kaff anstatt in einer Großstadt etc. - und ich bin froh darum, denn jetzt haben wir die Chance die einzelnen Aspekte herzunehmen und uns zu fragen, wie wir perspektivisch die nächsten Conventions strukturieren könnten.

Ok, ich mache Mal den Anfang mit meinen Gedanken zum vergangenen Wochenende und werde in dem Zusammenhang auch ein paar direkte Fragen an Euch herausstellen, die ich Euch in Euren Einschätzungen zu berücksichtigen bitte:

Die Location war sehr großzügig und das hatte seine Vor- und Nachteile. Platzprobleme hatten wir auf jeden Fall nicht, allerdings hatten wir die bisher eigentlich nie, auch nicht in kleineren Locations. Vielleicht war die Location sogar zu großzügig, weil eine gewisse Gemütlichkeit sich nicht einstellen wollte (was 2006 im Serengeti-Saal schon besser geklappt hatte).

Frage: Jetzt wo viele von Euch verschiedene Varianten kennen, wie würdet Ihr den Faktor Location einschätzen? Lieber großzügig oder doch lieber kuschelig? Was für Gedanken kommen Euch grundsätzlich dazu?

Die wichtigste Neuerung gegenüber den vergangenen Conventions war, dass Publikum zu der Veranstaltung zugelassen war. Ich muss zugeben, dass ich gefühlt ziemlich wenig Kontakt zu diesem Publikum hatte. Ich habe aber mitbekommen, dass einige von Euch recht regen Kontakt zum Publikum hatten, vor allem an den Wacom-Arbeitsplätzen. Ich habe von einigen Feedback bekommen, dass es ihnen Spaß gemacht hat, die Technik vorzuführen, andere hat es vielleicht auch genervt.

Frage: Wie würdet Ihr für Euch den Aspekt Publikum beurteilen? Seht Ihr darin Chancen oder nervt es eher, weil man vom KnowHow her nicht auf einer Augenhöhe ist?

Die Workshops dieses Jahr haben wir aufgrund der Platzaufteilung so veranstaltet, dass wir für die Teilnehmer Stuhlreihen ohne Tische aufgebaut haben. So hatten wir Platz für mehr Teilnehmer in dem kleinen Bereich, auf den wir ausweichen mussten weil an allen anderen möglichen Orten zu viel Licht für den Beamer war (obwohl im Nachhinein der Beamer am Wacom-Tisch auch hell genug war). Ich habe das Gefühl, dass der neue Ansatz nicht so gut ist wie der bisherige Ansatz, wo die Leute während der Vorträge an ihren Tischen weiterarbeiten konnten.

Frage: Wie wünscht Ihr Euch die Workshops in Zukunft? Wollt Ihr selbst aktiver eingebunden werden oder setzt Ihr Euch gerne einfach hin und hört zu?

Zu eingen anderen Punkten brauche ich im Endeffekt keine Fragen stellen, denn die Antworten sind ohnehin klar. So war es z.B. ziemlich ungünstig, dass wir immer nur bis 18:00 Uhr in der Location bleiben konnten. Das ist sicher etwas, was wir in Zukunft unbedingt vermeiden werden. Auch die Entfernung der Hotels zur Location haben Mal wieder unnötig Zeit verschwendet. Da haben die Artjams bisher eigentlich die Idealform gezeigt - Schlafen direkt an der Location ist einfach am besten. Was wir aber auf jeden Fall diskutieren müssen:

Frage: Sollen wir ab sofort auch nackte Frauen bemalen und sie den ganzen Tag um uns herumlaufen lassen?

Sicher habe ich noch ein paar Punkte vergessen, aber es sollte erst Mal reichen, die Diskussion in Gang zu bringen. Bitte gebt uns Feedback, damit wir die nächste Convention möglichst nach Eurem Geschmack gestalten können!
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Herrmann
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Beitrag von Herrmann » 1. Okt 2007, 10:40

Vorweg: Ich war nur am Samstag (bis 24 Uhr) in Recklinghausen, daher bezieht sich alles, was ich hier schreibe auf meine Eindrücke an diesem Tag. Wie der Sonntag und der Freitag waren weiß ich nicht.

Ich fand es gut, sich auf so einer Messe zu präsentieren. Auch wenn ich keinen konkreten Nutzen daraus ziehen konnte. Es war trotzdem teils spannend, teils unterhaltsam, zu beobachten, wie die Besucher der Messe auf unsere Anwesenheit reagierten. Einige nämlich gar nicht, andere guckten einem interessiert über die Schulter und wieder andere hätten uns an liebsten unsere Wacom-Boards abgekauft (für die positive Publicity und die quasi verkauften Boards sollte uns Wacom provision bezahlen).
Für mein Empfinden war der Auftritt des digitalartforums etwas zu unentschieden. Ich hätte mir eine deutlichere Auszeichnung des Bereichs gewünscht. Ich glaube die zwei kleinen Fahnen die in der Vorhalle und im Fenster hingen waren zwar gut als Wegweiser für Forenmitglieder, aber nicht ausreichend um unser Revier zu markieren. Ich könnte mir gut vorstellen, dass man für ein nächstes Mal stehende bedruckte Infobanner mitbringt, die entweder nur das Logo, oder zum Teil auch einige Informationen zum Forum bereithalten. Dieser Banner könnten wir wie Grenzsteine aufstellen um unsere Ausstellungsfläche klar zu machen. Auch die Tische, die für Mitglieder gedacht waren und dann leider teilweise durch Publikum besetzt waren, könnten eine Art »Reserviert«-Schild vertragen.
Wenn es einen Tisch mit Rechner und Wacom-Board gäbe, der irgendwie Prominent als Vorführplatz ausgezeichnet wäre, könnten sich Besucher dort informieren. Außerdem könnten sich diejenigen, die in Ruhe gelassen werden wollten, an die anderen Plätze begeben und Besucher freundlich an den Präsentationstisch verweisen.

Die Beschränkung auf 18 Uhr war definitv blöd. Vor allem weil wir auf Kneipen ausweichen mussten, in denen das Licht echt beschissen war (und die Getränke teuer, oder zumindest teurer als vom Supermarkt).

Das, was ich an Workshops mitbekommen habe, fand ich gut. Gerade die Einbeziehung durch Daniels Aufgabenstellungen hat Spaß gemacht. Leider war ich am Sonntag nicht da, um eine Kritik, oder eine Hilfestellung abzugreifen.

Zum Thema nackte Frauen: Ich hätte dann auch gerne mal nen nackten Mann, aber nicht zum anmalen, sondern zum abmalen. Ich kann aber auch gut ganz drauf verzichten.

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Beitrag von ThomasVeil » 1. Okt 2007, 11:40

Also erstmal fand ich die Location schon richtig gut. Irgendwie hatte die Messe-Athmosphaere was. Dass ab und zu jemand vorbei kam und ein bisschen gefragt hat was wir machen, fand ich ganz ok - und die Moeglichkeit mit den anderen Artists zu reden war auch cool - yep, da gabs naemlich 1-2 die tatsaechlich was drauf haben :)

Der Austausch haette vielleicht intensiver sein koennen - allerdings kam mir allein schon das Interessengebiet sehr unterschiedlich vor.

Die Workshops haben mir gefallen, da hab ich nix auszusetzen. Nur fuer das andere Publikume haette es vielleicht mehr optisches geben sollen... halt was fuers Auge damit die haengen bleiben.

Was mir allerdings gefehlt hat sind mehr gemeinsame Aufgaben oder Themen - halt wie der Zoobesuch in Frankfurt, oder eine Aktzeichen-Session, oder wie letztes mal die "gegenseitig malen"-Aktion. Sowas find ich super interessant, auch weil man sich dann direkter vergleicht und austauscht. Als ich Duracels Verbesserungs-Vortrag sah dachte ich zBsp. dass es cool waere so ein Bild an alle Artists Schritt fuer Schritt rumzugeben und jeder macht es etwas besser und sagt warum er was geaendert hat. Waere super interessant IMO.

Finde Hermanns Kommentar zu der Presentation des Forumbereich gut. Vielleicht haette man ein paar Werke ausdrucken sollen und hinhaengen oder so - um richtig zu zeigen was "unser" Stil ist und was wir so drauf haben.

Yo, und Bodypainting is natuerlich ein muss :)
webseite: http://www.oxpal.com - mein patreon projekt: https://www.patreon.com/oxpal

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Mana
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Beitrag von Mana » 1. Okt 2007, 12:06

Dies war meine erste Convention, demnach kann ich nur Kritik zur diesjährigen Location abgeben. Ich fand die Location nicht übel, andere Vertreter zusehen die nicht aus unserem Forum kommen war schon lustig. Ich hätte mir allerdings für die Workshops einen geschlossenen Raum gewünscht, da ich die zwischenzeitlichen Unterbrechungen ("Meine Damen und Herren in kürze findet unsere letzte Bodypaintingaufführung statt...") schon was nervig fand. Zum Thema Publikum oder nicht schließe ich mich Daniel an.

Die Workshops ansich fand ich klasse. Besonders die Aufgabe, die wir bekommen haben hat mir sehr gut gefallen und auch viel Spaß gemacht.

Nackte Frauen bemalen - JA! :D
In seiner elementarsten Bedeutung meint der Begriff Mana ganz einfach Macht, sei diese spiritueller oder weltlicher Natur.

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Beitrag von digitaldecoy » 1. Okt 2007, 12:09

Na, also hinter die letzte Frage hätte ich dann wohl doch noch den Zwinkersmiley setzen sollen, was? ;)

Danke für Euer Feedback! Sammeln wir Mal weiter.
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Bully
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Beitrag von Bully » 1. Okt 2007, 12:31

Kann mich Thomas und Herrmann nur anschließen. Hier meine Punkte kurz und knapp, die ich als "Schade" einstufen würde:

- Zu kleine/wenige Banner, die gezeigt hätten welchen Raum die Community einnimmt. So war z.B. der Vorführbereich mit Beamer nur als zugehörig erkennbar während den Workshops, wenn der Bildschirmschoner mit dem Arguy lief. Aufsteller mit dem Programm zusätzlich bzw die kleinen Banner an dieser Stelle wären gut gewesen. Ein großes Banner und Aufsteller dann für den Communitybereich und wie gesagt Platzkarten für die Tische. Ich weiß die Finanzen gaben leider nicht mehr her, aber sollte es ein nächstes Mal geben kann man ja bei Wacom diesbezüglich argumentieren, siehe auch nächster Punkt.

- Kein Cintiq von Wacom vorne zur Präsentation, da die Vorführgeräte leider verliehen waren. War irgendwie ein Eigentor für Wacom meine ich, weil sich nur wenige nach hinten an Daniels Cintiq verirrten. Dieses Teil ist und bleibt einfach ein Hingucker und hätte ganz vorne stehen sollen. Vielleicht könnte man neben die Dafcon direkt nen kleinen Wacomstand stellen, wo die Geräte auch gleich verkauft werden könnten. Win-Win für Wacom und die Community. Wir kriegen mehr Sponsoring, die mehr Absatzzahlen ;P

- bis auf Daniels Concept Design Aufgaben waren glaub ich keine anderen Mitmachworkshops wie im Serengetisaal 2006 (Robulus, Chinasky?). Gut, ich hätte eh keine Zeit gehabt zum Mitmachen wegen der Filmerei und Rob und Chinasky waren leider auch nicht anwesend, aber es müssen ja nicht unbedingt die beiden immer Workshops machen. Themen könnte man sich ja auch selber ausdenken und dann die "vollprofis" nur zur Schlußbesprechung hinzuziehen oder so.

- Beschränkung auf 18 Uhr eh klar und kein Supermarkt in der Nähe

- Zum Thema Publikum: bei Daniels ZBrush Vortrag saß ich ganz hinten als eine kleine Gruppe von Kunststudenten staunend stehen blieb. Da sie den Vortrag nicht von Anfang an gesehen haben hatten sie auch keine genaue Ahnung um was es ging, bis ichs ihnen kurz zusammengefasst hatte. Sie hatten auch keine Ahnung dass der Vortrag von daf ausging, weil dort halt keine Banner oder Info-Aufsteller standen. Kleine Infoflyer mit Programm und Kurzinfo zu daf wären daher auch nicht verkehrt. Kostet zwar auch wieder etwas, ist aber vertretbar. Und wenn man ne 5000 Stück Auflage macht kann man mit den Überzähligen ja ein paar Girlanden basteln :). Und es muss ja nicht immer Banner sein. Mehrere A4 Ausdrucke vom Arguy entsprechend großzügig in Formation angebracht könnten die Aufgabe flächendeckend auch gut erledigen (hinterlässt leere Toner/Schwarzpatronen zwar, aber immer noch relativ günstig denke ich)

Jetzt genug des Negativen, als "Toll" sehe ich:
- Die Location an sich (bis auf die 18 Uhr geschichte), die macht schon was her. Etwas kuscheliger ist aber auch nicht verkehrt
- Die Präsentation von daf in der Öffentlichkeit vor Fachpublikum auf einer Messe generell
- Damit verbunden auch die Generierung von Mehrwert für die Community durch lukrativeres Sponsoring Seitens Wacom.
- Das Murphy's Pub und Salzstangen (:P)
- Die Workshops natürlich
- Die Leute mal wieder live zu sehen und alles sonstige was ne con so bietet halt.

Fazit: Sollte es also geplant sein, weitere Messeauftritte von daf zu machen müsste man einen Schritt weitergehen in der Organisation denke ich (Werbemittel, Infomaterial, mehr Sponsoren etc). Die Gefahr ist halt, dass die Cons dann zu stark kommerzialisiert werden und das familiäre verloren geht.

Ach ja...und nächstes mal brauch ich unbedingt eine anständige Beleuchtung für die Vortragenden, sieht filmisch einfach besser aus *memoanmich*

MartinH.
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Beitrag von MartinH. » 1. Okt 2007, 12:42

Insgesamt hats mir wieder supergut gefallen und ich freue mich, wie jedes Jahr, jetzt schon wieder auf die nächste Con :).

Größe der Location: Ich fand die kleineren bessere. Man hat sich nicht ganz so leicht aus den Augen verloren (ich hab mehrmals rumgefragt wenn ich irgendwen gesucht hab) und es war tatsächlich irgendwie gemütlicher.
Das wir so früh raus mussten war scheiße. Der nächste Ort sollte uns imho auf jeden Fall wieder nonstop zur Verfügung stehen.

Publikum: Man musste es mal gemacht haben um es zu beurteilen und ich würde es nicht nochmal so haben wollen. Vor allem an den Wacom Rechnern hat es mich ein wenig gestört, weil doch relativ viel von der Zeit die Leute von uns normalerweise mit dem erstellen grandioser Meisterwerke oder mit dem Austauschen von Techniken (z.B. unsere Roundbrush Rekonstruktion in Painter) verwenden, dafür drauf ging, das wir Grundlegende Dinge mehrfach demonstrierten und uns als Wacom Vertreter engagiert haben. Ich hatte irgendwann dann auch gar keinen Bock mehr mich an den Rechner zu setzen, obwohl ichs sonst vielleicht gemacht hätte.

Workshops: Ich mag die Zuhör-Workshops, aber das muss man ja nicht unbedingt verallgemeinern. Der Öl-Workshop letztes Jahr kam ja super an und obwohl ich da nicht mitgemacht habe, hatte ich nicht den Eindruck, das das irgendwo aufgehalten oder gestört hätte. Im Gegenteil, es war toll da am Rand zuhören und zuschauen zu können.
Von der Menge her fand ichs auch ganz gut. Einen musste ich ausfallen lassen, weil meine Konzentrationsfähigkeit nachließ, aber insgesamt wars gut so. Vor allem der zBrush Workshop war grandios und hat mir viel gebracht! Könnte man fürs nächste Jahr vielleicht auch zBrush auf den Rechnern von Wacom installieren? Dann würde sich das Wissen über dieses Programm sicher durch den ein oder anderen spontanen mini-Workshop noch schneller in unserer Community verbreiten.

Nackte Frauen bemalen: Ich sehe im bemalen von hübschen nackten Frauen keine Verbesserung (außer vielleicht es wär ein ganzkörper Chrom Bodypainting ;) ). Mein Vorschlag wäre, für die nächste Con richtig schöne Aktmodelle zu besorgen (die alten und fetten sind vielleicht besser zum zeichnen, aber die kriegt man auch bei jedem 0815 Kurs zu sehen) und zwar Mann und Frau. Und wenn die nix dagegen haben, könnt ihr sie ja am letzten Tag mit Fingerfarbe bemalen X-].

Die Airbrushszene: Ich konnte zwar ein paar interessante Anregungen mitnehmen, was die Themen angeht (ich glaube in diesem Forum wird sich allgemein demnächst noch der ein oder andere "Indianer auf Harley vor Pyramiden mit großen Planeten und Weißkopf Seeadlern zusammen mit seinem getreuen Chrom Wolf" finden), aber insgesamt glaube ich haben Airbrush und Digital Art doch weitaus weniger gemein als in der Artscene propagiert wird. Das liegt imho allerdings weniger an der Technik, als das es vielmehr der Unterschied zwischen Concept Artist und Pinup Artist ist. Man sieht ja auch in unserer Community das relativ wenige was mit digitalen Pinup Illus anfangen können und Airbrush Bilder fallen einfach wahnsinnig oft in diesen Bereich.

Steven
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Beitrag von Steven » 1. Okt 2007, 13:18

Location: Erstmal hat mir die Location sehr gut gefallen, es war ein sehr schönes Gebäude und die große Fensterfassade und wenige Meter davor jede Menge grün, das fand ich sehr sympathisch. Selbst der Serengeti-Saal war im Vergleich zu dieser Location fast schon düster.
Leider jedoch waren die Räumlichkeiten zu weitläufig und offen als dass die der Convention eigentlich eigene Heimeligkeit aufkommen konnte. Zu auseinandergezogen waren die Leute um das typische Geklüngel aufkommen zu lassen dass jeder Außenstehende wahrscheinlich als Nerdtum bezeichnen würde, mir aber immer als reger, intensiver Austausch in Erinnerung blieb.
Die Entfernung von Veranstaltungsort zum Hotel war jetzt kein großer Negativaspekt auf meiner Liste, aber das liegt vielleicht auch daran dass wir mit dem Auto gefahren sind und nicht laufen mussten. Zweifelsohne könnte beides näher zusammenliegen. Gut gefallen hat mir jedoch ehrlich gesagt die kurzen Laufwege in Recklinghausen selbst. Es war kein 40minütiger Fußmarsch notwendig wie in Frankfurt um in die "City" zu kommen, keine U-Bahn Fahrten um zum Kino zu kommen wie im letzten Jahr, ... . Der einzige Grund der mir einfällt warum Recklinghausen in seiner Größe eine schlechte Wahl war, war dass die Zuganbindung suboptimal war für diejenigen die mit dem Zug kamen. Eine Großstadt hat einfach bessere und vor allem schnellere Verbindungen zu bieten.
An einen Supermarkt in unmittelbarer Nähe kann ich mich auch nur bei der letzten Convention erinnern. Wäre aber auf jeden Fall für die nächste Con wieder wünschenswert.

Publikum: Ich gestehe mir hat es großen Spaß gemacht. Natürlich waren jede Menge Leute dabei deren Erfahrungen mit den Grafiktablets kleiner gleich Null sind, doch hat es mir nichts ausgemacht alle Fragen sofern ich konnte zu beantworten oder etwas vorzuführen. Da ich selbst durch meine bisherigen Erfahrungen mit Wacom und vor allem auch "Konkurrenzprodukten" überzeugt bin von unseren Hauptarbeitsgeräten, habe ich keinerlei Probleme damit interessierem Publikum Auskunft über Wacoms Produkte zu geben. Zumal Wacom ja nun seit Forumsneustart den Server sponsort und wieder mal Rechner für die Convention bereitgestellt hat.
Allerdings stimme ich allen Vorrednern zu, das Laufpublikum sorgte auch dafür dass keine richtige Conventionstimmung aufkam. Bis auf wenige wie z.B. Jaster, Skureal und Dario die scheinbar die Ruhe weg hatten, saß kaum einer länger mal an einem Bild oder hat sich mit anderen zu Zusammenarbeiten zusammengetan. Damit war das Publikum wenn es mir persönlich auch großen Spaß bereitet hat, für das typische Conventionfeeling ein dicker Negativpunkt.

Workshops: Die Vorträge bzw. Seminare die dieses Mal gehalten wurden fand ich sofern ich sie mitbekommen habe, sehr interessant. Das schönste war für mich, ein wenig in den Workflow von ThomasVeil reinschauen zu können da man solche Einblicke ja im Alltag eigentlich kaum bekommen kann.
Woran man allerdings auf jeden Fall etwas verbessern könnte wäre die Bestuhlung, ich bin für bequeme Sessel für jedermann denn auch wenn es interessant war, konnte ich mich nie so richtig entspannt nach hinten lehnen und einfach zuhören. Wenn keine Sessel zur Hand sind, wären allerdings Tische auch wieder in Ordnung denn da kann man sich wenigstens nach vorne lehnen und den Kopf auf den Armen betten. Man kann natürlich auch nebenher zeichnen, wer möchte.

Fazit:
Ich empfand unser Auftreten auf der Artcon als überraschend positives Experiment. Allerdings war es keine richtige Convention und so freu ich mich umso mehr auf den nächsten Artjam der hoffentlich wieder so familiär wird wie der Letzte.
Ich würde es gerne sehen wenn die Convention wieder in privaterem Rahmen stattfinden würde, dafür aber vielleicht wieder an einem anderen Ort und nicht in Frankfurt.
Dennoch würde ich auch gerne nochmals eine solche Messeerfahrung haben, ich sehe es als gute Gelegenheit unser Forum nach außen zu tragen, für uns zu werben und unsere Arbeiten außerhalb des sehr begrenzten Raumes des Forums zu präsentieren. Außerdem denke ich könnte man in einem solchen Rahmen die Kooperation mit Wacom noch verstärken.
Inwiefern die Artcon die richtige Messe für ein solches Vorhaben ist kann ich nur bedingt einschätzen, wie MartinH. schon sagt sind die Interessensgebiete des übrigen Artcon Teilnehmerfeldes scheinbar sehr unterschiedlich von den unseren, doch ich vom Standpunkt des Publikums aus stellt das sicherlich kein Negativaspekt dar sondern eher eine unerwartete Überraschung und Erweiterung des Angebots.

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Beitrag von Bully » 1. Okt 2007, 14:18

Der Knackpunkt mit dem sich aufeinander einlassen, was ja Zeit braucht, ist, dass wir halt den Raum nur bis 18 Uhr zur Verfügung hatten. Hätten wir auch für die Nacht einen Raum gehabt wären Besucher ja "nur" von ca 11 bis 17 Uhr eine wirkliche "Plage". Danach wären wir ja wieder unter uns. Das wäre mir in diesem Sinne auch sehr lieb, da ich den ganzen Tag mit Filmen vom Programm und Workshops zu tun hatte, weswegen ich nicht viel Zeit hatte die zahlreichen neuen Member kennen zu lernen oder mir die Artworks anzusehen. Ich glaub ich habe die letzten beiden Cons kein einziges mal einen Stift in die Hand genommen :( (außer zum DV-Bänder beschriften vielleicht)

Vielleicht wäre es sinnvoll, einen echten abgegrenzten Bereich einzurichten, sollte es ein nächstes Mal in der Form geben. Dort könnten die Member ungestört vor sich hin arbeiten und Zuschauer könnten höchstens das sehen was auf dem Beamer läuft. Für fragen bzgl Wacoms sollte uns Wacom einen Salesman aus ihren Reihen zur Verfügung stellen, der sich dann nur um diesen Bereich kümmert, damit die forenmitglieder dafür nicht herhalten müssen.

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Beitrag von Herrmann » 1. Okt 2007, 14:41

Für fragen bzgl Wacoms sollte uns Wacom einen Salesman aus ihren Reihen zur Verfügung stellen
Muss noch nicht einmal sein. Ich würd mich da auch drei vier Stunden hinstellen und WACOM-Tabletts verkaufen. Hät ich echt Lust zu. Dazu müsste es nur einen erkennbar eigenen Stand geben.

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Beitrag von jaymo » 1. Okt 2007, 15:06

Scheint also so zu sein, dass wir dabei Vorteile gefunden haben, diese aber nicht vereinbar sind mit der eigentlich gewünschten Form. Also müsste man entweder einen zusätzlichen Messeevent haben oder einen solchen parallel zu einer abgekapselten Convention abhalten. Das wäre ja denkbar.
Ein längeres Con-Event wäre auch mal interessant. Eine Woche Artcamp! Communitysommerferien...mal nachdenken. :)

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Beitrag von Bully » 1. Okt 2007, 15:15

@Herrmann: kann ich dir zustimmen, würd ich sogar auch selber machen. Hab aber wahrscheinlich keine Zeit, weil filmen, und so fit im malen bin ich auch nicht mehr ;P
Du solltest aber da zumindest eine Provision pro Verkauf etc raushandeln, weil das ganz umsonst zu machen...weiß nicht.
Alles für das daf ^^

@Jaymo: ja, darüber hab ich auch nachgedacht, allerdings ist das wieder ein zusätzlicher Organisationsaufwand und zerreisst die Community auch wieder, weil es sich manche nicht leisten können auf allen Hochzeiten zu tanzen: Artjam, Con, und Messe. Man müsste das dann auch durch das Programm zusätzlich voneinander abgrenzen, sonst machen sich diese Events gegenseitig konkurrenz.

BTW: Ich will wieder Frankfurt...bedeutend geringere Anfahrtszeit :cry:

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Beitrag von digitaldecoy » 1. Okt 2007, 16:15

@ jaymo:

Ja, der Eindruck, dass eine Präsenz unserer Community auf der ArtCon schon Sinn machen würde, man das aber nicht unbedingt mit der Convention verbinden sollte, stellt sich bei mir auch langsam ein. Und wenn ich die Meinungen hier so lese, unterstützt das diesen Eindruck noch.

Es sticht halt schon ziemlich ins Auge, dass die Kombination zwischen Wacom-Produkten und entsprechenden Artists, die sie gut bedienen können eine vielversprechende Sache ist. wenn ich mir die ArtCon so anschaue, dann hätte ich es auch geil gefunden, wenn Artists aus unserer Community Drucke ihrer Bilder dort hätten anbieten können. Auf jeden Fall sollten wir den Gedanken, quasi eine offizielle Messepräsenz des DAF auf der ArtCon einzurichten, Mal festhalten. Wie sowas im Detail aussehen könnte, sollten wir an anderer Stelle ausarbeiten.
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Beitrag von Bully » 1. Okt 2007, 16:23

@Daniel: Hat mich eigentlich überrascht, dass nichts von den Leuten dort hing, wobei du doch dazu aufgerufen hast, dass sie was mitbringen sollten. Gabs keine Wände zum Pinnen oder hatte keiner was dabei?

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Beitrag von The-Student » 1. Okt 2007, 16:40

Da es auch meine erste Convention war kann ich natürlich auch keinerlei Vergleiche heranziehen.

Location: Ohne Vergleich würde ich sagen, es war angenehm groß und viel Platz vorhanden. Ich hätte mir allerdings auch gewünscht dass wir einen kleinen Raum für uns gehabt hätten in dem man sich zusammen setzen kann, das fehlte mir am meisten. Natürlich hätten wir den Raum viel länger als bis 18:00 gebraucht. Auch da viel Zeit durch die Workshops in anspruch genommen wurde.


Publikum: Einerseits war es nicht schlecht, ich denke wir haben auch den ein oder anderen neuen Member gewonnen, werden sicherlich die nächsten Tage zeigen. Andererseits fand ich die Leute die sich einfach an unsere Tische zum Essen gesetz haben bzw. auch an den PCs Plätze weggenommen haben doch eher störend. Ich bin auch jemand der es nicht gerne hat wenn ihm Leute über die Schulter schauen daher fand ich es für eine Convention um zu lernen und vor allem Kreativ zu sein mit dem Publikum schlecht. Dennoch finde ich es nicht verkehrt das Forum auch nach aussen hin zu präsentieren. Ist aber sicherlich noch ausbaubar.


Workshops: Erst einmal fand ich alle Workshops klasse! Ich habe bei allen eine Menge gelernt und der Einblick in die Arbeit von ThomasVeil ist ja in der Tat etwas nicht alltägliches. Von daher nochmal ein dickes DANKE an euch für die tollen Vorträge!
Was mich gestört hat war der Zeitplan, mir ist klar es ging nicht anders von daher soll das jetzt auch nicht falsch verstanden werden. Ich hatte nur das Problem das ich teilweise auch nicht zum zeichnen gekommen bin. Die Workshops kamen ja einer nach dem anderen, besonders am Sonntag und dann wars auf einmal schon 18:00 und wir mussten gehen. Dazwischen habe ich einfach nicht so extrem viel geschafft. Ich hätte mir gewünscht dass es Tische gibt so dass man zuhören kann und dabei einfach weiterarbeiten kann, so wie ich es auf der DVD von der letzten Convention gesehen habe.


Den Gedanken von Dario noch paar Tage dranzuhängen kann ich nur unterstützen! Ich habe auch erst am Sonntag richtig angefangen mich einzuleben als die Artcon schon auf einmal vorbei war. Von daher würde ich eine Convention mit zu mindest 2 Übernachtungen beim nächsten mal sehr begrüßen!
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Beitrag von digitaldecoy » 1. Okt 2007, 16:41

Beides. Ich glaube, kaum jemand hatte Prints in vernünftiger Größe dabei und außerdem war es eine Fehlinformation, dass wir die Dinger einfach an die Wand hätten kleben können. Wir hätten Stellwände benötigt und die wären teuer geworden. Wenn man's natürlich weiß, kann man es auch so kalkulieren. Die Standmiete für eine solche "Künstlerkoje" lag ungefähr bei 200€, wenn ich richtig informiert bin. Wenn man sich das mit mehreren Leuten teilen würde, wäre das eigentlich kein Problem.
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Beitrag von The-Student » 1. Okt 2007, 16:45

Da wir mit einem großen Auto und nur zu 2 angereist sind hätten ich und DonnieDarko auch Staffeleien mitbringen können, dazu noch Zeichenbretter. Da hätte man auch Bilder ausstellen können. Wäre sicherlich eine kostenlose Variante gewesen, ist jetzt allerdings zu spät. Kann man aber vielleicht im Hinterkopf behalten.
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Beitrag von rootkehlchen » 1. Okt 2007, 17:07

hier der beitrag eines völlig unbefleckten mitglieds - nämlich meiner...

seit geraumer zeit lese ich die artscene, da mich alles interessiert, was mit malerei zu tun hat.... und da mich neuerdings auch die digitale malerei sehr interessiert, fand ich zu meiner freude in einer der letzten ausgaben den hinweis auf dieses forum... weshalb ich mich hier registrierte...

beinahe zeitgleich erfuhr ich aus dieser zeitschrift dann von der artcon...

aufgrund meiner konventionellen malerei besuche ich ständig kunstmessen und ausstellungen... kunstmessen finde ich besonders interessant, weil dort ja auch immer neue techniken und materialien vorgestellt werden, die man da vor ort gleich ausprobieren und kaufen kann...

das habe ich von der artcon ebenfalls erwartet... ich freute mich auf software und auf das wacomtablett... konnte ich es doch ausprobieren und evtl. gleich kaufen....
nunja... dieser punkt war enttäuschend... keine software - kein grafiktablett zum mitnehmen....
lediglich ausprobieren konnte ich es - und das war wiederum gut... hat es mich doch überzeugt.. und an dieser stelle danke ich mal den geduldigen leuten, die mich dran rumwurschteln liessen und auch einiges dazu erzählten.... habt ihr toll gemacht!!! :-))

ansonsten fand ich die artcon sehr informativ aber keinesfalls zu gross: art-scene inhalt zum anfassen....

allerdings finde auch ich, dass man von seiten der veranstalter mehr hätte daraufhinweisen sollen, dass sich auch ein digitalforum der öffentlichkeit präsentiert und der uneingeweihten "laufkundschaft" einmal erzählt, wozu ein forum dient und was dort so abläuft.... ich gehe nämlich davon aus, dass nicht jeder der dort anwesenden schauenden in internetforen zu gast ist...

jedoch... im grossen und ganzen - echt gut gelungen...

gruss rootkehlchen

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der_On
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Beitrag von der_On » 1. Okt 2007, 17:20

@Bully: Soweit ich weiss hatten zumindest Hexodus und JohnDoe ausgedruckte Arbeiten mit. Als Hexodus jedoch versuchte diese an der Wand auszustellen, gab es ein dickes "Nein" von der Messeaufsicht. Resultat war, das er seine Arbeiten irgentwie auf ein paar Tische verteilen musste. Wenn also schon eine Präsentation und vlt. sogar ein Verkauf der Arbeiten angestrebt werden sollte, dann sind ausreichende Messewände zwingend notwendig.

@Location: An sich war es interessant, wobei hauptsächlich doch ernüchternd bis schockierend, durch die Airbrushgallerien zu schlendern. Die Größe der Halle empfand ich nicht als störend, das Publikum, bis auf Ausnahmen, war unterhaltend und teilweise sehr dankbar über unsere Erläuterungen, was mich wiederum freute. Die Familiäre Atmosphäre der bisherigen Cons viel natürlich völlig unter den Tisch. Leider. Um 18:00 wurden wir dann nicht nur aus der Messehalle vertrieben, sondern ganz Recklinghausen rollte dann auch pünktlich seine Bürgersteine hoch. eine 24h offene Con ist auf jeden Fall ein Muss für die nächsten Male.

@Vorträge: Die Vorträge empfand ich ebenfalls als sehr interessant und vorallem die von Daniel immer wieder unterhaltsam. Für richtige Workshops blieb diesmal allerdings gar keine Zeit und vorallem hatte niemand bei dem Gewusel die nötige Ruhe um so einen Workshop durchzuführen.

@Recklinghausen: Irgentwie machte sich immer mehr das Gefühl in mir breit, dass Fremde, insbesondere mit einem nicht überprallen Geldbeutel, in dieser Stadt nicht sehr willkommen sind. Bitte nicht noch einmal in ein Kaff im Ruhrgebiet!!!

@N(Akt)e: Statt Bodypaint wären ordentliche Aktmodelle, so wie sie Herrmann für den letzten Artjam organisiert hat, vortrefflich.

@all: Es war toll euch alle mal wieder zu treffen und einen so unproblematischen Umgang miteinander zu erleben. Der nerdige Austausch blieb leider etwas aus.

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Beitrag von Bully » 1. Okt 2007, 18:37

Dann hätte es doch Sinn gemacht ne Slideshow mit Fotos und Artworks über den Beamer laufen zu lassen. Ist zwar auch interessant einem bei der Arbeit über Beamer zuzuschauen, allerdings ginge das ja auch, wenn man sich neben den Monitor stellen würde. Überdies erregen fertige Bilder imo mehr interesse als eine zu 3/4 leere malfläche. Sollte ja gehen dass man den Beamer als zweiten Monitor nur mit der Video Overlay ausgabe betraut, während man auf dem Monitor den PC weiterhin zum Malen nutzen kann.

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Beitrag von fxk » 1. Okt 2007, 21:12

@Bully
Die letzten paar Stunden hatten wir den Beamer wie von dir jetzt vorgeschlagen eingestellt. Auf dem Beamer lief also die Slideshow der DVD und am Rechner wurde ganz normal gemalt.

@Rest
hab noch nicht alles gelesen, und auch gerade keine Zeit meinen Kommentar auszuführen - wird nachgereicht.
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Beitrag von Bully » 1. Okt 2007, 23:38

@fxk: jo, hast ja gesagt ^^
machen wir nächstes mal gleich so :)

fxk
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Beitrag von fxk » 2. Okt 2007, 00:52

Was mich etwas gestört hat:
  • ich empfand die Location etwas zu weitläufig, wodurch ich vermutlich auch 1/3 der Teilnehmer gar nicht wahrgenommen habe. Etwas kuscheliger dürfte es für meinen Geschmack somit wieder werden.
  • die etwas abseits gelegenen Vorträge fand ich suboptimal - zum einen da unser "Messestand" dann sogut wie leer war und zum anderen da immer jemand auf das Equipment aufpassen und die Stellung halten musste, der ggf. auch gerne die Workshops besucht hätte (z.B. Steven). Zudem empfinde ich es auch entspannender, wenn man einen Tisch vor sich hat.
  • irgendwie kam bei mir dieses mal dieses gewisse Convention-Feeling einfach nicht auf, ich war total verpeilt und hatte auch nie die Motivation mal einen Stift in die Hand zu nehmen. Ggf. lag es daran, dass drum herum einfach zu viel los war und die Convention irgendwie unruhig verlief.
  • die Art und Weise wie wir uns auf der Messe präsentiert haben - nämlich gar nicht - wir hätten genausogut einfach eine kleine Gruppe von Besuchern sein können, die sich zum ausruhen und Zeichnen an die Tische gesetzt hat. Beim nächsten solchen Event müssen wir definitiv mehr in diese Richtung planen - für's erste mal denke ich war es jedoch noch ok.


Was ich positiv empfand:
  • euch endlich mal wieder persönlich zu treffen
  • die kurzen Laufwege in Recklinghausen fand ich angenehm, die Laufmarathons in FFM waren teilweise schon extrem
  • generell die Präsentation des daf in der Öffentlichkeit
  • den Essens und Getränke-Stand - wenn auch etwas teuer im Vergleich zu den sonstigen Supermarkt-Tripps. Vielleicht könnten wir das nächste mal einfach ein paar Grundnahrungsmittel direkt bereitstellen (Getränke, kleine Brotzeit zum selber schmieren) - Catering wäre wohl zu übertrieben und kostspielig.
Fazit:
ich finde dass die Convention zwar ruhig ein öffentlicher Event mit richtigen Workshops usw. bleiben sollte, jedoch besser nicht im Zusammenhang mit einer Messe/Ausstellung. Wenn wir uns auf Messen präsentieren wollen, dann müssen wir wie ein richtiger Aussteller denken und uns auch so verhalten, was jedoch etwas gegensätzlich zum eigentlichen Convention-Gedanken steht - deshalb würde ich für unabhängige Messe-Events plädieren.
Wenn man es doch wieder kombinieren sollte, dann mit richtig abgetrennten Bereichen und richtiger Planung - wer stellt was aus, wer betreut den Stand von wann bis wann usw.

Gegen ein daf-Bootcamp hätte ich auch nichts einzuwenden. Man könnte selbiges ggf. mit etwas Urlaub verbinden, so wie es manch andere Communities handhaben. Z.B. eine Snowboard-Woche mit abendlichen Workshops und Art-Sessions, oder leichtere Wandertouren mit "Wiesen-Jams". Von mir aus aber auch einen richtiges Boot-Camp mit leichtem Militärdrill und Feldbetten ;)

--
So, jetzt mach ich mal Mittag - wenn auch mit 'etwas' Verspätung ;)
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Beitrag von JGS » 2. Okt 2007, 07:57

Ich war zwar nicht dort, aber ich würde mir wünschen das es das nächste Mal etwas zentraler in DLand ist. Gut, darauf hatte man diesmal keinen Einfluß, aber Recklinghausen war mir schlicht zu weit weg, für Österreicher wahrscheinlich sowieso, da sollte man eine für alle akzeptable bw erreichbare Lösung finden.
Zwei Tage sind zu wenig. Am Ersten muß man sich erstmal orientieren und wenn man am Zweiten endlich "drin" ist, ist es auch schon vorbei...

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