Custom brushes

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superficialis
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Custom brushes

Beitrag von superficialis » 26. Jun 2006, 09:27

Hallo,
da ich eigentlich nur mit dem runden, pressuresensitiven Brush in verschiedenen Größen arbeite wollte ich euch mal fragen wie ihr das so angeht. Habt ihr viele eigene Brushes gemacht und wenn ja, wie arbeitet man richtig damit? Mit den von Photoshop mitgelieferten erziele ich nie wirklich gute Resultate, da entweder alles gleich aussieht oder in einer verschmierten Linie ineinander läuft..?
Vielleicht gibts Tipps von euch oder ein Tutorial?
Vielen Dank schonmal.

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Big_O
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Beitrag von Big_O » 26. Jun 2006, 09:47

Ich hab mir im Laufe der Zeit alle Pinsel selbst gebaut. Eigentlich eher aus der Not heraus, dass ich eine ähnliche Vielfalt wie in Painter auch in Photoshop erreichen wollte.

Andere Pinsel sind durch die Vorgaben verschiedener Jobs entstanden, bei denen besondere Texturen gefragt waren.
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oleg
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Beitrag von oleg » 26. Jun 2006, 10:09

Mit welcher PS-Version arbeitest du?

Bis Version 6 gab es relativ wenige Pinselkontrollen.

Ab Version 7 kannst du dir fast jeden beliebigen Pinsel bauen.
Dieses Tutorial fand ich ziemlich aufschlußreich.

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Big_O
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Beitrag von Big_O » 26. Jun 2006, 10:49

Die Pinselengine von Photoshop ist allerdings noch immer recht beschränkt. Zwar kann man aus nahezu jeder Vorlage einen Pinsel erstellen, soll dieser aber zu mehr als nur einer einzigen Sache fähig sein, sprich, skalierbar bis mindestens 400 Pixel, dann relativiert sich die Vorlagenvielfalt schon wieder.

Grund dafür ist, dass die PS-Pinsel ausschließlich aus "Dabs" bestehen, das heisst, einer gefüllten Vektorform, die immer hintereinander gesetzt wird. (Painter kann neben Dabs auch einzelne Pinselhaare rendern, das heißt während des Malens berechnen, so dass jeder Strich anders ist.)

Dadurch enstehen ab einem gewissen Malabstand (Spacing) Lücken im Strich. Um die in größeren Pixelmaßen auszugleichen muss man den Malabstand deutlich verringern und dadurch ergeben sich im Endeffekt dann doch wieder ähnliche Pinselstrukturen.

Du kannst Dir gerne mal meine Pinselspitzen anschauen, ich maße mir mal frech an, dass ich in den Wochen, die ich an der Erstellung der Dinger gesessen habe, so ziemlich jede Variation bedacht und umgesetzt habe...

Da die Pinsel nicht abwärtskompatibel sind, hab ich die 7er Versionen genommen.

KLICK

Eine kleine Warnung, bestimmte Pinsel, mit sehr detaillierten Strukturen, die zudem in ihrer Größe an die Drucksensitivität des Tablets angepasst sind, haben bei mir in Photoshop 7 zu einem Memory-Leak geführt, durch das PS einfach eingefroren ist und nicht mehr wiederzubeleben war.

Der Fehler trat bei mir auf zwei Rechnern auf. Sollte sowas auch bei anderen mit Version 7 passieren, sagt mir doch bitte, welcher Pinsel das war. Ab Version CS tritt dieser Bug nicht mehr auf. Interessanterweise ist in Painter ein ähnliches Verhalten reproduzierbar, indem man bei bestimmten Pinseln manche Berechnugen so hoch einstellt, dass der Speicher volläuft und Painter nicht mehr reagiert.

Es kann durchaus sein, dass dies nur aus Systemen wie meinen, mit 2 GB Ram auftritt, bei Systemen mit weniger RAM kam dann auch schonmal eine Fehlermeldung, dass zum Ausführen der Aktion zuwenig Speicher vorhanden ist.
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Beitrag von superficialis » 26. Jun 2006, 11:17

Vielen Dank für die Brushes - werd mich wenn ich Zeit finde mal damit spielen.
Ich habe übrigens PS 8.0

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Beitrag von Kazroth » 26. Jun 2006, 11:20

Ich brauche dringend ne neue PS Version mit 6er hat man mit sowas keinerlei Spaß. Deshalb habe ich bis auf ein zwei Sachen, bislang die Finger von den Customs gelassen (wobei mir bis auf texturierte Brushes für Flächen, eh nichts einfällt wo ich sie gebrauchen könnte).
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Beitrag von paintgeek » 26. Jun 2006, 13:42

die Brushes sind wirklich klasse :D die machen richtig Spass - danke fürs sharen

MartinH.
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Beitrag von MartinH. » 26. Jun 2006, 19:30

Imho kann man nur Custombrushes verstehen und sinnvoll einsetzen wenn man sie selbst gemacht hat. Fremde Brushes können zwar eine tolle Anregung sein, was man damit alles machen kann, aber letztendlich benutze ich zu 99% meine eigenen Brushes.
Normalerweise haben die Brushes bei mir immer bestimmte Einsatzgebiete. Z.B. um bestimmte Strukturen anzulegen, ein Grasbrush, ein Wolkenbrush, eine Art Palettenmesser. Man muss aber aufpassen, das mans nicht übertreibt mit der Spezialisierung. Ich hab neulich beim Eintragen des Namens für einen Brush gemerkt was für einen unglaublichen Stuss ich mir da gedacht hab: "Drachen Bauch Schuppen Brush". Damit war ich weit übers Ziel hinausgeschossen, sowas braucht kein Mensch.

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Beitrag von digitaldecoy » 26. Jun 2006, 19:44

Also, ich persönlich würde grob zwei Kategorien von Custom Brushes unterscheiden.

Textur-Brushes
Bei dieser Sorte ist das Ziel, eine zweidimensionale Textur zu erzeugen, die einzelne Oberflächen oder auch ganze Bilder auflockert und etwas "analoges Chaos" in das Artwork bringt. Solche Custom Brushes kann man sehr gut aus Fotos oder aus eingescannten Bildern erstellen. Ich habe z.B. einige Blätter eingescannt, auf denen ich Tusche mit Schwamm, Zahnbürte, Frischhaltefolie und Pinseln aufgetragen hatte. Einige Drybrush-Experimente mit Acryl gehören heute zu meinen Lieblingstexturpinseln in Photoshop. Bei der Erstellung sollte man darauf achten, genug Kontrast in der Pinselspitze zu haben, da man sonst zu schnell einfarbig flächig wird. Bestimmte Texturpinsel lassen sich auch gut von Hand malen, z.B. welche mit Kratzern oder Rissen. Legt man verschiedene davon übereinander, kann man so gut Steinoberflächen oder ähnliches erstellen.

Strukturen-Brushes
Der Begriff ist vielleicht etwas blöd gewählt, aber bei diesen Pinseln geht es darum, Strukturen, die man mühsam von Hand malen müsste, mit einem Brushstroke zu erzeugen. Bestes Beispiel dafür ist vielleicht ein Gras-Brush, der einem wirklich enorm viel Arbeit abnimmt. Da man Pinsel auch der Richtung des Brushstrokes folgen lassen kann, sind viele praktische Anwendungen denkbar. Das geht über Blätter, ßste und Haare bis hin zu Stahlverstrebungen und Kettengliedern. In der Regel entstehen solche Pinsel aus einem direkten Bedürfnis heraus und sind an den Verwendungszweck angepasst. Man sollte hier nicht versuchen, sich krampfhaft solche Pinsel auszudenken sondern sie dann anfertigen, wenn man sie braucht. So sammelt sich über die Zeit einiges an.

Gerade bei der zweiten Kategorie sollte man möglichst keine fremden Brushes einsetzen, da sie oft die spezielle Handschrift des Urhebers tragen. hier lohnt es sich, seine eigenen Varianten anzufertigen, dann kann man auch viel besser auf die eigenen Bedürfnisse eingehen
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Beitrag von Big_O » 26. Jun 2006, 19:53

Imho kann man nur Custombrushes verstehen und sinnvoll einsetzen wenn man sie selbst gemacht hat. Fremde Brushes können zwar eine tolle Anregung sein, was man damit alles machen kann, aber letztendlich benutze ich zu 99% meine eigenen Brushes.
Seh ich genauso. Ich benutz zu 100% meine eigenen und schau mir nur ab und zu mal fremde Pinsel an um zu sehenn, wie andere das angegangen sind...

Ausnahme ist Painter. Die dort vorhandenen Standardpinsel decken einfach alles ab. Ich hatte bisher nicht einmal den Wunsch, mir einen eigenen Pinsel zu basteln. Hinzu kommt, dass Painters "Stroke Designer" den Umfang eines Stand-Alone Programmes hat und dafür gehöriges Lesen im Handbuch nötig ist.

@Daniel: Ich habs genauso gemacht. Viele von meinen Pinseln sind gescannte Acryl- und Tuschepinselspuren. Am kompliziertesten waren die Staubpinsel, die ich extra für einen Auftrag gemacht habe, bei dem ein Mailing aussehen sollte, als wäre es mit Staub überzogen..

Man kann sich vorstellen, was für ne Sauerei das war, ich habe mir Kreidestaub, Dreck aus dem Staubsaugerbeutel, dem Inhalt meines Rasierapparates und Unmengen von in einem Küchensieb zerriebenen Taschentüchern experimentiert...:)
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Beitrag von Kazroth » 26. Jun 2006, 20:31

Man kann sich vorstellen, was für ne Sauerei das war, ich habe mir Kreidestaub, Dreck aus dem Staubsaugerbeutel, dem Inhalt meines Rasierapparates und Unmengen von in einem Küchensieb zerriebenen Taschentüchern experimentiert...Smile
Sage mir noch einer Künstler würden nicht mit vollem Körpereinsatz arbeiten...wäh...ekelhaft aber sicherlich erfolgreich ;)

Die Strukturbrushes für Gras etc. nutze ich so auch (damit kann man auch schöne Kratzer auf Metalloberflächen zaubern), texturierte Brushes zum "auflockern" sind auch ein feines Hilfswekzeug. Was mir schleierhaft bleibt ist, warum bei PoPoshop so wenig wirklich sinnvolle Brushes mitgeliefert sind. Ich kenne die Brushauswahl von Painter ja nun auch (auch wenn ich mit Painter einfach nicht kann), da kann man wirklich ja...halt ge-paintete (Neudeutsch) Strukturen und Bilder erstellen ohne großen Aufwand.

Sehr erschreckend finde ich jedoch, dass manche ausschließlich mit Custom Brushes arbeiten und damit tatsächlich super Ergebnisse erzielen, dabei sehen diese Custom brushes nicht wesentlich anders aus als die NormaloDinger von Poposhop (Dusso hat glaubich auf seiner Matte Painting DVD mit EINEM custom Brush gearbeitet und das ununterbrochen, wenn ich mich nicht böse verguckt habe).
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Beitrag von Big_O » 26. Jun 2006, 20:47

Man kann auch mit nem normalen runden Pinsel krasse Bilder malen. Alles eine Frage des persönlichen Geschmacks und Stils.

Ich hab deshalb meine Pinsel auch in zwei Hauptkategorien unterteilt, die eine mit den normalen einfachen und die andere mit den Effekt und Texturbrushes.

Meist ertapp ich mich dann aber auch dabei, dass ich nicht mehr als 2-3 verschiedene für eine Arbeit benutze.

Letztenendes sind es Werkzeuge und wer eine Schraube auch mit nem Buttermesser prima rein und rausdrehen kann, braucht vielleicht kein Schraubenzieherset..:)
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Beitrag von OrcOYoyo » 26. Jun 2006, 21:56

Ich hab bis jetzt so gut wie alle PS Bilder mit dem roundbrush gemacht.
Wohl hauptsächlich weil ich zu faul bin um mir custom Brushes selber zu machen :D
Aber so langsam verwende ich Sie auch manchmal.

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Beitrag von BRANDISH » 26. Jun 2006, 22:29

ich hab einen custombrush. und noch einen zweiten für herzchen, aber den zähl ich nicht, weil ich den bis jetzt erst einmal verwendet habe.
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Duracel
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Beitrag von Duracel » 27. Jun 2006, 01:23

Achja - ich bin das Thema mittlerweile leid. :D
Ich habe mal eine zeitlang ständig alles mögliche in der Hinsicht ausprobiert - heuer beschränk ich mich zu 99% auf den standard-round-brush.
Einer meiner Custombrushes, die ich manchmal verwende ist in Photoshop selbstgemalt und nichts anderes als eine komplexe hard-soft-edge Kombination - ein Custombrush, der sich logisch aus dem Formverständnis ergibt; und den ich wirklich genau so auch selber an den stellen malen könnte. Quasi eine garnicht soo zufällige Textur.
Und es fügt sich so schön unsichtbar in meine Bilder ein, weil ich an der Stelle nichts "nachahme", sondern einfachste Form-Grundprinzipien einsetze; entsprechend dann auch universell einsetzbar.

Custombrushes sind überschätzt. Ich habe sie selbst lange Zeit überschätzt.

Und wenn man Textur-Custombrushes einsetzt, dann ist es wichtig, das sie nicht die Form bestimmen, sondern sich dem ganzen immer unterordnen. Man spart sich mit Custombrushes nie die Arbeit die wichtigen Dinge selber zu definieren. D.h., man braucht im Umkehrschluß auch Custombrushes nicht unbedingt, weil sie nicht wichtig sein können, denn würde man die wichtigen Stellen dem Zufall überlassen!? Im Prinzip haben sie nur die Aufgabe zu sagen "hier sind unwichtige Stellen, guck lieber woanders hin" aber so, dass es dem Betrachter dabei garnicht auffällt. Sie sind quasi eine geschickte Notlüge.
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Beitrag von Big_O » 27. Jun 2006, 07:18

Hm ich weiss nicht, wie sinnvoll es ist, von Deiner eigenen Art zu malen aus, gleich so ein generalisiertes Statement abzugeben.

Sicherlich war in der Zeit der Mullins-Kopien der Gebrauch von Texturpinseln aller Art schon regelrecht inflationär und nervig, aber die Möglichkeit sich eigene Werkzeuge herzustellen gleich als Nebensächlichkeit abzutun halte ich für übers Ziel hinausgeschossen.

Es mag ür Deine Bilder gelten, aber es gibt durchaus Aufgaben, die sich ohne "Custombrushes" nur schwer oder sogar überhaupt nicht lösen lassen.

Zudem ist alles, was ein bißchen mehr analogen und zufälligen Charakter in die digitale Welt bringt erstmal begrüßenswert, da es für mehr Bandbreite und Individualität sorgt.

Ob's dann hinterher gut aussieht ist weniger eine Frage des Pinsels als vielmehr der Umsetzung.

Genauso wie eine Zeitlang eine regelrechte Customsmudgeschwemme eingesetzt hatte, gab es davor eine Zeit in der alle digitalen Bilder irgendwie ähnlich aussahen, weil sie mit PS6 und den Standardpinseln gemalt waren. Insofern denke ich, man sollte nicht pauschal den Gebrauch eines Werkzeugs aburteilen.
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Beitrag von digitaldecoy » 27. Jun 2006, 08:07

Also, im professionellen Bereich sind Custom Brushes alles andere als vernachlässigbar. Das liegt oft allerdings auch daran, dass das praktische Ergebnis schon Mal über dem ästhetischen angesiedelt wird. Wenn ich z.B. ein Concept Artwork von einer Karibik-Insel anfertige, wo ich am Strand hunderte von Palmen haben will, dann benutze ich für die Palmenwedel natürlich gerne einen Custom Brush, weil ich dann schnell das kommunizieren kann, was ich kommunizieren will. Für eine Illustration wäre der Effekt vermutlich jedoch zu "simpel" und wiederholend.

Bei einem "echten" Artwork habe ich gerne das Gefühl, alle Dinge mal "angefasst" zu haben. Ich lasse so gut wie nie Strukturen oder Texturen unangetastet, die durch einen Custom Brush entstanden sind. In dem Sinne in der Custom Brush dann lediglich Startpunkt und liefert vielleicht Muster, die man dann assoziativ ergänzen kann. Und dafür sind sie wirklich gut geeignet, finde ich.
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Beitrag von Sisyphos » 27. Jun 2006, 10:04

Frage am Rande: Gibt es eine Möglichkeit, den Effekt der palette knives aus Painter in Photoshop zu reproduzieren?
Weiter!

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Beitrag von Big_O » 27. Jun 2006, 10:18

Ja, das sollte funktionieren. Ich hab was ähnliches in dem Staubpaket gemacht, da sollte ein Scheibenwischer simuliert werden, der über eine schmutzige Oberfläche fährt.

Im Prinzip müsste man einen sehr schmalen langen Pinsel bauen, mit einigen Sollbruchstellen, und diese Pinselspitze mit dem Radiergummi verwenden.

Das einzige was nicht gut geht in PS sind Effekte, die auf der Vermischung mit dem Untergrund basieren. Deshalb würde der Spachtel sehr glatt ausfallen.

Interessante Aufgabe, hätt Lust mich da mal dranzusetzen....
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Beitrag von Duracel » 27. Jun 2006, 10:41

Big_O, als ob ßlbilder nicht auch alle irgendwie ähnlich aussehen. In echt benutzen die Leute auch nicht ständig Custombrushes.
Ich empfinde den Ansatz es "analog" aussehen zu lassen als äußerst unbefriedigend, weswegen ich auch mit Painter nicht soviel anfangen kann.

Und was für Aufgaben lassen sich ohne Custombrushes nur schwer oder überhaupt nicht lösen, abgesehen von so Sachen wie "es soll aussehen wie mit echtem Bleistift" oder wenn der Auftraggeber direkt sagt "ich will das es so aussieht wie die Bilder von Mullins"?? Klar, wenn eben ein imitierender Effekt gewünscht wird, braucht man durchaus zwingend Custombrushes.
Aber einem unabhängig betrachtet "optimalen Ergebnis" stehen sie doch eher im Weg.

Deswegen stimme ich natürlich auch Daniel zu; wenn das Ergebnis eher schnell als schön sein muß, kann so ein Pattern natürlich durchaus sehr viel Sinn machen.
Oder auch als Grundlage - wobei als Grundlage oft ein paar selber gesetzte Striche viel hilfreicher sind.

Und mal ehrlich, "zufälliger Charakter" und "Individualität" sind vielleicht die Stärken eines geschickt eingesetzten Custombrushes, aber viel häufiger stehen sie doch für "Uniformität" und "Wiederholung"; wie auch Daniel schon andeutet; und wann braucht man die schon?
Und wenn man wirklich die Zufälligkeit betonen will, dann sparen Custombrushes auch kaum Zeit.
Das Problem ist ja auch, dass eine komplexe Form, die sich 1:1 wiederholt, als Wiederholung ins Auge sticht, während der Standard-Round-Brush als Grundbaustein nicht in Frage gestellt wird.

Wo ich dir zustimme, Big_O, dass es am Ende eine Frage der Umsetzung ist und nicht des Pinsels - aber nichts anderes sage ich ja und deswegen ist ein Custombrush eben auch überschätzt.
Und ich aburteile ja auch keineswegs.
Ziel ist, woran kein Weg vorbeiführt.

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Beitrag von Big_O » 27. Jun 2006, 11:52

Ok, wenn Du dich ausschließlich aufs Erstellen von gemalten Bildern beziehst, kann ich Dich verstehen. Ich habs eigentlich weiter gefasst.

Es gibt Retusche-Jobs, da ist man mit den PS-Standard-Pinseln aufgeschmissen und ich persönlich möchte die Möglichkeit, maßgeschneiderte Werkzeuge für jedwede Aufgabe erstellen zu können nicht missen wollen.

Wenn es um simple Graspinsel oder Blätter geht, geb ich Dir Recht, da is ein Custombrush manchmal ein wahrer Bildkiller.

Ich mag Painter auch weniger wegen der Pinseleffekte, als vielmehr wegen des Malgefühls. Ich hab vermutlich zu lange mit echten Pinseln gemalt, als dass ich ganz ohne diesen Flow arbeiten möchte.

Einen Großteil der Pinsel in PS hab ich auch aus genau diesem Grund gebaut, um das Feeling besser zu machen. Wahrscheinlich sieht man das am Ergebnis nicht unbedingt, aber ich bin der Meinung, dass sich sowas auch auf ein Bild auswirkt.
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Beitrag von SickToy » 29. Jul 2006, 18:02

Diese Custom Brush Engine gibt es erst ab PS 7.0 , ob 6.0 noch zusätzliche Brushes anbietet kann ich nicht sagen ... es gibt nur den Standard der dabei mitgeliefert wurde soweit ich weiss ... aber ein Experte wird sich sicher zu Wort melden ... :bla:
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Beitrag von aeyol » 29. Jul 2006, 19:49

Du kannst ja auch in PS6 eigene Brushes erstellen, dummerweise kannst du aber deren Größe nachträglich nicht mehr anpassen (nur über Stiftandruck variabel). Brushes die man irgendwo runterladen kann, werden da also wahrscheinlich auch nicht so variabel sein, nehm ich an.
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