Was ist das für ein Stil?

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Joesie
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Was ist das für ein Stil?

Beitrag von Joesie » 21. Nov 2013, 15:02

Hallo!

Ich zeichne jetzt schon ne Weile mit meinen GT und bin immer noch am Lernen und machen. Es gibt so vieles was ich noch nicht weiss.

Was mich interessiert ist, wie der Stil heisst, den ich unten gepostet habe und wie ich ihn erreichen kann. Ich bin total begeistert von dieser Art zu "malen".
Hat irgendwer eine Idee?

Achso, ich weiss, dass ich üben muss und das mache ich auch sooft ich kann. ;)

https://picasaweb.google.com/lh/photo/v ... Jy0liipFm0

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ShivOr
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Beitrag von ShivOr » 21. Nov 2013, 16:21

Öh naja einen konkreten Begriff gibt es eigentlich nicht, zumindestens ist mir keiner bekannt.. Allgemein würde man wahrscheinlich sagen, dass es ein semi realistischer Anime/Mangastil(oder Asiastil) ist.

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Maidith
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Beitrag von Maidith » 22. Nov 2013, 09:26

Das ist der Stil des Künstlers oder der Künstlerin! ;)

Joesie
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Beitrag von Joesie » 22. Nov 2013, 10:48

So wird es wohl sein Maidith. :D

Könnt ihr mir wenigstens was zur Technik sagen oder wie ich das am Besten hinbekomme?

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ShivOr
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Beitrag von ShivOr » 22. Nov 2013, 11:13

Naja, so eine Art der Stilisierung ist ziemlich verbreitet in Asien. Pi mal daumen findet man sowas recht schnell bei Concept Arts von JRPG Spielen( bzw gar häufiger bei koreanischen Spielen).

Viele Stilisierungen bauen auf Fundamentale Dinge auf wie etwa Anatomie, Farblehre etc. , da es sich ja "nur" um eine Abstraktion des Menschen bzw Realität handelt. Darüber hinaus ist es dann natürlich auch empfehlenswert sich gewisse Zeichner/Maler zu picken dessen Stile dir zusagen und diese zu analysieren, wie sie bestimmte Elemente bewerkstelligen und vorallem warum es so gut funktioniert. Beispielsweise funktioniert nicht jede Stilisierung wenn du sie richtig Plastisch darstellen möchtest, da kann es dann auch sehr schnell zum Uncanny Valley Effekt kommen(wobei bei so einem semi realistischen Stil das eher weniger das Problem sein wird).

Chinasky
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Beitrag von Chinasky » 22. Nov 2013, 11:31

Der Stil wird unter Fachleuten als östlicher Sacharin-Stil bezeichnet. ;) Ansonsten:
Willkommen im Forum, Joesie!


Zu der Frage, wie Du das am besten hinbekommst: Dein Beispiel arbeitet sehr viel mit glatten Übergängen und Überblendungen. Früher hätte man für sowas die Airbrush-Technik eingesetzt. Heute nimmt man da entsprechend weiche Pinsel in der digitalen Malerei oder gleich das Verlaufswerkzeug. Der Kniff besteht dann darin, an ganz besonders "wichtigen" Stellen scharfe Akzente zu setzen (z.B. Augenwimpern).
Je nachdem, wie handwerklich fortgeschritten Du bist, solltest Du aber ausgerechnet auf weiche Pinsel am Anfang einer künstlerischen Ausbildung erstmal verzichten. Nach dem Motto: jeder Airbrush-Künstler hat mit Kugelschreibern (im Mathe-Heft ;) ) angefangen.




p.s.: Danke an Shivor, ich hatte den Ausdruck "Uncanny Valley Effekt" vorher noch nie gehört oder gelesen. Ist interessant, den bei Wikipedia mal nachzugucken.
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Beitrag von Yuujin » 22. Nov 2013, 13:50

ShivOr hat geschrieben:Öh naja einen konkreten Begriff gibt es eigentlich nicht, zumindestens ist mir keiner bekannt.. Allgemein würde man wahrscheinlich sagen, dass es ein semi realistischer Anime/Mangastil(oder Asiastil) ist.
Stimme zu sowas sieht man mittlerweile öfters aus dem bereich Korea kommen...:D

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Beitrag von Joesie » 24. Nov 2013, 21:16

Zur Zeit bin ich auf diesen Level, sofern ihr es durch ein Bild beurteilen könnt.
http://flic.kr/p/hQ81xC
Ich versuch grad einen guten Übergang hinzubekommen.

Hab den Link nochmal editiert.

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Beitrag von Joesie » 3. Dez 2013, 12:38

Mag mir keiner sagen, wie ich mit meinen Level da rangehen kann? Ich würde das so gern können.

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Beitrag von Maidith » 3. Dez 2013, 12:48

Mag mir keiner sagen, wie ich mit meinen Level da rangehen kann? Ich würde das so gern können.
Das ist eine Frage der Grundlagen, nicht des Stil-Imitierens.
Es ist nicht die erhebende Stimmung durch superschöne Farben, durch die ein Bild toll aussieht.

Sondern: Perspektive, Anatomie, Tonwerte/3D-Modellieren, Komposition... etc. etc. müsstest du üben.

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Beitrag von Chinasky » 3. Dez 2013, 16:54

Also das verlinkte Bild sieht so aus, als hättest Du da über ein Foto oder ein Bild eines 3D-Models drübergemalt. Es ist also wenig aussagekräftig. Maidith hat schon recht: Grundlagentraining gehört einfach dazu, um solche Bilder wie Dein Referenzbeispiel hinzukriegen.
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Beitrag von Joesie » 3. Dez 2013, 22:01

Äh... bitte??? Das hier ist meine Skizze... und die hab ich erstellt und coloriert. Aber danke, das ehrt mich und zeigt mir, dass ich gut bin. ;)
http://www.flickr.com/photos/eraphin/11195397603/

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Beitrag von Chinasky » 4. Dez 2013, 04:38

Ja, bist wirklich sehr gut. *sigh*
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Beitrag von Maidith » 4. Dez 2013, 09:02

Wie wäre es, du machst mal ein Selbstporträt vom Spiegel, also ohne Fotovorlage? Dann könntest du deine Fähigkeiten besser beurteilen...

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Beitrag von Joesie » 4. Dez 2013, 13:28

@Chinasky: Ehrlich oder Ironie?

@Maidith: Ist nen wenig schwierig mit dem ganzen PC an den Spiegel zu ziehen, oder? Und nein, hier ist kein tragbarer Spiegel im Haushalt.

Ich hab dieses Portrait oben daher auch nach einen Foto gearbeitet. Ich hab dazu den Airbrush genommen, je nachdem grösser oder kleiner, wie ich ihn halt brauche. Als nächstes wollte ich der Haut noch ein wenig mehr Struktur geben. Aber ich komm grad nicht dazu, weil ich auch noch Arbeit und Studium hab. Ausserdem zeichne ich ja nicht erst seit gestern, sondern schon seit mehreren Jahren. Das mag nicht viel in deinen Augen sein, aber ich hatte zwei Jahre intensiv gezeichnet, jeden Tag mehrere Stunden. Im März 2012 hab ich auch digital angefangen.

http://www.flickr.com/photos/eraphin/

Die Balettschuhe hab ich zu dieser Zeit gemalt.

Den Türknauf habe ich letztes Jahr gezeichnet mit Farbstiften.

So unerfahren bin ich nicht und nebenbei bin ich auch noch Handarbeitsbegeistert (stricken, häkeln usw.).

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Beitrag von Chinasky » 4. Dez 2013, 14:29

@Joesie: Ehrlich? Mir ist egal, ob Du gut oder schlecht bist. Darum ging es hier doch gar nicht, oder? Sondern Du möchtest ein bestimmtes handwerkliches Niveau erreichen, für das Du oben eine Beispielreferenz postetest. Dann zeigst Du uns ein Beispiel von dem, was Du gerade machst, und ich vermute, daß es über eine Foto- oder 3D-Vorlage drübergemalt sei. Und dann scheint Dich das irgendwie zu kränken und Du behauptest, es sei nach einer Skizze von Dir entstanden. Und diese Skizze ist so offensichtlich abgepaust von einem Foto, daß man die einzelnen Wimperhärchen nachzählen kann. Was soll man dazu sagen?
Das ist keine Skizze, das ist eine abgepauste Vorzeichnung. Skizzen sind lockere Zeichnungen, die eine Bildidee so pi mal Daumen festhalten, bei denen nach der "richtigen" Linie gesucht wird. So, wie hier z.B. Degas nach der richtigen Linie für das Bein gesucht hat:
Bild

Naja, wie auch immer - Maidiths Vorschläge sind gut. Du kannst sie befolgen, oder Du kannst uns erklären, warum es für Dich gerade nicht infrage kommt, sie zu befolgen. Mich persönlich - da wiederhole ich mich sinngemäß - interessieren solche Erklärungen a la "kein tragbarer Spiegel im Haushalt" nicht.

Ein basaler Tipp zum Schluß: Wenn Du am PC Zeichnungen kolorierst, nimm keinen weißen Untergrund.
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Beitrag von ananas » 9. Dez 2013, 17:06

haha - das war lustig zu lesen.
oh man, respekt an Maidith und chinasky, ihr scheint geduldige leute mit einem ruhenden pol zu sein.

beim *sigh* musst ich echt lachen (bei dem folgenden "Ehrlich oder Ironie?" natürlich noch mehr)

@Joesie: da du dir schon so crazy-krasse-painting-skills angeeignet hast wäre mein vorschlag ein buch über social-skills. die zu haben ist auch garnicht so verkehrt =)
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showrööm http://www.digitalartforum.de/forum/vie ... 2effbeadb0

blög http://anatolschulz.wordpress.com/

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