Ölfarben - Ein Haufen fragen für Anfänger

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Lakai
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Beitrag von Lakai » 9. Dez 2009, 15:52

kann dir nur sagen was ich verwendet hatte, ist schon ne weile her das ich in Öl was gemacht habe.
Hatte zur verdünnung der Farbe terpetin ersatz genommen.
Zum säubern des Pinsels die grobe Farbe mit dem Terpetin abewaschen und dann nen klecks Fit/ Spülmittel auf die Hand geben und mit dem Pinsel darin rummalen so das sie Farbe rausegeht, das wiederholen bis die ganze Farbe raus ist.

Würde mit verdünner generell aufpassen, hatte mal extrem starken verdünner genommen, für lacke oder so, und dann noch in nem schlecht belüfteten zimmer damit gearbeitet, hat mich fast umgehauen... in ner hohen konzentration kannste dich damit unter nakose setzen :).

blarg
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Beitrag von blarg » 9. Dez 2009, 15:54

1. Mit einem Psachtel oder besser einem Malmesser kann man die Palette säubern, eine Stelle auf dem Bild auskratzen oder auch malen.

2. Würde dir von Papier abraten, es geht, aber wellt sich schnell, wenn es zu feucht wird. Man kann auch mit Acryl oder Gesso grundierte Pappen, Mdf oder Hdf Platten nehmen.

3. Wenn du richtige (nicht wasserverdünnbare) Ölfarben hast mit Terpentin.

5. Sehr wenige. Würde empfehlen erstmal schwarz weiss zu starten, sonst wie in allen anderen Medien auch mindesten ein Gelb, Rot, Blau und Weiss. Mehr nach Bedarf.

6. fill your oilpaintings with light & color von kevin macpherson und alla prima von richard schmid

Falls du hauptsächlich drinnen arbeiten willst, würde ich dir allerdings zu den wasserverdünnbaren Ölfarben raten, die lassen sich auch ohne Lösungsmittel verarbeiten und auswaschen.

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Schuck
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Beitrag von Schuck » 9. Dez 2009, 15:56

Hab zwar selbst bisher nur mit Acryl gearbeit, aber ein paar Sachen kann ich trotzdem beantworten:

1) Das was du meinst nennt sich Palettenmesser (oder Malmesser) und ist dazu da die Farben der Palette zu mischen. Gibt es in vielen Größen und Formen. Ist sehr praktisch, weil man die Farbmenge gut dosieren kann und die Pinsel selbst sauber bleiben. Wenn du die Farben mit dem Pinsel selbst mischst ist der schnell viel zu überladen mit Farbe und es lässt sich nicht schön mit malen. Das Palettenmesser kann auch zum Farbauftrag verwendet werden, womit sich diverse Effekte erzielen lassen. Tipp: Als Palette eignen sich gut billige Bilderrahmen mit Glasscheibe. Auf dem Glas lässt sich die Farbe gut mischen und man kann es leicht abwaschen.

2) Malen lässt sich auf fast alles, was stabil genug ist. Karton/Malpappe/Holzplatten etc. Vorher mit weißer Acrylfarbe grundieren.

5) paar Grundfarben sollten reichen, theoretisch Reichen Rot Blau und Gelb. Wenn du ein Set mit 10 Farben bekommst sollte das für den Anfang locker reichen.

mfg, Schuck

Edit: natürlich viel zu langsam, aber mit Laptop auf der Couch lässt sich so schlecht Tippen. :P

MartinH.
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Beitrag von MartinH. » 9. Dez 2009, 16:03

1) palettenmesser/spachtel brauchst du nicht. manche mischen damit farben, ich benutz das ding meist gar nicht. gibt billige aus plastik von reeves, so kannste mal die unterschiedlichen formen günstig durchtesten wenn dir irgendwann danach ist.

2) besser vorgrundierte leinwände (wenn sie weiß sind, sind sie vorgrundiert). ölfarben enthalten säuren die das papier angreifen und auf dauer zersetzen. wär schade wenn deine ersten ölbilder überhaupt irgendwann kaputgehen, hab da leider auch eins was ich sehr mag nur auf papier gemalt :(. zum günstiger üben gibts auch leinwand malblöcke oder ölmal papier das sich nicht irgendwann auflösen sollte. google nach "ölmalblock"

3) ja, terpentinersatz oder irgendsowas.

4) wenn lösungsmittel drin sind (müsste draufstehen denk ich) gehts. du musst da zwischen lacken und wandfarben unterscheiden. für lacke brauchst du lösungsmittel, für ölfarben auch. wandfarben hingegen sind oft acrylfarben die wasserlöslich sind. aber auch dafür gibts spezielle reiniger, deswegen bin ich nicht ganz sicher was das ist das ihr da habt.

5) schwarz und weiß ;). ernsthaft, mach erstmal was in schwarzweiß und krieg das halbwegs in den griff, ist schwer genug. danach dann halt z.b. rot, gelb, blau, weiß. oder rot, ocker, blau, weiß ist auch super, hat dann aber eine etwas eingeschränkte palette. wenn du mit farbe anfängst würde ich wirklich das schwarz erstmal weglassen und dunkle töne zu mischen.

6) problem solving for oil painters ist toll, auch nicht nur für ölmalerei. ich glaub da war aber wenig technisches drin a la "wie misch ich farben an", aber sowas ist glaub ich für dich eh grad weniger interessant als infos zu komposition usw.. das buch würd ich jedem empfehlen der malt.

7) ein bisschen malmittel wär vielleicht nicht schlecht. theorethisch kannst du zwar die farbe auch mit dem zeug verdünnen, mit dem du die pinsel auswäscht, aber ich hab schonmal gehört das sei schlecht für die haltbarkeit von bildern. im zweifelsfall wärs besser du nimmst dafür was ordentlicheres. tulösol oder balsamterpentinöl z.b.. ersteres ist geruchlos, aber genauso giftig, letzteres "riecht", ich mag den geruch, manche findens furchtbar. aber dein pinselreiniger stinkt ja auch :D. also immer schön lüften.

8) einfach mal beim ersten bild die leinwand mit verdünnter farbe grundieren, dann haste später keine weißen blitzer und du sitzt nicht mehr vor ner großen weißen fläche.

[edit]maaan, hätt ich mir ja denken können das ich eigentlich gar nix schreiben muss hier. na wenigstens sind wir uns im groben einig.

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Sgt.Pepper
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Beitrag von Sgt.Pepper » 26. Dez 2009, 10:34

Und? Ölfarben bekommen? ;-)

Von Terpentin rate ich ab. Es ist nicht nur gesundheitsschädlich sondern auch nicht nötig. Und auch diese ganzen Malmittel von Schmincke, wo keiner weiß, was da eigentlich drin ist.

Pinsel wasche ich mit Kernseife aus - funktioniert prima, denn es ist die fetteste Seife und löst die Ölfarben sehr gut unter fließendem Wasser. Kernseife in die linke Hand, Pinsel in der rechten. Jetzt den Pinsel über die feuchte Kernseife kreisen und unter Wasser halten. Zu guter letzt kannst du noch die Kernseife weglegen und in der linken Handinnenfläche weiter kreisen bis die Farbe draußen ist.
Vor dem Pinselwaschen (ob mit Terpentin[-Ersatz] oder Kernseife) sollte man die Pinsel mit Klopaper/Zeitungspapier von groben Resten abwischen. Einfach das Papier zwischen Daumen und Zeigefinger halten und mit dem Druck der beiden Finger über die Pinselhaare ziehen.

Zum Malgrund: es gibt zB bei Bösner Malplatten in unterschieldichen Ausführungen. Zum einen ist es eine Kartonplatte mit aufgeklebtem Leinentuch und es gibt Holzplatten, die mit wenig Struktur schon vorgrundiert sind (für meinen Geschmack zu stark saugend).

Ein Anfänger-Ölmalkasten hat gewöhnlich 12 Farben, von jedem Farbton ein warmer und ein kalter. Warmes Rot+kaltes Rot, warmes Gelb+kaltes Gelb, warmes Blau+kaltes Blau sind schonmal 6. Dazu kommt noch weiß und schwarz und vermutlich noch ein paar Erdtöne.

Als Malmittel reicht eigentlich Leinöl vollkommen aus. Wenn du abergerne eine kürzere Trockenzeit hättest kannst du dir Liquin Light Gel besorgen.

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Beitrag von Chinasky » 28. Dez 2009, 12:20

Auch wenn Du jetzt ja erstmal mit Acryl malst, geb ich hier auch noch meinen Senf ab.

1. Palettenmesser sind nett, aber kein must-have. Ich benutze sie kaum zum Farbmischen, sondern höchstens mal, um die Palette sauberzukratzen oder Farbe von der Leinwand abzunehmen.

2. Zum Papier hat MartinH das Wichtigste gesagt: Daß die Säure in der Ölfarbe die Untergründe angreifen kann. Alle genannten Alternativen sind aber gut: Malkartons, Ölmalblöcke, Presspanplatten usw. Die Malplatten von boesner sind gut und vor allem: billig!

3. Zum Säubern der Pinsel benutze ich Terpentinersatz - aber nach der Malsession werden die Pinsel dann noch unter lauwarmem Wasser mit Kernseife ausgewaschen.

4. Häufig sind die Farben bei Anstreicherfirmen irgendwelche Lackfarben. Die zu deren Verdünnung genutzten Medien sollte man bei der Ölmalerei nicht verwenden. Wie gesagt: zum Auswaschen ist Terpentinersatz am besten geeignet. Als Malmittel bevorzuge ich entweder Tulösol (eine Art nicht-riechender Terpentinbalsam), das man bei boesner kaufen kann, oder Shellsol-T von Cremer. Robolus hat meines Wissens mal ein nach Zitronen durftendes Malmittel benutzt - der Duft wurde wahrscheinlich zugesetzt und es handelt sich eigentlich auch um einen nicht-riechenden Terpentinöl-Ersatz. Balsam-Terpentinöl jedenfalls ist das klassische Malmittel - es riecht aber eben auch ziemlich stark. Manche mögen den Geruch, manche nicht. Ich mag ihn immer noch lieber als den von Terpentin-Ersatz, aber da ich oft nahe mit dem Gesicht vor dem Bild bin, hab ich's lieber geruchsfrei. Aber Achtung: Alle flüchtigen Malmittel, mit denen sich Ölfarbe verdünnen läßt, sind potentiell gesundheitsschädlich und man sollte für gute Belüftung am Arbeitsplatz sorgen. Das Problem besteht bei Ölen nicht.
Viele Leute verzichten ganz auf Malmittel oder nehmen nur Leinöl (falls die Trocknung verzögert werden soll, auch mal Mohnöl). Wenn man glänzende Oberflächen mag und eher großzügig die Farbe aufträgt, sollte man mal Leinöl-Standöl ausprobieren, das ist ein verdicktes, voroxidiertes Leinöl, das entsprechend schneller trocknet und eine honigartige Konsistenz beim Malen hat. Matte Oberflächen lassen sich damit allerdings nicht erzielen.

5. Bei der Anzahl der Ölfarben scheiden sich wirklich die Geister. Ich halte es für nicht so clever, sich am Anfang zuuu sehr zu beschränken. Natürlich kann man erstmal nur Schwarzweiß malen. Aber für Schwarzweiß-Bilder braucht man kein Öl als Medium, das geht ja mit Kohle o.ä. viel schneller.
Ich würde wirklich raten, sich jemanden zu suchen, der ein bißchen Ahnung von Ölmalerei hat, und den die Farben einzeln auswählen zu lassen. Meiner Meinung nach ist z.B. Lichter Ocker als Farbe einfach unverzichtbar - wenn man sich aber nur auf Systeme a la "zwei von jeder Sorte, eins kalt, eins warm" stützt, dürfte der Lichte Ocker schon mal nicht dabei sein. Hab diesbezüglich, glaube ich, hier im Forum schon mal was Ausführlicheres geschrieben. Ölfarben haben je nach Pigment unverwechselbare und schlecht austauschbare Eigenschaften, und man kann z.B. in meinen Augen kein Kobaltblau durch ein Ultramarinblau ersetzen und kein Titanweiß durch ein Zinkweiß... Mein Vorschlag wäre also: Suche Dir einen Ölmaler in Deiner Umgebung, dessen Palette (Farbigkeit seiner Bilder) Dir gefällt, und bitte ihn, mit Dir gemeinsam die Farben einzukaufen.

6. Ich kenne keine, halte aber ohnehin die Möglichkeiten, sich diesbezüglich Informationen zu beschaffen, welche das Web heute bietet, für den meisten Büchern überlegen.
Es genügt nicht, keine Meinung zu haben. Man muß auch unfähig sein, sie auszudrücken.

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Beitrag von Sgt.Pepper » 28. Dez 2009, 12:46

Chinasky hat geschrieben:Viele Leute verzichten ganz auf Malmittel oder nehmen nur Leinöl. Wenn man glänzende Oberflächen mag und eher großzügig die Farbe aufträgt, sollte man mal Leinöl-Standöl ausprobieren, das ist ein verdicktes Leinöl, das entsprechend schneller trocknet und eine honigartige Konsistenz beim Malen hat. Matte Oberflächen lassen sich damit allerdings nicht erzielen.
Wenn eine Farbe beim trocknen matt wird, liegt es hauptsächlich am Pigment, wobei Erdfarben und Elfenbeinschwarz am meisten dazu neigen. Oberste Prämisse beim Malen ist ohnehin: so viel Malmittel wie nötig und so wenig wie möglich.
Am Schluss kommt dann auf das trockene Bild ein Firnis, der alles glänzend macht. Ein sog. Zwischenfirnis dient dazu bei einem Bild, welches an mehreren Tagen gemalt wird, die ausgeschlagenen (matten) Stellen wieder glänzend zu machen, da man dadurch die Farben besser erkennt und besser weitermalen kann.

Das Standöl verwechselst du vermutlich mit sonneneingedicktem Leinöl, denn das Standöl hat eine unerträglich lange Trockenzeit. Man kann sonneneingedicktes Leinöl einfach selbst herstellen indem man Leinöl in ein Glasgefäß füllt und dieses mit einem Deckel abdeckt. Der Deckel darf das Gefäß aber nicht vollständig schließen, denn es muss Sauerstoff an das Öl gelangen (das Öl macht dann eine chemische Reaktion durch, die beim normalen Trocknen auf der Leinwand auch passiert). Der Deckel dient einfach nur dazu, Dreck abzuhalten. Dieses Glasgefäß stellt man im Sommer auf das Fensterbrett und schwenkt es alle paar Tage mal. Nach ein paar Wochen hat man sonneneingedicktes Leinöl, was tatsächlich eine honigähnliche Konsistenz hat. Es trocknet deshalb schneller, da der Oxidierungsvorgang schon fortgeschritten ist.
Chinasky hat geschrieben:5. Bei der Anzahl der Ölfarben scheiden sich wirklich die Geister. Ich halte es für nicht so clever, sich am Anfang zuuu sehr zu beschränken. Natürlich kann man erstmal nur Schwarzweiß malen. Aber für Schwarzweiß-Bilder braucht man kein Öl als Medium, das geht ja mit Kohle o.ä. viel schneller.
Stichwort: grisaille ;-)
Chinasky hat geschrieben:Meiner Meinung nach ist z.B. Lichter Ocker als Farbe einfach unverzichtbar - wenn man sich aber nur auf Systeme a la "zwei von jeder Sorte, eins kalt, eins warm" stützt, dürfte der Lichte Ocker schon mal nicht dabei sein.
Selbstverständlich ist er dabei, denn was ist lichter Ocker? Genau, ein warmes gelb. ;-)
Es ist nicht zufällig so, dass Anfängermalkästen über ganu diese Kombination an kalten und warmen Farbtönen besitzen.
Chinasky hat geschrieben:6. Ich kenne keine, halte aber ohnehin die Möglichkeiten, sich diesbezüglich Informationen zu beschaffen, welche das Web heute bietet, für den meisten Büchern überlegen.
Das Internet ist tatsächlich die Anlaufstelle #1 wenn man sich mit der Materie beschäftigen will. Tendiert man dazu noch in Richtung realistische bzw. klassische Malerei, ist man hauptsächlich auf englischsprachige Seiten angewiesen.

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Duracel
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Beitrag von Duracel » 28. Dez 2009, 13:13

Ob ich mich "erstmal beschränkt" ist ja doch weniger eine Frage der Ölmalerei als eine grundsätzliche Frage welche Lernmethodik ich bevorzuge.


@Kohle sei für s/w besser geeignet
Ich halte es schon für sinnvoll, lernt ich etwas neues (hier das malen mit Öl), dieses für den gesteigerten Lerneffekt bei jeder Möglichkeit zum Zuge kommen zu lassen.
Für den bestmöglichen Lerneffekt sollte ich meiner Ansicht nach jede Gelegenheit zum Üben nutzen, und nicht nur die, in denen es später tatsächlich zum Einsatz kommt.

Ich würde sogar dazu raten die Ölfarben selbst zum linearen skizzieren auszupacken!

Denn, dass Ziel sollte ja sein, das jeweilige Medium so zu beherrschen, dass es beim Malen automatisch in all seinen Facetten zur Verwendung kommen kann.


@s/w
Es gilt hier wie in jedem Medium ... eine Beschränkung reduziert die Gefahr sich durch ein zu komplexes System zu überfordern,
gerade wenn wie hier, Chinasky, jedes Farbpigment seine physikalischen Eigenheiten mitbringt!

Umgekehrt, beschränke ich mich dauerhaft, bleibt ich in der Tat "beschränkt".


@zur Farbwahl Hilfe holen
Das ist auch wieder eine grundsätzliche Frage ... probiere ich selbst alles durch und bilde mir damit einen weiten Horzizont; vorrausgesetzt ich teste mit Verstand und es kristallisieren sich für mich Muster heraus, nach denen ich einzelne Farben bewerten kann.
Oder vertraue ich blind auf eine Vorauswahl und male innerhalb dieser Beschränkung ohne sie (ersteinmal) zu hinterfragen?


Letztendlich ist da auch die Zielsetzung eine entscheidene. Reicht mir ein Manierismus oder muß ich unbedingt innovativ werden!?
Ziel ist, woran kein Weg vorbeiführt.

Chinasky
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Beitrag von Chinasky » 30. Dez 2009, 15:06

Sgt.Pepper hat geschrieben:Wenn eine Farbe beim trocknen matt wird, liegt es hauptsächlich am Pigment, wobei Erdfarben und Elfenbeinschwarz am meisten dazu neigen.
Meiner Erfahrung nach trocknet vor allem Lampenschwarz/Rußschwarz matt auf, während Elfenbeinschwarz nicht so sehr "ermattet". Sollte man aber mit den Schwarzsorten seines Lieblingsherstellers am besten selbst austesten. :)

Wenn die Farben matt werden, ist der Grund dafür, daß daß Malmittel in der obersten Schicht schwindet - die Mattigkeit ist ja nichts anderes als die diffusen Reflexionen auf den "frei liegenden" Pigmenten. Daher ermatten Erdfarben aufgrund ihrer Pigmentgröße eher als organische Farben wie Indischgelb oder Krapplack.
Das Standöl verwechselst du vermutlich mit sonneneingedicktem Leinöl, denn das Standöl hat eine unerträglich lange Trockenzeit.
Danke für den Hinweis! Ich mußte jetzt erst googeln, weil ich dachte, Du habest Dich geirrt. War aber mein Fehler! Das mit der "unerträglich langen Trocknungszeit" kann ich allerdings nicht unterschreiben, das Leinöl-Standöl, wie man es z.B. von Cremer kaufen kann, hat zumindest dann, wenn man es wie ich in relativ geringen Mengenv erwendet, eine recht passable Trocknungszeit - und die Farben werden bei seiner Verwendeung eben satter und brillanter, als wenn man Terpentinbalsamöl verwendet.

Chinasky hat geschrieben:Meiner Meinung nach ist z.B. Lichter Ocker als Farbe einfach unverzichtbar - wenn man sich aber nur auf Systeme a la "zwei von jeder Sorte, eins kalt, eins warm" stützt, dürfte der Lichte Ocker schon mal nicht dabei sein.
Selbstverständlich ist er dabei, denn was ist lichter Ocker? Genau, ein warmes gelb. ;-)
Nö, lichter Ocker ist lichter Ocker. Wenn man einen Anfänger losschickt, ein warmes und ein kaltes Gelb zu kaufen, dann wird er wahrscheinlich mit Cadmiumgelb zitrone und Indisch Gelb zurück kommen - oder sowas in der Art. :p
Es ist nicht zufällig so, dass Anfängermalkästen über ganu diese Kombination an kalten und warmen Farbtönen besitzen.
Und ich würde nun mal empfehlen, keinen solchen Anfängermalkasten komplett zu kaufen, weil man manche der darin enthaltenen Farben so gut wie nie braucht, während andere wichtige Farbtöne nicht enthalten sind. *schulterzuck*

@Duracel:
@s/w
Es gilt hier wie in jedem Medium ... eine Beschränkung reduziert die Gefahr sich durch ein zu komplexes System zu überfordern,
gerade wenn wie hier, Chinasky, jedes Farbpigment seine physikalischen Eigenheiten mitbringt!

Umgekehrt, beschränke ich mich dauerhaft, bleibt ich in der Tat "beschränkt".
Haben wir nicht schon mal genau über dieses Thema diskutiert? Oder hab ich das mit jemand außerhalb des Forums getan? Ich persönlich denke, daß man entweder richtig oder gar nicht mit der Ölmalerei beginnen sollte. Die prinzipielle Entscheidung, ob es Öl sein soll oder nicht, sollte am Anfang getroffen werden. Dazu sollte man sich Ölbilder und Acrylbilder von anderen (Meistern) anschauen und überlegen, ob man für die eigenen Bildvorstellungen wirklich Ölfarben braucht, oder nicht.
Wenn man sich einmal für Öl entschieden hat, dann, so finde ich, sollte man den erhöhten Komplexitätsgrad am Anfang akzeptieren. Techniken kümmern sich nicht um den Steigungsgrad der Lernkurven. ;) Es mag am Anfang anstrengend sein, gleich mit zehn oder fünfzehn Farbklecksen auf der Palette umgehen zu müssen. Aber man beginnt auch das Gitarrenspielen nicht mit einer Gitarre, die nur zwei Saiten hat, man montiert auch beim Klavier nicht die Hälfte der Tasten ab, um den Anfänger nicht zu überfordern.
Mir ist klar, daß es sich hier nur um meine persönlichen Ansichten bezüglich der Didaktik handelt, aber ich bin mir ziemlich sicher, daß es sinnvoller ist, von Anfang an eine "vollständige" Palette zu haben insofern, als man jeden Farbton, den man sieht, mit den vorhandenen Farben auch ermischen kann. Das schließt nicht aus, daß man später noch die eine oder andere Farbe, die man nie benutzt, wieder wegläßt oder ein paar exotischere Farbtöne, die einem gut gefallen, hinzufügt.
Aber: Wichtigstes Argument für die Ölmalerei ist die unübertroffene Farbtonvielfalt, die man mit Ölfarben erzielen kann. Wenn man's weniger differenziert braucht, böten sich ohnehin unkompliziertere Techniken (Guache, Acryl, Tempera usw.) an. Wenn man aber anfängt, sich durch eine unnötige Beschränkung der vorhandenen Farben unnötige Fesseln anzulegen, dann kann das den Lernfortschritt m.M.n. eher behindern als fördern. Ich gehe hier allerdings davon aus, daß es sich um jemanden handelt, der die prinzipiellen Regeln jeder Malerei schon beherrscht, der sich über Tonwerte, Shapes und und und schon im Klaren ist und dieses Basics jetzt nicht mit den Ölfarben nochmal wiederholen will. Vielmehr habe ich hier jemanden vor Augen, der weiß, was er an Bildwirkungen erzielen will - und der jetzt nur ein neues Medium erkunden möchte, weil ihm die Möglichkeiten konkurrierender, meist weniger komplexer Medien nicht ausreichten.

Meine persönlichen Erfahrungen waren folgende: Als junger Student, dessen Geiz jedem Schotten Ehre gemacht hätte, hab ich erstmal nur mit selbstangeriebenen Farben gemalt, die aus Leinöl und den Pigmenten, die bei uns einmal wöchentlich kostenlos aus den Restbeständen einer abgebrannten Farbenfabrik verteilt wurden, bestanden. Das lief dann auf eine monochrome Malerei hinaus: Mal malte ich ein Weiß-Dunkelbraun-Bild, mal ein Weiß-Dunkelblau-Bild.
Lernnutzen: so gut wie null. Heutzutage muß sich nieman mehr seine Farben selbst anreiben, die Stunden, die ich mit dem Anreiben verbrachte, waren vertane Zeit, die entstandenen Farben waren nie besser als handelsübliche Tubenfarben. Und meine Malerei war komplett unfarbig - eine gewisse koloristische Unsensibilität hängt mir bis heute an.
Noch weit in mein Studium hinein malte ich mit billigen Farben aus irgendwelchen dubiosen chinesischen Quellen, malte mit minderwertigen Pinseln auf billigem Nesselstoff. Pro Bild (an dem ich vielleicht eine Woche oder so arbeitete) sparte ich damit vielleicht umgerechnet 10 Euro. Wahrscheinlich hätten alle meine Bilder aber doppelt so gut (bzw. nur halb so schlecht) sein können, wenn ich da von Anfang an vernünftige Pinsel, vernünftige Leinwand und eine ausreichend große Farbpalette gewählt hätte - die Beschränkungen waren nur Beschränkungen, keine Erleichterungen, um die Komplexität anfangs gering zu halten.
Was die chemischen Eigenschaften der Pigmente angeht, so lernt man die ohnehin nicht durch Theorie-Pauken, sondern durch ausprobieren. Wieviel Englischrot man mit wieviel Zinkweiß mischen muß, um einen bestimmten Ton zu erzielen - das muß man ein paarmal ausprobiert haben. Und so ist das mit allen Farben. Und am experimentierfreudigsten ist man, wenn man einen ganz bestimmten Farbton unbedingt haben will und weiß, daß der prinzipiell mit den Farben, die man auf der Palette hat, zu ermischen ist. Wenn man dies nicht weiß - dann läßt man das Experimentieren viel schneller und beruhigt sich mit dem Gedanken, daß man später (wann soll das sein?), wenn man mehr Farben zum Mischen hat, das ja immer noch ausprobieren könne...

Naja, jetzt schreib ich hier schon wieder Romane, dabei ist mir bewußt, daß andere es genau andersrum sehen könnten. Ich belaß es mal mit dieser Zusammenfassung: Ich glaube, daß durch eine Beschränkung auf anfangs nur sehr wenige Farbtöne sich insgesamt gesehen der Lernfortschritt beim Ölmalen eher reduzieren als erhöhen dürfte.
Es genügt nicht, keine Meinung zu haben. Man muß auch unfähig sein, sie auszudrücken.

MartinH.
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Beitrag von MartinH. » 30. Dez 2009, 16:16

man muss ja nicht gleich jahre lang schwarzweiß bilder malen, nur weil das am anfang einfacher ist. wenn man die ersten 2-3 bilder in schwarzweiß malt, wird einem dadurch wohl kaum eine langfristige schwäche im umgang mit farben nachhängen. und ich fand mit ölfarben malen ehrlichgesagt immer einfacher als mit acryl, guache oder aquarell.

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Beitrag von Sgt.Pepper » 30. Dez 2009, 16:58

Also mein Standöl steht hier noch fast unbenutzt, weil ich die Trocknungszeit schlecht fand. Male selbst lieber mit kurzen Trocknungszeiten - am liebsten mit Liquin Light Gel und auch Leinöl. Vielleicht benutze ich es irgendwann mal wieder.

Damit der Anfänger auch weiß, welche Farbe er von der Palette verwenden soll, muss er gelernt haben, die Farbe, die er sieht, kategorisieren zu können. Ja, lichter Ocker ist lichter Ocker. Aber um die Farbe im Farbkreis zu charakterisieren ist es ein warmes Gelb bzw. fast ein orange.

Eine begrenzte Pallette heißt ja nicht, dass man andere Farben nicht verwenden kann (abmontierte Klaviertasten) - man mischt sie sich selber durch die vorhandenen (ohne auszuschließen, die ein oder andere Farbe dazu zu kaufen). Dazu gehört aber, dass man Farbübungen macht und den Farbkreis lernt (gutes Buch dazu: Betty Edwards `Color`. Bevor überhaupt ein Bild gemalt wird, wird durch Übung die Theorie verinnerlicht. Klar, das will ein Anfänger nicht wissen - der will gleich "drauf los" malen. Aber auch das Üben des Zeichnens gehört vor das Malen mit Farben. Durch all diese trockenen Übungen lernt man Schritt für Schritt zu malen (zumindest Bilder die einem gewissen Realismus entsprechen). Erst wenn der Anfänger gelernt hat Form, Abstände, Winkel, Schattierungen, Verläufe und Farben zu sehen , und sie zu reproduzieren wird das Bild nach seiner Vorstellung entstehen. Deiner Forderung, dass man entweder richtig oder gar nicht mit der Ölmalerei beginnen sollte wird in einem klassischen Atelier genüge getan. Wenn man es richtig machen will, muss man sich anschauen, mit welchem Ansatz in einem klassischen Atelier ausgebildet wird. Sie trennen es in einzelne Schritte auf die auf einander aufbauen und ein solides Fundament schaffen.

Die ersten zwei Malkästen hier, beinhalten Titanweiß, Zitronengelb, Kadmiumrot, Krapprot, Preußischblau, Chromoxidgrün, Lichten Ocker, und Elfenbeinschwarz. Dazu noch gebrannte Sienna und gebrannte Umbra und man hat ne gute Palette für den Anfang.

Gruß

Chinasky
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Beitrag von Chinasky » 3. Jan 2010, 22:00

@MartinH.: Na gut. :)

@Sgt.Pepper: Ein Malkasten, der Preußischblau und Chromoxidgrün enthält, aber weder Kobalt- noch Ultramarinblau? :? Und bei Umbra und Sienna würde ich die ungebrannten (natur)-Varianten bevorzugen. Die allerdings m.M.n. unbedingt mit auf die Palette gehören...

Naja, aber ich will hier keinen Religionskrieg anzetteln, und hatte die Aufgabenstellung wohl auch etwas anders verstanden. Ich dachte, es gehe insbesondere um einen Anfänger, was die Ölmalerei angeht, nicht, was die Malerei insgesamt angeht. Daß ein Malereianfänger sich erstmal etwas mit der Farbtheorie usw. beschäftigen sollte, darin stimme ich mit Dir völlig überein. Und daß so ein Anfänger dann vielleicht erstmal Hell-Dunkel-Bilder malen sollte, ist auch richtig, denn die Tonwerte sind ja, wie wir alle wissen, das A und O jeder halbwegs erträglichen Komposition. Aber da würde ich halt doch Kohle oder Deckfarben als Medien vorschlagen.
Es genügt nicht, keine Meinung zu haben. Man muß auch unfähig sein, sie auszudrücken.

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Beitrag von Sgt.Pepper » 3. Jan 2010, 22:25

Wir werden sehen, wie sich Xeno entwickeln wird.
Acryl ist ja auch nicht schlecht. Kleiner Tipp am Rande: Holzleim ist als Trocknungsverzögerer für Acryl geeignet, denn Acrylfarben trocknen (mir zumindest) viel zu schnell.

Gruß

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Beitrag von kio » 7. Jan 2010, 14:47

ja super - bin auch schon länger am überlegen ob ich mir mal ein paar tuben und klimbim für öl hole :)

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Beitrag von MartinH. » 7. Jan 2010, 17:02

2. Gibt es eigentlich sowas we Todsünden beim Ölmalen? Sachen die man niemals machen sollte, oder Dinge die man besser meiden sollte?
nicht auf normalem unbehandelten papier malen und grob an "fett auf mager" halten, damits später keine risse gibt. gibt sicher mehr, mehr weis ich aber selbst nicht.
achja, gut lüften und nicht zu viel am pinselreiniger schnüffeln ;). wenn du freilaufende haustiere oder kleine kinder in der nähe hast solltest du wohl auch aufpassen das die nix von den farbe essen, die sind teilweise ziemlich giftig ;).

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Beitrag von Sgt.Pepper » 7. Jan 2010, 17:52

Kannst du englisch? Das meiste, was ich über (klassische) Malerei gelernt habe, habe ich von englischsprachigen Internetseiten bzw. Büchern. Deshalb frage ich zuerst, bevor ich dir eine Aufzählung mache, die hauptsächlich in englisch sein wird.

Für einen Anfänger ist es ratsam, Form- und Farbgebung zu trennen, sprich in klassischer Schichtenmalerei zu arbeiten, denn gleichzeitig Form und Farbe aufzutragen ist nicht so leicht und bedarf der Übung.

Mein Rat: male ein Bild in Graustufen (gemischt aus Titanweiß und Elfenbeinschwarz). Am besten ohne extreme Dunkelheiten, denn jede darüber gelegte Farblasur verdunkelt nach dem Prinzip der subtraktiven Farbmischung immer mehr. Und auch nicht zu detailliert und ohne scharfe Kanten/Begrenzungen.
Dieses lässt du trocknen. Wenn es eine Woche Zeit hatte zu trocknen (kommt auf dein Malmittel an) kannst du nun die entsprechenden Farben über das Bild lasieren, sprich: ein Mantel, der rot werden soll, wird so dünn mit roter Farbe übermalt (mit dem Pinsel vertrieben), dass die Untermalung noch hindurch scheint. Nun sieht das ganze recht soßig aus. Die Schatten kannst du nun verstärken mit weiteren Lasuren (evtl. ein braun reinmischen) und die hellen Bereiche werden mit der Farbe plus weiß gemalt.

Das ist die grundlegende Herangehensweise in Schichtenmalerei.

Bei weiteren Fragen, einfach hier posten.

MartinH.
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Beitrag von MartinH. » 7. Jan 2010, 18:46

danke für die leicht verständliche erklärung. das muss ich unbedingt mal testen wenn ich wieder zeit hab.

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Beitrag von Sgt.Pepper » 7. Jan 2010, 23:22

Hi Casshern (wieso denke ich gerade an Cashew-Nüsse ? :-) ).

Ja, der Link ist das wovon ich spreche. Mach das mal so, wie es da beschrieben ist. Du lernst eine Menge davon.
Ich habe dein Digitales Stilleben gesehen (das was mal gelb, mal weiß aussieht). Du bist echt auf nem guten Weg. Wenn du Farben nach den Betty Edwards Übungen beherrschst, bringt dir das digital mindestens genauso viel wie mit Ölfarben.

Der Hintergrund von dem verlinkten Phil Hale Bild könnte durchaus auch mit dem Palettmesser gemacht worden sein. Über die genaue Technik seiner Malerei lässt sich am ehesten über einen direkten Live-Blick etwas sagen.

Zur Kernseife: wie beschrieben, den Pinsel auf der Seife kreisen lassen und ab und zu unters Wasser halten. Später dann ohne Seife in der Hand den Pinsel auf der eingeseiten Handfläche kreisen lassen. Und auch mal mit den Fingern über die Haare.

Was hast du für Pinsel? William Whitaker empfiehlt: wenn du glaubst, der Pinsel ist zu groß, nimm einen noch größeren

Schmecker
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Beitrag von Schmecker » 7. Jan 2010, 23:49

Hey Casshern, wo ich grade den Link zu dem Stilleben sehe *gleich mal bookmark* , ich weiß nicht ob es das ist was du suchst: aber ^^
Habe auch erst zwei drei Bilder so gemalt ohne irgendetwas, und mich dann für diesesBuch entschieden. Die Technik und das Vorgehen ist genau beschrieben und sogar eine DVD liegt bei wo 2 Bilder Schritt für Schritt gemalt werden, falls es doch Probleme geben sollte.

Ist aber auch nicht allgemein gehalten sondern bezieht sich besonders auf Stilleben, Nass in Nass, ich als Anfänger habe mit dem Buch echt die Begeisterung dafür gefunden.
Einem werden in dem Buch gezeigt wie man Obst,Blumen, Vasen, Flaschen, Gläser malt.

Ob soetwas - was für dich ist weiß ich nicht, pers. hilft mir das Buch aber viel, bin zurzeit zuhause und male fast jeden Tag damit.

....falls du dir die Bilder von ihm mal anschauen möchtest Link

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Sgt.Pepper
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Beitrag von Sgt.Pepper » 8. Jan 2010, 08:20

Das ist schon ok, was du hast. Was du noch an Pinseln benötigst wirst du mit der Zeit selbst rausfinden.

Dann kanns ja schon direkt losgehen :-)

Du kannst für die Untermalung nun folgendermaßen vorgehen: such dir eine Vorlage raus, wandele sie in Schwarz/Weiß. jetzt noch den Kontrast ein wenig reduzieren, damit du nicht so starke Dunkelheiten hast.
Dieses Bild malst du nun in Graufarben nach. Es mag dir vorkommen, dass du für die Untermalung unverhältnismäßig viel Zeit benötigst, aber das ist schon in Ordnung. Die Farbgebung selbst geht dann ziemlich rasch.

Viel Spaß

Und nicht vergessen: Fragen wenn du vor einem Problem stehst. Aber ich seh da keine Probleme.

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