Artbattle-Regeln

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jaymo
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Artbattle-Regeln

Beitrag von jaymo » 6. Jul 2006, 15:12

Aufgrund der hitzigen Diskussion über die Artbattleregeln habe ich mich mal dem Thema Regel-Revision für einen potenziellen nächsten Artbattle angenommen.


Problem: Taktisches Voten

Das Problem entsteht durch die Einsehbarkeit der Votingergebnisse. Es kann nur dadurch verhindert werden, dass niemand vor Ende der Abstimmung Einblick in den Stand der Votes hat.
Die Erfahrung zeigt, dass besonders die Spannung knapper Votes ein Hauptanreiz der Artbattles ist. Deshalb würde ich das Zwischenergebnis nicht verstecken. Es wäre jedoch fairer, wenn Nicht-Mitglieder und Member, die noch nicht gevotet haben das Zwischenergebnis nicht sehen könnten.
>Programmieraufwand


Problem: Teilehmeranzahl

Bei einem Zweikampf ist das K.O.-System sinnvoll. Durch K.O.-System sind im Grunde nur Zweierpotenzen glatt durchzuführen, also Kombinationen von 2, 4, 8, 16, 32,... Gegnern. Da es unwahrscheinlich ist, dass die Menge der Teilnahmeinteressierten genau auf eine solche Zahl kommt, bedarf es eines Systems, welches die Zahl der Teilnehmer in möglichst einem Schritt auf eine solche Zahl bringt oder es ermöglicht die Teilnehmerzahl gerade zu machen. Teilnehmer dem System zuliebe auszuschließen ist wenig sinnvoll, da das Ganze vorrangig Spaß- und Lerneffekt bringen soll. Da zwischen 16, 32 und 64 Teilnehmern große Lücken klaffen, ist ein System zur "Teilnehmerzahlbegradigung" bei Bedarf vorzuziehen.
Lösungsansatz: Der Verlierer mit den meisten Votes kommt in die nächste Runde. Bei Vote-Gleichstand mehrerer Rundenverlierer entscheidet das Los, so dass keine Verzögerung durch Entscheidungvote oder -battle entsteht und der Turnierzeitplan eingehalten werden kann.



Problem: Teilnehmer-Niveau

Der Kenntnisstand der Teilnehmer ist sehr unterschiedlich. Besonders ein Ausscheidungskampf zwischen zwei Favoriten zu Beginn wird als ärgerlich wahrgenommen, da man als Zuschauer gern mehr Beiträge desjenigen gesehen hätte. Um dennoch fair zu bleiben und keine Elite zu definieren, müsste man die Favoriten auf gleich große Gruppen verteilen und jeden gegen jeden innerhalb der Gruppe antreten lassen und dann nach Gesamtpunkten werten. Das dauert aber viel zu lange. Es gibt zudem außer der Voteanzahl auch kein konkretes Kriterium, wie etwa erzielte Tore beim Fußball. Einziges weiteres Kriterium ist der Sieg an sich. Würde man Schwellen vereinbaren, könnte auch unentschieden gespielt werden. So könnte man für einen Sieg 2, für unentschieden einen und für Niederlage 0 Punkte geben. Allerdings brauch man hierbei auch wieder gleichgroße Gruppen und kann gleichen Punktestand erreichen...

Zum letzten Punkt habe ich noch keine wirkliche Lösung. Hier wird's auch etwas mathematisch. Ich bin gespannt was ihr an Vorschlägen anzubieten habt udn wie ihr die anderen Vorschläge beurteilt.

Ellie
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Beitrag von Ellie » 6. Jul 2006, 15:38

Hallo,

bezüglich der Unterschiede im Handwerklichen könnte man sowas wie eine Qualifizierungsrunde einführen. Man sieht doch bereits am eingeschickten Char, wer technisch versiert ist und wer nicht, ein Voting wer in der Oberliga und wer in der Regionalliga mitmacht wäre vielleicht eine Idee dazu.

Eine einfache Umfrage vor Beginn also: Soll dieser Charakter in Feld A oder Feld B mitmachen?

Generell ein Unentschieden einzuführen bei Punktegleichstand, fände ich gut und reizvoll.

Taktisches voten. Das spielt keine Rolle, wenn ich jemanden nicht mag vote ich auch taktisch gegen ihn. Meine ich nur nach zeichnerischen Fähigkeiten bewerten zu wollen, oder umgekehrt der Idee Vorzug gebe, ist das auch Taktik. Man nehme 30 Personen, fordere sie auf die Größe einer weiteren Person einzuschätzen, man wird ein der Realität sehr nahe kommendendes Ergebnis haben, auch wenn da einer meint das Ergebnis manipulieren zu wollen.

Es gibt keine absolute Gerechtigkeit oder Fairness, meine Meinung. Müßig darüber zu streiten was fairer wäre und was unfairer.

Bei einer ungeraden Teilnehmerzahl dann entweder die beiden besseren Leute aus der Dreierbattle mitzunehmen oder alternativ den besten Verlierer... beide Möglichkeiten sind aus meiner Sicht praktikabel.

Eine Beschränkung der Teilnehmerzahl finde ich unglücklich und fordert zu einem Rennen auf sich einen Platz zu sichern. Hier kam es zudem vor, daß Leute einfach kein Bild einschickten, es kann also in weiteren Runden auf diese Art wieder zu einer ungeraden Teilnehmerzahl kommen.

LG,
Ellie

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Beitrag von jaymo » 6. Jul 2006, 15:54

Ellie hat geschrieben:bezüglich der Unterschiede im Handwerklichen könnte man sowas wie eine Qualifizierungsrunde einführen. Man sieht doch bereits am eingeschickten Char, wer technisch versiert ist und wer nicht, ein Voting wer in der Oberliga und wer in der Regionalliga mitmacht wäre vielleicht eine Idee dazu.

Eine einfache Umfrage vor Beginn also: Soll dieser Charakter in Feld A oder Feld B mitmachen?
Das hat den Nachteil, das eine wertende Zweiteilung geschehen muss. Wer soll das festlegen? Das würde ich nur machen, wenn es keine gute Alternative dazu gäbe. Da würde ich eine Qualifikation nach Punkten bevorzugen.

Taktisches voten. Das spielt keine Rolle, wenn ich jemanden nicht mag vote ich auch taktisch gegen ihn. Meine ich nur nach zeichnerischen Fähigkeiten bewerten zu wollen, oder umgekehrt der Idee Vorzug gebe, ist das auch Taktik. Man nehme 30 Personen, fordere sie auf die Größe einer weiteren Person einzuschätzen, man wird ein der Realität sehr nahe kommendendes Ergebnis haben, auch wenn da einer meint das Ergebnis manipulieren zu wollen.
Das ist auch gar nicht gemeint. Die Motivation Deiner Wahl ist rein Deine Sache. Es geht hier darum, dass ein späterer Vote unter Kenntnis des Punktestandes etwas mehr Einfluss hat, wenn's knapp wird. Außerdem darum, dass die Kenntnis des Punktestandes die eigene Entscheidung unnötig beeinflusst.

Es gibt keine absolute Gerechtigkeit oder Fairness, meine Meinung. Müßig darüber zu streiten was fairer wäre und was unfairer.
Auch wenn absolute Fairness nicht machbar ist, lohnt es sich dennoch, sie anzustreben. Es gibt ja auch nicht das perfekte Bild und dennoch versuchst Du dazuzulernen.

Bei einer ungeraden Teilnehmerzahl dann entweder die beiden besseren Leute aus der Dreierbattle mitzunehmen oder alternativ den besten Verlierer... beide Möglichkeiten sind aus meiner Sicht praktikabel.
Wie Dura richtig bemerkte, ist die Chance bei einem Dreierbattle 1:2 statt 1:1, weshalb ich gemischt 2er- und 3er-Kämpfe vermeiden würde. Man könnte mal nen reinen Tagteambattle machen.

Eine Beschränkung der Teilnehmerzahl finde ich unglücklich und fordert zu einem Rennen auf sich einen Platz zu sichern. Hier kam es zudem vor, daß Leute einfach kein Bild einschickten, es kann also in weiteren Runden auf diese Art wieder zu einer ungeraden Teilnehmerzahl kommen.
Ein Nichteinschicken kann ja als verlorener Battle gewertet werden. Es ändert also nichts an der "Turniermechanik". Die Teilnehmerzahl müsste nur in der ersten Runde beschränkt werden, wenn sie ungerade ist. Dann fliegt derjenige raus, der sich zuletzt angemeldet hat.

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Beitrag von Herrmann » 6. Jul 2006, 16:11

Teilehmeranzahl Es könnte rein theoretisch auch passieren, dass zwei Teilnehmer, die gegeneinander antreten, beide kein Bild abgeben und somit überhaupt keine Entscheidung zustandekommt. Was macht man dann? (Nur so ein Gedanke :wink: )

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Beitrag von jaymo » 6. Jul 2006, 16:14

Hehe, guter Gedanke. Naja, dann bleibt es ja ne runde Zahl, weil beide rausfliegen. Also kein Problem. Oder hab ich was übersehen?

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Beitrag von Duracel » 6. Jul 2006, 16:24

Hmm, habe erstmal nichts hinzuzufügen. Jaymo, gut zusammengefasst bisher! Danke.

Edit:
@Herrmann. Ich denke es gilt grundsätzlich die Nicht-Einsendungen so gering wie möglich zu halten. Die Erfahrung zeigt, das nachdrückliches darauf hinweisen , dass bitte wirklich jeder was einsendet nahezu funktioniert. Leider ist damit die Ausnahme ja nicht ausgeschlossen.
Dasselbe gilt imho für Unentschieden. Bei über 100 Votes auf ein Unentschieden zu kommen ist bei Nicht-Einsehen des Zwischenstandes äußerst unwahrscheinlich.


Und ja, Jaymo, du hast was übersehen - und zwar jeweils der Fall, wenn zuvor schon eine 2er Potenz vorhanden ist und damit der Rhytmus wieder gestört wird.
Zuletzt geändert von Duracel am 6. Jul 2006, 16:26, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von Steven » 6. Jul 2006, 16:25

jay:
24 kämpfer -> 12 kommen eigentlich weiter
geben aus einem battle nun tatsächlich beide nicht ab, kämen nur 11 in die nächste Runde. Wieder das Problem einer ungeraden Zahl.

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Beitrag von Triton » 6. Jul 2006, 16:26

Bei so vielen Teilnehmern verliert man leicht den ßberblick. Da leider auch viele fast gänzlich auf eindeutige Darstellungen der Charaktere verzichtet haben, wars für mich oft ein Ratespiel wer da nun wirklich kämpft.

Das lässt ich umgehen, in dem man über ein Bildpost ein persönliches Bild mit dem Namen des Künstlers/Chars und einem Bild(ausschnitt) aus der Charvorstellung postet - wie beim letzten Artbattle also.

Bei der Erstellung der Thread sollte auch davor geschrieben werden "Runde 1" usw., da es sonst nachher unübersichtlich werden kann und wird.

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Beitrag von Duracel » 6. Jul 2006, 16:35

Stimmt, Triton, da hat sich der Mehraufwand, den buki letztesmal getätigt hat, definitiv gelohnt. (ich habe es diesesmal so gehandhabt, dass ich einfach ggf. in das Sammelzipfile von derOn geschaut habe - was allerdings schon umständlich war)
Bei sovielen Teilnehmern kann die Arbeit natürlich dann auch eine 2. Person übernehmen; es muß ja nicht alles an einem hängen bleiben.
Auf Wunsch stelle ich für solche Arbeiten immer gerne zur Verfügung, wie ich auch letztesmal Buki bei diversen Sachen ausgeholfen habe.
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Beitrag von jaymo » 6. Jul 2006, 17:04

@Doppelausfall: Naja, ganz normal weiter nach Regel: die Kampfkombinationen werden ja ausgelost. Der, der dann die Doppelnichtabgabe als "Gegner" bekäm, wär dann eben kampflos und käm weiter. Ist natürlich blöd, aber es ist immer ein Problem, wenn ein eingetragener Teilnehmer ausfällt, egal aus welchen Gründen. Von daher wäre eine Qualifikationsrunde gar nicht schlecht, um nur mäßig interessierte auszusieben. Alternativ könnte hier wieder der Verlierer mit den meisten Votes antreten, was vermutlich für alle eine befriedigendere Lösung darstellen würde.

Man könnte auch die Vorgaben für die Präsentation des Characters so weit verschärfen, dass es denen zu viel Aufwand ist, die nicht wirklich das Ganze bis zuletzt durchziehen wollen.

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Beitrag von Chinasky » 6. Jul 2006, 18:17

Mist, vorhin hatte ich schon eine ausführliche Stellungnahme gegenüber Duracel bezüglich des taktischen Votens geschrieben, die dann aber nicht abgeschickt, weil ich die Diskussion nicht ewig ausweiten wollte. Hätte ich die mal gespeichert. ;)

Problem technisches Niveau:

Zuerst zum Problem der unterschiedlichen Niveaus: Ich finde, das macht den Reiz des Artbattles aus. Newbies wagen sich in den Ring und das Risiko für sie ist sehr hoch, gleich in der ersten Runde rauszufliegen. Sie wagen trotzdem ihre Teilnahme, obwohl die Gefahr besteht, so hoffnungslos unterzugehen wie letztes Mal die meisten Gegner von Rainman untergingen. Ich finde diesen Mut bewundernswert, und die Profis sollten nicht noch dadurch bevorzugt werden, daß sie sich sicher sein können, in der ersten Runde erstmal Fallobst vorgesetzt zu bekommen, um es in der Boxersprache zu sagen. Es besteht eben für einen Artvandely eventuell die Gefahr, gleich in der ersten Runde gegen Rainman antreten zu müssen, oder für einen Henrik Fetz, auf einen Robolus zu treffen (um mal Beispiele zu nehmen, die nix mit dem momentanen Artbattle zu tun haben). Nun kann man sagen: Hey, von denen würden wir gern noch weitere Bilder sehen!
Aber: Die wissen auch, wie sie ihren Gegner einzuschätzen haben. Die werden dann eben schon in der ersten Runde Endspielniveau bringen. Außerdem haben sie ja weiterhin die Möglichkeit, uns außerhalb des Battles Bilder zu zeigen... Wir sollten immer daran denken, daß der Artbattle nicht nur für's Publikum, sondern auch für die Teilnehmer da ist, und als Newbie würde ich es unfähr finden, wenn die Profis in irgendeiner Weise bevorteiligt werden, nur, weil das Publikum mehr von ihnen sehen will.

Problem: Teilnehmerfeld und Organisation des Ablaufs
Es wäre möglich, das Teilnehmerfeld von Anfang an zu begrenzen. Und zwar, indem wir tatsächlich eine Art Qualifizierung per Abstimmung über die eingereichten Chars abhalten. Da sich abzeichnet, daß auch beim nächsten Mal sicherlich mehr als 32 Leute werden teilnehmen wollen, könnte man das Starterfeld auf 32 begrenzen. Alle eingesendeten Chars werden zur Wahl gestellt, und diejenigen Chars, welche die meisten Stimmen bekommen, sind im Rennen. Allerdings müßte die Bewertungsrundenabstimmung anders programmiert werden als ein normaler Poll. Meine Vorstellung anhand eines Beispiels:

Es haben sich 47 Leute angemeldet. Jeder Voter darf insgesamt 47 mal Punkte verteilen: Seinem Favoriten gibt er 47 Punkte, dem nächstfolgenden Favoriten 46 und so weiter bis zu demjenigen, den er am wenigsten gern im Battle sehen würde, der kriegt von ihm nur 1 Punkt. Ließe sich so ein Poll programmieren? Der Vorteil liegt auf der Hand: Hätte man nur eine Stimme oder meinetwegen auch 3, die man verteilen darf, dann ist wahrscheinlich, daß die handvoll Favoriten alle Punkte einkassiert, aber in den hinteren Rängen keine Differenzierung mehr stattfindet, weil die alle nur wenig mehr als 1 Punkt bekommen (den sie sich selbst gegeben haben).

Das wäre bei meinem Vorschlag ausgeschlossen:
Angenommen, es stimmen 100 Personen ab, so könnte der beliebteste Char/Teilnehmer maximal 4700 Punkte bekommen, während der unbeliebteste mindestens 100 bekäme. Die Wahrscheinlichkeit, daß ausgerechnet auf den Plätzen 32/33 Stimmengleichheit herrschen würde, wäre ziemlich klein. Die Frage ist, ob man so etwas mit einem vertretbaren Aufwand programmieren kann? Es müßte sichergestellt sein, daß jeder nur einmal die Note 47, nur einmal die Note 46 usw. verteilen kann, so, als hätte er 47 durchnummerierte Billardkugeln, die er an die Teilnehmer austeilt. Für die Faulenzer im Publikum müßte es möglich sein, nicht alle Kugeln verteilen zu müssen. Wenn man nur für seine 10 Favoriten stimmen will und keinen Bock hat, sich alle anderen Chars anzugucken, dann sollte man auch nicht dazu gezwungen werden, alle Kugeln zu verteilen. Praktisch stelle ich mir das so vor: Der Veranstalter macht einen Thread auf, wo alle Chars untereinander aufgelistet sind, und wo es eine Eingabemaske unter jedem Char gibt, in welche man seine "Kugel" eingeben kann. Programmiertechnisch machbar oder eher nicht?!


Weitere Vorteile meines Vorschlags: Die Bewerbungsrunde wäre schon spannend, und niemand würde es wagen, sich mit einer lächerlichen Kritzelei zu bewerben. Die Leute würden also dazu motiviert, schon beim Entwurf ihres Charakters sich richtig anzustrengen.
Außerdem würde sich das Publikum schon in dieser Bewerbungsrunde intensiv mit den einzelnen Charakteren beschäftigen, was später für das Verständnis der Battle-Bilder nicht gerade nachteilig wäre. Schon die Qualifikation wäre eine Ehre, und niemand müßte befürchten, an einen total unmotivierten Teilnehmer zu geraten in der ersten Runde.

Nachteile: Selbst, wenn die Programmierung so einer Abstimmungsmöglichkeit nicht kompliziert sein sollte, so ist es ein ziemlicher Mehraufwand sowohl für den Organisator des Battles als auch für die Zuschauer, die abstimmen sollen. Es braucht einiges mehr an Aufwand und Zeit, 47 Kugeln zu verteilen, als nur zwischen zwei Bildern zu entscheiden.

Zum weiteren Ablauf: Bei einem Teilnehmerfeld von 32 Leuten läuft's über das KO-System flott bis zum Endkampf. Wenn wider Erwarten einmal 2 gegeneinander antretende Teilnehmer nix abgeben, wird der freiwerdende Platz an denjenigen Teilnehmer gegeben, welcher in der Runde am knappsten verloren hat. Wenn ein Kampf unentschieden ausfällt, gibt's in der nächsten Runde einen 3er Battle, das Lospech entscheidet, welche 3 den dann bestreiten müssen.

Problem: Taktisches Voten
So, jetzt noch was zum taktischen Voten: Ich halte es für völlig legitim. Jeder kann überlegen, wann er seine Stimme vergibt. Wer sich noch nicht entscheiden will oder kann, vertagt seinen Vote. Er sollte dabei den Stimmenstand einsehen können. Ich will erklären, warum: ßber die Motive eines Votes braucht niemand Auskunft zu geben und es ist gar nicht verhinderbar, daß z.B. jemand aus persönlicher Animosität votet oder aus reiner Gefälligkeit. Stimmen könnten theoretisch gekauft sein, oder jemand organisiert seinen Freundeskreis, daß die sich alle registrieren, um für ihn stimmen zu können. Eine Stimme wiegt immer gleich viel, mit einer einzigen Ausnahme: Wenn die Kontrahenten Kopf an Kopf liegen. Egal, ob sie Gleichstand haben oder der eine eine Stimme mehr als der andere. Wer dann am Ende votet, entscheidet diesen Kampf. Entweder, indem er seinen Favoriten weiterbringt (dann tut er nichts anders als die anderen, welche ihre Stimme ja auch ihrem Favoriten gaben), oder, indem er für Gleichstand sorgt (so wie ich das bei der momentanen Situation in einem bestimmten Battle vorhabe), also dafür sorgt, daß ein Teilnehmer mehr als vorgesehen weiterkommt. Damit tut er aber niemandem weh - denn es wird ja niemand herausgeworfen, es kommt nur einer mehr weiter. Wenn ich so vote, kann es passieren, daß ich mich geschnitten habe, und noch drei, vier andere Leute am Ende voten - dann hab ich halt Pech gehabt und meine Stimme hat nicht mein gewünschtes Resultat erbracht. Prinzipiell kann jeder sich solange er will mit dem Voten zurückhalten - dann erfährt ein Kampf möglicherweise in den letzten paar Minuten noch eine dramatische Wende. Warum nicht? Das Ganze nennt sich: Spannung. ;)

Es ist auch nicht so, daß derjenige, der später votet, die Entscheidung mehr beeinfluß als derjenige, der sich sofort entscheidet. Da gibt es einmal die von Wahlkampfforschern entdeckte psychologische Gesetzmäßigkeit, daß Wähler, die sich in ihrer Entscheidung unsicher sind, statistisch häufiger für denjenigen stimmen, der vorne liegt. Es ist einfacher, für den Sieger zu stimmen als für den Verlierer, denn man möchte am Ende gern Recht behalten haben. Dieser Effekt ist in breiten Untersuchungen erwiesen.
Wer also seine Stimme am Anfang abgibt, der sorgt dafür, daß sein Favorit einen guten Start hat. Dieser gute Start kann unter Berücksichtigung des erwähnten psychologischen Effekts dazu führen, daß dieser Favorit die eine oder andere Stimme von eigentlich Unentschlossenen bekommt. Ergo: mit der früh abgegebenen Stimme kann man andere manipulieren.
Zweitens: Die Kommentare, welche zu den einzelnen Battles in den entsprechenden Threads gegeben werden können, haben auch das Potential, die später Votenden in ihrer Entscheidung zu beeinflussen. Wollte man verhindern, daß sich die Abstimmenden einen Eindruck vom Stand des Rennens verschaffen, müßte man konsequenterweise auch diese Kommentierungsmöglichkeiten unterbinden. Möchte das jemand? Ich halte diese Kommentierungsmöglichkeit für einen wesentlich stärkeren Eingriff gegenüber der Unvoreingenommenheit der Wähler als die Möglichkeit, sich das bisherige Ergebnis anzuschauen. Gleichzeitig aber macht diese Kommentierungsmöglichkeit auch Spaß und ich finde, es hat bislang noch keine Fälle gegeben, wo ein Bild vorsätzlich und entgegen der objektiven Lage schlecht gemacht wurde. Solange die User derart fair in ihren Kommentierungen sind, halte ich diese Möglichkeit für interessant und hilfreich, denn oft erfährt man aus der Kommentierung der anderen etwas, was man sonst vielleicht übersehen oder falsch verstanden hätte. Ebenso erfährt man über diese Kommentierungen, wie andere Leute zu ihren Urteilen gelangen - was auch unter dem Lerneffekt nicht falsch ist. Die "veröffentlichte Meinung" hat hier eine recht große Macht. Angenommen, vier anerkannte Profis voten früh für Teilnehmer A und begründen in dem Thread ihre Wahl auch noch, dann ist es für Teilnehmer B ganz, ganz schwierig, noch gegen solche Expertisen viele Stimmen auf sich zu ziehen.
Diese Macht der Kommentatoren halte ich für viel größer als den Einfluß, den jemand durch taktisches Wählen haben könnte.

Deswegen halte ich es nicht für gerechtfertigt, das taktische Wählen zu unterbinden.
Zuletzt geändert von Chinasky am 6. Jul 2006, 18:30, insgesamt 4-mal geändert.
Es genügt nicht, keine Meinung zu haben. Man muß auch unfähig sein, sie auszudrücken.

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Beitrag von jaymo » 6. Jul 2006, 18:18

Vorschlag für eine Qualifikationsrunde

Ziel: Niemand soll durch eine knappe Entscheidung in der ersten Runde rausfliegen

Da die Teilnehmerzahl dieses mal schon besonders hoch ist, halte ich mehrere Kämpfe in der Vorrunde für nicht praktikabel. Bereits in der ersten Runde muss ein Großteil der Teilnehmer ausscheiden.

Eine beliebige Anzahl von Teilnehmern tritt in einer einzigen Gruppe an, Paarungen werden ausgelost.
Bei ungerader Zahl kann der zuletzt angemeldete nicht teilnehmen (Alternative>ein Freilos oder in dem Fall springt ein freiwilliger Ersatzmann ein, der nur in diesem Falle teilnimmt; etwa einer der Organisatoren. Oder einer der Orgas nimmt in diesem Falle nicht teil.).

Die Ergebnisse werden nach Prozent ermittelt:

Sieg = mindestens 66% der Votes > eine Runde weiter
Unentschieden = keiner erreicht 66% Votes > eine Runde weiter
Niederlage = der Gegner erreicht min. 66% Votes > ausgeschieden

Nach dieser Runde kann es vorkommen, dass eine ungerade Anzahl von Teilnehmern übrig bleibt. Hier würde ich dann wieder den Verlierer mit der größten Zahl Votes antreten lassen, bei Gleichstand entscheidet das Los.

Ab der zweiten Runde gilt dann K.O.-System.

Nachteil: Es können dieselben wieder aufeinandertreffen.
Zuletzt geändert von jaymo am 6. Jul 2006, 18:33, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von jaymo » 6. Jul 2006, 18:31

@chinasky: Oh, da kam ja einiges in der Zwischenzeit. Das Dumme bei Deiner Variante mit festgelegter Zahl ist, dass man dann eigentlich bei nur 31 Teilnehmern gleich auf 16 reduzieren müsste. Halte ich nicht für selbstverständlich, dass es mehr sein werden.

Deine Einschätzung der Relevanz von taktischen Votes vs. Kommentarmöglichkeit teile ich.

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Beitrag von Chinasky » 6. Jul 2006, 18:37

Jaymo: Das ist ein Problem, da hast Du Recht. Die Möglichkeit bestünde dann aber, auf 24 zu begrenzen und die erste Runde bestünde dann nur aus 3er-Battles. Dann wäre die zumindest schon mal richtig spannend, weil sehr blutig. ;)
Es genügt nicht, keine Meinung zu haben. Man muß auch unfähig sein, sie auszudrücken.

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Beitrag von reneg » 6. Jul 2006, 19:20

Es gibt Teilnehmer in diesem Artbattle (ohne jetzt direkt auf Joe Jegger hinweisen zu wollen ;-) ) da sind die Qualitätsunterschiede zw. eingereichtem Charakter und Bild in der ersten Runde enorm (im positiven Sinne). Da also schon vorher auszusortieren fänd ich nicht fair gegenüber Newbies. ßberhaupt würde ich eine Qualifizierung als Aussperrung empfinden und mir würde sicherlich die Lust vergehen an einem Artbattle, wenn er nur für Auserwählte ist.

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Beitrag von fxk » 6. Jul 2006, 20:06

man könnte eine eigene Artbattle-Erweiterung für das Portal schreiben mit welchem dann auch die Verwaltung des ganzen um einiges einfacher würde - votings könnte man Absichern, bei jedem Beitrag noch die Fighter mit dazu packen - einen Turnierbaum usw.
Ich denke wir besprechen diese Möglichkeit mal im kleinen Kreise - oder?
I'm the great Cornholio - I need some TP for my bonghole...

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Beitrag von SickToy » 6. Jul 2006, 21:37

Wenn hier irgendjemand diesen ganzen Aufwand betreibt und extra für ein, vielleicht 2x im Jahr stattfindendes, Artbattle ein kompliziertes System programmiert, sollte er dabei doch tunlichst auf die portierbarkeit / wandelbarkeit des Systems achten. Nur dann würde sich der Aufwand wirklich lohnen, das nur als Hinweis.

Es ging ja schliesslich auch einige Jahre ohne was weiss ich für eine Mechanik ... ;)
He is Conan, Cimmerian, he won't cry, so I cry for him.
- Subotai .-._.-. http://www.blaettgen.com

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Beitrag von top » 7. Jul 2006, 17:26

Ich würde alles so lassen wie es ist - bis auf eine Kleinigkeit:

Da maximal eine 3er-Gruppe pro Durchlauf entsteht, würde ich denen einen kleinen Vorteil verschaffen. Nur einer der 3er-Gruppe fliegt raus!
(Sollte von denen einer nicht abgeben wird halt nur zwischen den beiden abgestimmt.)

Man kann natürlich noch tausende von Sonderregeln einfüren. Aber das macht die Sache nur unnötig kompliziert.
Wenn ich mich recht erinnere, wurde man beim ersten Artbattle im DD-Forum erst bei der zweiten Niederlage raus geschmissen. (Kann mich deshalb daran erinnern, weil ich gleich zwei mal hintereinander verloren hatte. :cry: ) Das machte das Ganze auch nur unnötig unübersichtlich.

Nochmal mein Vorschlag für das nächste Artbattle:
Weiterhin alles auslosen, aber beim 3er-Battle wird nur einer gekickt.

Viel Spaß,
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Beitrag von Duracel » 7. Jul 2006, 17:46

Kann man nur nicht immer so handhaben. Wenn man eine gerade Anzahl an Kämpfen hat wie es diesesmal der Fall warr (51 Kontrahenten -> 26 Kämpfe) und man lässt im 3er Battle 2 Leute weiter, dann hat man danach wieder eine ungerade Anzahl an Teilnehmern.

Hätte man 53 Teilnehmer gehabt, wäre das praktikabel gewesen. (53->27Kämpfe -> 28 kommen weiter)
Ziel ist, woran kein Weg vorbeiführt.

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Beitrag von top » 7. Jul 2006, 18:34

Na und?
Vielleicht gibt auch einer der drei nicht ab und dann ist es nicht mehr krum.

Und wenn es doch 27 sind gibt es wieder eine 3er-Runde. (Natürlich per Los - vielleicht sollte man die beiden von der nächsten 3er-Runde nicht wieder in die neue 3er-Runde kommen können.)

Dann kommen 14 weiter (diesmal ohne 3er-Runde)

Und bei 7 gibt es in diesem Beispiel die Letzte 3er-Rund. (4 - 2 - Sieger)

Wo ist das Problem?

Selbst wenn am Schluss 3 Leute übrig bleiben, könnte man überlegen, ob es erst ein 3er-Battle vor dem Finale geben soll.

Je mehr ich darüber nachdenke, um so besser gefällt mir die Idee... :roll:

top

PS: Habe ich schon erwähnt, dass ich mal einen 3er-BMW hatte? :wink:

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