Big_O und die Bücher...

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Big_O
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Big_O und die Bücher...

Beitrag von Big_O » 22. Jun 2006, 09:49

Hallo zusammen,

wie bereits angedroht werde ich in diesem Thread nach und nach versuchen, eine annähernd komplette Liste der gängigsten Bücher zum Thema Zeichnen, Malen, Anatomie und Kunsttheorie zu erstellen.

Ich werde jeden Buchtitel mit Amazon verlinken, nicht, um für Amazon Werbung zu machen, (Amazon ist toll!!! Amazon ist toll!!!) sondern, damit Ihr zum Titel auch ein Cover und ggf. Preis und Nutzerkritiken einsehen könnt. (Abgesehen davon ist Amazon toll!!!).

Los gehts:

Literatur....

Kapitel 1: Anatomie

01. Gottfried Bammes: "Die Gestalt des Menschen"
02. Stephen Rogers Peck: "Atlas of Human Anatomy for the Artist"
03. David K. Rubins: "Anatomie für Künstler"
04. Burne Hogarth: "Drawing dynamic figures"
05. Robert Beverly Hale and Terence Coyle: "Albinus on Anatomy"
06. Jack Hamm: "Drawing the Head and the Figure"
07. Andrew Loomis: "Das figürliche Zeichnen"
08. George B. Bridgman: Bridgman's complete Guide to drawing from Life
09. Edmond J. Farris: "Art student's Anatomy"
10. Fritz Schider: "An Atlas of Anatomy for Artists"
11. Sarah und Srab Simblet: "Anatomy for the artist"
12. Christopher Heart: "Anatomie zeichnen leichtgemacht"
13. Louise Gordon: "Figuren zeichnen"
14. Dr. Paul Richer: "Artistic Anatomy"
15. Andras Szunyoghy, György Feher Könemann: "Anatomische Zeichenschule"
16. Giovanni Civardi: "Drawing Human Anatomy"
17. Blandine Calais-Germain: "Anatomy of Movement"
18. Robert Beverly Hale: Anatomy Lessons from the great masters

Kapitel 2: Akt-, Portrait- und Figurenzeichnen

01. Ted Seth Jacobs: "Drawing with an open mind"
02. Anthony Ryder: "The Artist's complete Guide to Figure Drawing"
03. Roy Tiner: "Figure Drawing without a model"
04. Giovanni Civardi: "Drawing the Male/Female Nude"
05. Gottfried Bammes "Studien zur Gestalt des Menschen"
06. Andrea Keller: "Künstlerisches Aktzeichnen"
07. Valerie Wiffen: "Menschen skizzieren"
08. Glen Fabry: "Muscles in Motion"
09. Glenn Fabry: "Anatomie für Fantasy-Zeichner"
10. Wendon Blake: "Aktzeichnen"
11. Wendon Blake: "Portraitzeichnen"
12. Georg Kleber: "Intensivkurs Aktzeichnen"
13. Roberta Carter Clark: "How to Paint living Portraits"


Kapitel 3: Perspektive

01. Phil Metzger: "Perspektive leichtgemacht"
02. Henk Rotgans: "Räumliches Zeichnen"
03. G. A. Storey: "Theory and Practice of Perspective"
04. David Chelsea: "Perspective for Comic Book Artists"

Kapitel 4: Tiere zeichnen

01. Jack Hamm: "How to draw animals"
02. Gottfried Bammes: "Große Tieranatomie"
03. Ken Hultgren: "The Art of Animal Drawing: Construction, Action Analysis, Caricature"

Kapitel 5: Comics

01. Scott McCloud: "Understanding Comics"
02. Scott McCloud: "Reinventing Comics"
03. Stan Lee: "How to draw Comics the Marvel Way"
04. Will Eisner: "Comics & Sequential Art: Principles & Practice of the World's Most Popular Art Form!"
05. Will Eisner: "Graphic Storytelling and Visual Narrative"
06. Klaus Janson: "The DC Comic guide to penciling Comics"
07. Klaus Janson: "The DC Comic Guide to inking Comics"
08. Steve Rude: "The Complete Art of Comic book Inking"
09. Christopher Hart: "Schurken und Cybergirls"


Kapitel 6: Landschaft und Textur

01. J.D. Hillberry: "Drawing realistic textures in Pencil"
02. Jack Hamm: "Drawing Scenery: Landscapes and Seascapes"
03. Karl-Heinz Morscheck: "Ratgeber Malerei - Oberflächen und Strukturen"

Kapitel 7: Design und Konzept

01. Gregor Krisztian und Nesrin Schlempp-ßlker: "Ideen visualisieren. Scribble - Layout - Storyboard"
02. Mario Pricken: "Kribbeln im Kopf"
03. Sabine Hamann: "Logodesign"

Kapitel 8: Sonstige

01. Harold Speed: "The Practice and Science of Drawing"
02. Harold Speed: "Oil Painting Techniques ans Materials"
03. Robert McKee: "Story"


ANATOMIE

01. Gottfried Bammes: "Die Gestalt des Menschen"

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Gern empfohlen an den FH's als DAS anatomische Lehrbuch schlechthin. Dicker Wälzer, reich bebildert mit vielen Fotos, Grafiken und Beispielzeichnungen. Bammes hat den großen Vorteil explizit auf die Mechanik des Körpers einzugehen und die Wechselbeziehungen zwischen den Einzelteilen ausführlich darzustellen.

Mir persönlich sagt seine Sprache nicht besonders zu, Bammes bemüht sich sichtlich um einen "gebildeten" Ausdruck, der aber oft genug in simples Schwadronieren ausartet. Aber um objektiv zu bleiben sei an dieser Stelle nochmal Daniel erwähnt, der richtig bemerkte, dass man sich nicht von der Sprache des Bammes abschrecken lassen sollte. Wer sich in den Bammes richtig reinarbeitet bekommt nahezu die volle Packung an antomischem Wissen, aber der Preis ist hoch...

Insgesamt richtet sich das Buch eher an etwas erfahrenere Leser, die bereits die ein oder andere Aktzeichnung erstellt haben und nicht komplett verwirrt vor der angebotenen Fülle an Informationen zurückschrecken.



02. Stephen Rogers Peck: "Atlas of Human Anatomy for the Artist"

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Ich nenne den Peck gerne den "kleinen Bammes" weil das Buch klein genug ist, um auch mal unterwegs in der Tasche mit dabei zu sein. Das Buch erweist sich als solide Anatomie, die an sich keine Fragen offen lässt. Neben hervorragenden plastischen Zeichnungen, die allesamt sehr medizinisch daherkommen, gibt es zu jedem Abschnitt auch etliche lose Skizzen, mit denen Peck Details und Mechanismen veranschaulichen will, eine detailierte Erklärung derselben aber nicht anbietet, was den Wert der Scribbles über den rein optischen Genuß ein wenig einschränkt.

Neben dem rein anatomischen Teil geht das Buch gegen Ende mit einer Reihe von Fotografien auch noch auf Dinge wie Mimik, Physiognomie und Oberflächenanatomie ein. Allerdings ist dieser Teil ein wenig mit Vorsicht zu genießen was die anthropologischen Ansätze angeht. Das gilt übrigens für viele Anatomiebücher, die wie der Peck, zwischen Anfang des Jahrhunderts bis Anfang der 60er Jahre erschienen sind.



03. David K. Rubins: "Anatomie für Künstler"

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Eines meiner Lieblingsanatomiebücher, weil es ohne große Umschweife zur Sache kommt. Das Buch wird von vielen Grafikern und Malern sehr geschätzt, weil es auf nur 94 Seiten sehr anschaulich die Skelett und Muskelanatomie veranschaulicht. Die Zeichnungen sind ansprechend und ausgesprochen übersichtlich immer in der vorder, Seiten und Rückenansicht auf einer Doppelseite angeordnet. Daneben gibt es kleinere Abbildungen, die etwa die Beugung des Rumpfes oder die Dehnbarkeit der Nackenmuskulatur genauer darstellen.

Insgesamt ein schönes Buch, allerdings eher als Nachschlagewerk, denn als wirkliche Verständnishilfe, denn abgesehen von der schönen ßbersichtlichkeit gibt es nur spröden Text. Der wirkt allerdings dadurch, dass er strikt von den Abbildungen getrennt ist, nicht sehr erhellend, es sei denn man blättert wild hin und her, um Abbildung und Text in Einklang zu bringen.



04. Burne Hogarth: "Drawing dynamic figures"

Jaja der alde Burne. Ich hab das Buch 1991 für stolze 10 DM mit dem grausigen deutschen Titel: "Figurenzeichnen leichtgemacht" erstanden und als erstes "How To" Buch sofort verschlungen. Mittlerweile muss ich meine anfängliche Begeisterung etwas relativieren. Der gute Gottfried (Terminator) Bammes, hat in oben beschriebenen Werk eine kleine Abhandlung zu Hogarth verfasst, die ich an dieser Stelle zitieren möchte (der Text sei auch allen ein Beispiel für die einzigartige Sprache vom Gottfried, die ich mittlerweile "Bammessche Worthülsenfrüchte" getauft habe):
Das Verdienst des Künstlers, der die Schule der visuellen Künste in New York City mitbegründete und seine dort berühmten Vorlesungsdemonstrationen der Anatomie und des Zeichnens bis zur Gegenwart hielt, liegt auf dem Gebiet der Illustration für Magazine, Zeitungskunst und Kunsterziehung. Er ist der Schöpfer der Tarzan Illustrationen. Im Gegensatz zu den herkömmliche Anatomien besonders in den USA gewinnt er seine Anschauung über Anatomie von den Positionen der Kunst. In der >>Dynamischen Anatomie<< stellt er die Lebendige Expressive Struktur der menschlichen Form dar. Es besteht kein Zweifel dass er für die Diagnose des Dualismus von Kunst und Wissenschaft gewonnen aus den Verhältnissen der westlichen Welt, den schärfsten und umfassensten Blick besitzt, wenn er feststellt "...." ......... Es besteht kein Zweifel das er im englischsprachigen Raum derjenige ist, der dem zeichnerisch Figürlichem Bauen einschließlich der Ordnung der Massen das Gewichtigste zu geben hat. Die Versuche zu Architektonischen Lösungen zu kommen, verdienen volle Aufmerksamkeit. .... während seine übrigen Firguren, furios bewegte Muskelmänner und Einzelgliedmasse von titanischer Gestalt bereits über die Sachlichkeit hinaus als Supermänner Anspruch auf ästhetische und Leit- und Idealbildlichkeit erheben. Man muss das Gewaltsame dieser ßberhöhungen, die enormen Ballungen von Weichteilformen, die Gleichwertigkeit ihrer Aufzählungen aufrichtig bedauern. Denn Hogarth drückt die Muskelmänner , nicht zuletzt infolge einer völlig unverständlichen Nichtbeachtung der Skelettkonstruktion, der plastischen Kerne und nicht der komplexen Anschauung, hinab in jede historische Zone in der der Muskelmann das Endziel und Programm der anatomischen Unterweisung und der ästhetischen Norm ist....
Danke an CG fürs Abtippen:)

Bammes hat natürlich Recht, wenn er an Burne Hogarth kritisiert, dass er die Knochen des Körpers völlig vernachlässigt und sich ausschließlich auf die Oberflächenanatomie beschränkt. Auch, dass Hogarths deformierte Muskelmänner kein wirkliches Abbild der Realität vermitteln ist sicher richtig.

Allerdings muss man das Buch meiner Meinnung nach in einem anderen Zusammenhang betrachten. Denn es ist keine Anatomie im eigentlichen Sinne (Hogarth's Anatomie heißt (dt.): "Anatomisches Zeichnen leichtgemacht" aber dazu später). Vielmehr schöpft Hogarth aus seinem immensen Erfahrungsschatz als Comiczeichner (er hat von Hal Foster in den 50'ern die Serie Tarzan übernommen) und versucht Beispiele zu geben, wie sich Figuren im Raum dynamisch platzieren lassen und wie man aus einem Kernsatz von Regeln eigene Figuren entwickeln kann.

In dieser Beziehung ist das Buch sicher ein großer Quell an Inspiration und viele Erkenntnisse von Burne Hogarth, etwa die Messung verdeckter Gliedmaßen, sind einprägsam und nützlich. Ich würde Burne Hogarths Buch daher nicht völlig verdammen, sondern es als das sehen, was es ist. Ein Ratgeber zum Erstellen von Comicfiguren.



05. Robert Beverly Hale and Terence Coyle: "Albinus on Anatomy"

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Ich schätze mal, so ziemlich jeder kennt den einen oder anderen Stich aus der Anatomie von Albinus. Das ist nicht verwunderlich, denn wegen Ihrer Schönheit und Korrektheit sind die in einer Unmenge anderer Anatomien abgebildet.

Umso erfreulicher, dass es die kompletten Tafeln in einem soliden Dover-Paperback gibt, herausgegeben vom Anatomie-Gott Robert Beverly Hale himself.

Albinus (1697-1770) war ein deutscher Anatom, zu seiner Zeit als einer der ersten und besten Fachleute auf dem Gebiet zusammen mit dem niederländischen Künstler Jan Wandelaar eine auf 80 Tafeln fußende Anatomie erstellt hat. Albinus besitzt im Gegensatz zu vielen anderen den Vorteil, dass seine Grafiken direkt nach dem Leben erstellt wurden (im Vorwort des Buches wird detailliert auf seine Arbeit eingegangen).

Die Edition von Dover ist schön groß, (größer als DINA4) und zeigt die Tafeln ganzseitig in hervorragender Qualität. Zu Beginn wird auf das gesamte menschliche Skelett und den Muskelaufbau eingegangen indem der Körper stehend jeweils in Vorder- Seiten- und Rückenansicht gezeigt wird und zwar vom reinen Knochengerüst, über die verschiedenen Muskellagen bis hin zur Haut.

Beachtlich dabei ist die Arbeit, die Wandalaar in die Gestaltung der an sich überflüssigen Hintergründe gesteckt hat, allein wegen dieser Verspieltheit ist das Buch schon eine Augenweide.

Nach der Ganzkörperansicht folgt ein großer Teil in dem jeder einzelne Körperabschnitt noch einmal einzeln betrachtet und durch weitere Abbildungen ergänzt wird.

Insgesamt das wohl schönste und historisch wertvollste Buch zum Thema, allerdings dadurch vielleicht eher ablenkend als rein sachlich.



06. Jack Hamm: "Drawing the Head and the Figure"

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Mit nur 9 Euro ein preiswerter Spaß und in meinen Augen ein echter Geheimtipp. Wer hier eine wissenschaftlich gehaltene Anatomie oder einen trockenen Lernkurs zum Figurenzeichnen erwartet wird enttäuscht sein. Jack Hamms Buch ist vielmehr eine illustre Ansammlung von Eselsbrücken und Kabinettsstücken zum Thema Kopf und Körper.

Dabei erweisen sich viele seiner Erklärungen als ungemein hilfreich und durch seine lockere Form macht das Buch immer wieder Spaß. Allerdings ist die Art der angebotenen Zeichnungen genau wie bei Loomis (später...) einem bestimmten Stil von Werbezeichnung verpflichtet weshalb viele mit dem Buch nicht zurecht kommen. Hamm bedient sich deshalb naturgemäß vieler Vereinfachungen die eher frei und naturalistisch orientierten Lesern vielleicht nicht zusagen.
Ich empfehle Hamm wegen des geringen Preises und der lockeren Art aber allen, die zusätzlich zu den dicken Lehrwerken auch ein paar kleine Hilfestellungen nicht ablehnen, auch wenn sie nicht allzu akademisch anmuten.



07. Andrew Loomis: "Das figürliche Zeichnen"

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Das Buch gibt es nicht mehr, wie man am Preis sieht. Es geisterte noch eine Weile als PDF-Version durchs Netz, und die Seite SaveLoomis hat es sich zu Aufgabe gemacht dieses und andere seiner Werke vor dem Vergessen zu bewahren.

Gottfried (BammBamm) Bammes lässt kein gutes Haar an Loomis und wirft ihm vor in seinem Buch über das figürliche Zeichnen einen generalisierten, idealisierten und völlig realitätsfremden Menschentypus zu propagieren. Ich zitier mal:
"Den Gipfel wissenschaftlich völlig unhaltbarer Sachinformation erreicht der Amerikaner Loomis mit seinem Buch <<Drawing for all it's worth>> (1946). Leider steht er mit seiner Auffassung vom Naturstudium nicht allein. [...] Typisch, daß Loomis verschiedene Proportionsstandards gibt: den abgerackerten Plebejer von nur 7 1/2 Kopflängen - der Mann aus dem Volk, vom Massendurchschnitt; über ihm der ideale Typ von 8 Kopflängen - der wohlsituierte Bürger, als Inkarnation der Vertreter der Elite in Gestalt von 8 1/2 Kopflängen mit Bärtchen und Shagpfeife; und schließlich der Heros zu 9 Kopflängen mit winzigem Hirn, mächtigem Stiernacken, Sandalen, Feigenblatt und Diskus, der Betörer und Superman der Magazine. Im Grunde sollen die Formeln des Skelettes und der Muskulatur - unhaltbar auch als Versuch didaktischer Vereinfachung - dazu dienen, bequem und schnell Figuren aller Art machen zu können;"
Aber Herr Bammes, genau das wollen die jungen Leute doch :))

Ganz falsch ist die Kritik sicher nicht, ich erspare Euch aber den Fortgang des Gezeteres.

Fakt ist, Loomis bietet einfache Formeln ohne wissenschaftlichen Anspruch. Aber auch hier gilt wieder die Beachtung der Verhältnismäßigkeit und man sollte durchaus bedenken, dass Loomis das Buch aus seiner persönlichen Illustrator-Erfahrung heraus konzipiert hat. Als solches ist es durchaus wertvoll.

Genau wie schon bei Jack Hamm, muss man auch hier berücksichtigen, dass Loomis einen speziellen Zeichenstil pflegt. wer mit idealisierten Mannequins und Mannsbildern aus den Vierzigern nichts anfangen kann, wird sich auch bei Loomis nicht wohlfühlen.

Dennoch sind gerade seine Betrachtungen zur Perspektive und zur Anordnung von Figuren im Raum mit Hilfe von Fluchtpunkt und Geometrie ausgeprochen hilfreich.

Loomis is gerade wegen seiner Eingängigkeit ein Klassiker und ich kann jedem empfehlen sich mal auf die Suche nach dem PDF zu machen....



08. George B. Bridgman: Bridgman's complete Guide to drawing from Life

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Kommen wir nun also zum guten alten Bridgman. Vielgelobt und hochgepriesen ist er einer der wohl besonders im englischsprachigen Raum am meisten empfohelene Autor rund ums Zeichnen. Anstelle des Komplettbandes im Link, gibt es sein Werk auch in kleinen handlichen Einzelbändchen, nämlich:

The book of a hundred Hands

Constructive Anatomie

Bridgman's Life drawing

Drawing the draped figure

Heads, Features and Faces

Drawing the female Form

The Human Machine

In Anbetracht der Tatsache, dass die Einzelbände zwar billig sind, zusammen aber mehr kosten als der Gesamtband, würde ich jedem nahelegen die 17 Euro zu investieren.

Bridgman ist das für die akademischen Zeichner, was Burne Hogarth für das Comicgenre sein will. Er beleuchtet wie anhand der Buchtitel zu sehen, eigentlich alles, was es zum Thema Figurenzeichnen zu beachten gilt. Anfangs gewöhnungsbedürftig sind seine Zeichnungen, mit denen er die Sachverhalte illustriert.

Bridgman setzt eine gewisse Erfahrung voraus, da er ohne Umschweife zu den Fakten kommt und es könnte passieren, dass Neueinsteiger etwas perplex vor den teilweise seltsam anmutendenden Gebilden stehen, die sich erst bei genauerer Betrachtung als ausgesprochen präzise Darstellungen anatomischer Zusammengänge entpuppen.

Dieser Umstand ist wohl der Tatsache zu verdanken, dass der gute Brigdman schon ein etwas älteres Semester ist (1865 - 1943) und daher sein Zeichenstil den heutigen Sehgewohnheiten entgegensteht. Schaut man allerdings genauer hin, entdeckt man unglaublich viel in den eleganten Linien seiner Figuren, die in ihrer Lebhaftigkeit und Einzigartigkeit unter allen anderen Büchern zum Thema herausstechen.

Bridgman versteht es zudem, in knappen Sätzen ein Höchstmaß an Wissen zu verpacken. Allerdings setzt die Arbeit mit Brigman ein Höchstmaß an Konzentration voraus, denn in der Kompaktheit der Darstellung liegt auch der Nachteil. Man muss zweimal hinschauen um auch wirklich zu verstehen, was man da sieht. Aber dann ist Bridgman auf jeden Fall einen dritten Blick wert und zudem unschlagbar günstig.

Neben den rein informativen Aspekten sind seine lebendigen Zeichnungen zudem sehr motivierend.



09. Edmond J. Farris: "Art student's Anatomy"

Dieses kleine handliche Büchlein hab ich immer dabei. Es ist mit seinen rund 160 Seiten und etwa DINA 5 Format handlich und passt somit in jede Tasche. Und wie alle Dover-Bücher ist es nahezu unzerstörbar, das heisst, auch so zerlesen und zerknittert wie mein Exemplar mittlerweile ist, halten die Seiten immer noch standhaft zusammen. Dover legt großen Wert auf die Beständigkeit ihrer Publikationen, weshalb man immer höchste Verarbeitungsqualität bekommt, auch wenn es "nur" Paperback ist.

Zum Inhalt dieser praktischen Anatomie ist zu sagen, dass der einzige Nachteil wohl im Alter des Buches liegt. 1935 erschienen sind viele der Akfotografien schon sehr verklemmt und peinlich aus heutiger Sicht, da werden Geschlechtsteile durch mehr oder weniger geschickt gemalte Feigenblätter bedeckt und der ganze Look des Buches und der Abbildungen ist eher staubig und altmodisch.

Das tut dem praktischen Nutzen jedoch keinen Abbruch, denn die meisten Kompletansichten sind direkt vom weiter oben beschriebenen Albinus entnommen und das Buch deckt nahezu alle Bereiche menschlicher Anaomie übersichtlich und vollständig ab.

Neben dem Skelett und Muskeln in allen Ansichten und Einzelheiten sind es besonders die vielen Fotografien von Männlein und Weiblein in verschiedenen Posen die sich als tolle Referenzen erweisen. Neben den Fotos befinden sich Grafiken mit aufgezeichneter Untermuskulatur, die plastisch vermitteln, was man anhand eines bloßen Muskelschemas nicht sieht.

Auch der Aufbau des Buches ist schön unkompliziert und übersichtlich, so dass ich bei einem Sparpreis von knapp 9 Euro eigentlich jedem empfehlen kann, sich das Buch als ständigen Wegbegleiter in die Tasche zu packen



10. Fritz Schider: "An Atlas of Anatomy for Artists"

Dieses Buch ist einer der unverständlichen Fälle, wo ein schönes Nachschlagewerk in seinem Ursprungsland nur als ins englisch übersetzte Dover-Ausgabe zu bekommen ist.

Schade eigentlich, denn die vielen Abbildungen sind wirklich toll anzuschauen. Dabei benutzt Schider keine eigens erstellten, sondern mischt bunt Anatomische Bilder aus der gesamten Kunstgschichte zusammen. Neben den obligatorischen Studien von DaVinci finden sich dort auch viele Zeichnungen von Michelangelo
Dürer, Ingres und vielen mehr. Daneben Fotos von Händen und Augen, Schematische Darstellungen und Detailstudien.

Leider wirkt die Ansammlung etwas durcheinander. Zwar folgen die Bilder einer thematischen Staffelung, sind aber durch ihre Unterschiedlichkeit und die teilweise unlogische Anordnung nicht einfach zu überschauen.

Auch fehlen erklärende Texte, so dass Schider lediglich als interessantes Nachschlagewerk seinen vollen Nutzen entfaltet. Als wirkliches Lehrbuch sind die Informationen wohl zu uneinheitlich.




11. Sarah und Sarab Simblet: "Anatomy for the artist"

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Dieses großformatige, vollfarbige Buch ist sowas wie das Hochglanzmagazin der Anatomie-Bücher. Weniger wissenschaftlich als lecker ästhetisch präsentieren sich gutegebaute Körper neben schönen Zeichnungen. Zur Verdeutlichung der internen Skelettstruktur lässt sich ein gezeichnetes Skelett über Fotos von unbekleideten Menschen legen, jede Körperpartie wird einzeln beleuchtet und bebildert.

Insgesamt in meinen Augen ein zweispältiges Produkt. Als Nachschlagewerk zu groß und poppig, als Leherbuch zu flach und auf reine Augenweide getrimmt und als Konkurrenz zu vielen Fotobänden zu teuer.

Ich mag es trotzdem, denn die Fotos sind wirklich toll, der Text ist gut geschrieben und vor allem die Gegenüberstellungen von alten Meistern mit den entsprechenden posierenden Modellen gefällt mir gut.

Empfehlen kann ich es allerdings nur bedingt, da es für das Geld lehrreicheres gibt, wenngleich das Buch als reiner Hingucker wohl kaum zu schlagen ist.



12. Christopher Hart: "Anatomie zeichnen leichtgemacht"

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Um es gleich vorwegzunehmen, die Bücher von Christopher Hart sind allesamt ziemliche Leichtgewichte. Dennoch taucht gerade dieses Buch hier in meiner Liste auf, da ich es für geeignet halte den blutigen Anfänger an das Thema heranzuführen.

Von Hart gibt es einen ganzen Stapel an "How-To" Literatur, problematisch nur deswegen, weil es außer sehr rudimentären Basics nicht viel zu lernen gibt. Zudem sind seine Ansätze eher populistisch als akademisch und seine Zeichnungen nicht wirklich besonders gut.

Sein Anatomie-Zeichenbuch beschränkt sich dann auch auf formelhaften Figurenaufbau und einfachste Behandlung von wenigen anatomischen Gesetzmäßigkeiten. Wem selbst Hogarth zu anspruchsvoll war (und einige Sachen beim Hogarth sind sehr komplex) der wird bei Hart mit Sicherheit glücklich, denn einfacher, um nicht zu sagen simpler, gehts nimmermehr.

Ob dabei unterm Strich mehr rauskommt als platte Comicfiguren darf getrost bezweifelt werden...



13. Louise Gordon: "Figuren zeichnen"

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Das Buch war früher als Doppelpack mit Portraitzeichnen erhältlich, ich kann nicht mit Sicherheit sagen, ob es das so noch gibt aber da bei Amazon nur der oben verlinkte Band noch regulär zu bekommen ist, muss das reichen.

Louise Gordon hat einen sehr feinen Zeichenstil. Das Buch bietet die üblichen Darstellungen von Skelett und Muskeln, einiges an eingängigem Text und ist insgesamt sehr ansprechend. Jeder Körperbereich wird abgehandelt, die Kapitel sind etwa überschrieben mit "der große Gesäßmuskel" oder Das Ellbogen und obere Ellen-Speichergelenk" und zeigen immer großzügig auf eine Seite Text und eine Seite Bild verteilt, all diese Dinge in hübschen Bleistiftzeichnungen.

Es entzieht sich wohl rationaler Erklärung aber ich hatte beim Durchschauen und lesen immer ein etwas leeres Gefühl. Das mag daran liegen, dass Gordon weniger versucht eine wirklich umfassende und wissenschaftliche Anatomie zu schreiben als vielmehr ein Bilderbuch für den anatomisch interessierten Zeichner.

Vielleicht tu ich ihr damit Unrecht, denn eigentlich gibt es an dem Buch nichts auszusetzen. Vom reinen Informationsgehalt leisten aber andere Werke deutlich mehr und das zum gleichen Preis.



14. Dr. Paul Richer: "Artistic Anatomy"

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Ins englische übersetzt von Robert Beverly Hale ist dieses Werk ein echter Klassiker zu dem ich über viele Empfehlungen aus anderen Büchern gekommen bin.

Das großformatige Softcover bietet auf 255 Seiten alles was das Herz begehrt. Auf einen sehr ausführlichen und wissenschaftlichen Textteil, der die erste Hälfte des Buches ausfülltfolgt ein ebenso reichhaltiger Bildteil, der den menschlichen Körper in allen Einzelteilen mit Hilfe von äußerst detaillierten und exakten Zeichnungen auseinandernimmt und jeden Bereich einzeln untersucht.

Am Schluß gibt es noch einige Fotografien von Männer aus Richers Zeit (1849-1933) die in verschiedenen Verrenkungen gute Referenzbeispiele für Bewegung liefern. Jede Pose wird durch eine detaillierte Zeichnung ergänzt, die zeigt, was sich unter der Haut abspielt.

Insgesamt eine komplette, übersichtliche und hervorragend ausgestattete Anatomie. Ich habe gelesen, dass Richer einige äußerst fragwürdige Ansätze zum Thema Antropologie vertritt und möchte an dieser Stelle diesbezüglich zur Vorsicht raten. Selbst hat mir bisher die Zeit gefehlt, das Buch daraufhin zu durchsuchen, aber ein wachsames Auge ist bei Werken aus der Zeit bis 1968 immer angebracht.

Immerhin wird sogar in einem Standardwerk der Germanistik aus den 50'ern, das 1989(!) eine komplette ßberarbeitung erfahren hat noch behauptet, dass Comics für geistig minderbemittelte Leute gedacht sind und auf den Geist zersetzend wirken.

Also ein bißchen kritisch sehen, was manche Leute so schreiben...



15. Andras Szunyoghy, György Feher Könemann: "Anatomische Zeichenschule"

Das Standardwerk überhaupt und das einzige, was meine Zeichenlehrerin auf Lager hatte. Das Buch kennen wohl die meisten, da es eine Zeitlang stapelweise in sämtlichen Buchhandlungen auslag.

Ein Riesenwälzer, der so groß und dick ist, dass er intensiven Gebrauch wohl nicht lange unbeschadet überstehen kann. Dafür sind die Zeichnungen von allererster Güte. Der Beginn des Buches widmet sich dem Menschen, wobei schlicht alle Bereiche in großformatigen Bildern nebeneinander dargestellt sind.

Interessanter ist der Rest des Buches, denn in der gleichen Präzision und Qualität wie das Skelett und die Muskeln des Menschen sind jede Menge Tiere dargestellt, vom Schaf über Katzen bis hin zum Schimpansen. Dadurch, dass die Zeichnungen in einem so großen Format vorliegen, hat man fast das Gefühl, anatomische Modell in Lebensgröße vor sich zu haben.

Wem es auschließlich um die statische Verortung von Knochen und Muskeln bei Mensch und Tier geht, der wird dieses Buch lieben. Wer sich erhofft, eine Anleitung zum Zeichnen zu finden, wird eher enttäuscht sein, denn abgesehen von einigen perspektivischen Posen bietet das buch wirklich nur starre Vorder und Seitenansichten, die jedoch in vorbildlicher Qualität.



16. Giovanni Civardi: "Drawing Human Anatomy"

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Der Name des Buches ist Programm, denn es geht hier wirklich nur um das Zeichnen von Menschen und nicht um ein Lehrwerk zum Thema Anatomie.

Dementsprechend enthält das Buch lediglich viele viele Zeichnungen von Civardi, die immer denselben Mann (das Aktmodell für diesen Band) in einer Vielzahl von Posen zeigt.

Dabei geht Civardi nur am Rande (im wahrsten Sinne des Worts, denn die kleinen Grafiken dazu kleben immer am Seitenrand) auf die Skelettkonstruktion ein, plastische Darstellungen von Muskelnschichten sucht man vergebens.

Das Buch ist somit eigentlich nicht viel mehr als ein hübsches Portfolio mit Zeichnungen des Verfassers. Diese allerdings sind sehr sorgfältig angefertigt und geben über die Oberflächenanatomie einen umfassenden ßberblick. Zudem ist Civardis Stil erfrischend europäisch, besonders seine anderen beiden Bände erlauben Einsichten, die amerikanischen Publikationen wohl zu direkt wären.



17. Blandine Calais-Germain: "Anatomy of Movement"

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Ich hab das englische, der Link verweist auf die preiswertere deutsche Ausgabe.

Dieses Buch ist ein Sonderfall. Eigentlich für Physiotherapeuten und andere Spezialisten gedacht, behandelt es umfassend alles zum Thema Bewegung. Anhand von vielen vielen Grafiken und Schemata erfährt der Leser wirklich alles, was es zu Muskeln, Knochen und ihre möglichen Korelationen zu wissen gibt.

Dadurch, dass das Buch aber weniger den Zeichner als vielmehr den Mediziner anspricht, gestaltet sich die Arbeit damit schwierig. Auf der einen Seite kann man wirklich zu fast jeder möglichen Bewegung des Körpers nachvollziehen, was sich unter der Oberfläche tut, auf der anderen Seite bringt einem dieses Wissen beim Problem das ganze auch zeichnerisch umzusetzen nur bedingt weiter. Für Leute die schon alles haben, oder schon so geschult sind, dass Ihnen auch das letzte Quentchen nicht verborgen bleiben soll sicherlich empfehlenswert. Für den Hobbyzeichner aber gnadenlos überdimensioniert.



18. Robert Beverly Hale: Anatomy Lessons from the great masters

Die Bücher von Robert beverly Hale gehören für mich zu dem Besten, was es an Literatur zum Thema Zeichnen und malen gibt.

Allerdings hab ich sie ein paar Jahre lang nur sporadisch angeschaut, bevor ich wirklich begriffen habe, was der Mann eigentlich vermitteln will.

Das hier gesagt gilt für alle drei Bücher der "Master"-Serie (Drawing Lessons from the great masters, Master Class in Figure Drawing und Anatomy Lessons from the great masters) gleichermaßen, da sie allesamt nach demselben Schema aufgebaut sind und sich schwerpunktmäßig alle mit dem Figurenzeichnen beschäftigen.

Jedes Buch hat eine sehr interessante Einleitung die an sich schon viel Wissen vermittelt und Hales These unterstützt, dass es keine lebenden Künstler mehr gibt, die die Anatomie auch nur ansatzweise so perfekt beherrschten wie die "großen Meister" (nicht zu verwechseln mit den "großen Alten" von H.P. Lovecraft, obwohl sie anfangs genauso bedrohlich daherkommen:)

Der wahre Kern dieser These wird dann auf den folgenden Seiten deutlich. Hale schnappt sich für jedes Kapitel passende Bilder von namhaften Künstlern der vergangenen Jahrhunderte und erklärt knapp, präzise und mit ungeheurer Informationsdichte, was an den jeweils mit Buchstaben gekennzeichneten Punkten im bild besonders bemerkenswert ist. Dabei ging mir des öfteren das ein oder andere Lichtlein auf, denn manche Sachen erscheinen auf den ersten Blick unendlich banal, auf den zweiten offenbaren sie aber ein Wissen der Künstler, das beängstigend ist.

Ein kleiner Knubbel irgendwo in der Rückenmuskulatur eines antiken Kriegers kann so zum wahren Augenöffner werden, wenn Hale seine Analyse davon ausgehend in die anatomische Tiefe gehen lässt.

Dabei setzt er ein grundlegendes anatomisches Wissen schon voraus, weshalb ich die Bücher niemandem empfehlen kann, der grade anfängt sich mit der Materie zu beschäftigen.

Es dauert eine ganze Weile, bis man mit den "Master"-Büchern arbeiten kann, dann aber fragt man sich, wie man jemals ohne sie leben konnte. Zumindest ging es mir so. Ich kenne Leute, bei denen die Wälzer immer noch unbenutzt herumliegen, aber dafür sind sie eigentlich zu schade.



Kapitel 2: Akt-, Portrait- und Figurenzeichnen

01. Ted Seth Jacobs: "Drawing with an open mind"

Zunächst einmal fallen bei diesem Buch die Zeichnungen auf. Die sind von beeindruckender Qualität und lohnen allein schon die Anschaffung des Werkes. Das Buch trägt den Untertitel: "A revolutionary right-brain approach to figure drawing" und beschreibt damit etwas großspurig, dass der Autor offenbar ein Fan von betty Edwards ist und sich einer eher intuitiven Lehrmethode verschrieben hat. Entgegen dieser hochtrabenden titelgebung kommt der Inhalt des Buches hingegen angenehm nüchtern und eichtverständlich daher. Ted Seth Jacobs beschreibt umfassend viele nützliche Herangehensweisen an das Zeichnen an sich. Das reicht von Vorschlägen, wie man seinen Blick physisch besser konzentriert, bis hin zu Ratschlägen zur Dynamik.

Das Buch strotzt nur so von kleinen Erkenntnissen, die den großen Erfahrungsschatz des Autors widerspiegeln und die neben dem rein praktischen Nutzen auch noch sehr motivierend wirken, weil man vieles auf einmal aus einem ganz anderen blickwinkel wahrnimmt.

Insgesamt ein tolles Buch, das mir persönlich eine Menge Einsichten vermittelt hat und das ich insbesondere all denen ans Herz lege, die sich wirklich tief ins Zeichnen hineinarbeiten möchten.
Zuletzt geändert von Big_O am 13. Sep 2006, 15:09, insgesamt 30-mal geändert.
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Beitrag von Big_O » 22. Jun 2006, 10:05

Ich hab mal alles in den ersten Post geschoben, und werd hier nur posten, wenns oben ein Update gibt...
Zuletzt geändert von Big_O am 22. Jun 2006, 10:56, insgesamt 3-mal geändert.
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Beitrag von Big_O » 22. Jun 2006, 10:08

ßh, ja, ich hab mit Bammes angefangen. Je nachdem, wie die Zeit es erlaubt, versuch ich die anderen Titel nach und nach hier aufzuführen. Es kann auch passieren, dass ich bereits gepostete Rezis noch erweitere. Und wenn mich der Wahnsinn packt, scann ich aus den Büchern auch noch Beispielseiten, aber das ist alles noch rein theoretisch:))
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Beitrag von Big_O » 22. Jun 2006, 10:44

Update:))
Zuletzt geändert von Big_O am 22. Jun 2006, 10:57, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von Eric » 22. Jun 2006, 10:47

In dieser Kategorie fehlt jedoch einer der interessantesten und besten "Anatomie"- Lehrer,
George B.Bridgman:
Klick mich!

Seine Bücher sind Pflichtlektüre in Animationsstudios der USA(insofern es noch welche gibt:)), vor allem weil er es schafft die Mechanik des menschlichen Körpers in einer sehr klaren und "einfachen" Art und Weise zu erklären. Ein Muss für jeden der Akt zeichnet, noch dazu sehr günstig bei Amazon zu kaufen(Amazon ist toll!!!!!!!!)

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Beitrag von Big_O » 22. Jun 2006, 10:48

Ich bin ja auch noch nicht fertig:) Bridgman kommt natürlich noch. Ebenso wie Loomis, Hale und viele viele andere.....
Zuletzt geändert von Big_O am 22. Jun 2006, 10:53, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitrag von jaymo » 22. Jun 2006, 10:50

@Eric: Lass Oli mal machen, dann können wir das nachher schön zu einem Artikel machen. :)
Zuletzt geändert von jaymo am 22. Jun 2006, 10:54, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von Eric » 22. Jun 2006, 10:52

Ups, bitte um Entschuldigung, hatte verstanden das jeder hier das schreiben kann, ich dödel, sorry nochmal...mia culpa!

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Beitrag von jaymo » 22. Jun 2006, 10:56

Naja, so eindeutig war's ja auch nicht. :)

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Beitrag von Big_O » 22. Jun 2006, 15:27

Hurra, hurra, der Loomis der is DAAAA!

Natürlich kann jeder zu meinen Rezis seinen Senf abgeben. Es herrscht hier kein Nicht-Posten-Zwang...:)
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Beitrag von oleg » 22. Jun 2006, 17:22

Big_O hat geschrieben: Loomis is gerade wegen seiner Eingängigkeit ein Klassiker und ich kann jedem empfehlen sich mal auf die Suche nach dem PDF zu machen....
Die Scans der Bücher von Loomis gibt es hier

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Beitrag von SickToy » 22. Jun 2006, 17:25

Ich kann nur soviel sagen ... das Buch "Atlas of Human Anatomy for the Artist" von Peck hab ich mir damals aufgrund deiner Empfehlung gekauft ... und ich finde es wirklich ganz wunderbar. Vor allem das Format ist sehr praktisch ... der Bammes ist einfach nur gross und unhandlich, ganz zu schweigen vom Schreibstil, da stimme ich dir zu, aber die Diskussion haben wir schon woanders :)
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Beitrag von Sisyphos » 22. Jun 2006, 17:43

Schöne ßbersicht :)

@oleg
Ah, gut :) *mal reinschau*
Weiter!

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Beitrag von Big_O » 22. Jun 2006, 17:52

Und da kommt noch ne ganze Menge:))
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Beitrag von Dominic » 22. Jun 2006, 18:00

find ich super von dir, dass du dir soviel Mühe machst..hehe
Deine Buch- und Film-Rezensionen fand ich schon immer sehr hilfreich.

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Beitrag von digitaldecoy » 22. Jun 2006, 18:43

Daumen hoch für diese tolle Zusammenstellung! Bin sehr gespannt, was Du da noch alles sammelst.
Besuch mich doch Mal in meinem Personal Showroom! - http://www.digitalartforum.de/forum/vie ... php?t=1604

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Beitrag von gogan » 22. Jun 2006, 19:10

Das ist spitze! Danke. Davon landet das ein oder andere sicher noch in meinem Regal. Und ja Amazon ist toll!! ;D
gogination.net

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Beitrag von Big_O » 22. Jun 2006, 20:20

Danke, ich wollte das schon lange mal machen. Dient ja auch dazu, dass ich mal Ordnung ins Bücherregal bekomme. Und ich denke, wenn schon einer (ich) so literatursüchtig ist, kann ja für andere auch was postitives bei rum kommen.

Ich bemühe mich auch um Objektivität:) Im Zweifelsfalle sind aber auch die Nutzerkritiken auf Amazon ganz hilfreich, denn Amazon ist toll!!!
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Beitrag von Big_O » 22. Jun 2006, 20:55

Hey Eric: Se Bridgman is in da Haus!
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Beitrag von Big_O » 22. Jun 2006, 22:35

Der Abschnitt zu Hogarth wurde um ein Bammes-Zitat erweitert.
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Beitrag von nacho » 22. Jun 2006, 23:33

Big_O, ich würd gern mal ein paar Wochen neben deinem Bücherregal wohnen, ließe sich sowas einrichten? :)

Danke für die Mühen, wird vielleicht doch mal Zeit, mir ein paar Bücher zum Thema zu besorgen.

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Beitrag von Eric » 23. Jun 2006, 08:03

"Hey Eric: Se Bridgman is in da Haus!"

Hattest du in noch nicht?????? Wow, nun, hoffentlich überzeugt er dich so wie mich. Weiterso, tolle zusammenstellung BIG:)

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Beitrag von Big_O » 23. Jun 2006, 08:11

Klar hab ich den, seit Jahren schon. Kann nur nicht alles auf einmal tippen:) Und gut fand ich ihn auch schon immer.
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Beitrag von Big_O » 23. Jun 2006, 19:43

Die Rezis 9 und 10 sind da.
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