Wie lernt man am sinnvollsten?

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Elanory
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Wie lernt man am sinnvollsten?

Beitrag von Elanory » 10. Sep 2015, 14:55

Hallo!

Ich habe mich nun endlich an meine Schwachstellen gewagt und stumpf Hände von Fotos abgezeichnet. Allerdings scheine ich mich nicht vom Fleck zu bewegen. Ich painte erst seit wenigen Tagen, habe vorher immer mit Outlines gearbeitet. Vielleicht ist das auch ein Grund für mein langsames Vorankommen. Momentan habe ich das Gefühl, meine Zeit zu verschwenden.

Daher die Frage: Wie lerne ich am sinnvollsten? Wie verstehe ich Hände am schnellsten?
Reicht es, wenn ich sie nur mit Linien skizziere? Sollte ich vielleicht Silhouetten malen und Lichteffekte grob andeuten? Oder sollte ich sie sogar perfekt ausarbeiten, als wären sie für eine Illustration? Sollte ich mir eine Zeitspanne festlegen oder sogar möglichst lange an einer einzelnen Pose arbeiten?

Vielen Dank für eure Hilfe :)

Cavis
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Beitrag von Cavis » 10. Sep 2015, 16:56

also erstmal vorweg: ich glaube Hände verstehen und schnell, das passt nicht zusammen. hände lernt man nicht in ein paar tagen. hände gehören wohl zu den schwierigeren Sachen und das sag ich nicht, weil ich keine Hände zeichnen kann, sondern weil ich immer und überall Leute sehe, die sich beschweren, dass sie keine Hände zeichnen können, ich glaube über kein anderes Thema hab ich jemals so viel Zeichnerfrust gelesen, wie über Hände und das muss ja von irgendwo her kommen.

was das richtige lernen angeht, da bin ich persönlich der Meinung, die Mischung machts. kurze Zeitspannen und nur als Linien angedeutete Hände können sehr hilfreich sein, zu lernen, die Form schnell zu erfassen ohne tausend mal alles zu verbessern und zu verändern und stundenlang an der Zeichnung zu feilen.
allerdings ist eine schnelle Skizze noch lange keine ausgearbeitete Zeichnung und gerade bei Händen geht es zumindest mir so, dass minimale Fehler in der schattierung die Finger plötzlich total unförmig aussehen lassen. solche schwachpunkte merkt man bei schnellen skizzen nicht, weil man so weit gar nicht erst kommt.

ich denke, wenn man sich nur auf eine Art des Übens beschränkt, bleibt immer irgendwo was auf der Strecke, was man eben nicht geübt hat, es kann daher nicht schaden, die art der zeichnungen zu variieren.

ich denke aber, das wichtigste, ist überhaupt zu zeichnen, wie man das am Ende ausarbeitet ist meiner Meinung nach eher zweitrangig.

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Kobar
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Beitrag von Kobar » 14. Sep 2015, 16:58

Nur eine kurze Bemerkung: Meine Erfahrung zeigt, dass man eher schwellenartig lernt, d.h. man bewegt sich wochen- bzw. monatelang auf einer Ebene bevor man irgendeinen neuen Aspekt verstanden bzw. verinnerlicht hat und man einen sichtbaren Fortschritt macht.
Man übt kontinuierlich, aber man lernt nicht gleichermaßen. Von daher sehe ich zeitlich noch keinen Grund zur Beunruhigung.

Zur Vorgehensweise hilft es natürlich, sich erstmal alles so einfach vorzustellen wie möglich. Ein Anatomiebuch, das dir zeigt, wie die Hand in simple Blöcke aufgeteilt wird, könnte da helfen. Fotos betonen manchmal Linien, die unvorteilhaft sind oder lassen wichtige Teile weg (z.B. durch Überbelichtung).

Wenn's konkreter werden soll, solltest du mal deine Ergebnisse präsentieren :)
"Ratschläge erhalten sie von Mikes Großvater, der aus dem Jenseits per Hologramm mit ihnen kommuniziert."

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