Abstrakte Bilder in Kunst

Stellt Eure in Arbeit befindlichen oder fertigen 2D-Artworks hier aus, um sie diskutieren zu lassen. Dabei spielt es keine Rolle, ob Euer Artwork in klassischen Techniken oder digital entstanden ist.
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Isida
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Abstrakte Bilder in Kunst

Beitrag von Isida » 8. Dez 2006, 16:46

Hi Leute!
Ich habe in Kunst den Arbeitsauftrag ein Bild zu malen, was die Abstraktion von einem vorherigen Bild von mir ist. ( :x bin als erste mit dem eigentlichen Bild fertig gewesen, manche im Kurs sind noch an dem Bild dran und ich muss jetzt schon das dritte anfangen damit ich was zu tun hab. Hätte ich mir bloß mehr Zeit gelassen... ) Nun hab ich allerdings überhaupt keinen Plan von dem was ich malen soll. Das Thema war Landschaftsmalerei, und da sollte ich mir nun irgendwas einfaches ausdenken bei dem ich mal nen anderen Stil ausprobieren sollte. Zufällig hatte ich just for fun dieses Bild
Bild vor ein paar Tagen schon zu Hause gemalt, und weil mir spontan nichts anderes einfiel, beschloss ich das mit Acrylfarben (langsam entwickle ich eine Abneigung gegen diese Farben, die sind so schnell trocken :( ) in der Schule nochmal zu malen, so wie es der Lehrer gerne hätte. Dafür habe ich dann erst mal zwei kleine Skizzen gemalt (ca 7x5 cm) folgende links oben und links unten also.
Bild
Das Acrylbild dazu werde ich bei Gelegenheit abfotografieren und hochladen, falls mein BK-Lehrer es nicht schon weggetan hat. Ich bemühe mich normalerweise meistens möglichst realistisch zu malen, und hierbei habe ich mich immerhin schon dazu durchgerungen die Bäume blau zu malen und so Zeuch.
Nun soll ich das aber weiter abstrahieren, und wie schon gesagt, hab ich davon keine Ahnung. Meine Skizze dazu ist die rechts oben (Aquarellstifte), und vielleicht könnt ihr mir ja ein paar Tipps dazu geben, im Moment komme ich da jedenfalls nicht weiter :| Der Lehrer scheint damit jedenfalls nicht wirklich zufrieden zu sein.
Grüße
Isida

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Isida
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Beitrag von Isida » 8. Dez 2006, 18:36

Wow das Bild sieht viel spannender aus als meins ^^" Danke, vielleicht bringt mir das noch irgendwie Anregungen oder so :)
Dass sich die Skizzen von dem ersten Bild so stark unterscheiden liegt daran, dass ich das aus dem Kopf nachgemalt hab, in der Schule, ohne das Bild vom PC dabei zu haben ;) Und abstrahieren soll ich ja, der sogar das wäre noch nicht weit genug abstrahiert. Übrigens ist das kein Prof, sondern ein einfacher Lehrer vom Kunst Leistungskurs, bin doch erst in der 11. Klasse. Ich kapiere nur nicht, wieso dem das nicht genug abstrahiert ist...

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blue_lord
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Beitrag von blue_lord » 8. Dez 2006, 19:34

Übrigens ist das kein Prof, sondern ein einfacher Lehrer vom Kunst Leistungskurs, bin doch erst in der 11. Klasse.
Geil. Dann bin ich mal auf nächstes Halbjahr gespannt, was wir da in BK machen. :)

@dario
Geiles Bild. B)


@abstrakte Bilder
Ich hab mich letztes Jahr mal an einem abstrakten bild versucht, bzw. bin da noch in der Planungsphase steckengeblieben. Ich wollte Weltreligionen, Kulturen, Himmel, Erde und noch so ein paar Sachen, und deren Zusammenhang abstrakt darstellen.
Aber hab festgestellt, dass es verdammt schwer ist, ein abstraktes Bild zu malen, wo nur eine inhaltliche Idee vorhanden ist.
Etwas Vorhandenes zu abstrahieren ist leichter.
Kennst ihr ein gutes Onlinebuch/Buch, oder Artikel zum diesem Thema?

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Duracel
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Beitrag von Duracel » 8. Dez 2006, 20:24

Ach, sein wir mal ehrlich, der Lehrer hat hier doch scheinbar nichtmal verstanden, warum abstrakte Kunst da irgendwo auf dem Lehrplan steht, und da sollen die Schüler schon selber sowas malen. Das ist ja gut gemeint, aber wenn man nichtmal die Tiefe des Sichtbaren durchdrungen hat sich in den tiefen des Geistes zu tummeln und daraus dann auchnoch ein gutes Bild zu bilden - da schließe ich mich blue_lord an, ist alles andere als leicht und da ist es kein Wunder, wenn man damit in dem Alter überfordert ist(wäre -ich- auch gewesen!).
Bei abstrakter Kunst ist es nunmal eben nicht damit getan "Bauklötzchen" zu spielen.

Und wenn man noch Schwierigkeiten hat zu verstehen, was es mit dieser "komischen Kunst" eigentlich genau auf sich hat, dann weiß man eben auch nicht, was man da beim "abstrakt malen" eigentlich genau machen soll.


Ich würde mich erstmal mit dem eingehend beschäftigen, was ich da eigentlich abstrahieren soll. Man kann nicht einfach so jedes x-beliebige Bild nehmen und das mal eben abstrahieren.
Ziel ist, woran kein Weg vorbeiführt.

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Beitrag von Isida » 8. Dez 2006, 20:43

Ich weiß nichtmal, ob das wirklich in dem Lehrplan steht. Ich dreh ne Ehrenrunde, hab die 11 schonmal gemacht :roll: und da haben wir nicht ein einziges Mal etwas in die Richtung durchgenommen. Der Lehrer scheint aber alles was abstrakt ist total toll zu finden. Ich bin da allerdings etwas skeptisch. Übrigens hatte ich den Lehrer schonmal in der 10. Klasse (1. Halbjahr nur), da hat er uns ganz am Ende auch mal den Auftrag gegeben, Gegenstände zu malen, und die dann als einfache Formen nochmal zu malen. Auch da ist es mir nicht gelungen.

Duracel, wie meinst du mit "eingehend beschäftigen"? Und wieso kann man nciht jedes x-beliebige Bild dafür nehmen? ^^"

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Beitrag von Artdek » 8. Dez 2006, 21:12

Yeah, ich will auch abstrahieren.

Hier ist dein Bild, auf die Form abstrahiert (nicht aufs Licht wie Dario)

Bild



So, und nun die "Kleine Lehrstunde"

Abstrakt.
Was ist Abstrakt?
Abstraktion ist der Ableitung in der Mathematik in gewisser Weise ähnlich.
In der Philosophie bedeutet die, den Gegenstand weiter zu denken.
In der Psychologie nennen wir das eine Form der Assoziation.
In der bildenden Kunst wird auch oft "reduziert".
Und manches mehr, aber nicht mein Weg.

Ich glaube, euer Lehrer will, ohne sich unbedingt darüber im Klaren zu sein, euch bewußt machen lehren, wie eure visuelle Verarbeitung funktionieren kann.
Du, Isida, machst es bisher so, dass du in das Dargestellte in seine geometrischen Grundlagen aufteilen kannst. Du denkst sehr formorientiert. Außerdem bist du in der Lage, dich von der Farbe zu lösen und eigene Wege der Farbigkeit zu suchen.
Doch du bist noch sehr ängstlich in deiner Entfernung vom Seienden. Du hängst zu sehr, an dem, was da ist und suchst nicht seinen einfachen Kern.

Abstrahieren heißt auch, weiter denken; oder: Weiter zurück denken. Quer denken, ohne den Beginn vergessen zu machen.

Du hast hier Bäume gemalt.
Man erkennt sie als Bäume.
Was sind Bäume?
Pflanzen. Große Zylinderdinger. Tentakelwesen. Luftfressende Monster. Aufspaltungen der Natur. Sich selbst spiegelndes. Delta-Röhren. Finger. Eine Reihe Kreuzungen, die zu neuen Kreuzungen werden. Linien, die sich teilen.
Verstehst du?
Bäume sind Leben sind Existenzen sind Zeit.

Abstrahiere, in dem du auf das vertraust, was du über die Dinge weißt und es mit dem kombinierst, was du siehst und es mit den Dingen auffüllst, die du nicht weißt - Dinge, die du dir Vorstellen musst.
Am Ende steht man vor deinem Bild, das "Bäume" heißt, und denkt:
"Was könnte das sein?"
Je mehr es sein könnte, um so besser!

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harrior
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Beitrag von harrior » 8. Dez 2006, 21:18

vielleicht hilft es dir, kunsthistorisch den weg zu immer mehr abstraktion nachzuvollziehen - was den kubismus angeht gibt es da ganz gute texte von daniel henry kahnweiler. delaunays orphismus war afaik auch maßgeblich, er prägte z.b. marc stark, außerdem müsste er ebenfalls 'dokumentiert' sein (eventuell auch von appollinaire, der den begriff prägte).
die schritte über die abstraktion in die gegenstandslose kunst haben die künstler teilweise selbst dargelegt, so z.b. kandinsky (auch wenn sein ansatz sehr philosophisch ist.. ;) ). auch von hoelzel könnte es da einiges geben, da er ja in stuttgart als professor tätig war.
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digitaldecoy
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Beitrag von digitaldecoy » 8. Dez 2006, 21:28

@ Isida:

Bei der Abstraktion versucht man ja, sich von definitiven und materiellen Bildern zu lösen und die Dinge auf einer höhergeordneten Ebene darzustellen - einer "vergeistlichten" Ebene, wenn man so will. Versuch einfach Mal, Dir vorzustellen, wie Du "Wut" oder "Unsicherheit" in einem Bild darstellen würdest, OHNE dabei ein Lebewesen malen zu dürfen. Es geht dabei darum, eine Idee in einer vereinfachten Form darzustellen, die losgelöst ist von greifbaren Bildern. Immer wenn Du etwas greifbar darstellst (also z.B. fotorealistisch), dann kannst Du damit zwar ein ganz bestimmtes Objekt in einem ganz bestimmten Zustand zeigen, aber damit reduzierst Du Die Idee auch auf diesen Zusammenhang, der damit sehr speziell wird. Wenn Du ein sich umarmendes Pärchen malst, dann kannst Du damit die Liebe zwischen diesen beiden Personen darstellen, für eine generelle Darstellung des Konzeptes "Liebe" taugt dieses Motiv jedoch nicht, weil es zu speziell ist. Wenn Du eine sehr große Leinwand vielleicht mit einer kreisförmigen, in warmen Tönen gemalten Aura füllst, so kann dieses Bild vielleicht "Liebe" austrahlen. WENN das der Fall ist (und das hängt im hohen Maße auch vom Betrachter ab), dann sieht man in diesem Bild das Konzept "Liebe", welches universell empfunden wird und ist damit vielleicht näher an dem dran, was wirklich im Geist des Menschen existiert.

edit:

Artdek hat da ja jetzt auch ein paar sehr erhellende Dinge geschrieben.
Besuch mich doch Mal in meinem Personal Showroom! - http://www.digitalartforum.de/forum/vie ... php?t=1604

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harrior
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Beitrag von harrior » 8. Dez 2006, 22:14

@helenos: ich fand den stil jetzt nicht unbedingt besonders schlimm.. auch wenn er sehr richtung 'malen nach zahlen'-step-by-step-anleitung geht, was bei direkter beachtung und apodiktischer auffassung zu toten, uninteressanten, nicht rhythmisierten formen führt.

abstrakte kunst muss ja auch nicht unbedingt vollkommen gegenstandslos sein, wie man beim blauen reiter und auch der hoelzel-schule sieht (hier denke ich z.b. an ein bild von hoelzel, auf dem man - weiß man was dargestellt ist - eine gruppe von 5 personen [beduinen?] erkennen kann, die aber als formen ihren eigenen stellenwert haben). malewitsch ist als vertreter des konstruktivismus/suprematismus sicher ein extrem, und gehört auch eher der strömung zum gegenstandslosen bild an, die einen gezielten schnitt setzt, von grund auf neu anfängt und nicht durch analyse und zergliederung des gegenständlichen direkt 'abstrahiert' (schließlich sollte das schwarze suprematistische quadrat der 'nullpunkt' der neuen kunst sein, die form, aus der sich alle anderen formen durch teilung, dehnung, rotation o.ä. ableiten ließen).

@isida: du könntest versuchen, die bisher abstrahierten formen weiter zu rhythmisieren und zu 'ästhetisieren', zu verflächigen und in harmonische beziehungen zu setzen.
alternativ kannst du auch zunächst eine geometrische komposition anlegen, in der du pythagoräische verhältnisse, fibonacci-zahlen, den goldenen schnitt und ähnliche richtlinien zu harmonische gliederung zur hilfe nehmen kannst, bzw. generell versuchen, evtl. sogar einen bestimmten anblick auf seine grundformen zu abstrahieren.
möglich ist auch eine anlehnung z.b. an piet mondrians 'pier und ozean' (oder so ähnlich), das lediglich aus senk- und waagrechten schwarzen linien auf weißem grund besteht.

deine bisherigen entwürfe - insb. der farbige - sind zudem eigentlich noch perspektivisch nachvollziehbar bzw. die dargestellten formen erfahren nicht eine evtl. gewünschte würdigung als unabhänige flächen.
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blue_lord
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Beitrag von blue_lord » 9. Dez 2006, 11:46

Ich weiß nichtmal, ob das wirklich in dem Lehrplan steht.
Hab ich hab mal im Lehrplan von 2004 nachgeschaut, hab gerade keinen neueren da, denk aber net, dass sich da soviel gändert hat.
Letztes Jahr stimmte der Kunstteil auf jedenfall noch.

So direkt zur 11 Klasse gibt es keinen Teil, sonder ab der 10 kommt nur noch der Teil Kursstufe.
Dort steht:
Die Schülerinnen und Schüler können Ideen und Vorstellungen in der Auseinandersetzung mit äußeren und inneren Wirklichkeiten entwickeln;

sich mit dem künstlerischen Prozess von der Idee bis zum Ergebnis auseinander setzen;

die künstlerischen Mittel (Material, Verfahren, Technik, Medien, Form) und die entsprechenden Prozesse und Gestaltungsweisen wählen und absichtsvoll einsetzen;

Form und Inhalt in ihrem Wechselbezug in der gestalterischen Arbeit berücksichtigen;

sich für bestimmte Wirkungen in der Auseinandersetzung entscheiden;

Ausdruck und Bedeutung erzielen;

eine angemessene Komplexität und Prägnanz der Gestaltung erzielen;

den Verlauf der Auseinandersetzung beobachten, sich vergegenwärtigen und strukturieren;

Gestaltungsweisen, Prozesse und Ergebnisse anschaulich dokumentieren, kommentieren und
darstellen.

@Abstraktion in der 10 Klasse
Bei mir kam das nicht dran.

Hier ein Ausschnitt aus dem Lehrplan:
In einem offenen Prozess werden Materialien und Gegenstände verwendet, bearbeitet oder in neue Beziehungen gesetzt.

Die Schülerinnen und Schüler können

sammeln, auswählen;

umformen, verwandeln;

den Zufall einbeziehen;

Bilder, Sammlungen oder Objekte mit neuen Bedeutungen schaffen.

Der fette Text, ist der aus dem ich das Abstrakte schließe, bzw. dass es im Unterricht durchgenommen wird.


EDIT:
Sehr interessant, was hier geschrieben wird. :)

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Isida
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Beitrag von Isida » 9. Dez 2006, 14:56

Vielen Dank für die vielen Antworten und die Bilder :) Ich glaube, jetzt kann ich mir eher vorstellen was mit abstrakt überhaupt so gemeint ist, als vorher.

@ blue_lord
Ich vermute mit
"umformen, verwandeln"
ist gemeint, dass man zum Beispiel einen Gegenstand in einen anderen Gegenstand verwandeln soll und davon die einzelnen Schritte malt. Meinetwegen eine Hand in einen Baum oder sowas, wir ham das in Kunst zwar nicht gemacht, aber in den Gängen hingen solche Bilder von anderen Klassen.

Ich probier dann mal noch etwas rum, vielleicht kommt jetzt was besseres bei raus... allerdings zweifle ich ein wenig daran, da mir das Thema überhaupt gar nicht zusagt. :| ...oder auch nicht mein Ding ist, aber der Lehrer meinte: "...die Kunst ist ja nicht stehen geblieben blabla..." Das sind so Momente in denen ich glaube mich mit Kunst LK verwählt zu haben :x

Das Bild was ich schon gemalt hab, kann ich frühestens am Mittwoch hochladen, werd ich dann aber tun.

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Beitrag von blue_lord » 9. Dez 2006, 15:05

Ich vermute mit
"umformen, verwandeln"
ist gemeint, dass man zum Beispiel einen Gegenstand in einen anderen Gegenstand verwandeln soll und davon die einzelnen Schritte malt. Meinetwegen eine Hand in einen Baum oder sowas, wir ham das in Kunst zwar nicht gemacht, aber in den Gängen hingen solche Bilder von anderen Klassen.
Jo, stimmt, das kann es auch sein.
Ich hatte das halt vermutet, da abstrahieren ja auch eine Form von umformen und verwandeln ist.

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Beitrag von Ghaz » 9. Dez 2006, 16:33

Was auch für die Abstraktion wichtig ist, ist dass man einen Focus auf das legt, was man zeigen will, bzw nur das was man zeigen will auch darstellt. Was dich dazu interessieren könnte ist Picassos Stier-Abstraktion, bei der er Schritt für Schritt einen Stier immer mehr abstrahiert.

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Beitrag von Rob » 12. Dez 2006, 14:22

über alles weitere macht es keinen sinn mehr zu reden, das ist die höchste form der abstraktion!
ehm naja wenn es ein kreis wäre ja ;)

Aber ich denke du hast recht damit das viele Leute aus Mangel an kreativität zur abstrakten Kunst greifen![/quote]

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Beitrag von harrior » 12. Dez 2006, 20:45

@rob: malewitsch hat afaik den kreis durch rotation des quadrates deduziert. ;)
??? ?????? ?????

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Beitrag von Rob » 12. Dez 2006, 21:02

@ harrior was soll man dazu noch sagen xD (ich jedenfalls musste gerade gut lachen) ^^

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Beitrag von Isida » 13. Dez 2006, 13:23

Hab das Bild was ich abstrahieren könnte (wenn ich es könnte?) heute mal abfotografiert. Die Qualität ging leider erst mal nicht besser. :? Hab ich schief gemalt oder schief fotografiert?
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Außerdem habe ich heute eine neue Skizze gemalt, von der der Lehrer ganz angetan war. Ich finds irgendwie unsinnig dass ich sowas malen soll, mir gefällts nicht und ich frag mich wie es dem Lehrer gefallen kann...
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Beitrag von blue_lord » 13. Dez 2006, 14:53

Hab ich schief gemalt oder schief fotografiert?
Sieht nach schief fotografiert aus. ;)
Außerdem habe ich heute eine neue Skizze gemalt, von der der Lehrer ganz angetan war. Ich finds irgendwie unsinnig dass ich sowas malen soll, mir gefällts nicht und ich frag mich wie es dem Lehrer gefallen kann...
Kenn ich irgend woher. Hab letztes Jahr einen Stich in einer Plastikplatte gemacht. Mir hat er eigentlich net so gefallen, mein Lehrer fand ihn toll (gab eine 1-). :)

Wenn du weißt, dass es dem Lehrer gefällt, ist es doch gut, dann weißt du ja was du für eine gute Note machen musst. :P

Die neue Skizze ist abstrakter, als die erste, in der du auch die Schatten abstahiert hast.
Mir ist nur unklar, was die zwei lilanen Blöcke, vor allem der linke sollen. Der wirkt nicht wie ein Baumstamm, sondern eher wie ein Felsen. Außerdem wirkt er zu dominant.

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Beitrag von Herrmann » 13. Dez 2006, 18:24

Ich bin bestimmt kein Kenner abstrakter Kunst, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass nicht alles was als abstrakt gehandelt wird, immer zum Ziel hat, sich von dem speziellen, von dem gesehenen, zu entfernen. Es kann auch um ein Dekonstruieren und Wieder-Zusammensetzen gehen, oder um die Beobachtung eines Phenomens, um den Versuch den Raum anders begreifbar zu machen, als es unser normales sehen zulässt. Es geht also auch um Interpretation, nicht nur um naturgetreues Abbilden.

Ich hab mir mal gerade den Spaß gemacht und versucht Licht und Farbe einer solchen Landschaft in den Vordergrund zu stellen und beides von der Form der Bäume ein wenig zu trennen. Ich hab damit zumindest einen Fokus gesetzt. Die Formen sind untergeordnet. Um diese Unterordnung zu unterstützen habe ich die Formen auch noch vereinheitlicht und mich an die Form des Rechtecks gehalten. Vielleicht kann ich Dir, Isida, ja damit einen Denkanstoß bieten:

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