How To: Colormanagement

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Hexodus
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Beitrag von Hexodus » 21. Jun 2006, 10:06

Danke, danke Art! Die Infos sind genau das, was ich schon immer mal wissen wollte, die ich jedoch von niemanden bekommen konnte. Der Druckprof an der Fh hatte mir sogar geraten mit HKS-Farbstreifen zu arbeiten (!) ... das ist für die digitale Malerei natürlich kaum zu empfehlen. Ich stelle mir vor, wie ich bei jeder Farbwahl den Fächer durchstöbern und dann im CMYK-Modus rumwursteln müsste. Oh weh, sage ich nur.

Ich warte sehnsüchtigst auf die Fortsetzung Deines Artikels. Die letze Meile oder wie das Ganze in der Praxis funktioniert. Könntest Du dabei auch auf die Folgenden Fragen eingehen?
- Welche Rolle spielt die Grafikkarte im CM. Oftmals bringen diese ja eigene Farbverwaltungen mit, ebenso lassen sich Farbprofile einstellen.
- TFTs - weil ich seit Jahren nur auf dem Laptop arbeite. Ist hier etwas besonderes zu beachten?

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der_On
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Beitrag von der_On » 21. Jun 2006, 23:36

Da hab ich doch mal ne Frage.

Hab einen Stinknormalen CRT und möchte gern so viel wie möglich Farbechtheit und vorallem Kontrastechtheit aus ihm rausholen. Nun hab ich ihn, nach dem Lesen von Art's Post, auf 6500 K gestellt und alles ist ein wenig ins gelblich braune gerutsch. Bei der Farbverwaltung hab ich nen AdobeRGB Profil eingeschalten... hat nix verändert. In Photoshop hab ich nun auch AdobeRGB an, naja, alles schön und gut, aber ich weiss immer noch nicht ob das nicht eher falsch war. Gibt's nicht irgenteine Software mit der man sich den Bildschirm wenigsten ein wenig kalibrieren kann?

Ich schraube übrigens die Bildschirmhelligkeit meist auf 30 runter, da mir der krasse Kontrast und die Helligkeit total auf die Augen gehen, vorallem bei Dunkelheit im Zimmer. Bei Tageslicht schraub ich dann wieder auf 50 hoch.

Stehe nun also im Wald und seh ihn vor lauter Bäumen nicht.

Wenn ich Sachen in den Druck gebe (Digitaldruck) hau ich immer alle Farbprofile raus, da die Druckgeräte eh kalibriert sind und da ein zusätzliches Profil in der Datei nur Schaden anrichtet. Bei Offset-Druck verhält es sich da ja ähnlich. Der Drucker bestimmt nachträglich das Profil.

Naja, whatever.

Gruß

der-On

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OrcOYoyo
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Beitrag von OrcOYoyo » 22. Jun 2006, 16:42

Bin schon sehr auf den praktischen Teil gespannt art :)
Vielleicht schaffe ich es endlich meinen pc zu kalibrieren und daß beim Drucker halbwegs dasselbe rauskommt.
Denn die Handhabung des Ganzen ist ja doch etwas Benutzerfeindlich.

artvandeley
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Beitrag von artvandeley » 23. Jun 2006, 07:01

Ja, ich bitte um noch ein wenig Geduld bis morgen. Ich arbeite zu viel, schlafe zu wenig und hab überhaupt ganz schlechte Laune :wink:

Alex, Danke für´s Einspringen. 6500 k würde ich auch schon deswegen empfehlen, da das bei wechselnden Lichtverhältnissen der beste Kompromiss ist. Ich meine, ich geh mal davon aus, das hier keiner in einer fensterlosen Zelle mit 5500k-Proofröhren lebt.
Aber auch sonst kann ich nur unterschreiben, was Du zusammenfasst.

Was das Kalibrieren angeht, so ist natürlich die Hardware-Profilierung vorzuziehen. Ich habe ein Eyeone2 übrig, dass ich hier gerne kostenlos zur Verfügung stelle. Wir müssten dann hier nur sowas wie ne kleine Liste einrichten, wer das Teil dann zu wem weiterschickt.

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Beitrag von der_On » 23. Jun 2006, 08:55

@Alex: Danke! Hab es gestern mal durchexerziert und nun hab ich zumindest die Sicherheit, dass mein Bildschirm in der aktuellen Einstellung alles von Schwarz bis Weiss ohne Abbrüche darstellt.

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Beitrag von Hexodus » 23. Jun 2006, 15:49

Art, das wäre natürlich der Hammer, wenn Du uns das Gerät zur Verfügung stellen könntest *sich meld*

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Beitrag von nini » 24. Jun 2006, 08:14

Da ich keine Ahnung von Colormanagement habe, druckt der Farblaser in meiner Arbeit nie die Farben aus welche ich am Bildschirm sehe. Mitlerweile hab ich mir eine kleine Farbtabelle zurechtgelegt, die auch beim Ausdruck gut aussehen.

Was mich aber wirklich zum verzeifeln bringt ist folgendes.
Ich erstelle ne Grafik im CMYK Farbraum in Photoshop 7.
Speichere das ab und importiere die Grafik in Corel Draw 11 (hab ich schon mit mehreren Formaten ausprobiert).
Die Farben haben sich ja nicht verändert.
Druck ich jedoch einmal aus Photoshop aus, erschein ein blau eher grünlich
und aus Corel Draw ausgedruckt ist die gleiche Farbe dann lila.

Ich kann nicht mal sagen, welcher Ausdruck richtiger ist.

Aus diesem Grund verfolge ich euere Beitrage mit sehr großem Interesse
und hoffe das Ihr mir weiterhelfen könnt.

artvandeley
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Beitrag von artvandeley » 24. Jun 2006, 23:07

Hehe, Danke Alex. Muss ich ja gar nichts mehr schreiben.
Auch auf die Gefahr das zu wiederholen spul ich´s aber trotzdem nochmal ab.

nini, das mit dem Drucken ist so ne eigene Sache. Druckt ihr mit dem Laserdrucker über einen Rip? Also eine Software, die die Datei extra inclusive ICC-Profil für den Drucker übersetzt?
Normalerweise ist es nämlich schon so, das "normale" Drucker, und dazu zählen mittlerweile nicht nur die Tintenpisser sonder auch die Laser, mit RGB besser klar kommen und auf dieses Format aus den vorgenannten Gründen hier geeicht sind. Schick ich meinem Canon-Tintenstrahler CMYK Daten bedankt er sich mit einem knatschigen Grünstich.
Farbmanagement bei Corel existierte vor einer Weile überhaupt nicht, auf einem Seminar wurde grade Corel Draw als Beispiel angegeben , wie man´s nicht machen sollte.
Auch müsstest Du mal schauen ob im Druckdialog von Photoshop bereits das Profil eingebunden wurde, vielleicht macht ihr das auch über den Druckertreiber, vielleicht übernimmt das das RIP, müsstest Du mir mal sagen. Hast Du keine Druckerprofil ( die mitgelieferten funktionieren nur mit Originalpapier und -tinte und auch dann so lálá) dann kannst Du Dir unter http://www.icc-profilservice.de/ für 25 ßre eins erstellen lassen. Dann aber nicht mehr Farbe und Papierart ändern. Grundsätzlich versuch eher in RGB zu arbeiten und zu drucken und erst am Schluss in CMYK umzuwandeln. Geht das im Workflow nicht, lass Dir direkt ein CMYK-Profil für den Drucker erstellen.
Aber gut, weiter geht´s ....

Zunächst sei mal betont, dass eure erste und wichtigste Möglichkeit eine Datei visuell zu beurteilen euer Monitor ist. Selbst ein einfaches softwareunterstütztes Kalibrieren und Profilieren ist besser als nichts. Wenn ihr am Bildschirm arbeitet ist die korrekte Farbwiedergabe soz. das A und O. Alle weiteren Schritte bis zum Druck ergeben sich aus euren dort dargestellten Daten. Bevor ihr also irgendetwas anderes tut: Profiliert eure Monitore! Kalibration und Profilierung des Monitors sind 2 versch.Sachen: Die Kalibration ist ein Grundeinstellung des Monitors, also Helligkeit, Kontraste, RGB-Kanäle. Die Profilierung beschreibt dann mittles eines ICCs die Farbwiedergabe des Geräts. Gute Messgeräte führen idealerweise beides aus inclusive der Kanäle, zumindest bei Röhren. LCDs mit anwählbaren RGB-Kanälen sind seltener , schaut doch mal nach, ob ihr diese Option im OSD-Menü eures Monitors anwählbar habt.
Der Witz ist, dass man dann in der Kalibrierung die Kanäle so einstellen kann, dass sie den gewünschten Weisspunkt treffen. So muss durch ein Profil nicht die Grafikkarte Farbinformationen wegschneiden sondern arbeitet innerhalb der möglichen Bandbreite des Monitors. Mehr Farben, Mehr Brillianz, mehr...naja, mehr eben..

Was ihr tun müsst: (MIT Kalibrator)
-Monitor reinigen
-Monitor mind.20 Minuten warmlaufen lassen
-Adobe gamma usw entfernen oder deaktivieren
-Expertenmodus der Software verwenden ( und ihr seid ja Experten :-) )
Helligkeit könnt ihr bis 150 candela festlegen, max. wird 170 cd für Bildbearbeitung empfohlen.
Bei der gewünschten Farbtemperatur ist als Kompromiss 6500 Kelvin zu wählen, ausserdem Gamma 2.2.
(Gamma 1.8 ist ein alter Zopf , der auf der Kennung alter Rasterpunktzuwächse bei Druckmaschinen beruhte. Mittlerweile rechnen sich die Teile das selber zurecht.)

Eigentlich solltet ihr alle 2 Monate profilieren, ich hab aber auf meinem LCD-Momitor noch keinen Unterschied zu meinen 12 Monate alten Profilen erkennen können. Röhren sollten allerdings öfter mal eingestellt werden.

Habt ihr keinen eigenen Kalibrator kauft euch einen ( diese Billigserien um 99.-Euro kann ich softwareseitig allerdings nicht empfehlen /Spyder2 und Eyone3 sind gut)), oder leiht euch einen von mir, habe noch einen übrig. Schickt mir einfach ´ne mail bzw. wir machen ´ne Liste. Hexodus fängt an usw.


Zur Not ( OHNE Kalibrator)
tuts auch die visuelle Profilierung z.B. über Adobe Gamma(bei Mac über " Monitore">"Farben">"kalibrieren") Lasst Euch dabei am Besten viel Zeit, sorgfältig ausgeführt ist das Ergebnis gar nicht mal so schlecht. Lichtquellen angenehm abdimmen. Am Besten indirektes Tageslicht und für abends (seufz..abends abeiten) eine Echtlichtröhre ( Trulite). Monitor gut aufwärmen. Die Helligkeit eures TFT solltet ihr runterdimmen auf pi x Daumen die Hälfte bis 2/3. Dann " leuchtet" alles nicht mehr ganz so toll, aber ist nicht zu verhindern. Die meisten Hersteller protzen mit der "Leuchtkraft" und Helligkeit ihrer Monitore, profilfähig sind Monitore aber nur bis max. 170 cd und das ist relativ wenig, wenn ihr so einen Monitor neben einen ausm Kaufhaus stellt. Falls ihr ab und zu gerne daddelt, müsstet ihr dazu die Helligkeit wieder hochstellen, aber bitte merken wie die Einstellung vorher war. Gammawert ist ( mittlerweile auch für Mac ) 2.2, bei einer Farbtemperatur von 6500 Kelvin.
Ist in jedem Fall näher an der Wahrheit als gar keine Einstellung.

Die damit erstellten Profile bindet Photoshop automatisch mit in seine Berechnungen ein, sobald ihr also in einem Farbraum (z.B. sRGB) arbeitet, zeigt euch Photoshop, wie die Datei innerhalb der Grenzen eures Monitors aussieht.



Praktisches Arbeiten mit Profilen in Photoshop

Grundsätzlich sei gesagt: in Photoshop ist es nicht möglich ohne CM zu arbeiten. ßberrascht? Ist kein Monitorprofil vorhanden, verwendet PS stattdessen ein internes RGB Profil, um zumindest ein weiteres Zusammenspiel von Quell oder Eingabeprofilen zu gewährleisten. Abschalten von CM bringt euch deswegen keineswegs die Farben wie sie sind, sondern nur noch mehr Gewusel weil ihr keine Ahnung habt, wie und für was der Compi vor Euch sich entschieden hat. Ist bei einer Fremddatei kein Bildprofil vorhanden, wandelt ihr bzw. Photoshop es in euren voreingestellten Arbeitsfarbraum. Immerhin habt ihr dann etwas Verbindliches auf eurem kal. Monitor.
Grundsätzlich sollte die Umwandlung eines RGB Bildes in CMYK erst nach Fertigstellung eurer Illu erfolgen, wenn ihr das spätere Druckverfahren kennt., bzw eure Meisterwerke posten möchtet. Der Plan ist also ein möglichst breite Palette von Farben einzusetzen, die später für verschiedene Aufgaben dann verkleinert wird.

So geht ihr vor:
Farbeinstellungen für PS (Unter Edit > Colorsettings bei CS2)

Bild

1) Erweiterten Modus für weitere Optionen aktivieren (More Options)
2 ) Standardfarbräume einstellen
3) Farbmanagementrichtlinien einstellen
4 ) Konvertierungsoptionen festlegen

also im Grunde so einstellen wie auf dem Bild. Ich habe bei "Color Management Policies" bzw."Farbmanagementrichtlinien" die oberen 3 extra nicht gecheckt ( "preserve embedded profiles", "eingebettete Profile behalten"), da ich es immer sehr lästig finde dauernd eine Meldung über Wahlmöglichkeiten zu bekommen, wenn ich eine Datei z. B. aus dem Internet importiere. So lasse ich alles erstmal in dem gegebenen Farbraum und konvertiere später wenn nötig um. So geht ihr am Besten mit allen Fremdbildernum. Nur wenn sie kein eingebettetes Profil besitzen, würde ich direkt zum Bearbeiten in Adobe RGB konvertieren.

Aber der Reihe nach: Ihr öffnet ein neues Bild und malt ein Superdupermeisterwerk in eurem Standardfarbraum, ab jetzt Adobe RGB. Das ist alles farbverbindlich, da ihr ja euren Moni profiliert habt. Jetzt geht´s´ans posten, andere sollen Euch schliesslich dafür mit praise überschütten: Also als Kopie sichern, Grösse ändern, und dann wird konvertiert. Hier habt ihr die Wahl zwischen Einbetten von Profilen und Konvertieren in Profile. Das Einbetten ist eine Art Zettel, der an der Datei dranhängt sie aber sonst nicht verändert. Das Konvertieren graviert die Farbinformation in die Pixel hinein, ist also sicherer, zerstört aber auch die Ursprungsdatei. Zu empfehlen auf jeden Fall für die externe Dateiweitergabe, also auch www-posten.

Unter Bild> Modus>wählt ihr > in Profil konvertieren aus. Fürs posten im Internet nehmt ihr das sRGBProfil und wählt den perzeptiven Renderingintent ( manchmal auch fotografischer intent genannt ). Auch hier gibt es genauso die Meinung den relativ farbmetrischen Intent zu verwenden. Probiert´s halt aus, ich nehm weiter den perzeptiven. ßber Vorschau-Check könnt ihr sehen, dass sich dann das Bild in beiden Fällen scheinbar nur unwesentlich verändern würde. Kann man alles übrigens auch wunderbar in eine kleine Aktion einbinden, wobei bei den CS-Versionen( ich glaub, das war erst ab CS) die Automatisierenfunktion unter Flie>Automate>FitImage ganz praktisch ist, weil ihr da die max. Pixelbreite und -höhe festlegen könnt. Alles auf einen key und los geht´s.
Dieses Bild ist nach der Konvertierung unwiederbringlich verkleinert und damit auch verschlechtert worden, also tut mir den Gefallen und bewahrt das Original aus eurem Standardfarbraum auf. Bilder in sRGB mögen auf unseren Monis noch ganz gut aussehen, aber gedruckt würde es meist nur noch für eine flaue Pampe reichen.

Das konvertierte Bild wandelt ihr nun in bekannter Weise mittels < für web speichern um. Achtet aber auf den Check " ICC Profil einbetten". Etwas missverständlich, in Wirklichkeit ist das Profil ja sogar reinkonvertiert, sollte also eigentlich nicht nur eingebettet sein. Ist aber richtig so, gemeint ist, dass überhaupt das ICC-Profil mitbeschrieben wird. Also immer schön Häckchen dran :)
Jetzt posten und voila: Ein anderer User mit kalibrierten Moni sieht das Bild genauso wie Du zu Hause. Nett, oder?

Fehlt noch ein Wort über Painter. Kommt noch (: Für Fragen stehen Alex und ich in den Startlöchern.

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Beitrag von Herrmann » 25. Jun 2006, 00:24

Danke Art und Alex. Ich glaube jetzt habe ich es verstanden :D

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Beitrag von OrcOYoyo » 26. Jun 2006, 18:45

Jo vielen Dank für die Postings.
Ich schau mal ob man sich hier irgendwo so ein eyeone Teil ausleihen kann.

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Beitrag von artvandeley » 29. Jun 2006, 11:01

Hexodus, Orcoyoyo, ich schick Euch das Teil sobald ich wieder zu Hause bin.
Allerdings erst in 2 Wochen ..öhem. Ich mail Euch vorher an.

Ich arbeite übrigens hier momentan selber an einem profilierten Laptop, geht wunderbar. Dadurch, dass ich an dem die Kanäle aber nicht einzeln ausrichten kann, muss die Grafikarte über das Profil dann einen Teil des nativen Spektrums abschneiden um auf den Weisspunkt von 6500K zu kommen. Die Farben leuchten gegenüber meinem TFT zu Hause also in den gesättigten Werten weniger, sind aber akurat.
Viel störender ist bei Laptop-TFTs eher der extremere Colorshift. Aber an den seit ihr ja eh gewöhnt..haha.

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Beitrag von Hexodus » 29. Jun 2006, 17:13

Hört sich super an. Bin schon gespannt, wie sich die Kalibrierung auswirkt. Bestimmt werde ich meine Bilder mit ganz anderen Augen sehen *grusel*
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Beitrag von der_On » 29. Jun 2006, 23:34

Yeah! Ich krieg von einem Freund eine Kalibrierungsspinne geliehen. Endlich keine Matsche mehr. Danke Art und Alex! Ich bin jetzt 100% schlauer.

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Beitrag von OrcOYoyo » 30. Jun 2006, 11:37

Super, danke art.
Bei meiner Nvidia Graphikkarte kann man alle Kanäle einzeln regeln.
Da habe ich bis jetzt auch rumgepfuscht um diesen Blaustich wegzubekommen.
Was soll denn nun colorshift wieder sein?

@Hexodus. ja auf die Farbüberraschung "freu" ich mich auch schon :D

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Beitrag von Taros » 21. Jul 2006, 08:01

NACHTRAG: Wenn sich jemand etwas zu sRGB belesen will, habe ich hier einen interessanten Beitrag von NEC gefunden: Klick mich...

Auf jeden Fall bereichernd.
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Beitrag von Taros » 21. Jul 2006, 08:29

Ich habe ein für mich sehr verwirrendes Problem.
Grundsätzlich: Mein Eizo S2100 unterstützt ein 10-Bit LUT und auch sRGB. Soweit so gut.

Wenn ich in Photoshop auf AdobeRGB umschalte habe ich einen kleineren Farbraum als wenn ich auf sRGB umschalte. Wie soll ich das verstehen, ich komme hier ganz durcheinander?!

Ich komme darauf, da ich bei AdobeRGB auf meinem Monitor eine Treppenbildung sehe, wenn ich Verläufe erstelle. Mache ich das unter sRGB, sind diese alle weg und der Verlauf hat einen fliessenden und gleichmä??igen Verlauf. Interessant dabei ist folgendes: Wenn ich unter sRGB ranzoome, werden alle Farben einzeln dargestellt, ich kann mit dem Colorpicker durchgehen und das Programm schaltet brav die Werte um. Die einzelnen Farben kann ich mit meinem Auge erkennen!
Stelle ich wieder auf AdobeRGB um, dann schluckt mir Shoppe teilweise die Farben und stellt sie mit meinem Monitor nicht alle dar.

Nun bin ich ganz verwirrt, weil doch AdobeRGB einen etwas grö??eren Farbraum darstellen soll.
Daniel war die Tage bei mir und hat dieses Phenomen auch beobachtet. Er fand, wie ich, das alles in sRGB auf meinem Monitor viel gleichmä??iger und ergonomischer aussah.

Hat jemand dafür eine Erklärung?

Soll ich nun AdobeRGB fahren und die Treppenbildung akzeptieren oder lieber sRGB?
Windows läuft bei mir mit einem ICC-Profil, das Eizo meinem Monitor beigelegt hat.

Ich erstelle Druckvorlagen und bin froh, wenn ich alles möglichst genau sehen kann.

Mein Latein ist am Ende... :(
Chris
Zuletzt geändert von Taros am 6. Mär 2007, 20:36, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von Herrmann » 21. Jul 2006, 10:04

Ich bin nicht sicher, was ich von dem Artikel halten soll, aber vielleicht hängt die Stufenbildung bei AdobeRGB ja hiermit zusammen:

Klick mich

Besonders interessant dürfte der Teil INFLUENCE ON BIT DEPTH DISTRIBUTION und die nachfolgenden sein. Wenn ich es richtig verstehe, liegen die Farben bei sRGB dichter zusammen, weil der Farbraum kleiner ist. Bei AdobeRGB werden sie weiter auseinandergezogen um auf den größeren Umfang zu kommen.

Nur: Heißt das nicht, dass AdobeRGB gar nicht eine größere Anzahl von Farben hat, sondern die Farben nur weiter verteilt, wärend sRGB die gleiche Anzahl näher beisammen hält? Bisher dachte ich, AdobeRGB hätte tatsächlich mehr Farben! Ich bin verwirrt.

[edit] Ah, ich hab noch einen Artikel gefunden, der es explizit formuliert. AdobeRGB hat nicht mehr Farben, es streckt sie nur auf einen größeren Raum, was zu größeren Abständen zwischen den Farben führt. Diese kann man nur ausgleichen, wenn man von 8bit auf 16bit wechselt. Dann hat man aber auf jeden Fall genug Farben um auch in AdobeRGB keine Treppen mehr zu finden:

Klcik mich

@Taros: Hast Du mal getestet, was passiert, wenn du Deinen Verlauf in 16bit anlegst im AdobeRGB-Raum?

Ist folgendes richtig? Die Bit-Tiefe bestimmt die Anzahl der Farben. Der Farbraum bestimmt welcher Teil des Spektrums maximal dargestellt werden kann.

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Beitrag von Taros » 21. Jul 2006, 10:41

Herrmann: Danke für Deine Atwort. Das wird ja richtig spannend hier!

Was meinst Du mit 16 Bit? 16 System-Farbtiefe[Windows] oder 16 Bit unter Photoshop?
Ich habe noch die 8er und die unterstützt keine 16-Bit.

Stay creative
Chris
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Beitrag von Herrmann » 21. Jul 2006, 10:52

Bild

Ich meine die Farbtiefe des Bildes, die man in Photoshop bestimmen kann. Dieses Menu habe ich in Photoshop CS. CS und 8 sind doch dasselbe oder?

artvandeley
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Beitrag von artvandeley » 21. Jul 2006, 10:55

Ich denk auch dass es eher daran liegt, und wie der Eizo mit der unterschiedlichen Gammutauslegung zurechtkommt. Offensichtlich unterscheidet sicher aber die Umrechnung bei meinem Monitor, sRGB oder AdobeRGB sehen absolut gleich aus.
Ich denke mal das hat viel damit zu tun, dass der Eizo als ein Top-Allrounder auf den sRGB Bereich optimiert ist ( bzw das dies das voreingestellte preset ist) und mit der internen LUT- Umrechung dieses Monitors zu tun hat und warum auch nicht: die allermeisten Bildschirme erreichen noch nichtmal diesen Farbraum.
Ich vermute ganz stark, dass Dein interner LUT-Prozessor ungeachtet der Tatsache, dass Dein Monitor gar nicht den ganzen Farbraum darstellen kann den Gammutbereich extrem erweitert. Dieser entspricht natürlich eigentlich viel eher sRGB als AdobeRGB. Also sozusagen die einfache Variante einer LUT-Umrechnung.
Bei Proofmonitoren wie meinem wir z.B. über ein zusätzliches USB-Kabel die Grafikarte über Veränderungen des Farbgammuts informiert und so die Abstufungen optimiert. Ich habe also immer das Optimum an verfügbaren Abstufungen. ( Aber, hey...war ja auch doppelt so teuer...)
Je nach Druckvorlage, die Du erstellen willst wird sRGB zwaroft knapp . Andererseits betrifft dies wahrscheinlich nur 1a-Offset-Hochglanzdruck (weshalb die Fotografen die ich kenne mit AdobeRGB arbeiten), alle anderen Druckarten kämen meist auch mit sRGB zurecht.

Also Taros, Du kannst mMn auch bei sRGB bleiben, solange es sich um normale Drucksachen handelt.
Ausprobieren könntest Du noch, ob ein Umschalten Deiner Hardware-Presets/ Monitorpresets auf "Druck" bzw auf einen Gammut von 1.8 und dem ECI-Profil eine Verbesserung bringt. Ausserdem müsstest Du mal schauen, auf welchen Gammut und Farbtemperatur das mitgelieferte Monitorprofil optimiert ist.
Ansonsten kannst Du mit diesem Monitor cool bleiben. Nur noch profilieren, dann hastes.
Ein klasse Teil.

Ich bleib vor allen Dingen auch deswegen bei AdobeRGB, weil dieser Farbraum aus welchen Gründen auch immer der unkomplizierteste zu sein scheint, wenn ich zwischen Programmen switche. Ausserdem arbeiten sehr viele grosse Zeitschriftenhäuser damit. Die wollen meist noch nichtmal CMYK-Dateien haben.

herrmann , ich habe von anderer Stelle gehört dass dieser Huey-Kalibrator absolut Spitze sein soll. Und das für 100 Euro. Wow. Musst mir unbedingt Bescheid sagen, wenn Du den hast.

Achso, der Artikel über sRGB ist wohl etwas älter. Von wegen LCDs , die CRTs nicht das Wasser reichen können. Hier mal zum Vergleich der Farbraum meines alten Formac-LCD zu dem sRGB-Farbraum.Soweit hatte der Artikel wohl recht...öhem.
Aussen sRGB, inner Farbprofil meines alten Monitors.

Bild

Und diesen Farbraum stellt mein Quato 21 Proof dar. Geht auch klar über sRGB hinaus.

Bild

Ich hoffe, ich konnte etwas helfen.
Lieben Gruß
art

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