Arbeitsgruppe "Licht & Atmosphäre"

Caccaduu
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Beitrag von Caccaduu » 8. Sep 2008, 19:13

phew, muss mich mal ranhalten.
sehr geil bisher.... das ist ja echt knalhart wie das auseinandergenommen wird, da war ich wohl zu voreilig (review von tz2) :D

Arias
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Beitrag von Arias » 10. Sep 2008, 13:17

Wow...also was besseres hät ich mir kaum wünschen können. :) Ich hab jetzt tatsächlich mal ne Idee wie ich mit nem Bild grundsätzlich mal anfangen könnte! :D Das war bisher mein Problem: Ich hatte einfach keine Ahnung wie.

Auch wenn ich eigentlich ja nicht mitmache, aber einfach nur schon vom mitlesen und Videos ansehen hab ich ne Menge gelernt. Danke euch allen! =)

Nur das mir jetzt mehr und mehr auffällt wie wenig Ahnung ich von Photoshop hab. ^^

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digitaldecoy
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Beitrag von digitaldecoy » 10. Sep 2008, 13:23

@ Arias:

Es ist gut, dass Du Anregungen in den Arbeitsergebnissen findest. Du solltest allerdings beachten, dass wir hier eine ziemlich konstruierte Analyse durchführen und der Prozess nicht dazu gedacht ist, ihn in dieser Form als Workflow zu verwenden. Es spricht theoretisch zwar auch nichts prinzipiell dagegen, aber man kann schon sagen, dass so ein Workflow ziemlich unbefriedigend ist.

Wirklich kreatives Arbeiten funktioniert, meiner Meinung nach, etwas anders. Ich hoffe, dass wir nach Abschluss der Analyse nicht nur über die Ergebnisse sprechen werden, sondern auch zu dem Punkt kommen, die gängige Praxis beim Malen etwas zu beleuchten und zu diskutieren, wie und wo unsere Erkenntnisse eigentlich zum Tragen kommen.
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repap
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Beitrag von repap » 10. Sep 2008, 14:33

Ich will mich auch kurz einklinken. Ich bin genauso beeindruckt und glücklich über diesen Thread wie Arias. Auch wenn ich selber nicht mittmache, habe ich schon einiges mitnehmen können. In meinen Workflow wird es so zwar nicht einfließen, aber einige Gedankengänge sind hinzugefügt, wie zb der Effekt der "Luftperspektive". Allein die erste Analyse war schon sehr hilfreich und nu werden alle Teilaspekt nochmal im Detail erklärt. Wie genial ist das denn bitte schön! :shock:
Also von mir auch nochmal ein großes Danke schön an digitaldecoy und allen die diesen Workshop mitmachen! Danke. :) :thumb:

Zappelkäfer
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Beitrag von Zappelkäfer » 10. Sep 2008, 18:57

Hier wieder meine neuen Teilschritte. Ich glaube, das Schlagschatten setzen ist mir bisher und vom Gefühl her am schwersten gefallen (vielleicht auch ein Grund, warum ich mich im Teilschritt 1 drumrum gemogelt habe ;) ). Sind sicher noch ein paar Fehler drin, aber ist ja noch genug Zeit zum korrigieren da. Ich poste dennoch mal den jetzigen Stand:

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Bild

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Beitrag von Tom79 » 10. Sep 2008, 20:37

Aaaalso:

Ich hänge ja ein bisschen hinterher, da ich am Wochenende nix machen konnte... Aber hier nun also meine überarbeitete Version zum letzten Teilziel (man erinnere sich: ich hatte die Geschichte mit dem immer spitzer werdenden Einfallswinkel bisher nur auf den Boden angewendet.)
Das Problem mit dem reinen Schwarz hat sich übrigens als ziemlich gravierend rausgestellt. Es war in der Tat so wie du meintest, Daniel, dass schon meine ersten Grauflächen transparent waren, da ich sie einfach mit einem der Brushes gemalt habe. Der Karren erschien mir dann derart in den Dreck gefahren, dass ich dieses Teilziel nochmal komplett von vorne gemalt habe - diesmal mit deaktivierter Druckempfindlichkeit für die Grauflächen plus Füllwerkzeug.
Um besser einschätzen zu können in welchem Winkel die Lichtstrahlen von der Lampe auf die Flächen treffen und welches Grau dann zu wählen ist, habe ich das Perspektivraster halb eingeblendet und mir einen kleinen Grauverlauf mit Winkeln über das Bild gehängt. Das sollte quasi die Kugel ersetzen. (s. 1. Bild). Vermutlich habe ich mich trotzdem noch ab und an verschätzt.
Die Tage werde ich mich dann an den nächsten Schritt machen. Ich hoffe ich komme hinterher.
Meinst du denn, dass diese Version jetzt brauchbar ist, Daniel?

Bild

Bild[/img]
Zuletzt geändert von Tom79 am 15. Apr 2009, 21:44, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von Tom79 » 10. Sep 2008, 20:38

Ups, der Lampenschatten auf dem Boden gehört noch ausgeblendet.

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Beitrag von digitaldecoy » 10. Sep 2008, 21:18

@ Tom79:

Sehr einfallsreich! Das Ergebnis sieht wirklich deutlich besser aus! Hat sich gelohnt, da noch Mal nachzuhaken.
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Beitrag von fxk » 10. Sep 2008, 22:33

denke beim Stein am Boden, rechts von der Lampe (aus Sicht des Betrachters) stimmt das Licht noch nicht - bzw. der Stein kann auf der linken Seite NIE so dunkel sein, da diese Seite noch direkt der Lampe zugewandt ist. Auch müsste für meinen Geschmack der Lampen-Träger noch etwas heller werden, dafür dass die Lampe die Umgebung so stark ausleuchtet. Aber ich bin kein Fachmann. Alles in allem wirkt es schon plausibel - gute Arbeit.
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Beitrag von Tom79 » 11. Sep 2008, 16:40

@fxk

Danke für den Tipp mit dem Stein. Werds noch verändern.
Auch müsste für meinen Geschmack der Lampen-Träger noch etwas heller werden, dafür dass die Lampe die Umgebung so stark ausleuchtet.
Es sollte hier völlig außer acht gelassen werden, wie weit die Objekte von der Lichtquelle entfernt sind. Deshalb habe ich den Mann nicht heller gezeichnet. Zumindest hatte ich es so verstanden.

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Beitrag von Tom79 » 12. Sep 2008, 08:29

Hier mein neues Teilziel. Ich glaube, der Modus "screen" ist in der deutschen Version "umgekehrt multiplizieren". "lighten" ist "aufhellen".



Bild

Bild
Zuletzt geändert von Tom79 am 15. Apr 2009, 21:45, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von Gwinna » 13. Sep 2008, 22:37

Hatte die Woche leider sehr wenig Zeit, weshalb mein Ergebnis recht schnell erstellt wurde. Mit den Schlagschatten hatte ich irgendwie Probleme, aber ich glaube, es müsste halbwegs stimmen.

Bild

Bild

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Beitrag von Ässn » 14. Sep 2008, 00:10

So. Hab mich jetzt nochmal hingesetzt und heute mal die letzten Teilschritte nachgeholt weil ich dann doch noch mit einsteigen wollte :D

Here we go:
STEP 1
Bild

STEP2
Bild
Hab mal versucht ein Bild zu wählen, bei dem möglichst viel verschiedene Effekte auftreten, hoffe ich hab mir damit nicht selbst ins Knie geschossen :D

Da ich im Bild zwei sehr präsente Lichtquellen hab(teifstehende Sonne und leuchtendes Maul), hab ich diese auch in den Folge Schritten beide separat bearbeitet.

Aber vorher noch eine Sache:
Bei Daniels Bild und Erörterungen ist mir etwas aufgefallen. Besonders gut sieht man es an der Vorderseites des Altares bei seinem Bild zu Step 3 (im Video). Diese ist komplett von der Sonne abgewendet, kriegt aber trotzdem noch Licht ab. Erst im 4. Schritt beim hinzufügen der Schlagschatten wurde sie schwarz gemacht. Meiner Meinung nach müsste diese Seite (und viele anderen Stellen) jedoch selbst ohne Schlagschatten komplett schwarz sein. Nämlich alle Seiten die mehr als 90° von der Lichquelle abgewandt sind.
Bei einer Kugel zB würde sich das komplette Spektrum von Licht und Schatten auf einer Hälfte der Kugel befinden, die andere Hälfte wäre komplett schwarz, denn von wo sollte auch Licht kommen?
Man könnte auch sagen, dass wenn ich mir vorstelle die Lichtquelle zu sein, müssten alle Seiten von Objekten die ich von meiner Position aus nicht sehen kann schwarz sein.

Dementsprechend bin ich auch meine 3. Arbeitsschritt angegangen.

STEP 3
Bild
Tiefstehende Sonne

Bild
Leuchtender Mund (Ich hab hier die Gebäude die später sowieso im Schlagschatten komplett verschwinden, einfach mal außen vor gelassen um mir etwas Arbeit zu ersparen)

STEP 4
Hier die beiden Versionen mit Schlagschatten
Bild
Bild


An dieser Stelle übrigens noch mal ein Lob an Daniel für die Arbeit die er sich hier macht! Echt wahnsinnig aufschlussreich und der Grund, warum ich mich entschloßen habe, doch noch einzusteigen.
Und hier das Ambientlight
Bild
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Beitrag von digitaldecoy » 15. Sep 2008, 09:10

Ich hoffe, Ihr hattet alle ein schönes Wochenende! Hier kommt die nächste Runde Videos - viel Spaß!

Hier das Review zu Teilziel 4:

Teilziel_04_Review.zip (28MB)

Und hier das Briefing zu Teilziel 5:

Teilziel_05.zip (48MB)
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Beitrag von Gwinna » 15. Sep 2008, 14:49

Du hast MarkusRosse und mich in deinem Review übergangen :(

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Beitrag von digitaldecoy » 15. Sep 2008, 15:05

Oh, tatsächlich! Das tut mir leid. Bei MarkusRosse kann ich mir, ehrlich gesagt, nicht erklären, warum ich ihn übersehen habe. Ich hatte die Dateien in Phtoshop schon geöffnet. Vermutlich sind sie beim Umbenennen irgendwie geschlossen worden oder wurden von irgendwas verdeckt. Deine Bilder, Gwinna, muss ich im Thread übersehen haben, weil sie nicht angezeigt werden (auch jetzt kann ich sie nicht sehen).

@ MarkusRosse:

Deine Bilder kann ich ja sehen, daher hier noch ein Feeback wenigstens in Schriftform:

Die Schlagschatten hast Du gut umgesetzt. Im Vordergrund wäre es noch gut gewesen, wenn der Schlagschatten des Baumes auf dem Boden den Konturen der Oberfläche (der Kante am Wegrand) folgen würde. Den Schatten halb über das Schild laufen zu lassen ist eine gute Idee und zeigt sehr schön, wie man kreativ mit Schatten arbeiten kann, um mit ihnen Räumlichkeit darzustellen und sie auch kompositorisch zu nutzen.

Die ambiente Lichtquelle ist mir teilweise noch zu schwammig. Besonders am Schild solltes Du die harten Kanten in der Form stärker berücksichtigen. Dass das Licht diffus ist, bedeutet nicht, dass die Kanten zwischen den Flächen weicher werden! Es bedeutet lediglich, dass der Kontrast zwischen den verschiedenen Flächen meist gering ausfällt.

@ Gwinna:

Wenn Du Deine Bilder noch so hochlädst, dass man sie sehen kann, gebe ich Dir auch noch Feeback in Schriftform. Auch, wenn ich mir die URLs aus Deinem Posting kopiere, kann ich die Bilder nicht sehen.
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Beitrag von cap » 15. Sep 2008, 17:10

Dankeschön digitaldecoy! Obwohl ich aus zeitlichen Gründen beim Workshop nicht mitmachen konnte, hab ich so oft wie möglich versucht die ganze Sache zu verfolgen und muss sagen es hat sich wirklich gelohnt. Allein im letzten Video "Teilziel 5" haben sich für mich viele Fragen geklärt, auf die ich lange nach einer Antwort gesucht habe. :) Bin echt gespannt wie's weitergeht!

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Beitrag von Gwinna » 15. Sep 2008, 18:53

Oh ok. Jetzt seh ichs auch. Vorher wurden die Bilder bei mir noch angezeigt. Geht es jetzt?

Bild
Bild


Problem ist wie du schon gesagt hast der Schlagschatten des Baums vorn rechts :/

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Beitrag von Ässn » 15. Sep 2008, 21:47

Hab mich heute mal gleich direkt an die 5. Aufgabe gesetzt. Und irgendwie habe ich das Gefühl ein Motiv gewählt zu haben, die die Technik an ihre Grenzen treibt.

Bild
Nicht so richtig toll …
Aber warum, habe ewig überlegt um darauf zu kommen, was dass Problem ist. Meiner Meinung nach ist es das Multiplizieren hinter her Dieses erlaubt es nämlich nicht einem Objekt heller zu sein als seine lokal Farbe. Klingt im ersten Moment ja auch logisch dass es so ist, aber es verhindert einen wichtigen Fotografischen Effekt: Das Überbelichten. Egal wie hell ich eine Lichtquelle drehe, selbst wenn sie rein weiß ist. Sie wird ein Gebäude mit 50% Helligkeit nicht heller machen als 50%. Auch wiedersetzen sich dunklere Objekte sehr stark der Lichtfarbe.

Allgemein muss man die Helligkeit ganz schön hochdrehen um bei der mittleren bis dunklen lokal Farbe der Objekte noch halbwegs Helligkeit ins Bild zu kriegen (welches meiner Meinung nach noch immer zu dunkel ist). Die Folge davon ist jedoch wieder, das Objekte die recht hell sind extrem herausstrahlen.

Das Problem des Überblendens habe ich versucht zu lösen, indem ich den Layer mit der einen Lichtquelle nochmal kopiert und über der Farbebene angewandt habe.
Bild

Das macht es etwas besser, aber auch nicht wirklich toll und ist auch nicht mehr so ganz im Sinne des Erfinders, da es ja keinen logischen Grund hat, warum eine Lichtquelle zweimal angewandt wird und eine andere nicht …

Außerdem ist da noch das Problem, dass Ebene Fläche sehr öde wirken. Man müsste jetzt also noch irgendwie Texturen drauf pappen.

Ich grüble mal weiter
Zuletzt geändert von Ässn am 15. Sep 2008, 22:05, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von IronCalf » 15. Sep 2008, 22:00

Ja DanieL, interessantes Video. Schon seltsam wie die Farben das Setting verändern.

Bez. der Diskrepanzen in Licht und Schatten... der malerische Teil der "Reilly Methode" fusst auf einer Tabelle nach der, Aufgrund des Tonwertes der Eigenfarbe und je nach intensität des Lichtes, die Values von Licht und Schatten ermittelt werden

http://www.dhfa.net/Artiststatement2.html ziemlich in der Mitte.

Ich muss da irgendwann mal genauer nachforschen.. ich hab nur das "Heftchen" von Doug Higgins und das ist nur die gedruckte Version der Seite.

Das wollte ich nur anmerken..

Ach ja nochwas: (ist mir im video davor aufgefallen) Screen = umgekehrt multiplizieren.

@Ässn: Hast du schon an der Gradiationskurve geschraubt?
Vergesst niemals, dass sich auch der stärkste Mann aufs Kreuz legen lässt. Diesen Fehler machte Gott, als er auf die Erde kam.

Art must be "A" work or its not art. Art won't shine your shoes, fuel your car, or feed your cat.
Therefore: ART HAS NO REASON TO EXIST, OTHER THAN THAT IT BE WELL MADE. - Stapleton Kearns
If you work to make excellent things your style will develop on its own. - Stape, again

Mein Personal Showroom: http://www.digitalartforum.de/forum/vie ... 0&#a117960

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lucy
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Beitrag von lucy » 16. Sep 2008, 00:33

hey daniel sehr interessant. werd das ganze wohl auch nochmal testen, aber gerade komme ich nicht dazu.

interessant ist vielleicht noch zu wissen, dass die modi "screen" und "multiply" der
additiven und subtraktiven farbmischung entsprechen.
gut testen kann man das wenn man die jeweiligen grundfarben mal in den modi übereinanderlegt ...
dh auf einer schwarzen fläche rot, grün und blau in screen übereinanderlegen.
und auf einer weißen fläche cyan, magenta und gelb in multiply übereinanderlegen.

das erklärt auch warum man zb auf den braunen flächen im schatten nicht ganz so viel von dem
blauen ambient-licht sieht, das blaue licht wird halt von der braunen fläche zum größten teil geschluckt.
wäre das licht knallblau und der stein knallrot, wäre der stein im schatten zum bsp komplett schwarz.

das ganze mit additiver und subtraktiver ist imo ne sache, die man sich unbedingt mal reinziehen sollte,
weil das so einiges klar macht. buchtipp von mir wäre: Farbe, Licht, Sehen, Empfinden
kenne keine anderen bücher zu dem thema, aber das ist sehr anschaulich und verständlich erklärt.

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Beitrag von digitaldecoy » 16. Sep 2008, 10:15

@ Gwinna:

Jetzt kann ich Deine Bilder sehen! Beide Lichtquellen hast Du ordentlich umgesetzte. Bei der Ambienten Lichtquelle bist Du hier und da punktuell ein bißchen zu dunkel geworden (unterm Vogel oder der Baum hinten rechts) aber das ist nebensächlich. In Deiner direkten Lichtquelle fehlen übrigens die Wolken!

@ Ässn:

Eine "Technik" ist es ja nicht wirklich, die wir hier anwenden, sondern eine Analyse. Aber gut zu sehen, dass die Analyse Dich schon zum Grübeln bringt, denn genau das ist ja ihr Zweck.

Aus dem Problem, auf das Du gestoßen bist, kann man jetzt verschiedene Dinge heraus ableiten.
... es verhindert einen wichtigen Fotografischen Effekt: Das Überbelichten.
Das ist völlig richtig und an dieser Stelle sollte man sich bewusst machen, dass dies vor Allem der Fall ist, weil wir in der Computergrafik heute noch größtenteils auf 8 Bit pro Kanal beschränkt sind. Würden wir hier mit HDRI (High Dynamic Range Images) arbeiten, würde sich der Überbelichtungseffekt auch mit den verwendeten Ansätzen erzeugen lassen. Da wir aber in den wenigsten Fällen diese Möglichkeit haben (am ehesten noch im 3D-Rendering oder bei der Arbeit mit HDR-Fotos), müssen wir das irgendwie kompensieren.
Allgemein muss man die Helligkeit ganz schön hochdrehen um bei der mittleren bis dunklen lokal Farbe der Objekte noch halbwegs Helligkeit ins Bild zu kriegen (welches meiner Meinung nach noch immer zu dunkel ist). Die Folge davon ist jedoch wieder, das Objekte die recht hell sind extrem herausstrahlen.
Eine Sache, die man da schon Mal machen kann ist, die Helligkeit nicht global zu erhöhen, sondern über eine Curves-Funktion, die die hellsten Bereiche im Bild schwächer , die mittleren stärker und die ganz dunklen wieder schwächer aufhellt (damit man das Schwarz nicht verliert):

Bild
Allgemein muss man die Helligkeit ganz schön hochdrehen um bei der mittleren bis dunklen lokal Farbe der Objekte noch halbwegs Helligkeit ins Bild zu kriegen (welches meiner Meinung nach noch immer zu dunkel ist). Die Folge davon ist jedoch wieder, das Objekte die recht hell sind extrem herausstrahlen.
An der Stelle sollte man sich auch bewusst machen, dass man die Lokalfarbe der Objekte oft einfach schon zu dunkel einschätzt. Wir sehen viele Objekte immer in ihrer schattierten Form und selten unter diffusem weißen Licht. Ich wage zu behaupten, dass wir generell von vielen Objekten eine zu dunkle Lokalfarbe im Kopf haben. Dennoch, es gibt natürlich schwarze Objekte und auch die werden in der echten Welt schattiert oder können Highlights haben.
...ist auch nicht mehr so ganz im Sinne des Erfinders, da es ja keinen logischen Grund hat, warum eine Lichtquelle zweimal angewandt wird und eine andere nicht …
Tatsächlich hast Du mit diesem Ansatz aber das getan, was in der klassischen 3D-Grafik auch getan wird: man unterteilt dort das Shading eines Objektes in Diffuse Shading und Specular Shading (oder Specular Highlights). Man tut dies, weil Objekte in der Realität eben nicht nur brav Licht entsprechend ihrer Lokalfarbe reflektieren, sondern Licht an Oberflächen auch direkt reflektiert wird und das oft auch, ohne durch die Lokalfarbe eingefärbt zu werden. Man denke nur an den hell weißen Glanzpunkt auf einer knallroten Lackoberfläche oder das weiße Highlight auf einer schwarzen (!) Billiardkugel. In der 3D-Grafik müssen diese Effekte auf die diffus schattierten und eingefärbten Objekte draufgerechnet werden und genau das hast Du letztendlich gemacht. Du hast das Regelwerk also nicht vergewaltigt, sondern lediglich genau die selben Behelfsmittel angewendet, die in der 3D-Grafik auch angewendet werden.
Außerdem ist da noch das Problem, dass Ebene Fläche sehr öde wirken. Man müsste jetzt also noch irgendwie Texturen drauf pappen.
Genau das müsste man tun. Aber ich denke, wer der Analyse bis hierhin gefolgt ist, wird auch verstehen, dass man über das derzeitige Ergebnis nicht einfach eine Textur überlagern kann. Vielmehr müsste man in jeder Lichtquelle jeweils die gleiche Textur unter jeweils anderem Lichteinfall malen UND diese auch noch in dem Farblayer berücksichtigen. Spätestens hier wird vielleicht deutlich, dass sich unsere Technik hier nur sehr eingeschränkt als Workflow im 2D-Bereich eignet.

@ lucy:

Interessant, oder? Man kommt so sogar an den Punkt wo man sich Sachen überlegt wie "wenn ich die Wand hier jetzt blau mache, dann wird sie im gelblichen Abendlicht (gelb = Komplementärfarbe zu blau in der additiven Farbmischung) sehr dunkel erscheinen.
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