How To: Colormanagement

MartinH.
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Beitrag von MartinH. » 27. Apr 2007, 23:35

@Art und Taros: Ich möchte nochmal auf das Thema vom 21. Juli letzten Jahres eingehen, Streifenbildung beim größeren Arbeitsfarbraum. Ich habe das gerade auf meinem Röhrenmonitor auch festgestellt. Ein Grauverlauf in ECI RGB sieht stufig aus, in sRGB nicht. Liegt es vielleicht doch nicht an dem Eizo von Taros, sondern an etwas anderem? Vielleicht an Grafikkarte oder Betriebssystem? Taros hat ja afaik auch nen PC, und Art nen Mac.
Jetzt hab ich mir grade mit nem Tool meine Profile verstellt und muss erstmal versuchen das wieder hinzubekommen bevor ich mich wieder dem Grund der Streifigkeit widmen kann -_-.

edit: bei meinem nVidia Detonator Treiber ist übrigens Standardmäßig eingestellt, das bei Videos die Sättigung auf 114% gesetzt wird. Ich hab das mal auf 100% runterreguliert.

ErichSchreiner
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Beitrag von ErichSchreiner » 28. Apr 2007, 09:03

Ich würde eher zum AdobeRGB tendieren als zum ECI-RGB. Hatte da vor zwei Jahren massive Probleme (weis aber leider nicht mehr genau warum). Seitdem läuft das AdobeRGB ohne Probleme.

MartinH.
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Beitrag von MartinH. » 28. Apr 2007, 10:10

Seit ganz kurzem gibts von ECI-RGB eine Version 2, die benutze ich. Ich glaube die Hauptänderung war, dass sie dort ein "lineares Gamma" verwendet haben. Vielleicht liegt da ja der Grund bzw. die Lösung für deine früheren Probleme. Danke für den Hinweis, ich werd mal vergleichen welcher der beiden Farbräume besser für mich funktioniert.

Edit1: http://www.hilfdirselbst.ch/foren/Orien ... 88047.html
Der Link ist ganz interessant, da gehts u.A. darum wo die einzelnen LUTs eingreifen und das das Colomanagement auf Seiten der Grafikkarte nur auf 8Bit stattfindet und somit zu der Streifenbildung in Verläufen führen könnte.

Edit2: Und hier noch was interessantes:
http://www.quato.de/produkte/whitepaper_quato.pdf
"White Paper zur exakten Kalibration von TFTs"


Edit3:
@artvandeley: Ich habe gerade folgendes festgestellt: wenn ich einen Graustufenverlauf in Photoshop erstelle, das Colormanagement (unter Windows) ausstelle, einen Screenshot mache und das dann als neues Bild aus der zwischenablage einfüge, habe ich ein Bild von meinem Desktop, samt Photoshop und Verlauf. Wenn ich dann das Colormanagement (Systemseitig) wieder aktiviere und mein Monitorprofil einbinde, ändern sich die Farben. Muss ja auch so, weil sonst würde das CM ja keinen Sinn machen.
Nun lasse ich mir in Photoshop das eben erstellte Bild im Vollbild Modus anzeigen und positioniere es so, wie mein Bildschirm normalerweise aussieht. Nun mache ich einen Screenshot und füge den in die Datei ein. Und schon haben sich die Farben ein Stück geändert. Dann wieder: Screenshot, einfügen, Farben sind noch etwas anders, diesmal schon deutlich rotstichig. Es dauert nicht lange (knapp 20 mal das Screenshot spiel), da haben sich die Farben soweit verändert, das alles was Grau war zu Rot wird.
Welchen Schluss ziehe ich daraus? Solange mein Monitorprofil aktiv ist, kann ich keine Screenshots von Farbkritischen Sachen machen, da denen eine CM Operation übergestülpt wird, die weder mir am Bildschirm (doppelt gemoppeltes CM, da die Farben ja NOCHMAL verändert werden), noch irgendjemand anderem, dem ich das Bild schicke einen Vorteil bringt.
Das Thema ist anscheinend noch weitaus komplizierter als ich dachte :-/.

MartinH.
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Beitrag von MartinH. » 29. Apr 2007, 10:35

ErichSchreiner hat geschrieben:ECI-RGB & ADobe RGB
ich persönlich finde Adobe-RGB besser als ECI-RGB weil es , va wenn man Painter und PS verwendet, ein fast gleiches ergebnis in beiden Programmen ermöglicht. mit ECI-RGB hab ich das nie geschafft. Und wenn man ECI dann in sRGB umwandelt, siehts wieder anders aus.

sRGB
bein Graustufen oder eher dunkleren Bildern würde ich auf sRGB verzichten und lieber kein Profil einbetten, weil es das bild erheblich dunkler darstellt. Wenn man also AdobeRGB als Arbeitsfarbraum drin hat, und dieses Profil in der jpeg datei entfernt, mu?? man allerdings die helligkeit trotzdem etwas nachregeln.
Nicht wundern, der Quote ist von Seite 1. Ich habe das jetzt mal an einem Graustufenbild und an einem Farbbild mit starken Sättigungen getestet. Beide in ECI RGB V2 ICC V4 erstellt, anschließend in sRGB konvertiert, als JPG im Browser geöffnet und jeweils auch einmal ohne Konvertierung und Profil im Browser geöffnet. Im Vergleich zum ECI RGB Original in Photoshop zeigen sich bei den sRGB Dateien zwar minimale Unterschiede (RGB Werte unter 10/10/10 werden noch dunkler), aber die nicht profilierten Dateien weichen noch deutlich stärker ab. Dort werden nämlich auch die hellen Bereiche noch deutlich heller.
Man könnte jetzt natürlich noch testen, ob sich das mit ECI RGB V1 anders verhält, aber ich bin momentan erstmal damit zufrieden das ich durch ECI RGB V2 keine gravierenden Nachteile erfahre.

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Beitrag von artvandeley » 30. Apr 2007, 10:32

Dass die ECI mittlerweile ein linerares Gamma eingeführt hat ist interessant. Hat mich sowieso gewundert warum man sich noch so sehr um Druckzuwächse mechanischer, physikalischer Art bzw. Monitortechnik von Anno Dunnemal kümmert . Die computergesteuerten heutigen Druckmaschinen rechnen sich das doch sowieso alles hin wie sie´s brauchen. Hammse das jetzt auch endlich verstanden. Guten Morgen.

Das mit den Screenshots ist ein grundsätzliches Problem, da Dein Monitorprofil auf jeden Fall mit eingebunden wird. Ich bezweifle , dass das dann einer regelrechten Konvertierung entspricht und so gibt es auf jeden Fall unberechenbare Verluste in den Farbinformationen. Solche Shots mit anderen zu teilen ist deswegen und wegen der Einbindung Deines privaten Monitorprofils auch keine allzu gute Idee, und wie Du ja selbst festgestellt hast liefern selbst Browser kein einheitliches Bild.
Im Grunde ist deswegen der einzige Weg wirkliche verlässliche Farbeindrücke auszutauschen über die darauf optimierte Engine von Photoshop. Leider. Deine Kollegen müssten also alles erstmal in PS öffnen , um sich ein Bild zu machen.

Ich bin übrigens damals von ECI auf AdobeRGB umgestiegen, weil so der Austausch von PS und Painter reibungslos funktioniert. Ich habe da die CM-Engine von Painter in Verdacht ..hehe
Ausserdem basiert wie gesagt AdobeRGB auf gleichen Gamma und Farbtemperatur-Vorgaben wie sRGB, ist also grade für interdisziplinäres Arbeiten von Vorteil.
Wenn Du aber hauptsächlich für Druck arbeitest, würde ich tatsächlich empfehlen bei ECI zu bleiben.

Die Treppchenbildung in PS und bei Verläufen hatten wir ja schonmal. Ich glaube mittlerweile, dass das Verlaufstool von PS damit nicht unerheblich zu tun hat. Die verfügbaren 8-bit werden offensichtlich automatisch dem verfügbaren Farbraum angeglichen. Heisst also die Treppchen sind immer noch da, aber sehr viel feiner abgestuft. So meine Theorie, anders kann ich mir nicht erklären warum bei mir ein heruntergeladener Verlauf in PS (also nicht von mir erstellt) völlig ohne Streifen auskommt, auch in AdobeRGB. :?

Lieben Gruß
art

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Beitrag von ErichSchreiner » 2. Mai 2007, 15:02

@Martin
ja das wars. konnte damals die files nicht optimal zwischen painter und ps austauschen, deshalb bin ich wieder zurück zu AdobeRGB.

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Beitrag von Ausgezeichnet » 16. Mai 2007, 22:26

Hallo !Bin heute abend zufällig auf Euer Forum gestossen (kommend vom IO Forum)
Ich hab gestern einen CM Kurs von Cancom besucht, der ziemlich gut war.
Allerdings blieben einige konkrete Fragen von mir unbeantwortet.
Hier sind ja einige Auskenner am Werk und da hoffe ich doch, daß mir jemand helfen kann.

Es geht um den Rendering Intent: ich arbeite hauptsächlich im Painter.
Welche Rolle spielt der Rendering Intent hier. Ich habe gelernt das Perzeptiv Farben von einem Farbraum in einen kleineren komprimieren kann, Relativ Farbmetrisch quasi eine Schnittmenge von Farbräumen bildet.
Wenn ich aber eine Illustration erstelle, deren weitere Verwendung entweder nicht definiert ist, oder vielfältig ist (Offset, Digitaldruck, Web), wie kann ich mich da auf einen Rendering Intent verlassen?
Weiters frage ich mich ob der Rendering Intent eine Bedeutung beim CM in Painter in dem Sinn hat, als das der Arbeitsfarbraum in Kombination mit dem Monitorprofil zB. "perzeptiv" dargestellt wird- stimmt das?
Ich hatte bisher den LStar als Arbeitsfarbraum verwendet, und konnte eigentlich ganz gut zwischen Painter & Photoshop switchen, Farben wurden ziemlich identisch dargestellt.
Heute ist mir auch aufgefallen, daß Painter scheinbar in JPGs keine Profile einbettet, bei PSDs aber schon. (Painter IX.5) Ist das schon mal wem aufgefallen?

Tja, das wär's für's erste.
Falls meine Arbeitsweise relevant für die Antwort wäre, hier gibt's meine Bilder: www.ausgezeichnet.com

Danke & Grüße,
Bernd

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Beitrag von artvandeley » 17. Mai 2007, 00:11

Hi Bernd. So schnell trifft man sich wieder :)

Mit dem Rendering Intent hast Du im Grunde weniger Probleme als Du denkst: Solange Du in einem grösseren Farbraum als den für die möglichen späteren Verwendungen arbeitest, kannst Du ja beim Konvertieren immer noch entscheiden welche Methode Du anwendest. Es wird schlussendlich meistens die perzeptive sein, realtiv farbmetrisch arbeitest Du im Grunde bloss wenn Du bereits mit gelieferten CMYK-Dateien arbeitest deren "Aufblasen" in RGB ja wenig Sinn machen würde.
Bei L-Star kannste bleiben, solange es für Dich und Deinen Partnern damit funktioniert ist ja alles klar. Bei Zeitschriften wird hingegen oft mit Adobe RGB gearbeitet, ist also für mch z.B. empfehlenswert. Da all diese Farbräume eh grösser sind als 99,99% der Monitore darstellen können tut sich da nicht viel.

Natürlich, wenn Du so willst ist die Monitordarstellung immer eine perzeptive. Da hier aber natürlich IMMER über den LAB-Raum runtergerechnet wird, hast Du sozusagen keine Wahl. Muss Dich also nicht kümmern, isso und is richtig so.

Painter bettet Profile NUR in PSD-Files ein. War schon immer so. Ziemlich lächerlich, aber das ist die CM-Engine von Painter ja auch..haha.

Das Thema behandel ich übrigens, wenn auch kurz, in dem Seminar morgen, aber Du wolltest ja nicht kommen*prust*

Gruß
art

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Beitrag von Ausgezeichnet » 17. Mai 2007, 08:14

artvandeley hat geschrieben:Hi Bernd. So schnell trifft man sich wieder :)

Mit dem Rendering Intent hast Du im Grunde weniger Probleme als Du denkst: Solange Du in einem grösseren Farbraum als den für die möglichen späteren Verwendungen arbeitest, kannst Du ja beim Konvertieren immer noch entscheiden welche Methode Du anwendest. Es wird schlussendlich meistens die perzeptive sein, realtiv farbmetrisch arbeitest Du im Grunde bloss wenn Du bereits mit gelieferten CMYK-Dateien arbeitest deren "Aufblasen" in RGB ja wenig Sinn machen würde.
Bei L-Star kannste bleiben, solange es für Dich und Deinen Partnern damit funktioniert ist ja alles klar. Bei Zeitschriften wird hingegen oft mit Adobe RGB gearbeitet, ist also für mch z.B. empfehlenswert. Da all diese Farbräume eh grösser sind als 99,99% der Monitore darstellen können tut sich da nicht viel.

Natürlich, wenn Du so willst ist die Monitordarstellung immer eine perzeptive. Da hier aber natürlich IMMER über den LAB-Raum runtergerechnet wird, hast Du sozusagen keine Wahl. Muss Dich also nicht kümmern, isso und is richtig so.

Painter bettet Profile NUR in PSD-Files ein. War schon immer so. Ziemlich lächerlich, aber das ist die CM-Engine von Painter ja auch..haha.

Das Thema behandel ich übrigens, wenn auch kurz, in dem Seminar morgen, aber Du wolltest ja nicht kommen*prust*

Gruß
art
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Ha, bist es Du, Thorsten?? Die digitale Welt ist tatsächlich kleiner als man denkt.....
Allein schon um diese Begriffe zu klären wäre ich gerne zum Workshop gekommen.
Danke auf alle Fälle! Der Dezemberworkshop ist durchaus noch ein Thema!
lg,
Bernd

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Beitrag von Lakai » 8. Aug 2007, 21:37

Die Hilfe von Adobe Photoshop bietet auch eine relativ einleuchtende Zusammenfassung zu dem Thema.
Ist unter Arbeiten mit Farbe + erzeugen konsistenter Farbe zu finden, werden die meisten ohnehin schon wissen, kann aber dennoch nicht schaden es zu erwähnen :wink:

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Beitrag von ErichSchreiner » 11. Aug 2007, 09:18

passt hier auch rein. Anleitung für konsistente Farben zwischen Painter und PS

http://homepage.mac.com/pixlart/.Public ... 0Color.pdf

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Beitrag von Lakai » 11. Aug 2007, 17:49

Also mich interessiert noch immer die Theorie ;)...

Kann mein Bildschirm alle Farbräume darstellen die In Programmen wie Photoshop angeboten werden?
Was wenn nicht? Wähle ich dann eine Farbe aus dem Farbwählfeld aus die für meinen Computer dieses bestimmte rot ist und für mich auf dem Bildschirm als ein rosa aussieht.

Ich dachte die Farbe wird durch die Wellenlänge bestimmt, doch spielt die Farbtemperatur (was das auch immer sein mag) mit hinein.
Durch was wird die Farbtemperatur bestimmt? Damit ist hoffentlich nicht die Temperatur der Lichtquelle oder des Lichtes gemeint ^^, sonst würden wir vor unseren Bildschirmen verglühen.
denn 5500 Kelvin ist schon ziemlich heiß. Wie kommt man überhaupt darauf es in Kelvin anzugeben?

Ich hab den sinn darin so verstanden, das wir das perfekte weiß suchen das bei etwa 5500 kelvin liegt, ein kleinerer Wert würde dann wohl einen gelbstich ergeben und je höher desto bläulicher.
Also wenn das weiß stimmt, stimmen auch die anderen Farbwerte?

Jedes Pixel besteht doch aus Rot grün blau, richtig? Wieso ist es dann für den Pc so schwer ein gleiches Verhältniss zu finden, das ein ordentliches weiß entsteht?

Jeder Kanal kann doch bei 8 bit 255 abstufungen darstellen? Also in dem mehr licht abgegeben wird oder wie funktioniert das?
Wie Funktionieren Farbprofiele?

Ist es besser meinen Bildschirm auf Srgb zu stellen oder auf 6500k?

Danke für den tollen Thread und für alle die sich mit meinen Fragen rum ärgern werden.

MartinH.
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Beitrag von MartinH. » 11. Aug 2007, 20:15

"Also mich interessiert noch immer die Theorie ;)...
Kann mein Bildschirm alle Farbräume darstellen die In Programmen wie Photoshop angeboten werden?"

Wenn du einen super teuren Bildschirm hast "vielleicht" ansonsten bestimmt nicht.


"Was wenn nicht? Wähle ich dann eine Farbe aus dem Farbwählfeld aus die für meinen Computer dieses bestimmte rot ist und für mich auf dem Bildschirm als ein rosa aussieht."

Kann passieren. Colormanagement sollte das so gut es geht verhindern. Ein Farbprofil für deinen Monitor (das z.B. mit eine Eye-One 2 eingemessen wird) sollte diese Diffenrenzen soweit wie möglich ausgleichen. Dadurch kann er aber auch nicht "mehr" Farben anzeigen als vorher.


"Ich dachte die Farbe wird durch die Wellenlänge bestimmt, doch spielt die Farbtemperatur (was das auch immer sein mag) mit hinein.
Durch was wird die Farbtemperatur bestimmt? Damit ist hoffentlich nicht die Temperatur der Lichtquelle oder des Lichtes gemeint, sonst würden wir vor unseren Bildschirmen verglühen.
denn 5500 Kelvin ist schon ziemlich heiß. Wie kommt man überhaupt darauf es in Kelvin anzugeben?"

Soweit hergeholt ist das nicht. Die angabe bezieht sich auf die Farbe die ein (schwarzer?!) Gegenstand bei der entsprechenden Temperatur hat. Glühen war also genau die richtige Assoziation. Und die geraden Kelvin Zahlen lesen sich doch viel besser als die Celsius Entsprechungen.


"Ich hab den sinn darin so verstanden, das wir das perfekte weiß suchen das bei etwa 5500 kelvin liegt, ein kleinerer Wert würde dann wohl einen gelbstich ergeben und je höher desto bläulicher.
Also wenn das weiß stimmt, stimmen auch die anderen Farbwerte?"

Nicht jeder sucht das 5500K weiß und nur weil das stimmt, ist der Rest noch lang nicht in Ordnung.


"Jedes Pixel besteht doch aus Rot grün blau, richtig? Wieso ist es dann für den Pc so schwer ein gleiches Verhältniss zu finden, das ein ordentliches weiß entsteht?"

Weil jeder der einzelnen Kanäle keine perfekt Linieare Umsetzung der Eingabewerte schafft. Dadurch kann in einem Grauverlauf im schlimmsten Falle der helle Bereich einen anderen Farbstich haben als der Dunkle. Und der Bildschirm "weis" ja nicht was für ein Weiß er nun wirklich ausgibt. Dafür ist das Colorimeter nötig.


"Jeder Kanal kann doch bei 8 bit 255 abstufungen darstellen?"

256 (0 .. 255) und das gilt erstmal nur für die Grafikkarte. Bei profi-Bildschirmen können das auch mal beispielsweise 1024 Abstufungen pro Kanal sein. *) s.u.


"Also in dem mehr licht abgegeben wird oder wie funktioniert das?"

http://de.wikipedia.org/wiki/Kathodenstrahlr%C3%B6hre
http://de.wikipedia.org/wiki/Fl%C3%BCss ... bildschirm


"Wie Funktionieren Farbprofiele?"

Ganz vereinfacht gesagt: sie beschreiben den darstellbaren Farbraum und die Abweichungen in der Darstellung einzelner Farben. Bei einem Bildschirmprofil wird so der Grafikkarte gesagt wie sie innerhalb ihrer 8 Bit pro Kanal die Ansteuerung des Bildschirms ändern muss, damit am Bildschirm das korrekte rauskommt. Dadurch können Stufen in Verläufen entstehen.
*) Wenn du einen extrem guten Bildschirm hast, kann er über ein zusätzliches Kabel, über das er die entsprechenden Profil Informationen erhält, mit seinen zusätzlichen Abstufungen pro Kanal, diese Farbkorrekturen vornehmen, so das keine Stufen in Verläufen entstehen und die Grafikkarte möglichst keine Farbe anders ansteuern muss. Solche Bildschirme sind aber auch extrem teuer.

"Ist es besser meinen Bildschirm auf Srgb zu stellen oder auf 6500k?"

Keine Ahnung, ich kenn deinen Bildschirm ja nicht. Ich glaub die sRGB Settings bei Bildschirmen sollte man eher ausgeschaltet lassen. Welcher Weißpunkt für dich richtig ist, ist eine andere Frage die ich nicht beantworten kann.

"Danke für den tollen Thread und für alle die sich mit meinen Fragen rum ärgern werden."

:D

Rastatui
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Beitrag von Rastatui » 18. Sep 2007, 17:12

Tja, ich kann leider nicht mit nützlichen Tipps, dafür aber mit einem Verzweifeltem Hilferuf dienen^^°

Ich habe noch nicht oft mit Prints gearbeitet, da ich aber nun auch verstärkt digitale Bilder Drucken möchte/muss komm ich um ein richtiges colormanagement natürlich nichtmehr drumrum. Ich selber verfüge nur über einen normalen tintenstrahldrucker (allergisch auf ausdünstungen von Laserstrahldruckern...) weshalb ich für quaitativ hochwertige Ausdrucke natürlich in einen CopyShop (momentan CopyFactory) muss... und wie ihr euch denken könnt gibt es hier teilweise rapiede Farbveränderungen :|

Nun meine Frage, wie kann ich das ändern? In solch einem Falle bringt es mir nichts meine Hard- und Software richtig abzustimmen wenn der letzliche Ausdruck von einem anderen Drucker durchgeführt wird. Gibt es hier bestimmte Faktoren die ich über den entsprechenden Drucker bzw. das System des Copyshops in erfahrung bringen müsste? Ihr merkt schon, in dem bereich bin ich blutiger anfänger^^°
Ich werde mir hierführ wohl ein Buch bei Amazon über colormanagement kaufen (empfehlungen günstiger Bücher wären btw. klasse*g*)... leider hilft das nur bei zukünftigen Projekten, nicht aber bei aktuellen bei denen Farben etc. schon fertiggestellt sind :doh:

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Beitrag von MartinH. » 18. Sep 2007, 19:37

Darf die Lösung deines Problems denn was extra kosten? Denn dann könntest du dir vielleicht ein Farbprofil für den Drucker im Copyshop machen lassen.

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der_On
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Beitrag von der_On » 20. Sep 2007, 11:47

Hi an alle. Bisher dachte ich, ich hab das mit dem Colormanagment begriffen. Doch heute konnte ich mich vom Gegenteil überzeugen.

Ich habe mir einen TFT zugelegt (Samsung Syncmaster 226CW) und im PS-CS3 mein Arbeitsfarbraum auf das Monitorprofil gestellt und gemalt. Nun habe ich mein Bild fertig und hab es in sRGB konvertiert und mir anschließend im Browser angesehen und alles ward blaustichig und zu hell.

In PS sieht alles gut aus, egal welchen Arbeitsfarbraum ich benutze (z.B. AdobeRGB). Weise ich dem Bild ein anderes Farbraum als das bis dato zugewiesene Monitor eigene Profil, springen die Farben ins gelb-grün und werden dunkel. Beim Konvertieren in andere Farbräume gibt es in PS auch keinen Unterschied.

Bin nun mit meinem Latein am Ende. Vielleicht kann mir ja jemand helfen? Wäre sehr bis extrem wichtig.

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Beitrag von artvandeley » 20. Sep 2007, 18:57

Zunächst mal ist Dein Arbeitsfarbraum niemals auch Dein Monitorprofil. Das gleicht Photoshop automatisch selber ab und hat ansonsten in Photoshop selber nix zu suchen.

Dann, wie gesagt,ist PS eine der wenigen Apps die Farben richtig darstellen kann und damit verbindlicher als irgendein Browser.
Die meisten Browser kennen gar keine Profilunterstützung, trotzdem ist es eine gute Idee das Bild zunächst auf SRGB zu konvertieren und dann ohne Profil abzuspeichern. Das ist zumindestens der Workaround der bei mir am Besten ( nicht perfekt, aber eben am Besten) funktioniert.

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Beitrag von der_On » 20. Sep 2007, 22:27

@Artvandeley: Hab es jetzt wieder hinbekommen. In PS nutze ich jetzt wie gehabt AdobeRGB. Allerdings war mein weiss in Photoshop immer gelb. Habe auf der Adobe Seite gelesen, dass man in dem Fall Adobe Gamma nochmal durchlaufen lassen sollte. Danach waren die Farben in Photoshop bei Arbeitsfarbraum AdobeRGB wieder in Ordnung. Dann nochmal den Monitor kalibriert und es geht wieder alles gut. So richtig sehe ich aber immer noch nicht durch.

Danke dir auf jeden Fall. Bisher habe ich die Bilder immer auch noch im sRGB-Profil gespeichert und für den Druck zu Tiff mit Fogra27 Coated eingebettetem Profil.

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Beitrag von Ässn » 3. Okt 2007, 20:17

Ich versteh einfach nicht.
Zur Zeit ist es wieder so, dass ich ein Bild das ich in PS als jpg speichere, egal wie(egal welche Farbraum, ob konvertiert oder nicht, ob mit oder ohne ICC, ob über für Webspeichern oder normal)immer dunkler ist als in PS.
Ohne ICC ist es sogar so, dass wenn ich es danach wieder in PS öffne es dunkler ist als vor dem speichern! Ich könnte dass jetzt immer wieder wiederholen bis es total dunkel wäre.
Woran kann das liegen? Hab ansich sogar nen Kalibrierten Monitor und arbeite in Adobe RGB und konvertier vorher in sRGB aber das ist völlig egal. Wie ich es auch mache, nach dem speichern ist es IMMER dunkler.

Hilfe!!

Adobe Gamma Loader steht wir nach der Kalibrierung auf 2.34, aber mein Omega Treiber hat selbst nochmal nen Wert von 1.0 und ich bin auch der Meinung, dass mein Monitor eigentlich zu hell ist (Hab den Treiber nach der Kalibrierung irgendwann mal neuinstalliert, verwende aber immer noch das kalibrierte Farbprofil)
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Beitrag von Herrmann » 4. Okt 2007, 00:53

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Schau mal beim Dialog "Speichern für Web" ob Du diese kleinen Pfeile mit den Drop-Down-Menüs findest! Vielleicht liegt da der Fehler. Woran es auf keinen Fall liegen kann, ist die kalibrierung Deines Monitors. Die hat damit nichts zu tun.

Bild

Bild

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Beitrag von Ässn » 4. Okt 2007, 10:29

Danke auf jeden Fall, aber so richtig Hilft das auch nicht. Bilde mir zwar ein, dass es jetzt etwas weniger schlimm ist, aber das kann auch daran liegen, dass ich an meinen Einstellungen für Gamma und so rumgespielt habe. Nach wievor ist das Bild nach dem Speichern dunkler als vorher, auch wenn ich das .jpg(bei anderen Formaten ausser psd auch) danach wieder in Photoshop öffne. ABER! Wenn ich es in Bridge anguck, dann ist es wieder so wie es sein soll O.o
Hab aber die Farbeinstellungen für die komplette CS synchronisiert...also: hää?
ässn un jejässn wern

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Beitrag von MartinH. » 4. Okt 2007, 11:05

Zeig mal nen screenshot deiner Farbeinstellungen aus Photoshop.

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Beitrag von Ässn » 4. Okt 2007, 15:46

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Beitrag von MartinH. » 4. Okt 2007, 16:07

Stell mal bei den Farbmanagement Richtlinien wo überall "aus" steht folgendes ein: "eingebettete Profile beibehalten". Und bei den drei Kästchen für die Profilfehler dadrunter machst du überall nen Haken dran.
Und besorg dir mal nen sinnvolleren CMYK Farbraum ;). Z.B. Iso Coated V2.

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Beitrag von Ässn » 4. Okt 2007, 17:42

Das hat ja aber nur was mit dem öffnen von Bildern mit falschem Farbraum zu tun, und erklärt nicht, warum, das Bild nach dem speichern ausserhalb von Photoshop dunkler sind.
Andere Idee: Ist der Unterschied zwischen Adobe RGB und sRGB einfach so groß?
ässn un jejässn wern

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