T's

Stellt Eure in Arbeit befindlichen oder fertigen 2D-Artworks hier aus, um sie diskutieren zu lassen. Dabei spielt es keine Rolle, ob Euer Artwork in klassischen Techniken oder digital entstanden ist.
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Marsupilama
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Beitrag von Marsupilama » 19. Mai 2009, 20:54

Schuck hat geschrieben:Womit wir zu meiner kleinen Siebdruckwerkstatt kommen, die ich mir gerade eingerichtet habe.
Hab schon länger mit der Idee gespielt sowas zu machen um endlich unabhängig von der Textil- und Modemafia zu werden und mir günstig meine eigenen Motive zu drucken.

Bin dann auf diese sehr gute Anleitung gestoßen und hab kurz später auch recht günstig zwei Siebe bei eBay erstanden.

Baustrahler, Glasplatte, Hochdruckreiniger und einen geeigneten Raum hatte ich zum Glück auch, ideale Vorraussetzungen also für eine eigene kleine Siebdruckwerkstatt. :)


Gekauft werden musste insgesamt:

2 Siebe 40x60cm, 34T (Fäden/cm)=2x15=30€ von ebay
Entfetter, Entschichter, Siebreiniger und Textildruckfarbe von Siebdruck Gröner, gesamt 100€
Rotlichlampe ~8€ vom Obi
Sperrholzplatten und ein Stück Rohr, auch Obi 15€ (optional)
__________________________

Macht unterm Strich etwa 150€, eine nicht ganz billige Investition, die sich aber lohnt, vor allem da nur die Anfangskosten so hoch sind.



Als allererstes braucht man zu den Sieben einen Rakel, da ich es nicht einsehe für ein Stück Gummi mit Holzgriff teures Geld auszugeben hab ich mir zwei Rakel aus einem Kantholz, etwas dünnem Pressholz, ein paar Schrauben und einem Rest PVC Fußboden selbstgebaut.

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Wenn das erledigt ist geht es daran, den Sieb vorzubereiten. D.h. die alte Beschichtung muss runter. Erst den Entschichter einwirken lassen, dann den Sieb ordentlich abkärchern. Anschließend das ganze nochmal mit Siebreiniger um auch die letzten Reste Farbe und Kopierschicht zu entfernen.
Danach sollte der Sieb aussehen wie neu, d.h. es sollte keine alte Kopierschicht und auch kein Geisterbild des alten Motivs mehr zu sehen sein.

Danach den Sieb getrockneten Sieb mit Entfetter einreiben, einwirken lassen und mit einem Schwamm unter fließendem Wasser auswaschen. Ich hab erst überlegt mir das Geld für die Entfettungslösung zu sparen, aber angeblich braucht man diesen Schritt, dass die neue Kopierschicht perfekt hält.



Den so vorbereiteten Sieb lässt man dann trocknen und mischt schonmal die neue Kopierschicht an, die aus einer Emulsion (zähflüßig) und einem Aktivierstoff (Pulver) besteht. Da die Kopierschicht lichtempfindlich ist muss dieser Schritt und Rotlicht geschehen.

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Nachdem der Sieb getrocknet ist und die Emulsion ein paar Stunden geruht hat, verteilt man diese mit dem Rakel beidseitig (nicht zu dünn und nicht zu dück) auf dem Sieb, wie in der verlinkten Anleitung beschrieben. Danach darf der Sieb mit Kopierschicht über Nacht ruhen und antrocknen.


Am nächsten Tag geht es ans Belichten des Siebes. Hierzu druckt man das Motiv zweimal mit dem Tintenstrahldrucker auf Folie und klebt beide Folien deckungsgleich übereinander.

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Die Folie kommt dann seitenrichtig auf eine Glasplatte, darauf der Sieb und auf den Sieb eine Holzplatte, die man großzügig beschwert, dass der Sieb möglichst gut auf dem Glas aufliegt und von oben kein Streulicht an die Beschichtung kommt.
Belichtet wird der Sieb von unten mit Hilfe des Baustrahlers (min. 500Watt) im Abstand von etwa einem halben Meter. Hierzu reicht mir eine einfache Vorrichtung aus zwei Holzböcken und der Glasplatte eines Bilderrahmens.


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Auf dem gestellten Foto fehlt natürlich die Holzplatte und Beschwerung auf dem Sieb. ;)
Wenn der Sieb lange genug (ich hab mit 45min gute Erfahrungen gemacht) belichtet ist wird er unter Rotlicht vorsichtig mit dem Kärcher gereinigt. Vorsichtig deshalb, weil man nicht aus zu kurzer Distanz auf den Sieb draufhalten darf, da sonst die Kopierschicht aufreißen kann. Um feine Details freizulegen kann man diese auch vorsichtig mit einem Schwämmchen abreiben.

Am Ende sollte er in etwa so aussehen:

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Also eine schöne durchgehende Schicht haben, wobei das Motiv sauber ausgewaschen wurde ohne dass die Ränder aufreißen usw. Motive die gerade nicht gedruckt werden sowieso Löcher in der Kopierschichten werden von oben und unten mit Klebeband maskiert.


Wenn der Sieb fertig vorbereitet ist geht es an den eigentlichen Druckvorgang.


Hierfür hab ich mir aus Sperrholz eine Unterdruckkiste in der gleichen Größe wie die beiden Siebe gebaut. So eine Kiste braucht man vielleicht nicht umbedingt, aber sie ist sicher nützlich um das Shirt unter dem Sieb plan zu halten, bzw. um zu verhindern, dass der Stoff beim Anheben des Siebes daran hängen bleibt.

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Die Kiste ist aus Sperrholz zusammengeschraubt, wobei die Kanten mit Fugensilikon und Panzertape abgedichtet wurden. Auf der Oberseite sind im Abstand von 3cm kleine Löcher gebohrt durch die das T-Shirt dann angesaugt wird.

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An die Kiste wird über ein kurzes Stück Rohr ein Industriestaubsauger angeschlossen, der einen Unterdruck erzeugt um das Shirt anzusaugen.

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Ins Innere des T-Shirts kommt ein Stück Pappe, dass der Stoff besser angesaugt wird und es die Farbe beim Druck nicht auf die Rückseite durchdrückt.

Danach wird der Sieb auf dem Shirt fixiert und das Motiv (ohne Druck!) mit Farbe bestrichen, d.h. der durchlässige Teil des Siebs wird mit Farbe gefüllt. In der verlinkten Anleitung machen sie das nicht, aber ich hab die Erfahrung gemacht, dass es sich so besser druckt.

Im Idealfall hat man einen Helfer, der den Sieb festhält, wenn man alleine ist tut es auch eine Schraubzwinge.

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Nachdem das Motiv gefüllt ist gibt man zusätzlich noch etwas Farbe darauf und zieht einmal fest und schnell mit dem Rakel darüber.

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Die Betonung liegt auf einmal und fest. Dies ist der schwierigste Schritt, da sowohl zu viel wie zu wenig Druck und Farbe zu ungewünschten Ergebnissen führen.


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Hier war zu wenig Farbe/Druck im Spiel, das Motiv wurde nicht vollständig gedruckt.


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Hier war, wie man sieht, das Gegenteil der Farbe. Zu viel Druck, viel zu viel Farbe und auch noch mehrmals mit dem Rakel drüber gezogen. Naja als Putzlumpen taugt es noch. :D



Danach Vorsichtig den Sieb anheben und hoffen, dass der Druck etwas geworden ist.

So wie der hier:

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Dann gleich den Sieb mit dem Schwamm und viel Wasser auswaschen, da sonst die Farbe im Gewebe eintrocknet.

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Anschließen darf das Shirt noch für ein paar Minuten bei 160°C in den Ofen, da ich heißfixierende Farbe verwende.

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Vor dem ersten Waschen trotzdem, wie in der Anleitung beschrieben, nochmal drüberbügeln, dass das Motiv auch gut auf dem Stoff bleibt.



Hier noch ein Bild von meinem kleinen Siebdruckraum und einem fertigen Shirt mit Front- und Backprint und Nahaufname. :)


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Fazit:

An sich ist es kein Ding der Unmöglichkeit auch mit einfachen Mitteln T-Shirts qualitativ ordentlich zu bedrucken. Allerdings braucht man etwas Erfahrung und Fingerspitzengefühl bei den einzelnen Schritten.

Ich hab am Anfang auch einige Fehlschläge hinnehmen müssen, bis die Drucke einigermaßen was wurden.

Auch darf man vor den Recht hohen Anfangsinvestitionen nicht zurückschrecken, die Chemikalien und Farbe für die 100€ reicht bestimmt für 20 Shirts, wenn nicht sogar mehr.
Wenn man bedenkt, dass man einfarbige T-Shirts für 5€ oder weniger bekommt spart man auf Dauer noch mehr als genug Geld. Und man hat Shirts die sonst niemand hat mit eigenen Motiven. :)


Alles in allem ne Super Sache, wenn man Bereit ist ein bisschen was an Zeit, Geld und Geduld zu investieren. ;)

mfg,
Schuck
Eigentlich war ich mit Kaktuswassers Antwort ja schon zufrieden und dann BÄÄM, sone geile ausführliche Zusammenfassung. Vielen Dank nochmal dafür, freu mich auch auf noch mehr Entwürfe von dir :thumb:

edit: Die muss natürlich auch auf Seite 3 : P

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Schuck
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Beitrag von Schuck » 20. Mai 2009, 06:33

Danke euch beiden. ;)

Wollte sowieso einen kleinen Erfahrungsbericht schreiben, von daher nichts zu danken. ;)
Hätte auch gerne mehr schreiben können, aber das meiste steht ja schon in der verlinkten Anleitung und mir wurde gestern auch die Zeit knapp, wie man an den (mittlerweile korrigierten) Schreibfehlern merkt. ;)

Werd meine zukünftigen Ergebnisse auf jeden Fall immer brav hier vorzeigen. ;)

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Shu
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Beitrag von Shu » 21. Mai 2009, 15:02

Ich freu mich sehr darüber, das in diesem Thread wieder einiges passiert. Bald kann ich vielleicht auch wieder was zeigen.
Stfu eastern european punk.
Or what ever wack language that is.

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Beitrag von Shu » 11. Jun 2009, 23:58

Jetzt habe ich auch wieder zwei Motive für mein kleines label "falco" gedruckt.

octobrella:
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bambi:
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Stfu eastern european punk.
Or what ever wack language that is.

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Poi2en
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Beitrag von Poi2en » 28. Jan 2010, 18:14

sorry, dass ich den alten Threat wieder herauskrame, aber ich bin gerade dabei mein eigenes kleines T-Shirt"labor" zu planen und hab noch ein paar Fragen zur Materie.

1. Farbe: welche? Kalt- oder Heißfixierende? Welche benutzt ihr? Welche sind Preis/Leistungs technisch zu empfehlen?

2. Dann hab ich mal gehört man muss "den Stoff irgendwie vorbehandeln" wenn man auf dunklen Shirts deckende Farbe benutzen will (??). Steckt da was dahinter oder muss ich nur darauf achten, dass die Farbe deckend ist?

3. Bei ebay hab ich ein Rahmen mit 21T gefunden, das ist zu wenig oder?

4. Bei den Kopierschichten gibt es auch jede Menge Auswahl... Ich hätte mal spontan " Azocol Poly-Plus S" ausprobiert. gute Wahl? oder lieber "Azocol Z1" ? Wenn ich das richtig verstehe ist Z1 im Gegensatz zu Poly-PlusS auch wasserfest ... (?)

5. Wie sieht es den mit der Beständigkeit der beschichteten Siebe aus. Ich dachte mir nämlich ein Sieb nicht wieder zu entschichten, damit ich das Motiv immer wieder nachdrucken kann. Ist das möglich oder gehen die mit der Zeit kaputt?

Ansonsten habe ich "Pregan NT9" als Entfetter und "Pregasol K-FL" als Entschichter gewählt. Das müsste ja ok sein...

Vielen Dank im Voraus :)

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Beitrag von Schuck » 28. Jan 2010, 21:35

1. Ich habe heißfixierende Farbe "Texilac PO" von Manoukian-Argon. 1kg für 16€. Bisher nur mit weiß auf Schwarz gedruckt. Deckt gut, hält sich auch gut, wenn der Farbauftrag dick genug ist. Heißfixierend bei 160°C im Backofen, danach nochmal mit Zeitung dazwischen drüberbügeln. Preis/Leistung find ich O.K. ist sehr ergiebig.

2. Auf dunkle Stoffe lässt sich nur mit weiß richtig deckend Drucken, alle anderen Farben müssen mit weiß unterdruckt werden. Habs noch nie versucht, aber stell es mir ohne professionelles Equipment sehr schwer vor da passgenau übereinander zu drucken. Evtl die Schablone für den Farbauftrag etwas größer machen, dass auf jeden Fall alles vom Weiß überdruckt wird. Braucht man halt zwei Siebe.

Vorbehandeln wüsste ich nichts, aber ist sicher gut die neuen Shirts vor dem Bedrucken einmal zu waschen. Hab das bisher immer vergessen und ein bisschen das Gefühl, dass die Stofffarbe etwas in den Druck ausblutet.

3. Denke nicht, dass 21T zu wenig sind. Hab hier 34T die gehen gut. Könnte evtl mit faarfeinen Details Probleme geben, aber die bekommt man im Kellerstudio sowieso kaum hin. Zum Druck auf dunkle Textilien nimmt man sowieso nicht zu feine Siebe, dass genug Farbe durchgeht und der Druck deckend wird. Zitat Wiki: "bis ca. 30T: Druck von Glitter etc., Reliefdruck (Druck von feinen Linien oder Rastern nicht möglich).
30–60T: Textildrucke (bei deckendem direkten Druck auf dunkle Textilien ca. 30–40T, bei feineren Linien oder Rastern 50–6T0). Grobpigmentierte Farben wie Nachleuchtfarben, Grobsilber etc"

Generell ist der Artikel zu Siebdruck sehr gut, unbedingt mal durchlesen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Siebdruck

4. Hab hier: Wasserbeständige Kopierschicht: ZERO-IN BLUE incl. Diazo Micro HD, 1 kg für 26€. Wasserbeständig sollte die Schicht schon sein, schließlich wäschst du den Sieb ja nach dem Belichten und zwischen den Drucken mit Wasser aus.

5. Die Beschichtung selbst ist sehr stabil, wenn sie erstmal ausgehärtet ist. Problem ist nur, dass sich in den offenen Stellen des Siebs auch nach dem Waschen immer mehr Farbe absetzt, weswegen nicht unendlich viele Drucke mit einem Sieb möglich sind. Die Farbe bekommst Du mit Kärcher und Lösungsmittel/Entschichter wieder raus, dabei leidet aber halt auch die Schablone. Zwischen den Drucken wasch ich daher immer nur mit Schwamm und fließenden Warmwasser aus.

Entfetter hab ich:
Manoukian-Argon - Cleanser 80, 1kg, 15€

Entschichter: Manoukian-Argon - POLISTRIP, 1kg, 8,50€

Dazu noch Lösungsmittel: Manoukian-Argon - Solvente 610, 1kg, 9,50€

Alles bestellt bei Gröner: http://www.groener.de/


Meine Anleitung am Anfang der Seite hast du schon gesehen? ;)

mfg,
Schuck

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Poi2en
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Beitrag von Poi2en » 28. Jan 2010, 22:56

Wow, riesen dank für die schnelle und ausführliche antwort! Ich denke jetzt bin ich erstmal aufgeklärt und kann loslegen :)

(klar hab ich gelesen)

myn3
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Beitrag von myn3 » 28. Jan 2010, 23:52

alles koplett handgemalt, textilfarbe und diverse pinsel. ca 10 std aufwand. geburtstagsgeschenk für meine freundin

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Schuck
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Beitrag von Schuck » 29. Jan 2010, 08:22

Poi2en

Kein Ding. ;) Dann viel Erfolg mit deinem "Labor".

Was ich vergessen habe: Kaltfixierende Farbe ist bis 60° waschbar, heißfixierende bis 90°. Also zumindest die vom Gröner.
60° waschfest reichen eigentlich locker, werde deswegen das nächste mal kaltfixierende Farbe bestellen und probieren, wie die hält.

myn3
Schickes T-Shirt. :)
Man merkt die Sorgfalt mit der gearbeitet wurde.







Hab letztes Jahr leider nicht mehr viel gedruckt, weil mein Kärcher kaputt ist und es auch mir irgendwann zu kalt war. Keine Lust im Winter mit so viel Wasser usw zu hantieren.

Zwei T-Shirts mit Motiven von Banksy hab ich noch gemacht, eines davon:

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Farbnebel
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Beitrag von Farbnebel » 30. Jan 2010, 19:52

@Schuck:
Hammer, was das für ein Aufwand ist. Als Alternative für diese Unterdruckbox hätte ich den Vorschlag, das Shirt mit Sprühkleber an einer MDF Platte zu fixieren. Aber ich glaube, dass diese Box, wenn sie vernünftig arbeitet, die einfachere Alternative ist.
Falls es jemanden interessiert, der die Shirts auf Bretter aufzieht:
- Kein Sperrholz nehmen!
Als Alternative benutze ich sog. MDF (Mitteldichte Faser???-)Platten. Diese dünnen Platten dienen u. a. in Laminatkartons etc als Verpackungsplatten oder zur Stabilisierung. Es gibt sie in jedem Baumarkt als billige Reste zu kaufen. (in Dortmund 4,50 EURO incl. Zuschnitt, gleich welche Größe). Diese sind zwar etwas schwerer als Sperrholz, aber insgesamt widerstandsfähiger und stabiler.

Das Brett sollte ca. 4-6 mm dick sein und für die Kleidergrößen
XS-M: 52cm x 80 cm
M-L: 57cm x 90 cm
XL->: 64cm x 90 cm
groß sein.

Die Länge könnte je nach T-Shirt Sorte gering variieren. Als Faustregel gilt, dass das Brett lieber ein Stück länger gekauft werden sollte, damit man nicht ein langes T-Shirt unten umschlagen muss.

Das Brett muss an den Kanten und Rändern abgeschliffen werden, damit das Shirt nicht beim Darüberziehen durch die scharfen Sägekanten des Holzes beschädigt wird. Ich runde die Ecken alle mit einem Schleifgerät ab und klebe diese zusätzlich noch mit glattem Paket-Klebeband an den Kanten komplett ab. Die glatte Oberfläche des Klebebandes lässt den Stoff besser über die Kanten gleiten.

Hier noch ein paar Shirts von mir.

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myn3
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Beitrag von myn3 » 31. Jan 2010, 05:19

hammer shirts!

fühl mich als ob ich meiner freundin ein brett geschänkt hätte anstatt einer 100000 jahre alten schnitzerei wenn ich mir so eure sachen angseh

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Gwinna
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Beitrag von Gwinna » 21. Jun 2011, 20:57

Selbst gedruckt habe ich es nicht, aber anlässlich des Junggesellinnenabschieds meiner Schwester die Motive entworfen und bei Spreadshirt drucken lassen. Sie hat sich tierisch gefreut :)

Shirt der Braut in spe; auf der Vorderseite stand noch der Spruch: Ich habe meinen Prinzen gefunden!
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Shirt der übrigen Mädels, Stellt natürlich den Hochzeitsmarsch da und nicht - wie von einem Passanten angenommen - "Mamor, Stein und Eisen bricht" :?
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Leider haben die Motive im Digitaldruck auf den dunklen Stoffen etwas gelitten, dafür war es günstig und vor allem individuell. Aber für zukünftige Shirts doch lieber Vectoren ;)

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Beitrag von Che » 15. Dez 2011, 20:25

Lange her, seit ich das letzte mal reingeschaut hab!
Jedenfalls will ich euch meine ersten 2 Shirts vorstellen:

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Beitrag von Art.ful » 15. Dez 2011, 21:05

Sehr geil! Den Gorilla find ich noch nen Tick geiler als die Krake. Erzähl mir mehr! Siebdruck?


Ohman, was freue ich mich darauf, bald meine ersten Shirts in den Händen zu halten. :D
Don't follow your dreams, follow my blog lol

http://juliusebert.tumblr.com/

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Beitrag von Che » 15. Dez 2011, 21:49

Einfacher als gedacht auf jeden fall! wenn du mal das nötige zusammen hast, geht es ohne grosse probleme.
(Natürlich dennoch nicht ohne Fehldrucke zu beginn)

Ich drucke mit dem System von www.siebdruckland.de
Das ist relativ simpel, also auch einfach nachbaubar und der Druckvorgang schön ( ;) ) erklärt in ihren Videos!

Die Frage ist, was du bereits hast und willst.

http://schmidt-siebdruckbedarf.de/
die haben ein sehr preiswertes Angebot, gerade Siebe in vielen Variationen!

und zum Schluss ein Geheimtipp,
Texiscreen Aqua AJ von Fuji sollen enorm gute Farben rausgebracht haben!
Leider habe ich selbst noch keine Bestellen können, jedoch wurden sie mir ausdrücklich empfohlen von einer professionellen Siebdruckerin die seit 20 Jahren druckt.
Man munkelt, sie hätten deckende wasserbasierende Farben für dunkle Stoffe. zB weiss auf schwarz ;)

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Beitrag von Kobar » 15. Dez 2011, 22:45

Man muss aber dazu sagen, dass das fast nur für den einfarbigen Druck geeignet ist. Mehrfarbig geht auch, aber nur wenn es egal ist, wo die zweite, dritte, usw Farbe landet.

Bei dunklen Stoffen ist Texilac Discharge (Ätzdruck) immer noch sehr gut, solange alles Baumwolle ist und man ne Heißluftpistole hat. Das ist auch wasserbasierend, aber ich werde Texiscreen mal benutzen, danke!
"Ratschläge erhalten sie von Mikes Großvater, der aus dem Jenseits per Hologramm mit ihnen kommuniziert."

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Beitrag von Art.ful » 15. Dez 2011, 23:11

Kobar hat geschrieben:Man muss aber dazu sagen, dass das fast nur für den einfarbigen Druck geeignet ist. Mehrfarbig geht auch, aber nur wenn es egal ist, wo die zweite, dritte, usw Farbe landet.
Das verstehe ich nicht, kannst du das nochmal genauer erläutern?
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Beitrag von Kobar » 16. Dez 2011, 20:28

Wo ist das Küken hin? : (

Nun gut... ich muss wohl etwas zurückrudern, da ich gerade etwas Interessantes gesehen habe:
http://www.youtube.com/watch?v=ddE3sSpk ... re=related

So 'n Scheiß. Und ich habe mir gerade ein Karussel gebaut...


Ähm, achso. Natürlich bekommst du nur ein Sieb mitgeliefert, was einen enormen Zeitaufwand bedeutet, für jede Farbe alles zu beschichten und entschichten (oder deine Shirts neu zu justieren). Und ich hatte, bevor ich das Video gesehen habe, die Vorstellung einer solchen Presse: http://www.youtube.com/watch?v=ihsF505o ... re=related
Du ziehst dein Shirt drüber, druckst und ziehst es wieder ab. Nun besteht so ein T-Shirt aus Gewebe und bei dem Druck der zweiten Farbe kriegst du das nie wieder genauso gezogen und verzogen wie vorher. Deshalb habe ich mir was gebaut, bei dem ich ohne Pause die erste Farbe und dann die zweite, dritte und vierte drucken könnte.

Das war natürlich etwas umständlich und teuer, aber so spare ich mir auch die krasse Vorarbeit, jedes der Shirts genau richtig auf so eine Platte zu kleben.

Eine der Pressen musst du auf jeden Fall auch bauen. Da wird ebenfalls nix mitgeliefert, soweit ich das sehen kann.
"Ratschläge erhalten sie von Mikes Großvater, der aus dem Jenseits per Hologramm mit ihnen kommuniziert."

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Beitrag von Che » 18. Dez 2011, 18:20

Ja, bis jetzt wars nur einfarbig! Ich habe auch schon daran gedacht, ein karussel zu bauen aber noch nicht die zeit dazu gefunden.

Zeig doch mal ein Bild, Baupläne o.ä. Muss meine einfälle einwenig ordnen. ;)

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Beitrag von Kobar » 18. Dez 2011, 21:15

Bilder habe ich keine, da das Teil momentan in einem Keller in der Hochschule steht. Ich muss noch geeignete Rahmen bauen, da ich mir eine etwas andere Registrierung erdacht habe... und ich eh erst wieder im Frühling mit Shirts anfange.
und ich mir unsicher bin, ob sich das Holz nicht doch verzieht...

Ähm, meine Baupläne habe ich großteils von hier: http://www.printingplans.com/
"Ratschläge erhalten sie von Mikes Großvater, der aus dem Jenseits per Hologramm mit ihnen kommuniziert."

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Beitrag von dima » 7. Apr 2012, 04:09

Bild


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Frohes Ostern an alle,

die seite ´´threadless´´ sollte sie sich wirklich mal jeder reinziehen

zum einen weil man da für geld tshirt motive verkaufen kann, zum anderen
weil da auch ein design von mir auf bewertung wartet

den könnt ihr oben bestauen, also einlogen , bewerten, und das kücken segnet euch dafür

und ja es ist eine osterhasenlästerung, nein ich respektiere doch Christentum

facebook likes zählen nicht , nur scores( die ziffer von 0 bis5)

http://threadless.com/submission/415759/easter_prisoner

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